+ Antworten
Seite 4 von 10 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 93

  1. Registriert seit
    07.05.2014
    Beiträge
    7.495

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Ich habe zwei selbstbewusste temperamentvolle Töchter,
    In dem Alter kann man noch nicht wissen, ob ein Kind selbstbewusst und temperamentvoll ist. Das stellt sich heraus, wenn es den sozialen Umgang mit anderen selbstbewussten und temperamentvollen Kindern probt. Noch leben sie im geschützten Kleinkindmodus, wo man diese Zuschreibungen auch anders interpretieren könnte. Das Leben wird es zeigen.
    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Mit selbstbewusst meine ich nicht das gekabbel untereinander.
    Sondern dass es keine schüchternen Kinder sind, sich was zutrauen, gern im Mittelpunkt stehen.
    Das trifft es schon eher. Sie stehen gern im Mittelpunkt und trauen sich, diesen Anspruch durchzusetzen. Das ist noch lange kein Charakterzug, sondern auch Gewöhnung an die Erfolgsaussicht.
    Für das ältere Kind ist es meistens eine gewaltige Umgewöhnung, nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen, sondern die Aufmerksamkeit der Eltern (und anderer) zu teilen. Aber im Allgemeinen überwiegen am Ende die Vorteile eines Geschwisterkindes, als die Nachteile teilen zu müssen.
    Aber wie kommt das jüngere Kind dazu, zu meinen, es müsse dem größeren gleichgestellt sein und einen Mittelpunkt beanspruchen zu können?
    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Was kann man als Eltern für ein gutes Geschwisterverhältnis tun?
    Ich denke, man kann als Eltern eine Menge dafür tun. Als erstes sollte man, meiner Meinung nach, über seine eigenen Vorstellung darüber nachdenken, wie sehr Kinder im Mittelpunkt stehen sollten.
    In dem Moment, in dem ein Geschwisterkind dazu kommt, ist es mit dem Königstigerdasein vorbei, es muss geteilt werden. Das fällt dem älteren erst mal schwer, aber dem jüngeren sollte es ganz normal sein, denn es kennt es ja eigentlich nicht anders.
    Oben wurde schon mehrfach erwähnt, dass eine Familie sich als Team verstehen sollte (man arbeitet zusammen und nicht gegeneinander) und auch die Geschwister sich als Team verstehen sollten (Kinder halten zusammen gegen die "gemeinen", "ungerechten" Eltern, die immer "alles verbieten" und "kleine Kinder unterdrücken").
    Aber auch Eltern sollten sich als ein Team verstehen, sie sind sich darüber einig, dass sie Verantwortung gegenüber den Kinder tragen und entsprechend Entscheidungen treffen, die nicht immer gut bei den Kindern ankommen (so geben sie den Kinder die Gelegenheit, sich zu solidarisieren).
    Wenn aber Eltern der Meinung sind, jedes ihrer Kinder müssen als Einzelkind (besonders, außergewöhnlich, speziell und individuell) großwerden, im Mittelpunkt stehen usw., dann haben sie eine Lebensaufgabe, der sie nie gerecht werden können. Und das Schlimmste daran wäre, dass es gerade die Ungerechtigkeit evoziert, die sie eigentlich vermeiden wollen.
    Die Kinder überbieten sich gegenseitig an Temperament, Selbstbewusstsein und Geschwisterrivalität.
    Und wenn es ganz schlimm kommt, ihr ganzes Leben lang.

    Mein Mann und ich sind Einzelkinder.
    Das ist eine interessante Information. Ihr kennt die Geschwisterkonstellation nicht, das erschwert die Vorstellung von dem, was man von einem Familienteam erwartet.
    Ich denke, Eure Kinder verhalten sich ganz normal, sie tun das, was ihnen möglich ist.
    Besprecht Euch untereinander und werdet Euch darüber klar, wie Eure Erziehungsmaxime aussehen sollen. Bücher lesen kann helfen oder sich mit Eltern von vielen Kinder austauschen.
    Eins ist meiner Meinung nach gewiss, nichts ist nur eine Phase, die von allein vergeht. Manches bleibt und kann auch schlimmer werden.

