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  1. Inaktiver User

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Eine unnötige Wiederholung in der Grundschule (!) wird das Kind stigmatisieren und sie wird in der gesamten Schulzeit kein Bein mehr auf die Erde bekommen.

    Jetzt ein paar Stunden von einer externen Person, begrenzt bis zu den Herbstferien. Wenn es dann nicht besser ist, ggf weitere Maßnahmen ergreifen.

    Da in RLP die Realschule de facto abgeschafft wurde, sollte man sehr genau auf seine Kinder schauen.


  2. Registriert seit
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    5.994

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Da in unserer Grundschule Klassenwiederholung sehr beliebt ist (auf Betreiben der Lehrkräfte), und ich das durch zwei Kinder im Altersabstand von 3 Jahren nun 7 Jahre lang beobachten konnte, muss ich zugeben, dass ich das sehr zwiespältig sehe.
    Ich habe alles gesehen. Kinder, denen die Klassenwiederholung richtig gut getan hat. Kinder, bei denen sich nach einem weiteren Jahr nichts gändert hat. Bei den Kindern, die ich kenne, hätte ich es teilweise vorhersagen können, ob es was bringt, teilweise nicht. Insofern würde ich sowas jetzt auch nicht als Hauruck-Aktion durchziehen, nur weil gerade in einem Fach die Note abrutscht.


  3. Registriert seit
    05.12.2008
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    mein Patensohn ist im selben Alter und auch in der 3. Klasse. Er bringt auch des Öfteren 4-rer heim . . nämlich immer dann, wenn ihn etwas nicht interessiert.
    Neulich sollte er eine vorgelesene Geschichte schriftlich nacherzählen, da hat er einfach gedichtet "weil die Geschichte langweilig war". Wieder eine Vier . .

    Schon mal daran gedacht?

    Ich würde das Kind nicht unbedingt mit Nachhilfe (über-)-fordern, sondern eher versuchen, spielerisch das Gelernte zu verfestigen. Ich bin kein Fan von Computerspielen, aber es gibt ganz gute Lernspiele.

    Ist natürlich schwierig, hier Ratschläge zu geben, wenn man die Maus nicht kennt. Ein Patentrezept wird euch keiner sagen können.

    lg und gute nerven!

    luci

    PS: der Wahnsinn Schule geht weiter, das hört erst auf, wenn die Kids raus sind. Meine grosse Patentochter kämpft immer noch mit der "rächtschraibunk", sie war ein Versuchskaninchen des Schreibens nach Gehör.
    LEBE LIEBER UNGEWÖHNLICH


  4. Registriert seit
    26.10.2016
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    4.240

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Deutsch lernen Kinder am besten durch lesen.
    Rechtschreibung, Satzbau und auch Grammatik werden dadurch eingeprägt, ohne, dass das Kind gedrillt wird; "einfach" durch das Tun.

    Geh mit der Kleinen in die Bücherei und lass sie ausleihen, was sie gerne lesen möchte und dann soll sie das machen.
    Langfristig ist das die einzige Art, wie Kinder die Sprachfähigkeit internalisieren und sicher anwenden können.

    Die angelernten Fertigkeiten, bei denen jeweils aktiv überlegt werden muss, wie etwas geht oder angewendet wird, führen nur zu einer rudimentären Kompetenz und sind letztlich nicht alltagstauglich bezüglich der Anwendung.

    Lesen, lesen, lesen. Davon "lernt" das Kind Deutsch.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.


  5. Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    11.208

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Ich weiß ja nicht, wo eine Wiederholung stigmatisieren soll.

    Und zumindest in meinem Bundesland müsste man bei dem Notenbild, was Zada schildert, weder über Realschule noch über das Gym nachdenken. Ist eines Hauptfächer schlechter als 3, gibt es eine Hauptschulempfehlung.


