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  1. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Hm, da muss das ältere Kind verstehen, dass das jüngere Zeit und Ruhe braucht, auch wenn es nur eine Viertelstunde ist. Es liegt an dir, das durchzusetzen.

    Stundenlanges Lernen mit Kind zwei ist kontraproduktiv. So etwas überfordert das Kind erst recht. Vor allem Rechtschreibung setzt sich nicht sofort, sondern im Laufe von mehreren Wochen. Die Hefte sind so konzipiert, dass jeden Tag eine Übung gemacht wird. Macht das Kind mehrere auf einmal, bleibt nichts hängen - Überforderung des Gehirns, so dass alles durcheinander geworfen wird.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)


  2. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Während des Studiums arbeitete ich auch in so einem Institut.

    Die Nachhilfe-Karrieren der SuS konnte ich dadurch gut beobachten.

    Klar empfiehlt die Leiterin ihr Konzept in den höchsten Tönen.
    Praktisch mag die Nachhilfe (meist in Kleingruppen) punktuell für SuS der weiterführenden Schule bei Einzelfachproblemen sinnvoll sein.
    Allerdings ist es Usus, jegliche Arbeiten zu sammeln und die SuS gezielt, nach Fach und Lehrer, auf die jeweilige Arbeit zu "dressieren", weil die Arbeiten vom Schema und tlw. sogar exakt gleich waren.

    Logisch, dass die Ergebnisse entsprechend positiv ausfielen.

    Für deine Tochter, wenn deren Defizite tatsächlich diesen Umfang haben, ist die Klassenwiederholung die einzig sinnvolle und v.a. nachhaltige Lösung.

    Stigmatisieren tut das heutzutage niemand, zumal sie auch noch früh eingeschult wurde.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
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  3. gesperrt
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Deutsch lernen Kinder am besten durch lesen.
    Rechtschreibung, Satzbau und auch Grammatik werden dadurch eingeprägt, ohne, dass das Kind gedrillt wird; "einfach" durch das Tun.
    Komisch. Ich habe eine Leseratte, bei der das grade garnicht geklappt hat. Und die Grundbegriffe der Grsmmarik sollten sitzen, denn die Fremdsprachlehrer gehen davon aus, daß die Kinder wissen was Subjekt, Verb, Objekt sind...

    Geh mit der Kleinen in die Bücherei und lass sie ausleihen, was sie gerne lesen möchte und dann soll sie das machen.
    Langfristig ist das die einzige Art, wie Kinder die Sprachfähigkeit internalisieren und sicher anwenden können.
    Für das Leben ist das richtig. Für die Schule reicht das nicht!

    Die angelernten Fertigkeiten, bei denen jeweils aktiv überlegt werden muss, wie etwas geht oder angewendet wird, führen nur zu einer rudimentären Kompetenz und sind letztlich nicht alltagstauglich bezüglich der Anwendung.
    Hä?
    Kommaregeln, Silbentrennung, das und DASS, so einen Kram muß man lernen.

    Lesen, lesen, lesen. Davon "lernt" das Kind Deutsch.
    Davon lernt man das nicht!


  4. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    @sacrebleu

    Ich spreche von Sprachkompetenz, die nachhaltig vorhanden ist.

    Kommata und die, von dir aufgeführten Aspekte und weitere Punkte sind reiner Lernstoff. Der steht auf einem ganz anderen Blatt. Zudem reden wir hier von einer Drittklässlerin.
    Allerdings lassen sich diese Dinge wesentlich leichter lernen, wenn eine gute Sprachkompetenz vorhanden ist.

    Letztere erlangt das Kind ausschließlich durch Lesen.
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  5. gesperrt
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    @sacrebleu
    Ich spreche von Sprachkompetenz, die nachhaltig vorhanden ist.
    Kommata und die, von dir aufgeführten Aspekte und weitere Punkte sind reiner Lernstoff. Der steht auf einem ganz anderen Blatt. Zudem reden wir hier von einer Drittklässlerin.
    Allerdings lassen sich diese Dinge wesentlich leichter lernen, wenn eine gute Sprachkompetenz vorhanden ist.
    Letztere erlangt das Kind ausschließlich durch Lesen.
    Ich würde eher sagen, durch lesen und schreiben (formulieren) müssen.

    Und DAS kommt heute in der Schule viel zu kurz.

    Aber das hat mit dem Problem der Tochter der TE garnichts zu tun - die hat Rechtschreib- und Grammatik-anwend-Probleme.
    Ein Opfer der Anlauttabelle?
    Da hilft nur üben, Schreibweisen lernen!


  6. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    @sacrebleu

    Ohne Bücher zu lesen, gelangen zahllose SuS in die Sek II, welche aus eigenem Sprachvermögen ausschließlich Hauptsätze bilden können.

    Kommatasetzung zu vermitteln, wird da sehr spannend.

    Wenn das Sprachvermögen nicht vorhanden ist, fehlt oftmals die Grundvoraussetzung, die sprachliche Theorie aka Grammatik, zu erlernen.

    OT-Ende
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  7. gesperrt
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    @sacrebleu
    Ohne Bücher zu lesen, gelangen zahllose SuS in die Sek II, welche aus eigenem Sprachvermögen ausschließlich Hauptsätze bilden können.
    Dann hat die Grundschule versagt. Aber „Sätze bilden“ wie zu meiner Zeit üblich, scheint garnicht mehr im Anforderungskanon zu stehen!


  8. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Jetzt sind wir völlig OT, aber man lässt ja heute gerne wichtige Dinge weg. In Mathe macht man auch keine ordentliche Primfaktorzerlegung mehr, und dann wundert man sich, dass die Kinder nicht bruchrechnen können bzw. furchtbar umständlich rechnen, wenn's doch viel einfacher ginge...


  9. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Überhaupt bin ich schon noch etwas geschockt von dem Sprung von Grundschule zu weiterführender Schule. Benotete Tests in der Grundschule waren in Deutsch bei meinen Kindern reine Grammatik- und Rechtschreibtests. Lange musste sogar nur korrekt abgechrieben werden. Dann kam 5. Klasse, erste Klassenarbeit: "Gegeben ist dieser Märchenanfang..... schreibe das Märchen zu Ende." Das Kind hatte zwar ab und an einen Aufsatz schreiben müssen, aber nie unter Klassenarbeitsbedingungen.

  10. gesperrt
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Überhaupt bin ich schon noch etwas geschockt von dem Sprung von Grundschule zu weiterführender Schule. Benotete Tests in der Grundschule waren in Deutsch bei meinen Kindern reine Grammatik- und Rechtschreibtests. Lange musste sogar nur korrekt abgechrieben werden. Dann kam 5. Klasse, erste Klassenarbeit: "Gegeben ist dieser Märchenanfang..... schreibe das Märchen zu Ende." Das Kind hatte zwar ab und an einen Aufsatz schreiben müssen, aber nie unter Klassenarbeitsbedingungen.
    Das war schon eine Hammeraufgabe.
    Ich bezweifle aber, daß das in der Grundschule überhaupt hinreichend gemacht wird...

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