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  1. Registriert seit
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    Stiefmutter mit 22

    Hallo zusammen,

    Das hier ist mein erster Beitrag, deshalb entschuldige ich mich schon mal falls ich irgendwelche Fehler machen sollte.

    Der Grund warum ich mich hier angemeldet habe und diesen Beitrag verfasse ist, um herauszufinden ob es nicht nur mir so geht in der Rolle der Stiefmama.

    Ich bin 22 und seit fast einem Jahr glücklich verheiratet. Ja ich weiss das mag recht früh sein aber wir sind glücklich und waren zuvor auch schon fünf Jahre zusammen.
    Mein Mann ist 28 und hat eine acht jährige Tochter.
    Mit der kleinen komme ich eigentlich auch super klar und freue mich auch immer wenn sie bei uns ist.
    Bei uns ist das so geregelt, dass sie alle 14 Tage von Samstag auf Sonntag bei uns ist.
    Die Regelung ist für alle Parteien gut und jeder kommt damit zurecht.
    Manchmal aber habe ich das Gefühl, dass ich etwas überfordert bin, wenn sie hier ist.
    Es ist nicht so dass ich sie nicht mag, im Gegenteil ich liebe sie fast wie ein eigenes Kind.
    Nur manchmal bin ich echt genervt. Das geht dann auch so weit dass ich mir echt mal 10min Pause im Bad nehmen muss, um niemand vor den Kopf zu stoßen und um kurz durchzuatmen.
    Die kleine ist ein echt Aufmerksamkeit suchendes Kind, egal wie Hauptsache Aufmerksamkeit. Soweit ist das denke ich auch normal. Sie versucht halt aber auch mit Mist bauen Aufmerksamkeit zu bekommen obwohl sie die bei uns mehr als genug hat. Sie ist ja nur alle 14 Tage da und da versuchen wir halt alles so angenehm wie möglich für sie zu gestalten und mit ihr Sachen zu Unternehmen. Manchmal fahr ich auch alleine mit ihr in die Stadt und gehe mit ihr bummeln.
    Sie hat aber eben auch Tage wo man sie so blöd es klingt auf den Mond schiessen könnte.
    Da kann ich dann nichtmal in Ruhe auf Toilette gehen weil sie ja dann ausgerechnet auch muss.
    Was mich halt echt extrem an ihr nervt ist dass sie beim essen immer in den ausgeschalteten Fernseher glotzt obwohl der bei uns beim essen immer aus ist (und das aus diesem Grund). Natürlich fällt ihr dann dabei immer das essen auf den Boden. Nach dem man sie dann ermahnt fängt sie sofort an zu weinen. Was für mich nicht verständlich ist, denn wir bleiben dabei immer nett und sind nicht forsch.
    Und auch bei anderen Dingen ist ringsrum die Umwelt wichtiger als das was sie momentan macht z.B trinken einschenken.
    Wenn ich dann duschen gehe und ihr vorher bestimmt 5 mal sage dass ich im Bad bin ob sie denn noch auf Toilette müsse, muss sie dann trotzdem wenn ich gerade das Wasser an mache. Macht man ihr dann nicht sofort die Türe auf fängt sie ohne Grund an zu weinen und zickt rum.
    Auch wenn ich wichtige Telefonate führe und dafür extra auf die Terasse gehe, schreit sie mir dazwischen rennt weg und lacht sich kaputt.
    Manchmal fühle ich nicht echt ein wenig überfordert. Geht euch das auch so?
    Ich habe auch mehrmals probiert ihre Mama zu Frage was sie gegen diese "Probleme" unternimmt, aber da bekomme ich keine Antwort. Ich denke sie akzeptiert einfach nicht, dass ich die kleine zum Teil auch mit erziehe. Aber ich finde gerade der kleinen zu Liebe sollte man so erwachsen sein und normal miteinander umgehen. Zumindest so, dass man sich über die kleine unterhalten kann.
    Meinem Mann gibt sie auch nur Anweisungen und entscheidet wichtige Dinge über seinen Kopf hinweg.
    Mit meinem Mann Rede ich offen und ehrlich über die Dinge die mich verärgern oder belasten. Er hat eigentlich auch immer Verständnis dafür und versucht mit mir gemeinsam eine Lösung zu finden.
    Trotzdem höre ich dann aber oft den Satz: du wusstest aber dass ich ein Kind habe und worauf du dich einlässt.
    Ich finde aber, dass man das nie weiss. Man stellt sich zwar vor wie es sein wird, lernt aber trotzdem jeden Tag dazu und weiss eben nicht was alles genau auf einen zu kommt.
    Vielleicht geht es euch ja ähnlich und ich bin nicht alleine damit.

    Jetzt reicht es denke ich erst einmal mit schreiben.

    Liebe Grüße und schonmal vielen Dank fürs Lesen,
    Jasmin


  2. Registriert seit
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Ihr versucht, das Kind 24/7 zu bespassen und zu erziehen. Das heißt, die Kleine hat dauernd eure Aufmerksamkeit. Sie ist die Hauptperson. Und nd sie weiß das.

    Ihr solltet versuchen, die Kleine in euren Alltag zu integrieren. Stattdessen baut ihr extra für sie ihre Welt.

    Etwas weniger ist manchmal besser.


  3. Registriert seit
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Hm, Du bist nicht die Mutter. Das meine ich positiv. Meine Idee wäre, dass Du Dich mehr raus nimmst. Lass das Kind wenigstens einen von 2 Tagen mal mit dem Vater alleine was machen. Das Kind hat auch ein Recht darauf, den Papa mal nur für sich zu haben. Dann bist Du auch nicht so eingespannt und kannst die nervigen Sachen besser wegstecken.

    Denn - ganz ehrlich, wenn Vater und Mutter in der Erziehung nicht konsequent an einem Strang ziehen, dann wird es schwierig, dass Du versuchst, an 4 Tagen im Monat die Erziehung zu verändern.

    Dann kommt mir noch der Gedanke, dass Ihr beide nicht nur Spaßprogramm mit dem Kind machen solltet., sondern Alltag. Würdest Du es aushalten, wenn Du jedes zweite Wochenende volles Programm hättest? Das hast Du jetzt durch das Kind - und bist ganz schön angestrengt dadurch.

    Alles Gute für Euch.

  4. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Zitat Zitat von Wolfgang11 Beitrag anzeigen
    Ihr versucht, das Kind 24/7 zu bespassen und zu erziehen.
    Wieso denn 24/7 ??
    Das Kind ist doch nur 4 Tage pro Monat da?

    Liebe Jaschi, was du mit deinen zarten 22 Jahren noch nicht wissen kannst: auch die eigenen Kinder können einen mitunter ganz schön an den Rand bringen.
    Den Fernseher auslassen beim Essen, sie liebevoll ermahnen, wenn sie in den schwarzen Bildschirm starrt - das ist ganz richtig so und man muss es eine Weile durchhalten. Wäre es euer gemeinsames Kind, würdest du das auch durchstehen. Noch dazu wesentlich häufiger. Kinder großziehen geht eben so. Sie sind keine kleinen Erwachsenen, sie sind Kinder. Mit Marotten und Entwicklungsschüben und auch viel Freude und so. Das weisst du ja auch, du hast sie ja auch lieb, eure Kleine.

    Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass alle Eltern ihr Tun damit haben, nicht nur die mit dem Patchwork?
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

  5. Avatar von linsemo
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Sie provoziert dich und probiert aus, wie weit sie gehen kann und du springst bzw. bist genervt und das merkt sie und legt noch einen drauf. Man kann sie auch schon mal sehr unliebevoll ermahnen, damit sie merkt, daß es langsam reicht. Man muß sie nicht in Watte packen und dazu 24 Stunden bespaßen.

    Ich bin einmal in der Woche in einem Kindergarten und habe da einiges mitbekommen. Wenn ich nicht möchte, das was machen, was ich nicht will, dann merken sie es. Ich sage das und schicke sie ggf. weg. Wer nicht will und Blödsinn macht, hat bei mir in dem Moment nichts verloren und bei uns gibt es viel zu lachen. Von der Leiterin habe ich viele positive Rückmeldungen bekommen.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Ich bin heute so blöd, ich könnte Amerika regieren.
    Oma ist so dick, weil sie so voller Liebe steckt.
    Komischer Tag: Erst finde ich einen Hut voller Geld und dann verfolgt mich ein Mann mit Gitarre.
    Geändert von linsemo (05.01.2019 um 17:34 Uhr)


  6. Registriert seit
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Ich halte es für völlig normal, dass man von seinen Kindern ab und zu genervt ist.
    Ich war es oft genug von meinen leiblichen Töchtern. Ausserdem bekamst du ein "grosses" Kind "geliefert", anders als ich, die im gleichen Alter wie Du ihr erstes Kind bekam.

    Du darfst dich ruhig phasenweise rausziehen, finde ich, denn du bist ja gerade nicht ihre Mutter.
    Sag freundlich und ruhig, was Dir nicht paßt, kläre grundlegendes mit Deinem Mann - die Tochter ist in erster Linie sein Job- und versuche ein gutes Verhältnis zu ihr aufzubauen über die Zeit.

  7. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Liebe Jaschi,


    ich schließe mich Mitternachtsblau an - Kinder können tatsächlich sehr anstrengend sein, auch die eigenen und auch dann, wenn sie gut erzogen und nicht verwöhnt sind.
    Von der Rundum-Bespaßung, die hier schon zwei Mal erwähnt wurden, lese ich gar nichts. Ich finde auch, dass sich das, wie Du mit dem Mädchen umgehst, schon ganz gut anhört: Dinge ankündigen, ihr Möglichkeiten geben, dementsprechend zu handeln - und ja, auch auszuhalten, wenn es dann trotzdem Tränen und Gekreische gibt. Sie ist erst 8 - noch lange kein Teenie.