  2. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    10.153

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    In dem Alter kann man noch nicht wissen, ob ein Kind selbstbewusst und temperamentvoll ist.
    Oh doch, das kann man.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  3. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Oh doch, das kann man.
    Davon abgesehen haben sie tagsüber Umgang mit anderen selbstbewussten und temperamentvollen Kindern. Sie sind nämlich ganztags in der Kita.

  4. Avatar von Paraplumeau
    Registriert seit
    03.11.2014
    Beiträge
    10.153

    AW: Geschwisterrivalität

    So lange du sie irgendwann mal da abholst, ist alles in Ordnung.
    Wenn ich anderer Leute Innerstes sehen wollte, wäre ich Gerichtsmedizinerin geworden.

  5. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    So lange du sie irgendwann mal da abholst, ist alles in Ordnung.
    Normalerweise schon.

    Wenn mein eine Gruppe Kinder betrachtet sieht man doch dass das alles unterschiedliche Charaktere sind.

    Gerade bei der 5 jährigen sind schon viele Chakterzüge zu erkennen
    Alles andere wäre doch absurd. Das Kind kommt nächstes Jahr zur Schule


  6. Registriert seit
    24.10.2011
    Beiträge
    4.672

    AW: Geschwisterrivalität

    Bei mir sind es ja 2 Jungs mit eben diesem Abstand (inzwischen fast 7 und fast 9).

    Es ist phasenweise besser und phasenweise schlimmer. Es ist meistens Konkurrenz pur. Genau diese Situationen, wer sitzt wo im Auto, wer macht das Glas auf (Liste beliebig erweiterbar).....gibt es hier oft. Es kostet Nerven und es ist anstrengend (ich bin auch Einzelkind).

    Bei mir geht es auch beidseitig. Der Große ist der absolute Besserwisser und nimmt seinem Bruder alles ab, der Kleine fängt dann an zu pisacken und nerven und zanken.

    Ich lass das soweit durchlaufen, es sei denn es wird zu körperlich. Ich versuche unter keinen Umständen Partei zu ergreifen. Meistens suche ich hinterher das Gespräch und versuche die Situation kurz nach zu besprechen. Bringt das was: Manchmal......

    Wir fahren unter der Woche ganz gut, denn dann hat der Große seinen Freundeskreis und konzentriert sich darauf. Dem Kleinen versuche ich auch seine Kontakte zu organisieren. Er ist erst in der ersten Klasse und noch nicht so gefestigt.
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe


  7. Registriert seit
    03.01.2019
    Beiträge
    144

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    In dem Alter kann man noch nicht wissen, ob ein Kind selbstbewusst und temperamentvoll ist. Das stellt sich heraus, wenn es den sozialen Umgang mit anderen selbstbewussten und temperamentvollen Kindern probt. Noch leben sie im geschützten Kleinkindmodus, wo man diese Zuschreibungen auch anders interpretieren könnte. Das Leben wird es zeigen.
    Mit fünf Jahren lebt ein Kind doch schon lange nicht mehr im geschützten Kleinkindmodus? Und auch mit drei nicht, wenn es in die Kita geht. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ein Kind nicht als unbeschriebenes Blatt auf die Welt kommt, dessen Charakter sich erst mit der Zeit entwickelt.

    Ein Grundtemperament ist angeboren und meiner Meinung nach schon sehr früh erkennbar!


    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Aber wie kommt das jüngere Kind dazu, zu meinen, es müsse dem größeren gleichgestellt sein und einen Mittelpunkt beanspruchen zu können?
    Meiner Meinung nach ganz normal und gesund in dem Alter. Autonomiephase, Selbstfindung.

    Zitat Zitat von phaden Beitrag anzeigen
    Eins ist meiner Meinung nach gewiss, nichts ist nur eine Phase, die von allein vergeht. Manches bleibt und kann auch schlimmer werden.

    Für mich hat das einen bitteren Beigeschmack und liest sich so nach strenger Überpädagogik.


    Vielleicht führen verschiedene Wege (und Erziehungsstile) ans Ziel? Und ich glaube nicht, dass eine solche Aussage wirklich weiterhilft.


    Wolkenschaf, ansonsten zu deinem Thema:


    Bei meinen Kindern gibt es auch die bekannten Geschwisterrivalitäten. Von Anfang an. Wobei es mittlerweile auch Phasen gibt, in denen sie sich prima verstehen, gemeinsam Quatsch machen, Spaß haben.


