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  1. Registriert seit
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    gut lenken zu lassen. Und zwar über Emotionen,
    Ich ahne, dass du das anders meinst!

    Aber, das "lenken über Emotionen" - das finde ich nichts, was man Menschen noch zusätzlich angedeihen lassen sollte.
    Das ist in anderen, weniger lieblichen Worten Manipulation, emotionale Erpressung, Marketing.

    Ich finde, man sollte Menschen, egal welchen Alters, zugestehen, dass sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und ihre eigenen Empfindungen haben und leben dürfen. Auch unangenehme wie Ablehnung, Neid, Aggression...

    Was ich versuchen würde wegzuerziehen ist der Ausdruck dieser Empfindungen. Ablehnung darf unbegründet sein (das Bauchgefühl, das die Erwachsenen dann so mühevoll wieder zu erlangen versuchen, sollte nicht in der Grundschule glatt gebügelt werden).
    Aber Ablehnung kann formal sozialkompetent und menschlich rübergebracht werden.
    Statt: "Mach dich vom Acker, du blöde...."
    "ich möchte lieber nur mit ... spielen".


  2. Registriert seit
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    [QUOTE=Cariad;34114012r.

    Im Ernst: Unternehmenskultur ist Chefsache. Wenn ich in diesem Unternehmen wäre und sowas beobachten würde (ich mache ja beruflich Unternehmenskommunikation), würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen.[/QUOTE]

    Das ehrt dich.

  3. gesperrt
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Wenn ich in diesem Unternehmen wäre und sowas beobachten würde (ich mache ja beruflich Unternehmenskommunikation), würde ich Himmel und Hölle in Bewegung setzen.
    und wie würde das aussehen?


  4. Registriert seit
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Manche Eltern haben ihren Kinder auch keinen Gefallen getan, indem sie es angesprochen haben


    Den Punkt sollte man nicht unterschätzen.

    Es gibt durchaus Fälle, wo es für das betroffene Kind durch das Ansprechen viel schlimmer wird, man kann ja kaum sicher sein, dass die entsprechenden Ansprechpartner (Schule, andere Eltern) alles richtig machen, man wüsste ja selbst auch nicht genau, was tun.

  5. Moderation
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von Mostrich Beitrag anzeigen
    und wie würde das aussehen?
    Überprüfung der Unternehmenskultur und deren Verankerung. (Oft stinkt der Fisch vom Kopfe...) Analyse des Onboarding-Prozesses (gibt es ein Patenprogramm? Wie werden Neulinge eingeführt und vernetzt? Usw.). Personalgespräche mit schwarzen Schafen, sofern vorhanden. Analyse von Überlasten. Ja, auch Teambuilding, wenn nötig. Räume für gemeinsame Aktivitäten schaffen. Nur so auf die Schnelle...

    Es muss nicht überall gekuschelt werden. Aber professionelles Verhalten ist überall erwartbar, und dazu gehört, dass man sich Mühe gibt, neue Kollegen zu integrieren.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  6. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von R_Rokeby
    Ich ahne, dass du das anders meinst! https://bfriends.brigitte.de/foren/i...smileys_26.gif
    Ja, ich meine es tatsächlich anders. Und zwar weil das hier

    Ablehnung darf unbegründet sein (das Bauchgefühl, das die Erwachsenen dann so mühevoll wieder zu erlangen versuchen, sollte nicht in der Grundschule glatt gebügelt werden).
    Aber Ablehnung kann formal sozialkompetent und menschlich rübergebracht werden.
    Statt: "Mach dich vom Acker, du blöde...."
    "ich möchte lieber nur mit ... spielen
    meiner Erfahrung nach in diesem Alter noch gar nicht das ist, was in den Kindern vorherrschend passiert. Natürlich gibt es Kinder, die sich gegenseitig nicht mögen. Und das darf auch so sein, das wird niemand in Abrede stellen. Aber wenn ich meine Kinder und ihr Umfeld so anschaue, dann sind solche Aversionen die Ausnahme. Eher ist es so, dass Kinder sehr offen miteinander umgehen, sich schnell anfreunden und es dann kleinere Streits gibt, die genauso schnell auch zu einer Ablehnung führen können, die jedoch auch nicht von Dauer ist. Sowas funktioniert dann nicht, wenn es Kinder gibt, die schon in dem Alter bewusst intrigieren - das kommt leider sehr, sehr oft von den Eltern.
    Mit "lenken über Emotionen" meine ich keine Manipulation, sondern mit Kindern darüber sprechen - wie fühlt sich denn der andere, wenn ich ihn nicht mitmache lasse? Was könnten denn die Gründe sein, dass ein Kind in der Pause immer allein ist? Und was kann ich konkret tun, dass das anders wird?

