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  1. Avatar von bunte-Kuh
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Zada Beitrag anzeigen
    … Für ein Zurückstellen/Wiederholen lassen der Klasse 3 sind die Noten zu gut. Wir möchten Sie unterstützen.

    ...

    Ich habe heute meinen Kolleginnen davon erzählt. Die verkaufen mich für verrückt, dass ich einem Grundschulkind Nachhilfe buchen möchte.

    Wie sind eure Erfahrungen?

    Viele Grüße
    Lass dir bitte nix einreden!

    Da werden Erinnerungen wach... meine Zwillinge sind seinerzeit vier Wochen zu früh auf die Welt gekommen.

    Alles war im grünen Bereich, sie waren klein und zierlich, aber topfit. Sie haben sich auch wunderbar entwickelt - erst in der Grundschule stellte sich nach und nach heraus, daß sie beide bei allem buchstäblich genau diese vier Wochen "hinterher" gewesen sind.

    Nach Absprache mit der aufmerksamen Klassenlehrerin und der Schulleitung haben wir sie die zweite Klasse (trotz fürs "Sitzenbleiben" zu guter Noten) wiederholen lassen. In unserem Fall war es nicht ganz so dramatisch; sie waren ja immer noch zu zweit.

    Und ab der dritten Klassen haben sie Nachhilfe bekommen. Einmal pro Woche gingen sie in ein externes "Lernstudio", wo das Wissen wiederholt und vertieft wurde.

    Dieses Training haben sie in den folgenden Jahren bis zur Mittleren Reife immer wieder in Anspruch genommen und weder die Kinder, noch wir Eltern haben das je bereut.

    Wir hatten allerdings das große Glück, an eine sehr gute Anbieterin zu geraten, die ihrerseits mit den eigenen Kindern ähnliche Probleme gehabt hatte und darum nach und nach ihr Institut darauf aufgebaut hat. (Meine Tochter hat Schwierigkeiten mit Zahlen, mein Sohn Probleme mit Lesen/Schreiben.)

    So gesehen: mach es einfach, allerdings kommen mir 1,5 Stunden pro "Sitzung" sehr lang vor.

    Wir hatten hier jeweils normale 60-Minuten-Stunden und nur einmal pro Woche, das hat bei uns gereicht.

    Probiert es aus, dann seht ihr, wie die Maus damit zurechtkommt. Und im Zweifelsfall erzählst du es einfach keinem mehr, dann kann dich auch keiner für verrückt halten.

    Gerade die "Frühstarter" brauchen manchmal ein bißchen mehr Unterstützung.

    Alles Gute und viele Grüße
    von der Bunten

  2. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Nachhilfe in der Grundschule wird besonders häufig wegen des Gymnasiumübertritts gebucht und das ist sehr kritisch.

    Was sagt denn die Lehrkraft zu Förderunterricht, Nachhilfe oder sonstige Maßnahmen?
    Die ist am nächsten am Lernfortschritt des Kindes und kann hier sehr sinnvollen Rat geben, wenn gefragt wird.

    Wenn das Lernen generell schwierig ist, könnte ein Kurs zum Thema "Lernen lernen" möglicherweise sinnvoll sein.

    Auch eine Testung bezüglich AD(H)S wäre zu erwägen.

    Grds. einfach Nachhilfe zu verordnen, in der Grundschule, ist kritisch, weil die Schule generell nicht einfacher wird. Fraglich ist da, wie es in den folgenden Jahren weitergehen soll.

    Ein Schuljahr zu wiederholen, um den Stoff eigenständig zu erlernen und nachzureifen, wäre die Option, welche mir sinnvoll erscheint. Es kann ja auch in der folgenden Klasse sein, falls der Knoten nicht bis dahin von selber platzen sollte.
    Wir wohnen wie gesagt ländlich. Derartige Kurse gibt es hier nicht. Förderunterricht gibt es hier so gut wie keinen, und wenn dann nur für die ganz schlechten Kinder.

    Die Lehrerin ist sehr engagiert und hat bis jetzt noch nichts gesagt. Aber ich kenne mein Kind zum Glück auch ganz gut.

    Das Thema "Zurückstellen" behalten wir uns als letzte Option für Ende Klasse 4 vor. Aber: ich möchte meine Tochter auch nicht unbedingt von ihren Freunden wegreißen. Sie sind ihr wichtig. Eine Empfehlung fürs Gymnasium möchte ich auch nicht erzwingen.

    Genau, Schule wird nicht einfacher. Aber: ich möchte sie eben unterstützen. Am schönsten wäre es, wenn ich mir ihr einfach ein paar Zusatzaufgaben machen könnte, ihr die Dinge erklären und gut ist. Das funktioniert aber leider nicht.
    Daher brauche auch ich an der Stelle Hilfe und hierfür überlege ich eben einen "Profi" zu buchen. Damit der Stoff besser sitzt.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
    [Lucius Annaeus Seneca]

    Wer lebt, stört.
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    In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
    [Reinhard Mey]

  3. Avatar von bunte-Kuh
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Von "Fremden" lassen sich Kinder manchmal auch mehr sagen als von der Mutter...


  4. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Zada Beitrag anzeigen
    Das Thema "Zurückstellen" behalten wir uns als letzte Option für Ende Klasse 4 vor.
    Vorsicht! In manchen Bundesländern geht das in Klasse 4 nicht, eben genau damit Eltern nicht die Noten vor dem Übertritt auf diese Art und Weise "frisieren" (auch wenn es euch darum ja gar nicht geht). Erkundige Dich, ob das bei Euch überhaupt geht.