    Bei uns ist es vor allem die Größere, die Angst hat zu kurz zu kommen. Das ist in meinen Augen Charaktersache/Temperament und wird wohl so bleiben. Zumindest in Ansätzen. Zum Glück ist die Schwester da entspannter, so das es sich ausgleicht
    Geändert von Sonnenblume2019 (05.02.2019 um 13:43 Uhr)


  8. Registriert seit
    07.05.2014
    Beiträge
    7.495

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen haben sie tagsüber Umgang mit anderen selbstbewussten und temperamentvollen Kindern. Sie sind nämlich ganztags in der Kita.
    Ein Kindergarten ist ein geschützter Raum, in dem Kinder noch vor Härten des Lebens geschützt werden, sie probieren sich schon mit Gleichaltrigen aus und fangen an, sich charakterlich zu entwickeln. Aber sie sind noch lange keine fertigen Persönlichkeiten, sie orientieren sich an anderen und wollen hauptsächlich dazugehören. Sie wollen gefallen, den Eltern, den Erziehern und auch den Gleichaltrigen.
    Der Charakter bildet sich langsam aus, durch Spiegelungen mit anderen und durchleben von Hindernissen.
    Ich finde, man sollte kleinen Kindern charakterliche Zuweisungen ersparen, nicht nur der Kinder willen, sondern auch der Eltern willen, denn diese Prophezeiungen setzen sie unnötig unter Druck.
    "Mein Dreijähriges hat einen starken Willen, ist temperamentvoll, sozial und demokratisch." Und irgendwann ist es ein schüchterner Mitläufer in irgendeiner Peer-Group und lässt sich von Freunden ausnutzen. Was dann? Neues Weltbild? Oder das Kind, den jungen Menschen, sich erst einmal entwickeln lassen und dann "bewerten"?
    Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
    Wenn mein eine Gruppe Kinder betrachtet sieht man doch dass das alles unterschiedliche Charaktere sind.

    Gerade bei der 5 jährigen sind schon viele Chakterzüge zu erkennen
    Alles andere wäre doch absurd. Das Kind kommt nächstes Jahr zur Schule
    Vielleicht kann man schon Charakterzüge erkennen, vielleicht sind es aber nur Verhaltensweisen, die gewohnt und eingeübt sind.
    Und ich finde es absurd zu glauben, man schicke ein charakterfestes sechsjähriges Kind in die Schule. Da beginnt doch erst das Leben, das es immer mehr selbst beherrschen muss.
    So manches selbstbewusstes Kind ist da schon hart in der Realität aufgeschlagen, denn die Charakterfestigkeit hat sich als bloße Verwöhnung und Grenzenlosigkeit herausgestellt.
    Die Geschwisterrivalität kann sich da fortsetzen, jedes andere Kind wird als Konkurrent wahrgenommen in der Aufmerksamkeit der Lehrenden. Mittelpunkt in einer Klasse mit 25 Kinder zu sein, kann dann eine kräftezehrende Angelegenheit werden, für alle Beteiligten.


  9. Registriert seit
    24.10.2011
    Beiträge
    4.672

    AW: Geschwisterrivalität

    Ich hatte übrigens grad mit meinem 9 jährigen U 10 und sollte einen endlosen Fragebogen ausfüllen. Unter anderem die Beziehung zu Geschwistern.

    Als mein Kinderarzt das las schaute er mich über seine Brille hinweg an: Fliesst Blut ?

    Ähm, nein.....

    Dann ist alles im normalen Rahmen.

    Ah ja .....
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Avatar von Wolkenschaf3
    Registriert seit
    21.04.2015
    Beiträge
    5.512

    AW: Geschwisterrivalität

    Zitat Zitat von Peppis Beitrag anzeigen
    Ich hatte übrigens grad mit meinem 9 jährigen U 10 und sollte einen endlosen Fragebogen ausfüllen. Unter anderem die Beziehung zu Geschwistern.

    Als mein Kinderarzt das las schaute er mich über seine Brille hinweg an: Fliesst Blut ?

    Ähm, nein.....

    Dann ist alles im normalen Rahmen.

    Ah ja .....
    Nein Blut fließt hier auch nicht

+ Antworten
Seite 4 von 10 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •