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  1. Inaktiver User

    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Walnuss - nein, ganz so ist das nicht.

    Drama hat sie letztes Jahr schon sehr interessiert, es war eines ihrer Lieblingsfächer. Den Lehrer mag sie. Und in der Klasse ist ihre einzige Freundin. (All das Faktoren, warum sie die als eine der ersten ausgesucht hat, um wieder zur Schule zu gehen.)

    Sie hatte kein Problem mit den Aussetzern bzw. dem Zuschauen.

    Es war ausgemacht, dass sie zum Unterricht gehen kann, so oft und so lange sie es schafft. Soviel Mitarbeit, wie sie schafft. Das ist mit der Schule so vereinbart!

    Ganz sicher war es nicht Teil des Plans, dass sie in eine Klasse nicht gehen kann, weil sie nicht oft genug da ist/nicht genug mitmacht! (Und nein, das lass ich auch nicht unter den Tisch fallen - dazu gibt's von mir noch ein Gespräch mit den Pastoral Teachers.)

    Das ist mal der Status Quo - und nein, den kann und will ich auch nicht verändern. Dass wir in drei Monaten überhaupt so weit gekommen sind - von "20 Stunden pro Tag in drei Schichten Gewand im Bett liegen, den halben Tag weinen bzw. Panikattacken haben" zu wieder 50% (!) des Schultages absolvieren, war und ist ein RIESENschritt. Darauf kann sie stolz sein und das sag ich ihr jeden Tag.

    Ohne den blöden Spruch vom Lehrer hätte sie vielleicht in den nächsten paar Wochen wieder mitzumachen begonnen. Jetzt können wir uns das schenken.

    Es geht dabei auch nicht um Leistung, sondern um Wiedereingliederung in die Gesellschaft, sozusagen - es überhaupt wiedermal unter den anderen auszuhalten, in einer Klasse, langsam wieder entspannen zu lernen und vielleicht kommt dann auch hoffentlich der Spaß wieder. Denn: Spaß hat ihr die Schule immer gemacht, sie war eine gute Schülerin, die Lehrer haben von ihr geschwärmt.

    (Wobei ich es schon, wie gesagt, als Riesenleistung empfinde, was sie derzeit alles tut.
    Ich war, mit Anfang 20, und im Allgemeinen wesentlich haudruffer drauf als sie, für fast 18 Monate außer Gefecht mit meiner Angststörung - da ging nix.)


    @Carcassone: Danke!
    @brighid: Danke, das ist ein schönes Bild
    Ich habe aus der ganzen Chose auch einiges gelernt. Kinderprobleme kommen ja nicht von ungefähr.


  2. Registriert seit
    11.11.2016
    Beiträge
    1.053

    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Hallo Kitty,

    schön, dass es mit deiner Tochter -trotz einiger Stolpersteine- wieder bergauf geht!
    Ihr wolltet doch mal Diagnosen abklären lassen, ist da etwas Erhellendes herausgekommen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Das ist mal der Status Quo - und nein, den kann und will ich auch nicht verändern. Dass wir in drei Monaten überhaupt so weit gekommen sind - von "20 Stunden pro Tag in drei Schichten Gewand im Bett liegen, den halben Tag weinen bzw. Panikattacken haben" zu wieder 50% (!) des Schultages absolvieren, war und ist ein RIESENschritt. Darauf kann sie stolz sein und das sag ich ihr jeden Tag.
    Du kennst meine Vermutung, daher denke ich, dass das von mir Gefettete eine gesunde Reaktion sein kann - so belastend sie auch ist.

    Viele Grüße, auch an die Tochter!


  3. Registriert seit
    15.04.2006
    Beiträge
    303

    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    [QUOTE=Inaktiver User;34316104]Walnuss - nein, ganz so ist das nicht.

    Sie hatte kein Problem mit den Aussetzern bzw. dem Zuschauen.

    Es war ausgemacht, dass sie zum Unterricht gehen kann, so oft und so lange sie es schafft. Soviel Mitarbeit, wie sie schafft. Das ist mit der Schule so vereinbart!

    Ganz sicher war es nicht Teil des Plans, dass sie in eine Klasse nicht gehen kann, weil sie nicht oft genug da ist/nicht genug mitmacht! (Und nein, das lass ich auch nicht unter den Tisch fallen - dazu gibt's von mir noch ein Gespräch mit den Pastoral Teachers.)
    ...
    Ja, dann mach das so. Ich meinte nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern ihrerEnttäuschung eher mit Besonnenheit entgegen treten als mit Kampfgeist. Andere Möglichkeiten in den Fokus rücken. Den einen Kurs nicht so wichtig nehmen, der grad nicht passt. Du hattest vorher ja nicht geschrieben, dass die Genesung deiner Tochter so eng mit der Theatergruppe verbunden ist, für mich las sich das so, als ob deine Tochter die Ablehnung auf ihre Art angegangen wäre und sich woanders in ihrem Tempo ausprobieren möchte, wo ihr Tun oder nicht Tun ihre Sache bleibt und sich nicht unter den Augen aller und in einer für alle Kinder so emotionalen Situation abspielt. Dabei würde ich sie unterstützen, das hat sie selbst im Griff.

    Und die Theatergruppe gibt es ja auch nächstes Jahr noch.

    Aber vielleicht findet ihr ja gemeinsam eine Aufgabe /Rolle, die deine Tochter übernehmen kann.
    Alles Gute für deine Tochter, Walnuss

  4. Inaktiver User

    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Es ist keine Gruppe, es ist eine Unterrichtsstunde, die so am Stundenplan steht.
    Und leichtverdientes Geld, sozusagen - bisher hat's ihr immer Spass gemacht, deswegen fand ich es auch so bloed vom Lehrer.
    Sie hat zu weinen begonnen, als sie es mir erzaehlt hab.
    Ich habe sie getroestet und darin bestaerkt, dass sie andere Stunden nehmen kann, was sie ja vorgeschlagen hatte. Nach 6+ Monaten kann ich eh halbwegs adaequat auf solche Sachen reagieren, denke ich mal ;-)

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