  5. Registriert seit
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Üblicherweise sind elterliche bzw. fremde Zusatzaufgaben nicht notwendig, additiv zu den obligatorischen Hausaufgaben, um den Stoff zu üben und zu festigen.

    Wenn dein Kind im Unterricht etwas nicht versteht, ist dort der Ort, wo es nachfragen bzw. um Erklärung nachfragen muss.

    Reicht das alles dann nicht aus, ist der klare Fall für eine Klassenwiederholung gegeben. Mit dieser Nachhilfe, v.a. im angedachten 3Std-Pensum die Woche, wird das Kind erst recht überfordert.

    Wenn Nachlernen der Defizite des Stoffes in diesem Umfang notwendig ist, würde sie das Klassenziel aus eigener Leistung nicht schaffen.

    Diese Nachhilfepläne solltest du dringend zunächst mit der Lehrkraft besprechen.

    Ich halte dieses Vorgehen für einen Fehler, ebenso, wie die Stoffvermittlung zu Hause und elterliche Zusatzaufgaben.

    Damit ist der Weg für schulzeitandauernde Nachhilfe beschritten und dem Kind wird vermittelt, dass es aus eigenem Vermögen nicht leistungsfähig ist.
    Fördernd für das Selbstvertrauen und die Überzeugung der Selbstwirksamkeit bezüglich eigener Tätigkeiten, ist das nie.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

  6. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Stoffvermittlung findet in der Grundschule statt!

    Zu Hause wird geübt, gelernt und sonst nichts. Wie soll die Lehrkraft feststellen, wo das Kind steht, wenn Muttern Stoff vermittelt?

    Hast du mit der Lehrerin gesprochen, was die Nachhilfe betrifft?
    Was schlägt diese vor, wie dein Kind gefördert werden sollte?

    Ich kenne keine SuS, die in der Grundschule Nachhilfe (obendrein 3 Std/Woche!) hatten und danach in den weiterführenden Schule selbständig zurecht kamen.
    Als theoretischen Ansatz finde ich das sehr schön. Praktisch sehe ich das etwas anders:
    Zitat Zitat von bunte-Kuh Beitrag anzeigen
    Alles war im grünen Bereich, sie waren klein und zierlich, aber topfit. Sie haben sich auch wunderbar entwickelt - erst in der Grundschule stellte sich nach und nach heraus, daß sie beide bei allem buchstäblich genau diese vier Wochen "hinterher" gewesen sind.
    DAS beschreibt mein Gefühl sehr gut. Sie braucht hier und da eben etwas länger.

    Und bevor ich sie aus ihrer tollen Klasse und von ihren Freunden wegreiße, versuche ich sie damit zu unterstützen.
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Ich würde eine Wiederholung "durchboxen". Jetzt.

  8. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Üblicherweise sind elterliche bzw. fremde Zusatzaufgaben nicht notwendig, additiv zu den obligatorischen Hausaufgaben, um den Stoff zu üben und zu festigen.

    Wenn dein Kind im Unterricht etwas nicht versteht, ist dort der Ort, wo es nachfragen bzw. um Erklärung nachfragen muss.

    Reicht das alles dann nicht aus, ist der klare Fall für eine Klassenwiederholung gegeben. Mit dieser Nachhilfe, v.a. im angedachten 3Std-Pensum die Woche, wird das Kind erst recht überfordert.

    Wenn Nachlernen der Defizite des Stoffes in diesem Umfang notwendig ist, würde sie das Klassenziel aus eigener Leistung nicht schaffen.

    Diese Nachhilfepläne solltest du dringend zunächst mit der Lehrkraft besprechen.

    Ich halte dieses Vorgehen für einen Fehler, ebenso, wie die Stoffvermittlung zu Hause und elterliche Zusatzaufgaben.

    Damit ist der Weg für schulzeitandauernde Nachhilfe beschritten und dem Kind wird vermittelt, dass es aus eigenem Vermögen nicht leistungsfähig ist.
    Fördernd für das Selbstvertrauen und die Überzeugung der Selbstwirksamkeit bezüglich eigener Tätigkeiten, ist das nie.
    Mein Sohn ist gerade auf die weiterführende Schule gewechselt. Er ist ein sehr guter Schüler, aber ohne Hilfe von uns Eltern hätte er sicher den Üebrgang nicht allein gepackt. Und damit steht er nicht allein - ALLE Eltern mit denen ich Kontakt aus seiner Klasse habe, sind exakt so verfahren. Das ist auch die Rückmeldung von den Eltern größerer Kinder oder die selbst Lehrer sind.

    Da werden Dinge vorausgesetzt, die teilweise an der Realität vorbeigehen.
    Zada

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  9. Avatar von Zada
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Vorsicht! In manchen Bundesländern geht das in Klasse 4 nicht, eben genau damit Eltern nicht die Noten vor dem Übertritt auf diese Art und Weise "frisieren" (auch wenn es euch darum ja gar nicht geht). Erkundige Dich, ob das bei Euch überhaupt geht.
    Danke für den Hinweis! Ich frage nach!
    Zada

    Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
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    AW: Nachhilfe in der Grundschule

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich würde eine Wiederholung "durchboxen". Jetzt.
    Genau so.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.
    Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie das Posting oder fressen Sie die Verfasserin.

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