Liebe-Bricom-Gemeinde,
zur Zeit treibt mich o.g. Thema um, was ich so wirklich nicht erwartet hätte.
Meine Tochter geht jetzt in die 2. Klasse, hat dort auch vom Stoff her keine Probleme und ist von den Leistungen her immer im oberen Drittel dabei. Also eigentlich kein Problem. Sie arbeitet jetzt schon sehr selbstständig und macht die Hausaufgaben im Hort. Sie ist da sehr gewissenhaft und will unbedingt alles immer vollständig und wenn möglich auch richtig machen. Ich halte mich daher zurück, denn ich denke, alles was ich jetzt noch zusätzlich machen würde, wäre zu viel.
Leider kann ihre Klassenlehrerin mit Kindern dieser Altersstufe nichts anfangen. Die Klasse ist relativ groß (23 Kinder), nicht alle sind ganz einfach, aber im Schnitt passt es schon. Die Lehrerin hatte vorher erst ab Klasse 3 unterrichtet und ist seit letztem Schuljahr neu an der Schule.
Die Beschwerden häufen sich, die Lehrerin fühlt sich persönlich angegriffen. Beim Ausflug hat sie 2 Schüler verloren und dies noch nicht mal selbst bemerkt. Als sie drauf aufmerksam gemacht wurde - Schulterzucken. Schüler wurden zum Glück schnell gefunden, aber das Vertrauen in die Lehrerin ist dadurch nicht unbedingt gewachsen. Weder seitens der Eltern, noch seitens der Kinder.
Beim Sportfest steht ihre Klasse als Einzige stundenlang in der Sonne ohne Trinkpause, alle anderen Klassen hatten bereits gegessen und getrunken. Nur die Erstklässler mussten warten.
Meine Tochter schaut momentan jeden Tag auf den Stundenplan und schaut, wie viele Stunden sie an dem Tag bei besagter Lehrerin hat. Je weniger, desto besser. Sie fiebert jeden Tag aufs Wochenende hin und sowieso auf die Ferien. Ich finde das für ein Kind, das eigentlich Spaß am lernen hat, wirklich schade in dem Alter.
Ich habe bisher nie schlecht vor meiner Tochter von der Lehrerin geredet, gedacht, sie macht schon ihren Job und ich mische mich wenn möglich nicht ein.
Allerdings hat sie mich am Freitag angerufen, weil ich vergessen hatte einen Zettel zu unterschreiben. In einem Ton, der wirklich gar nicht geht. Was ich ihr dann auch mitgeteilt habe. Wenn so was zum ersten Mal vorkommt, dann erwarte ich einen Hinweis in normalem Ton und nicht, als hätte sie es mir schon 10 Mal gesagt und ich wäre zu doof es zu kapieren. Sie hat sich dann auch halb entschuldigt, durchblicken lassen dass sie sich von vielen Eltern sehr kritisiert fühlt und überfordert ist.
Er kann mir aber gut vorstellen, dass viele Probleme daher kommen, dass der Ton für ein einmaliges "Vergehen", unabsichtlich und kein Drama, absolut unangemessen ist und die Kinder verunsichert. Jedenfalls sie Sensibleren. Die Haudegen hören trotzdem absolut nicht auf sie, sind ständig beim Rektor (wie gesagt, 2. Klasse).
Frage ist, was mache ich jetzt? Meine Tochter ist dort nur Gastschülerin. Es wäre ein Leichtes, sie an die Sprengelschule wechseln zu lassen. Dann könnte sie morgens mit dem Schulbus fahren, ich müsste sie nicht immer bringen. Die Nachmittagsbetreuung ist leider nicht ganz so gut wie an der Gastschule, daher hatten wir uns auch dafür entschieden. Aber ich (Vollzeit berufstätig) würde es dennoch schaffen. Sie würde dann sicher auch mehr Freundinnen im Wohnort finden.
Ihr Vater und ich sind getrennt, die Gastschule ist bei ihm am Wohnort. Gemeldet ist sie aber bei mir, daher müsste sie laut Sprengel auch hier zur Schule gehen.
Was meint ihr - durchhalten oder wechseln lassen? Mit der Lehrerin sprechen wie sie bei den Schülern ankommt oder wird dadurch alles noch schlimmer? Ich möchte die Situation ja nicht verschlimmern, aber ein Kind, das morgens grundsätzlich Bauchschmerzen hat und nicht in die Schule will trotzdem einfach weiter dahin bringen - ich weiß nicht. Uns von Ferien zu Ferien hangeln - auch keine Option. Das Schuljahr hat ja gerade erst angefangen (Bayern).
Was würdet ihr tun? Der Lehrerin etwas liebevolleren Umgang beizubringen wird aussichtslos sein. Die Schulleitung mit ins Boot nehmen?
Ich bin für hilfreiche Tipps wirklich dankbar.
Viele Grüße
Felina
Antworten
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08.10.2018, 09:57
Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.10.2018, 10:45
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Das sind ja zwei völlig verschiedene Probleme.
