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  1. Registriert seit
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    AW: Was ist eine Fiebel?

    Cara, dass die dort lieber lernen und besser mit ihren Lehrern zurechtkommen als an einer 08/15 Schule, glaub ich Dir sofort. Beim Rest, naja, man bekommt im Artikel halt Null Infos über die statistische Qualität der Studie. Man muss die soziale Herkunft der Schüler, die bei Waldorfschülern traditionell überdurchschnittlich hoch ist, schon korrekt rausrechnen. Und die Macher bzw die zitierten Personen sind recht waldorfnah. Selbst die Abinoten kann man nicht wirklich vergleichen,da die Waldorfschüler Externenabi machen. D.h. beim Zentralabitur zwar die gleichen Klausuren haben,mündlich aber extern geprüftwerden und deutlich weniger Vornoten einfließen. Ohne Vornoten wäre mein Abi z.B. 0,5 Noten besser gewesen. Die Prüfungsfächer wählt man ja, weil man die gut kann.


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    AW: Was ist eine Fiebel?

    Meine liebe Fibel - Einschulung 1983. Ich weiß erst seit ein paar Tagen, dass das eine Lernmethode ist. Dachte damals so heißt eben das erste Leselernbuch. U war der erste Buchstabe. Uli das erste Wort. Sätze wie: Uli und Ute spielen mit dem Ball. Und "Ei, ei, das ist fein".

    Mein Sohn lernt es ganz anders hier im Ausland. Ich hatte nie darüber nachgedacht, dachte immer, man muss elendlich oft Buchstaben in Reihen üben wie ich es musste. Mit 3 Jahren steht ihr Namen schon am Haken und am Fach mit dem Foto dazu. Überall stehen Wörter. z.B. wo die Stifte stehen, seht "STIFTE" drüber. Sie lernen im ersten Kigajahr auch, ihren Namen auf jedes gemalte Bild zu malen. Mit 4 Jahren fallen die Fotos weg. Die Kinder erkennen den eigenen Namen und den anderer Kinder. Mit 5 kann mein Kleiner alle Groß-Buchstaben gut leserlich schreiben, viele kleine Buchstaben erkennen und lesen, ohne auch nur eine Zeile geübt zu haben. Ganz Wörter, kurze Sätze,lesen und schreiben so ab 4. Ich fand in der "Arbeitsmappe" keine Übungen, fragte auch nach. Sie jubeln den Kindern die Buchstaben im Spiel unter. Mir soll es recht sein, mein Sohn springt sehr darauf an, andere gar nicht. In der 2. Klasse sollen sie alle auf dem gleichen Stand sein. Er will auch auf deutsch schreiben. Da weiß ich nicht so recht, weil ich ihn nicht korrigieren will, er schreibt natürlich nach Gehör. Eigentlich dachte ich, ich übe mit ihm deutsch schreiben, wenn er in die 2. Klasse kommt zwischen den Ferien, aber er schreibt ja jetzt schon ständig von alleine. Keine Ahnung.

    Ich finde die Methode interessant, lässt sich natürlich drüber streiten, ob das so früh sein muss. Bei meinem Neffen fand ich es in die andere Richtung extrem. Vor der Schule jaaaaa keine Buchstaben lernen sollen/müssen, aber in der 1. Klasse ging es dann los mit dem Druck. Er hat sehr gut in kürzester Zeit schreiben gelernt, wie weiß ich gar nicht. Ich denke nicht nach Gehör, die Rechtschreibung sieht korrekt aus. Ich bin aber auch schon so lange im Ausland, habe viel vergessen ;).

    Waldorfschule: Als Jugendlich hatte ich zwei Brieffreunde, die auf eine Waldorfschule gingen. Beide waren sehr frustriert darüber, keine Noten zu bekommen. Die eine wechselte aufs Gymnasium, scheiterte dort mit unzähligen 6-en und ging wieder zurück. Die Rechtschreibung war bei beiden schlecht. Mir fiel als Jugendliche schlechte Rechtschreibung sofort auf. War also die Fibelmethode gar nicht schlecht . Jetzt ist das anders, mir fällt jetzt falsche Rechtschreibung in der Landessprache mehr auf. Diese habe ich nur mündlich und durch Lesen im Alltag gelernt.
    Geändert von Alemanita (29.09.2018 um 09:54 Uhr)

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