  6. Registriert seit
    08.09.2011
    Beiträge
    12.804

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Es gibt mehrere Hefte, um die Rechtschreibung zu fördern und richtig zu verankern. Der neue Rechtschreibbegleiter von Klett ist meine erste Wahl, wenn es um Probleme geht. Die täglichen Aufgaben sind gering vom Umfang her und machen Spaß. Nach einem Vierteljahr bessert sich die Rechtschreibung automatisch.
    Lesen ist auch gut, vor allem die Kleine mal vorlesen lassen. Lass sie den Einkaufszettel schreiben oder einen Brief an Oma... Für sie muss es wichtig sein, dass alles richtig ist.
    "beinhalten" wird wie "halten" konjugiert, als "beinhält", und gehört zur Kategorie schlechtes Deutsch. Warum nicht "enthalten", "umfassen" oder "bedeuten"?

    Sorge dich nicht, lebe!




    Bunny Maja Lukas (14.2.)
    Maxi (3.3.2017)
    Bella (27.8.2018)


  7. Registriert seit
    31.10.2018
    Beiträge
    235

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Ich würde gegebenenfalls überlegen, ob man die Nachhilfe nicht in einem Nachhilfeinstitut sucht. In so einem habe ich selbst mal gearbeitet und ich habe relativ schnell wieder aufgehört, weil ich eben erlebt habe, dass die Eltern viel Geld dafür zahlen, dass Kinder in Gruppen von meist mehreren Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden.

    Sinnvoller finde ich mal zu schaun, ob es in der Stadt vielleicht Studenten oder Oberstufenschüler gibt, die sich so etwas vorstellen können. Oder vielleicht Praktikanten aus Schulen/ KiTas etc...

  8. Avatar von Zada
    Registriert seit
    24.01.2005
    Beiträge
    2.416

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Deutsch lernen Kinder am besten durch lesen.
    Rechtschreibung, Satzbau und auch Grammatik werden dadurch eingeprägt, ohne, dass das Kind gedrillt wird; "einfach" durch das Tun.

    Geh mit der Kleinen in die Bücherei und lass sie ausleihen, was sie gerne lesen möchte und dann soll sie das machen.
    Langfristig ist das die einzige Art, wie Kinder die Sprachfähigkeit internalisieren und sicher anwenden können.

    Die angelernten Fertigkeiten, bei denen jeweils aktiv überlegt werden muss, wie etwas geht oder angewendet wird, führen nur zu einer rudimentären Kompetenz und sind letztlich nicht alltagstauglich bezüglich der Anwendung.

    Lesen, lesen, lesen. Davon "lernt" das Kind Deutsch.
    In die Bücherei gehen wir mehrmals in Monat. Meine Tochter liest sehr viel. Sie spricht hervorragend. Trotzdem hat sie teilweise Probleme mit der Rechtschreibung, Grammatik richtig zu benennen. Lesen ist kein Allheilmittel.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Eine unnötige Wiederholung in der Grundschule (!) wird das Kind stigmatisieren und sie wird in der gesamten Schulzeit kein Bein mehr auf die Erde bekommen.

    Jetzt ein paar Stunden von einer externen Person, begrenzt bis zu den Herbstferien. Wenn es dann nicht besser ist, ggf weitere Maßnahmen ergreifen.

    Da in RLP die Realschule de facto abgeschafft wurde, sollte man sehr genau auf seine Kinder schauen.
    Stigmatisierung.. SO weit würde ich jetzt nicht gehen.

    Wie gesagt, ich denke nicht, dass sie so schlecht ist, dass ich die aktuell zurückstellen lassen muss. Aber ich merke, dass sie Dinge wiederholen/vertiefen/noch mal üben sollte. Nur sind wir Eltern dafür im Moment ungeeignet. Daher Nachhilfe.

    Klar - 3 Stunden sind viel. Ggf. kann man das auch reduzieren. Und ich würde im Gegenzug auch die anderen Tage weitestgehend "lernfrei" halten.

