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  1. Moderation Avatar von Stina
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Das ist nicht ungewöhnlich mit 5 und ich habe das Gefühl, dass das sogar oft die sonst toughen und selbständigen Kinder besonders ausgeprägt erwischt.
    Der Sohn meiner Freundin (März 14 geboren) war seit 2 Jahren bestens im Kindergarten eingewöhnt und plötzlich hat er morgens solchen Trennungsschmerz, dass jeder Morgen zum Drama wird. Auch daheim ist es jetzt plötzlich wieder schwierig, z.B. allein im Zimmer zu spielen oder dass die Eltern unvermittelt aus dem Raum gehen.
    Unsere Große wollte eigentlich nie zu uns ins Bett, höchstens mal bei Krankheit. Mit 5 kam sie eine Weile lang ständig.

    Die Ursachen würde ich auch in einem Entwicklungsschub sehen und dann sind die Kinder ja -mehr oder weniger ausgeprägt- mitten in der magischen Phase. Deine Große beschreibst Du ja auch oft als phantasievoll und verträumt, Wolkenschaf. Da kann man schon mal Angst vor der eigenen Phantasie bekommen. (Auch das passt auch 100% auf den Sohn meiner Freundin).

    Ich würde das ganze wie viele hier erstens einfach liebevoll begleiten und ihr, wann immer es geht, die Nähe zugestehen und die Allein-Momente aufs nötige Minimum reduzieren. Und ansonsten nicht zu hoch hängen, in den akuten Situationen trösten und fragen, was ihr Angst macht. Ich glaube aber nicht, dass Kinder den grundsätzlichen Auslöser benennen können, den es so konkret ja vermutlich auch gar nicht gibt.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung

  2. Avatar von schafwolle
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Zitat Zitat von Unendlichkeit Beitrag anzeigen
    Ich würde meine Tochter einfach mitnehmen, nicht mehr alleine lassen. So schaffst du Vertrauen.
    Ja, so würde mein Lösungsansatz auch aussehen.



    Zitat Zitat von lieselotte14 Beitrag anzeigen
    Wenn du das gewünschteste Wunschkind liest, dann wirst du lernen, dass das daran liegt, dass du deinem armen Kind wahrscheinlich in der Vergangenheit bei Trödeln mehrfach damit gedroht hast, dass du dann eben gehst und das Kind alleine zurück lässt.
    OT hier … aber genau das sehe ich wirklich andauernd bei Eltern
    (und ja, vorwiegend bei den Müttern ;) von Kleinkindern. Macht mich
    tatsächlich regelmäßig fassungslos, wie unbedarft manchmal mit
    Drohgebärden in Verbindung mit fehlender Konsequenz "gearbeitet" wird.


  3. Registriert seit
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Zitat Zitat von Stina Beitrag anzeigen
    Die Ursachen würde ich auch in einem Entwicklungsschub sehen und dann sind die Kinder ja -mehr oder weniger ausgeprägt- mitten in der magischen Phase. Deine Große beschreibst Du ja auch oft als phantasievoll und verträumt, Wolkenschaf. Da kann man schon mal Angst vor der eigenen Phantasie bekommen.
    Dazu Erich Kästner: "Wenn einer keine Angst hat, dann hat er keine Phantasie."

    Bei uns ist es auch so, dass das phantasievollere Kind definitiv auch das ängstlichere ist - aber auch erst im Laufe der Zeit, anfangs war das gar nicht so, da waren beide eher furchtlos.

  4. Avatar von Frau_Beere
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Wir hatten bei unserer Großen mit 6 eine ähnliche Phase, da hatte sie es mit dem Tod. Sie weinte ständig dass wir oder sie sterben könnten und war auch wieder ganz anhänglich.
    Da ich als Kind ähnliches durch gemacht habe und mich daran erinnerte konnte ich es einordnen. Nach 4 Monaten war es überstanden.
    16.01.2020 unser Marienkäferchen soll landen
    08.12.2018 Minimo mein Goldlöckchen Winteredition
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  5. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Wir sind gerade im Urlaub und es ist ziemlich schräg mit ihr.
    Wir sind in einem Hotel. Sie läuft durchaus allein hier rum, z.B. Auf die Toilette, aber wir dürfen uns nicht von ihr entfernen

  6. Avatar von Wolkenschaf3
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Die Große wandert jetzt jede Nacht zu uns rüber.
    Seit Anfang des Jahres sporadisch. Seit März hat es sich verfestigt. Sie war immer eine gute Schläferin. Ich weiß nicht was sie hat.
    Wenigstens schläft sie auf einer Matraze vor unserem Bett, denn mit Kind im Bett können wir nicht schlafen.
    Aber Unruhe bringt es natürlich trotzdem rein.

    Fast noch mehr nervt mein Mann , der ca. jede 3. Nacht die Anwandlung hat, sie erziehen zu sollen. Er schickt sie zurück. Es gibt Geheule und Gebrüll. Am Ende landet sie trotzdem bei uns .

    Gestern Abend hatte er die glorreiche Idee ( hat er von einer Bekannten) , jeder hat abwechselnd eine Nacht Dienst und bleibt dann hart und schickt sie dauernd zurück und der andere schläft im Gästezimmer, damit er wenigstens jede zweite Nacht genug Schlaf kriegt.

    Habe ich abgelehnt.
    Dann hat er heute Nacht wieder den Erzieher gespielt, bis ich das Ganze unterbrochen habe und sie natürlich wieder zu und kam.

