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  1. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Updates: Mal positive Neuigkeiten verbreiten

    Im Moment ist fast alles wieder beim Alten, außer dass sie nicht wieder ganztägig in die Schule geht. Aber jeden Tag für zwei bis drei (manchmal sogar vier!) Schulstunden, angefangen mit den 'leichten', das bezieht sich eher auf den sozialen Aspekt, also wo nette Kinder/Lehrer/innen sind; dabei hat sie meistens wieder Spaß, manchmal ist es stressig (sie geht dann in die Schulbibliothek), manchmal ist es langweilig (das freut mich in dem Fall zu hören )

    Keine Panikattacken mehr, aber noch 'wobbelig' in einzelnen Situationen. Teils mit psychosomatischen Symptomen (Magen/Darm; auch Kopfweh vermutlich, könnte auch von den Verspannungen herrühren, die wiederum nicht alle vom Stress kommen, sondern von den Minecraft-Sessions am Laptop ...).
    Und abgesehen von so leichten Pubertätseinbrüchen ist sie sogar sehr ausgeglichen und happy. Meilenweit von dem verstörten, weinenden, sich unter der Bettdecke versteckenden Kind entfernt.

    Also - soweit, so gut, und so können wir arbeiten. Das ist eine solide Grundlage.
    Wobei ich jetzt nicht weiß, wann bzw. wie wir die 'Dosis' steigern können - für Tochting ist die riesige Schule voller schreiender, drängelnder Kinder halt sehr beängstigend. Da ist es schon stressig, von A nach B zu kommen.
    Ja, ich weiß, das ist eh alles normaler Gymnasial-Alltag. Allerdings vermuten Herr S und ich, dass sie am Aspie-Spektrum angesiedelt sein könnte, dann kommen nochmal andere Faktoren zum Tragen. Ich werde das Thema wohl in ein paar Wochen angehen, wenn die psychologische Betreuung angelaufen ist.)
    Whatever happened until now only served to deliver this moment.


  2. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Ich würde es, aus eigener Erfahrung, zeitgleich angehen. Das zieht sich...


  3. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen

    Also - soweit, so gut, und so können wir arbeiten. Das ist eine solide Grundlage.
    Wobei ich jetzt nicht weiß, wann bzw. wie wir die 'Dosis' steigern können - für Tochting ist die riesige Schule voller schreiender, drängelnder Kinder halt sehr beängstigend. Da ist es schon stressig, von A nach B zu kommen.
    Ja, ich weiß, das ist eh alles normaler Gymnasial-Alltag. Allerdings vermuten Herr S und ich, dass sie am Aspie-Spektrum angesiedelt sein könnte, dann kommen nochmal andere Faktoren zum Tragen. Ich werde das Thema wohl in ein paar Wochen angehen, wenn die psychologische Betreuung angelaufen ist.)
    Aspie-Spektrum? Nun mal langsam mit den Pferden.

    Ich schätze, deine Tochter ist vor allem reizsensibel. Das heißt, es sie kostet mehr Energie als der Durchschnittsmensch, Reize zu sortieren und zu verarbeiten (Schule, Feste, etc). Als Teenie spürt man diesen Energieaufwand noch nicht täglich, da grundsätzlich viel Energie da ist und sie evtl. noch keine Erfahrung hat, in sich zu spüren, Situationen zu bewerten und sich zu regulieren. Es könnte deshalb zu diesem Kollaps aus Angst und Depression gekommen sein.

    Ich würde in mehrere Richtungen überlegen: einerseits einen Schulwechsel in Betracht ziehen. Aber vor allem deine Tochter schulen, sich spüren zu lernen, innere Signale zu deuten, ihren Energie- und Genervtsein-Level zu bestimmen, sich selbst rechtzeitig regulieren zu lernen. Das funktioniert einerseits über Aufklärung zu Reizsensibiltät (falls der Gedanke zutrifft) und andererseits über Mindfulness in allen Variationen, (macht ihr ja schon).

    Ich würde vor allem keine Psychopharmaka geben und von vorschnellen Pathologisierungen und Diagnosen absehen.

  4. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Kitty, das freut mich sehr für die Tocher & euch!
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  5. Avatar von Kitty_Snicket
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Also, das mit dem Aspie kommt nicht von ungefähr - da gibt's seit ein paar Jahren schon andere Dinge. Das war ja jetzt nur das Sahnehäubchen obendrauf.
    Wobei es jetzt eben 'nur' Schulwechsel, Pubertät plus private Probleme sein können (und diese anderen Dinge halt Macken oder halt etwas idiosynkratischere Charakterzüge ). Deswegen wollte ich eigentlich noch etwas abwarten, wie sich das entwickelt.
    Allerdings seh ich auch keine Problem darin, quasi unverbindliche Tests durchführen zu lassen. Im schlimmsten Fall war es Fehlalarm, im besten bekommen wir hoffentlich gezieltere Hilfe. Pharmazeutischer Natur ist da nicht meine erste Assoziation - dazu ist die Lage nun auch wirklich nicht heftig genug.
    Mindfulness, Entspannungs- und Atmungsübungen etc machen wir schon, ja.
    Selbstregulation fällt ihr nicht immer leicht. Sie ist vor allem Angst und Stress recht hilflos ausgeliefert. Ist sicher ein längerer Prozess, das zu lernen, und eine eventuelle Diagnose fände ich vor allem diesbezüglich hilfreich, als sie erklären könnte, warum manche Dinge eben schwerer sind und vielleicht auch bleiben - ansonsten wäre das ja ein Quell steter Frustration, weil sie dann glaubt, sie macht was falsch oder ist zu dumm etc. Was bei jemandem, der sich selbst recht viel abverlangt, sicher nicht sinnvoll ist.