    In der Klasse meiner Tochter wurde das anhand von charakterlich überspitzt dargestellten Tieren gemacht. Dise wurden dann von der Lehrerin auch genutzt, mit den Kindern das Elterngespräch vorzubereiten: wenn Du in der Schule bist, welches Känguru bist Du denn dann? Und welches bist Du zuhause?
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung

  7. gesperrt
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    danke cariad.
    liest sich für mich aber auch nach aufgezwungenem kuscheln.
    allerdings ist mir so etwas noch nie begegnet, darum auch schwer vorstellbar, dass es so ein kindisches verhalten im Job geben kann.
    aber gibt ja nichts, was es nicht gibt.


  8. Registriert seit
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    So, jetzt habe ich alles durchgelesen und möchte nochmal auf die Ausgangsfrage antworten: ist es ungewöhnlich, wenn ein Kind am Ende der 1. Klasse dort immer noch keine Freunde gefunden hat?
    Ich würde das mit einem klaren "jein" beantworten.
    Wir haben es mit zwei Kindern durch (allerdings Jungen). Kind 1 hatte am Ende der 1. Klasse 2 Freunde, genau die Kinder, mit denen es die Klassenlehrerin nie zusammengebracht hätte, weil sie dachte, das passt nicht. Im Laufe des 2. Schuljahres ist es echt explodiert, am Ende hatte er ganz viele Freunde.
    Kind 2 tat sich ebenfalls sehr schwer, am Ende der 1. Klasse 1 Freund, bei dem blieb es lange, dann kam ein weiterer dazu, der sich dann (als gewisse Kinder wieder dazukamen) sofort wieder von unserem Sohn abwandte. Obwohl in beiden Klassen die Lehrerinnen sehr bemüht waren, auch Spielpartnerschaften für die Pausen und Mittagspausen (gebundener Ganztag) zu stiften, klappte es in der Klasse von Kind 2 überhaupt nicht. In Klasse 3 zeichnete sich langsam ab, dass man wirklich von Mobbing sprechen kann, was lange nicht ernst genommen wurde, in Klasse 4 gibt nun auch die Lehrerin zu, dass der Begriff gerechtfertig ist, es gab im letzten halben Jahr drei Vorfälle, die nicht mehr mit "dumme-Jungs-Streiche" oder Gedankenlosigkeit entschuldbar sind.

    Kind 1 hatte eine tolle Grundschulzeit (sozial betrachtet), Kind 2 eine furchtbare und zählt die Tage bis zum Schuljahresende und dem Neustart in Klasse 5, ohne ein einziges Kind aus der Grundschulklasse.

    Was ich damit sagen will: es kann schon mal passieren, dass es lange dauert mit den ersten Freundschaften, und dann kann doch noch alles schön werden. Es kann aber auch dumm laufen. Hab es im Auge.

    Bei uns war es so, dass bei Kind 1 z. B. auch ein anderer Zusammenhalt zwischen den Eltern war, Smalltalk am Elternabend oder wenn man sich beim Abholen traf - bei Kind 2 habe ich mir 2 Jahre lang echt einen abgebrochen, immer wieder Gespräche anzuleiern - außer mit 1-2 Müttern kam da nichts zustande. Elternabende auch sehr spärlich besucht. Die ganze Klasse schlichtweg "schwieriger". Beide Kinder haben so ihre Eigenheiten - bei Kind 1 wurden diese von der Klasse geschätzt, bei Kind 2 führten sie zur Ausgrenzung. Inzwischen haben sich die Fronten so verhärtet, dass ich denke, der könnte so stromlinienförmig sein wie er wollte, da kriegt er keinen Fuß mehr auf die Erde.

    Deshalb: sei sehr aufmerksam, höre Deiner Tochter gut zu, sammel auch "Daten" von anderer Seite, wo möglich. Allerdings kann es sein, dass die Lehrerin nichts mitbekommt, das war bei uns so, weil die Mobber sehr geschickt waren. Aber vielleicht bekommen Hort-Freunde ja was mit. (Mädchen sind ja zum Glück in der Regel mitteilsamer als Jungs.) Und bleib dran, was das Verabreden betrifft.

    LG Tigerente
    Geändert von Tigerente (23.05.2019 um 11:42 Uhr)

  9. gesperrt
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    JEher ist es so, dass Kinder sehr offen miteinander umgehen, sich schnell anfreunden und es dann kleinere Streits gibt, die genauso schnell auch zu einer Ablehnung führen können, die jedoch auch nicht von Dauer ist.
    das verstehe ich eben auch nicht.
    das geht jetzt schon fast ein schuljahr lang so - warum?

  10. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Freunde finden in der ersten Klasse

    Womöglich erlebt ein Kind, das in der Schule keine Freunde findet, in einem anderen Umkreis mit anderen Kindern das Finden von freunden ganz anders. Unsere Kinder hatten verschiedene Sphären, da war einmal die Schule, dann die gleichaltrigen Kinder aus dem engen Freundeskreis der Eltern, dann Nachbarskinder, dann Kinder in der Kirchengemeinde und Kinder im Sportverein oder dem Orchester.
    In allen Konstellationen hatten sie jeweils eine andere Position.

    Das war sehr interessant anzuschauen, man bemerkt aber auch, dass viel durch den Grundcharakter des Kindes bestimmt wird.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

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