    Ich weiß nicht, wie lange Dein Mann und Du Euch schon kennt, wie lange Du also auch die Tochter schon kennst. Ich stelle es mir mit 22 wirklich nicht leicht vor, plötzlich für ein Grundschulkind mitverantwortlich zu sein, ohne die ganze Entwicklung vom Baby bis jetzt begleitet zu haben. Meine Tochter wird im Sommer 8 und auch hier fliegen manchmal die Fetzen. Manchmal ist sie mit ihrem Verhalten noch nahe am Kleinkind, dann plötzlich wieder sehr reif und vernünftig. Das ist normal, aber ja, es ist anstrengend. Tagträumen, kleckern, weinen, provozieren - alles davon spielt sich in allen Familien so oder so ähnlich ab. Nimm es nicht persönlich.

    Dass das Mädchen natürlich auch testet, was bei Dir geht und was nicht, ist klar. Das, was Du schreibst, deutet für mich aber darauf hin, dass Du auf einem guten Weg bist.
    Was das Bespaßen angeht: wie gesagt: rund um die Uhr lese ich sowieso nicht raus. Genauso verkehrt fände ich aber auch, wenn sie die Wochenenden bei Euch nur mitläuft. Ich würde da eine Mischung machen und das auch klar benennen: jetzt spielen wir was zusammen (gucken einen Film, gehen shoppen, spazieren,...), aber auch "in der nächsten Stunde habe ich/haben wir keine Zeit, überleg mal, was Du da alleine machen möchtest".
    Und - nimm sie ernst, beziehe sie ein. Meine Tochter hilft mir zum Beispiel extrem gerne beim Kochen - sicher hat auch die Tochter Deines Mannes Dinge, wo sie gerne mithilft. Dann hat sie nicht das Gefühl, nur zu stören, sondern bekommt Aufmerksamkeit, ohne sie suchen zu müssen und fühlt sich intergriert.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung


  8. Registriert seit
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Zitat Zitat von jaschi_sch Beitrag anzeigen
    Trotzdem höre ich dann aber oft den Satz: du wusstest aber dass ich ein Kind habe und worauf du dich einlässt.
    Netter Satz von dem Vater, der sein Kind seit 8 Jahren hat und nicht in der Lage ist, damit umzugehen-- aber seiner Frau sagt, die satte 22 ist, dass sie wüsste, worauf sich sich eingelassen hat!

    Frag ihn doch mal WOHER du das wissen sollst!
    Wann warst du denn in deinen letzten 22 Jahren in der Erfahrungswelt von Kindererziehung und Patchwork-Erlebnissen??

    Glaub ich dir, dass du dich bei solchen Aussagen allein gelassen fühlst- bist du auch!

  9. Moderation Avatar von Stina
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Kenzia, dass der Satz
    du wusstest aber dass ich ein Kind habe und worauf du dich einlässt.
    nicht sehr sensibel und nett ist, dem stimme ich voll zu.
    Dass der Papa nicht in der Lage ist, mit seiner Tochter umzugehen, lese ich dagegen nirgends. Dafür aber, dass er Jaschis Anliegen trotz des Zitats durchaus ernst nimmt und sich auch um Lösungen bemüht.
    12 26. We are Family.

    Moderation in Erziehung

  10. Avatar von Loop1976
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    AW: Stiefmutter mit 22

    Jaschi, das ist natürlich keine schöne Situation für Dich.
    Sagst Du auch im Bekannten oder Freundeskreis, dass Du Stiefmutter bist?
    Das bist Du aber nicht. Das Kind hat eine Mutter.
    Auch wenn es schwer ist, die Eltern sind vorrangig für die Erziehung zuständig.

    Natürlich sollte man eingreifen, aber am Ende sind es die Eltern, die den Ton angeben.
    Dass ein Kind auch nerven kann, steht ausser Frage.
    Wir alle waren mal klein.

    Hat das Kind keine Freundinnen bei Euch in der Nähe?
    Ich mein, in dem Alter klebt man doch nicht nur zu Hause?
    Oder ist das vom Vater so gewollt, weil ihr das Kind eh nur alle 14 Tage habt?
    Ich würde das Gespräch mit Deinem Mann suchen.
    Nein, mein Nickname hat nichts mit meinem Geburtsjahr zu tun

    Schade, dass man im Leben Menschen begegnet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen.

    Es gibt immer 4 Versionen beim Zusammentreffen von Mann und Frau:
    Seine, ihre, die Wahrheit, und das, was wirklich passiert ist.


    Schokolade stellt keine blöden Fragen - Schokolade versteht

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