    Ja ich hätte es auch lieber anders.
    Aber ich brauche meinen Schlaf.
    Schlafmangel macht mich nämlich ganz schnell fertig.
    Hätte allerdings nie gedacht, das wir mit 5 jähriger schlechter schlafen als mit Kleinkind.
    Geändert von Wolkenschaf3 (24.04.2019 um 09:51 Uhr)

  7. VIP Avatar von xanidae
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Macht euch doch nicht das Leben so schwer.

    Euer Kind braucht eure Nähe. Mehr als bisher. Mehr als ihr es bisher gewohnt gewesen seid. Erlaubt ihr ausdrücklich nachts auf die Matratze kommen zu dürfen, leise, weil ihr schlaft.

    Würde ein klares „Warum“ die Situation leichter machen?

    Sie entwickelt sich. Ihr Gehirn arbeitet, verarbeitet Wahrnehmungen und Gefühle des Tages. Das kann man nicht von alleine. Das muss gelernt werden. Bei Angst/Traurigkeit/Unsicherheit sucht man die Nähe von vertrauten Personen. Seid froh, dass sie zu euch kommt. Irgendwann kommt sie wieder alleine damit zu recht. Bis dahin braucht sie Nähe.
    Die subtilste Form des Terrors ist die Betreuung. Man hat für ihn auch noch dankbar zu sein.
    G. Haack

  8. Avatar von Blue2012
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Fast noch mehr nervt mein Mann , der ca. jede 3. Nacht die Anwandlung hat, sie erziehen zu sollen. Er schickt sie zurück. Es gibt Geheule und Gebrüll. Am Ende landet sie trotzdem bei uns .
    Ich finde, dein Mann macht das gold richtig.
    Es ist die Frage: Ist es bei ihr ein Zuwendungs- oder ein Abgrenzungsthema?

    Ihr Zu-euch-Kommen ist jetzt schon zur Gewohnheit geworden (seit Jahresanfang sporadisch, seit März fest).
    Sagt ihr jetzt "bitte, heute Nacht nicht" gibts Geschrei und Theater (sie bekommt ihren Willen nicht). Daher würde ich eher auf ein Grenzthema setzen.

    Matratze raus aus eurem Zimmer. Kommt sie nachts an, wird sie konsequent zurück geschickt (Papa nimmt sie an die Hand, führt sie zurück in ihr Zimmer, deckt sie zu, Küsschen). Tür zu.

    Ja, es wird Gebrüll geben...Vielleicht 3-4 Nächte lang...Ihr könntet das übers Wochenende machen oder ggf., wenn ihr mal einen Brückentag habt und mehr Zeit findet, das neu einzustellen. Erst ignorieren, ebbt das Gebrüll nicht von alleine ab, in ihr Zimmer und klare Ansagen. Dann in den Konflikt gehen.

    Sie ist 5. Sie kann ihre Ängste alleine lernen, zu bewältigen und das darf man ihr auch zutrauen.
    Vielleicht ein Nachtlicht? Zwischenlösung (so machen wir das in so Phasen): Sie darf 5 Minuten nachts im Arm kuscheln, danach gehts zurück ins eigene Nest. Bei uns reicht das dann schon...

    Als Zuwendungsthema: Morgens vor dem eigentlichen Aufstehen 10 Minuten gemeinsam im Bett kuscheln. Sie tagsüber öfter mal spontan fragen: "Hey, wie gehts dir? Wie gehts dir wirklich?". Ihr zeigen: Ich seh dich. Sie anlächeln, sie öfter in den Arm nehmen.

    Wurschtelt euch durch.

    Viel Glück
    Be a voice not an echo.

  9. Avatar von Blue2012
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Macht euch doch nicht das Leben so schwer.
    Euer Kind braucht eure Nähe. Mehr als bisher.
    Und das ist es eben: Die Eltern fühlen sich gestört.
    Wieso zählen die Bedürfnisse der Eltern weniger als das des Kindes???
    Und ich verstehe das total. Die Eltern möchten schlafen. Sie haben anstrengende, fordernde Vollzeit-Jobs. Das Kind ist 5 und keine 3. Das Kind darf lernen, sich seinen Ängsten nachts zu stellen. Es ist groß genug!

    Nähe hat viele Gesichter:
    Man kann einem Kind auf unzählig viele Arten das Gefühl von Nähe geben.
    Es muss nicht explizit das nachts-stören sein. Und ein Kind braucht Regeln und Führung, um zu verstehen, was für die Eltern wirklich - authentisch! - okay geht und wo es für sie auch zum Problem wird (tagsüber müde).

    Mit Kindern kann man reden, Kinder verstehen das. Nur man muss in den Konflikt mit dem Kind gehen.
    So fühlt es sich auch gesehen.

    Wolkenschafs Mann macht das sehr gut.
    Be a voice not an echo.


  10. Registriert seit
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    AW: 5jährige hat plätzlich Angst vorm allein sein

    Hm. Fühlt wolkenschafs Mann sich wirklich so gestört? Oder fühlt er nur seine Autorität in Frage gestellt?

    Wieviel Unruhe bringt es denn rein, wenn sie sich einfach leise auf die Matratze schleicht?

    Hatte gerade erst ein Gespräch mit einen Freundin, die als Kind stets zurückgeschickt wurde und dann viele Nächte vor der Tür des Elternschlafzimmers auf dem Boden schlief (Angst). Sie hat die Konsequenz ihrer Eltern nicht in so guter Erinnerung.
    A man is likely to mind his own business when it is worth minding. When it is not, he takes his mind off his own meaningless affairs by minding other people´s business. - Eric Hoffer

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