    Und ja, die Realschule wurde hier wirklich kaputt gemacht. Realschule Plus... die vor Ort ist gut, aber auf sozialer Ebene wird das eine Herausforderung. Es gilt die 5.+6. Klasse zu überstehen, dann geht es wohl.

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Da in unserer Grundschule Klassenwiederholung sehr beliebt ist (auf Betreiben der Lehrkräfte), und ich das durch zwei Kinder im Altersabstand von 3 Jahren nun 7 Jahre lang beobachten konnte, muss ich zugeben, dass ich das sehr zwiespältig sehe.
    Ich habe alles gesehen. Kinder, denen die Klassenwiederholung richtig gut getan hat. Kinder, bei denen sich nach einem weiteren Jahr nichts gändert hat. Bei den Kindern, die ich kenne, hätte ich es teilweise vorhersagen können, ob es was bringt, teilweise nicht. Insofern würde ich sowas jetzt auch nicht als Hauruck-Aktion durchziehen, nur weil gerade in einem Fach die Note abrutscht.
    Meine Maus hat einige Kinder in der Klasse die Wiederholen. Bei uns wird das in der Regel auch durch Empfehlung des Lehrers gemacht. Unsere Lehrerin ist wirklich klasse. Bisher hat sie sich noch nicht gemeldet, im Gegensatz zum letzten Jahr. Aber ich habe eben das Gefühl, dass da Nachholbedarf ist.

    @luiciernago

    Ne, Interesse hat sie wirklich. Sonst würde sie auch beim Lernen rebellieren.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
    [Lucius Annaeus Seneca]

    Wer lebt, stört.
    [Tankred Dorst]
    In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
    [Reinhard Mey]

  9. Avatar von Zada
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    2.416

    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Anscia Beitrag anzeigen
    Ich würde gegebenenfalls überlegen, ob man die Nachhilfe nicht in einem Nachhilfeinstitut sucht. In so einem habe ich selbst mal gearbeitet und ich habe relativ schnell wieder aufgehört, weil ich eben erlebt habe, dass die Eltern viel Geld dafür zahlen, dass Kinder in Gruppen von meist mehreren Schülerinnen und Schülern unterrichtet werden.

    Sinnvoller finde ich mal zu schaun, ob es in der Stadt vielleicht Studenten oder Oberstufenschüler gibt, die sich so etwas vorstellen können. Oder vielleicht Praktikanten aus Schulen/ KiTas etc...
    Es ist ein Nachhilfe-Institut, dass ausschließlich mit Lehrern oder Lehrern in Ausbildung (also Studenten) arbeitet. Maximal 3 Kinder pro Gruppe.

    Studenten - ich hab schon gesucht, Fehlanzeige. Wie gesagt, es ist hier ländlich, weite Wege. Schüler helfen nicht, ich brauche jemanden der in Pädagogik und Didaktik geschult ist.
    Zada

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  10. Avatar von Zada
    Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Es gibt mehrere Hefte, um die Rechtschreibung zu fördern und richtig zu verankern. Der neue Rechtschreibbegleiter von Klett ist meine erste Wahl, wenn es um Probleme geht. Die täglichen Aufgaben sind gering vom Umfang her und machen Spaß. Nach einem Vierteljahr bessert sich die Rechtschreibung automatisch.
    Lesen ist auch gut, vor allem die Kleine mal vorlesen lassen. Lass sie den Einkaufszettel schreiben oder einen Brief an Oma... Für sie muss es wichtig sein, dass alles richtig ist.
    Haben wir alles Zuhause. Problematisch ist teilweise auch die richtige Ruhe reinzubringen - ich hab noch ein Kind, das älter aber durchaus "herausfordernd" sein kann.

    Wie gesagt -wir begleiten sie schon 3 Jahr in der Schule und haben schon vieles durch. Aktuell ist es eben auch so, dass bei allen Beteiligten die Nerven am Ende sind.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
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