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  1. Registriert seit
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    AW: Weiterführende Schulen und Inklusion - Regelungen, Meinungen, Diskussion

    Oder man lernt sie nie, weil man es trotz aller Mühen nicht schafft. So ging es mir. Ich war eine sehr unausgewogene Schülerin, die in den anderen Naturwissenschaften im Mittelfeld war (ne Drei halt), in allen anderen Fächern (ausser Kunst und Sport, da hatte ich auch ne 3)sehr gut, aber in Mathe war ich grottig, ab dem Moment, wo das erste X im Unterricht auftauchte.

    Ich weiß nicht mehr, wie viele Lehrer sich um mich bemühten - auch neben dem Unterricht - an ihnen lag es nicht. So hat mir Mathe halt die Note zerschossen. Ich hatte einen Punkt.


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    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Wer Grundlagen hat, auf die er aufbauen kann, lernt später von sich aus. Wie soll jemand Algorhythmen entwickeln, wenn er Zahlen nicht kennt? Wie will ein junger Mensch Inhalte vertiefen, wenn er nicht lesen kann, weil er die Buchstaben nicht gelernt hat?
    Dann bewegst du dich im typisch bildungsbürgerlichen Umfeld. Nun ja, macht aber nur einen Teil der Gesellschaft aus, und bestimmt nicht den mit Kindern, die aus sozial-emotionalen Gründen eingegliedert werden sollen. Das sind verschiedene Welten, in allem.

  3. VIP Avatar von xanidae
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    John Hattie schreibt in seinem Buch "Visible Learning" (2012) dazu:

    "Häufig sei es bei auftretenden Lernschwierigkeiten jedoch so, dass die Lernenden nicht "mehr" sondern "anderes" benötigten."

    Er empfiehlt, dass Lehrende ihre Methoden evaluieren, um deren Wirkung festzustellen, um dann ggfs. diese zu modifizieren. Diese Methoden können unterschiedliche Auswirkungen haben, weshalb sich Hattie auch für konkrete Lernstandsanalysen ausspricht.

    "We're here for a reason. I believe a bit of the reason is to throw little torches out to lead people through the dark."- Whoopi Goldberg


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    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Er empfiehlt, dass Lehrende ihre Methoden evaluieren, um deren Wirkung festzustellen, um dann ggfs. diese zu modifizieren. Diese Methoden können unterschiedliche Auswirkungen haben, weshalb sich Hattie auch für konkrete Lernstandsanalysen ausspricht.
    Das Problem ist, dass Lernen eine ziemlich individuelle Angelegenheit ist. Ich gehe insofern mit Chryseis mit, dass eine Art Standard die Ziele vorgibt, mit dem eine große Gruppe an Schülern abgeholt werden kann. Der Rest aber bedarf spezieller Förderung, die am besten in die Schule integriert wird. Das braucht dann einen anderen und spezielleren Personalschlüssel, um individuelles Lernen für diejenigen zu ermöglichen. Und zwar in organisierten Bahnen.

  5. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    "Häufig sei es bei auftretenden Lernschwierigkeiten jedoch so, dass die Lernenden nicht "mehr" sondern "anderes" benötigten."

    Er empfiehlt, dass Lehrende ihre Methoden evaluieren, um deren Wirkung festzustellen, um dann ggfs. diese zu modifizieren. Diese Methoden können unterschiedliche Auswirkungen haben, weshalb sich Hattie auch für konkrete Lernstandsanalysen ausspricht.
    Hattie hat hier offensichtlich Einfluss auf viele Lehrer, wenngleich er nicht unumstritten ist.

    Aber schon vor seinem Buch ist mir aufgefallen, dass hier wesentlich differenzierter darauf geschaut wird, wie ein Kind am besten lernt. Das ist Thema in den halbjährlichen Evaluationsgesprächen, das wird spezifisch untersucht, wenn der schulpsychologische Dienst hinzugezogen wird. Sowohl Lehrer als auch Schüler haben dadurch ein Bewusstsein für das " wie" und somit auch eine Metaperspektive auf das Lernen.


    Digitales Lernen kenne ich übrigens nicht als Ersatz sondern als Erweiterung traditioneller Lernmethoden, als Instrument zur Binnendifferenzierung sowie als Medium, das die Schüler (und die Lehrer!!) kompetent beherrschen. Aufgaben werden digital eingereicht, online gespeicherte Projekte werden online vom Lehrer durchgesehen und kommentiert. Zum Beispiel.
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  6. Registriert seit
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    AW: Weiterführende Schulen und Inklusion - Regelungen, Meinungen, Diskussion

    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    Aber schon vor seinem Buch ist mir aufgefallen, dass hier wesentlich differenzierter darauf geschaut wird, wie ein Kind am besten lernt. Das ist Thema in den halbjährlichen Evaluationsgesprächen, das wird spezifisch untersucht, wenn der schulpsychologische Dienst hinzugezogen wird.
    Seufz. Wir haben ja Erfahrung mit einer Schule, die behauptet, es so zu machen wie bei Euch. Nur, dass in den halbjährlichen Evaluationsgesprächen nie darauf geschaut wird, wie das Kind am besten lernt. Es wird nur geschaut, ob es so, wie es in der Schule generell gemacht wird, gut lernt oder nicht. Und wenn nicht, dann wird nicht nach Ursachen geschaut, sondern gesagt "Du musst Dich mehr anstrengen", "das könntest Du besser machen" oder maximal "wenn es Dir in der Klasse zu laut und zu unruhig ist, musst Du halt Lärmschutzkopfhörer aufsetzen, vielleicht hilft Dir das". Deshalb habe ich diese Gespräche soooo satt und bin heilfroh, dass wir jetzt das letzte hinter uns haben.
    Ach so, und manchmal, wenn die Lehrer völlig ratlos sind, werden die Kinder dann zum SPZ o.ä. geschickt - in der Regel mit dem Ergebnis "nein, der hat kein AD(H)S", manchmal mit dem Ergebnis LRS, Dyskalkulie oder Hochbegabung - und dann sitzen die Lehrer wieder ratlos da und sagen "da können wir in der Schule nichts machen, da müsst Ihr extern Hilfe suchen".

    Deshalb bin ich inzwischen ganz glücklich mit der weiterführenden, eher konservativen Schule. Die ziehen zwar auch ihren Stiefel einfach so durch, aber die behaupten wenigstens nicht, dass sie schülerorientiert unterrichten. Ich bin den Etikettenschwindel echt leid.
    Geändert von Tigerente (14.02.2019 um 11:38 Uhr)


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    Zitat Zitat von maryquitecontrary Beitrag anzeigen
    ... als Medium, das die Schüler (und die Lehrer!!) kompetent beherrschen.
    Was ich bislang von Lehrer- und Schülerseite sehe, ist...na ja. Mediale Kompetenz geht anders und wird zumindest in Deutschland nicht gerade gefördert.

  8. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    @untitled: meine diesbezüglichen Erfahrungen sind nicht aus Deutschland. Ich berichte sie deshalb, weil sie zeigen, dass Inklusion und eine andere Herangehensweise möglich sind.
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