Zum einen, ja ich würde das persönliche Gespräch sowohl mit der Lehrerin als auch mit der Schulleitung suchen. Natürlich muss sie in ihre neue Aufgabe erst reinwachsen und ist am Anfang unsicher, aber das Verlieren von Schülern und auch der Rest den du beschreibst ist schon ziemlich heftig.
Aber nach so kurzer Zeit würde ich eine Besserung bei der Lehrerin nicht für ausgeschlossen halten ... und so traurig das ist, unfähige Lehrer kann es an jeder Schule geben, insofern bedeutet ein Schulwechsel nicht zwingend, dass es besser wird.
Warum habt ihr euch für diese Schule in Vaternähe entschieden? Holt der Vater eure Tochter regelmäßig ab, ist er präsent?Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
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08.10.2018, 10:55
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Guten Morgen,
zunächst würde ich mit dem Elternvertreter der Klasse sprechen.
Das ist eigentlich dessen Job, sich solche Sorgen anzuhören.
So, wie die Lage ist, kann sie nicht bleiben - aber immer gleich den Schulwechsel vor Augen ist aus meiner Sicht auch keine gute Lösung, das ist ja auch Stress pur für's Kind und was machst du, wenn das Lehrpersonal an der anderen Schule auch nicht so das Gelbe vom Ei ist?
Das, was du schilderst, hört sich nicht so an, als würde es nur dein Kind betreffen. Und wenn viele oder alle Eltern das so sehen, dann sollte man es der Lehrerin nahebringen - und dafür ist als erste Instanz der Elternvertreter da und erst danach die Schulleitung.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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08.10.2018, 11:04
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
als erstes
setzt euch als eltern der klasse zusammen, und tragt zusammen, wo es welche probleme und in welcher form gibt
das ganze zusammenfassen und der lehrerin mitteilen
am besten ueber den elternsprecher und in schriftlicher form
keine vorwuerfe, sondern fakten, denn nur das zaehlt, es geht auch nicht um persoenliche animositaeten, sondern um probleme
dann hat die lehrerin zeit, sich darum zu kuemmern und loesungsvorschlaege anzubieten
aendert sich nichts, muesst ihr zeitnah die schulleitung mit ins boot holen
einen schulwechsel wuerde ich erst dann anstreben, wenn sich gar nichts tut
denn es ist ja offensichtlich, das es nicht an deinem kind liegt
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08.10.2018, 11:11
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Naja, so kurz ist die Zeit noch nicht. Sie ist seit letztem Schuljahr vom Schulstart an, die Klassenlehrerin der Klasse. Und es geht stetig bergab.
Wir haben uns für die Schule am Wohnort des Vaters entschieden, weil meine Tochter dort auch in den Kindergarten gegangen ist, gerne dort zur Schule gehen wollte und die Betreuung durch den Hort (eigene Gruppe im Kindergarten) super ist. Dort geht sie auch gerne hin. Der Vater holt sie auf eigenen Wunsch einmal pro Woche dort ab. Ansonsten ich. Das ist aber nicht das Problem. Auch die Sprengelschule ist nicht bei uns im Ort (Schulverband). Nach der Nachmittagsbetreuung müsste ich sie auch dort abholen weil kein Bus mehr fährt. Die Entfernung ist gleich.„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.10.2018, 11:13
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Leider ist auch der Elternsprecher eine komplette Fehlbesetzung. Er ist der Meinung, man solle sich doch mal nicht so anstellen. Der andere Elternsprecher (beides Männer) ist der gegenteiligen Meinung, das gibt dann jedes Mal Streit was niemanden weiter bringt.
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.10.2018, 11:13Inaktiver User
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Zwischenfrage: Du bezeichnest eine Klasse mit 23 Schülern als groß, ist das heute so?
In meiner Grundschulklasse waren wir 26 und damit, deswegen weiß ich das überhaupt noch, die kleinste Klasse an der gesamten Schule.
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08.10.2018, 11:16
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Die Lehrerin in der zweiten Klasse der Sprengelschule ist bekannt, die ist nicht schlecht. Aber wie es im nächsten Schuljahr weiter geht, ist unbekannt. Klar. Eigentlich will ich das auch nicht. Ich wollte ihr die Grundschulzeit in der Schule gerne ermöglichen. Auch wenn es für mich Mehraufwand bedeutet.
„Es ist schwer, das Glück in uns zu finden, und es ist ganz unmöglich, es anderswo zu finden.“
Nicolas Chamfort
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08.10.2018, 11:16Inaktiver User
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08.10.2018, 11:17
AW: Kind (7) geht morgens mit Bauchschmerzen in die Schule - Schule wechseln?
Hat es denn jemals ein Gespräch mit dem EV und/oder der Lehrerin oder mehreren Eltern gegeben?
Oder habt ihr das bisher alles so hingenommen und jetzt kommt gleich das ganze Paket Schulleitung/Schulwechsel auf den Tisch?
Ich würde dringend empfehlen (wie ereS auch schon schrieb), die reinen Fakten zusammenzutragen und schriftlich zu fixieren.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde


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