    Schulwechsel willse ja nicht. Weil ihre Freunde hier sind (die sie eh fast nicht sieht - naja. Und die Schule selber ist schon auch sehr dschungelig).
    Allerdings glaube ich nicht, dass es ein Problem wäre, sich woanders einzugewöhnen, v.a. im Zuge eines ohnehin angedachten Ortswechsels - wir wollen eh alle raus aus der Stadt. Tja, mit Geldscheißer ginge das ziemlich flott, die passende Immobilie hätten wir im Auge ...
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  6. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Nochmal was zur Schule:

    ich war an einem Gymnasium mit 1000 Schülern, in Klassen mit über 30 Kindern. Ich weiß, wie man sich durch Menschenmassen schiebt vom Klassenzimmer in den Fachraum und in die Pausen. Das ist purer Stress: die Lautstärke, die Menschenmassen, der dadurch bedingte soziale Umgang, grauenhaft.

    Das war Stress für alle, nicht nur für "Sensibelchen", jedem war es anzumerken, Schüler wie Lehrer. Das war für keinen eine geeignete Lernumgebung.


  7. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Eine Diagnose bedeutet es besteht eine Krankheit.

    Die Menschheit besteht aber nicht nur aus Durchschnittsmenschen mit durchschnittlichen Eigenschaften, sondern die Enden der Gaußschen Normalverteilung können weit reichen. Sollte dies die Ursache sein, wäre es wichtig, ihr zu vermitteln, dass dies kein Defizit ist, sondern ihre prsönlichen Eigenheiten, die viele gute Auswirkungen mitbringen (im Gegensatz zu einer Krankheit), sofern man diese Eigenheiten gut kennt und für sich einsetzen kann.


  8. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Ein weiterer Punkt, der oft auch in der Pubertät (und natürlich auch später) zum Tragen kommt, ist wie emotional sicher man aufgewachsen ist, bewusst und in der Babyzeit unbewusst. Die Familiensituation jetzt ist für deine Tochter nicht einfach und teilweise eine deutliche Belastung, wenn das früher ähnlich war, ist das ein Faktor, der maßgeblich zu ihrem derzeitigen Zustand beiträgt.

  9. Avatar von einzigARTig
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    Ja, ich weiß, das ist eh alles normaler Gymnasial-Alltag. Allerdings vermuten Herr S und ich, dass sie am Aspie-Spektrum angesiedelt sein könnte, dann kommen nochmal andere Faktoren zum Tragen. Ich werde das Thema wohl in ein paar Wochen angehen, wenn die psychologische Betreuung angelaufen ist.)
    Hier in Deutschland gibt es ja Schulbegleiter, auch Integrationsassistenten genannt.
    Sie stehen u.a. Kindern mit Aspie zur Seite und gehen z.B. mit Ihnen aus dem Unterricht, wenn es zu laut und wuselig wird und ähnliches. Aber vielleicht braucht sie so jemanden auch garnicht. Hört sich ja schon recht gut an, was sie alles erreicht hat.
    Aber es könnte ja sein, dass sie so einen Menschen an ihrer Seite als hilfreich empfinden könnte, falls es sowas bei Euch gibt.


  10. Registriert seit
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    AW: Tochter (12) mit Angststörung/Panikattacken

    Zitat Zitat von Kitty_Snicket Beitrag anzeigen
    A Ist sicher ein längerer Prozess, das zu lernen, und eine eventuelle Diagnose fände ich vor allem diesbezüglich hilfreich, als sie erklären könnte, warum manche Dinge eben schwerer sind und vielleicht auch bleiben - ansonsten wäre das ja ein Quell steter Frustration, weil sie dann glaubt, sie macht was falsch oder ist zu dumm etc.
    Das finde ich einen total wichtigen Aspekt. So eine Diagnose kann total entlastend sein. Ich habe es bei Aspies erlebt (deutlich jünger, da war es wahnsinnig entlastend für die Eltern, dass das Kind eben nicht so ist, weil sie alles falsch gemacht haben, sondern dass es einfach so ist), ich habe es bei meinem eigenen Kind mit einer massiven LRS erlebt - diese unglaubliche Erleichterung, nicht dumm oder faul zu sein, sondern es mit dieser einen Sache einfach viel schwerer zu haben als die Klassenkameraden.

    Insofern finde ich schon gut, wenn Ihr das im Hinterkopf behaltet.

    Ansonsten aber finde ich, wirklich gute Nachrichten von Euch

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