Lustig, wir hatten das Thema gerade am Frühstückstisch. Ich hatte auch eine Fibel, und das hieß auch so.
Mein Mann (Legastheniker, 5 Jahre älter als ich) erinnert sich gar nicht mehr, wie er lesen und schreiben gelernt hat und fragte auch "was ist eine Fibel?"
Ich erinnere mich auch, dass es sogar anfing mit Silben wie lululu, lilili, lelele usw., bei denen man in Schreibschrift eben auch gleich Schwünge übt. Heute machen die Kinder ja Schwungübungen, aber dann lernen sie erstmal Druckschrift, das finde ich auch etwas wirr. Meine Fibel war in Schreibschrift, jedenfalls anfangs. Damals traute man den Kindern noch zu, erstmal mit Schreibschrift lesen und schreiben zu lernen, und dass sie dann selbst in der Lage sind, relativ schnell Druckschrift lesen zu lernen und Druckschrift schreiben dann, wenn es benötigt wird.
Heute wird ja oft gemischt - meine Kinder hatten den Tobi-Schreiblehrgang, der besteht aus einer Art Fibel, aber eben auch noch aus Material mit Anlauttabellen etc. Aber viel von dem Material basiert schon darauf, erstmal mit den schon eingeführten Buchstaben lautgetreue Worte lesen und schreiben zu lernen.
Zum Glück sind wir von den Reinformen von "lesen durch schreiben" etc. verschont geblieben...
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Thema: Was ist eine Fiebel?
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17.09.2018, 10:05Inaktiver User
AW: Was ist eine Fiebel?
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17.09.2018, 10:29Inaktiver User
AW: Was ist eine Fiebel?
Eigentlich ist es auch egal, ob Fibel draufsteht oder nicht, es ist halt ein Lesebuch. Man benutzt den Begriff auch für andere Basic-Lehrwerke, sowas wie "Kleine Gartenfibel".
Bei uns hießen die Kinder in der Fibel Uli, Lilli und Ali. :-)
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17.09.2018, 10:49
AW: Was ist eine Fiebel?
In unserer Fibel hießen die Kinder Ursula und Peter und es gab den Hund Flocki.
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17.09.2018, 11:41
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17.09.2018, 12:31
AW: Was ist eine Fiebel?
... und das wo "Fibel" eines der Wörter im Deutschen ist, wo ein einsames "i" in der Mitte tatsächlich phonetisch einem Anlaut-"I" entspricht, den alten Kirchenlateinern sei Dank.

Aber der Trend zur Liberalisierung der Rechtschreibung hält an, ich weiß nicht, ob es jetzt brüllend viel Sinn hat, das zurückzurudern. Es ist ohnehin nicht traditionell, daß alle das gleiche Wort gleich schreiben sollen. Uneinheitlichkeit machtdas Lesen langsamer und das Verstehen schwerer, aber wir lesen ohnehin zu viel und verstehen nicht alles.
Fibeln sind Gewandspangen oder einfache Lesebücher für Leseeinsteiger. Keine Sprachbücher -- Grammatik kommt in Fibeln nur vor, wenn das Wort im übertragenen Sinne verwendet wird. (Das liegt daran, daß Wörter wie "Grammatik", "Partikel", "Akkusativ" oder "Plusquamperfekt" in einem Buch für Leseeinsteiger nicht angemessen sind.
)
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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17.09.2018, 12:36Inaktiver User
AW: Was ist eine Fiebel?
Kennt noch jemand Uli, den Fehlerteufel?
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17.09.2018, 13:11
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17.09.2018, 13:18Inaktiver User
AW: Was ist eine Fiebel?
Da wäre ich auch sehr für. Ich hab den Artikel gestern abend auch online gelesen und den neuesten Erkenntnissen zufolge können wir hoffen.
Rechtschreibung: Kinder lernen Rechtschreibung am besten mit der "Fibel" - SPIEGEL ONLINE
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17.09.2018, 13:24
AW: Was ist eine Fiebel?
Ach was seid ihr alle jung. Ich kam 1954 in die Schule und habe Schreiben auf meiner Schiefertafel gelernt und zwar einzelne Buchstaben, der erste war das "i". Lesen genauso, erst Buchstaben, dann wurde zusammengesetzt.
Es gilt immer noch die Regel: es gibt 100 Methoden, wie Kinder Lesen lernen, aber keine, die das verhindern kann.
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17.09.2018, 13:43Inaktiver User


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Und das beim Thema Rechtschreibung, wie peinlich.
