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    AW: Was ist eine Fiebel?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Bae, ich habe dein Eindruck, du gehst von einer sehr, hm, reaktionären Förderung und Therapie bei Lern-, Bewegungs- und Wahrnehmungsproblemen aus, wo es für das Kind tatsächlich besser ist, sich allein durchzuwursteln, aber zumindest in Ruhe gelassen zu werden, als auch noch angeschrieen und aussortiert zu werden.
    Solang der real existierende Unterricht so viel Bruch verursacht, muss es wirklich die Priorität sein, erst mal alles wegzulassen, was schadet.

    Was man dann gegebenenfalls noch hinzufügen kann, das hilft - kann man immer noch später gucken.


    Das ist aber heute nicht mehr durchgehend Stand der Technik und Wissenschaft.
    Wenn der Stand von Technik und Wissenschaft in den Schulstuben angekommen wäre, wäre ich der glücklichste Mensch der WElt.

    Ist er aber nicht.

    gruss, barbara

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    AW: Was ist eine Fiebel?

    Also, nach meiner Erfahrung mit Waldorfschulen läuft dort vieles alles andere als optimal. Gerade haben wir einen Praktikanten in unserer Physio-Praxis, er ist 26 Jahre alt und hat außer Schulabschluss und jetzt eine angefangene Ausbildung noch nichts gemacht.

    Ich habe ihn darauf angesprochen, da ich Kinder in seinem Alter habe, bei denen auch nicht immer alles nach Plan lief, die aber in seinem Alter Fachhochschulreife haben und schon mehrere Jahre in ihren erlernten Berufen arbeiten.

    Er meinte, er wäre schon 19 gewesen, als er die Mittlere Reife gemacht habe, das sei auf der Schule durchaus üblich gewesen. Dann machte er Praktika und begann irgendwann mit der Phyioschule. Dazwischen ließ er aber mal ein Jahr aus, jetzt muss er einige Pflichtpraktika nochmal machen, das Ganze zieht sich wirklich in die Länge.

    Nun ist es ja so, dass man als Physiotherapeut nicht gerade Millionen verdient. Der junge Mann wird also sicher 27 oder älter sein, wenn er ins Berufsleben startet. Das ist ja bei einem Studienberuf nicht weiter schlimm, wenn man danach auch gut verdient. Aber so?

    Er ist nicht der Erste, der mir so begegnet. Also, ich kann dem nix abgewinnen. Das Leben ist auch später kein Ponyhof, es wird Leistung gefordert, man sollte für seine Rente gewappnet sein usw.
    Ein gewisses Pensum in angemessener Zeit zu lernen halte ich nicht für übertrieben. Und dazu gehört für mich eindeutig Lesen und Schreiben. Dieser Prozess muss einfach in den ersten 2 Jahren abgeschlossen sein, alles andere baut darauf auf, wie soll man sich Texte erarbeiten, wenn man nicht Lesen kann? Wie soll man eine Bioarbeit zustande bringen, wenn man nicht Schreiben kann?
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Was ist eine Fiebel?

    ,,,,qFels

    Warum sollte das Leben kein Ponyhof sein? Der junge Mann lebt und arbeitet doch so und nimmt sich Zeit für seinen höchsteigenen, selbst kreiierten Ponyhof.

    Ich habe überhaupt kein Problem mit Leuten, die ganz ihrem eigenen Rhythmus folgen und sich nicht vor die Karre spannen lassen und bis zum Rest ihres Lebens hingaloppieren.

  4. Inaktiver User

    AW: Was ist eine Fiebel?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Wenn sie es am Ende der neunten Klasse können, inklusive Textverständnis, kreatives Schreiben, Wissen umd Stil und sprachliche Schönheit - ist es mir auch wurst, wenn es einige Kinder gibt, die erst mal etwas länger brauchen.
    Ich verstehe dieses Argument nicht. Wenn ein Schüler z.B. erst nach der 5 Klasse brauchbar Lesen und Schreiben kann, wir er wohl kaum in den nach ausstehenden 4 Jahren den gesamten verpassten Schulstoff der vorhergegangenen Jahre aufholen können. Ohne Lesen und schreiben zu können, kann er ja kaum eine Sachkundeaufgabe, eine Textaufgabe im Mathebuch oder eine fremde Sprache erfassen. Wie soll das funktionieren?

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    AW: Was ist eine Fiebel?

    Hier habt ihr was zum Lesen, zusätzlich ein paar Kommentare und ein netter kleiner Test. Mit Majonäse ist es aus, ein Glück. Hoffentlich gilt das auch bald für Portmonee. Meine Güte, da schmerzen mir fast die Finger beim Schreiben.

  6. Inaktiver User

    AW: Was ist eine Fiebel?

    Du hast so recht!
    Vielleicht könnte auch aus der Fiebel eine Fibel werden?

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    AW: Was ist eine Fibel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast so recht!
    Vielleicht könnte auch aus der Fiebel eine Fibel werden?
    Die Moderatorinnen sehen es ja, da habe ich noch Hoffnung.

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist eine Fiebel?

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen
    Warum sollte das Leben kein Ponyhof sein? Der junge Mann lebt und arbeitet doch so und nimmt sich Zeit für seinen höchsteigenen, selbst kreiierten Ponyhof.

    Ich habe überhaupt kein Problem mit Leuten, die ganz ihrem eigenen Rhythmus folgen und sich nicht vor die Karre spannen lassen und bis zum Rest ihres Lebens hingaloppieren.
    Einerseits hast Du natürlich Recht, Höher, schneller, weiter muss kein Ziel sein, es ist völlig ok, sein eigenes Ding zu machen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche jungen Leute eben nicht unbedingt ihr eigenes Ding machen sondern durch diesen langatmigen Bildungsweg eher daran gehindert werden, ihr eigenes Ding zu machen. Man muss nicht mit 17 das Abitur und mit 20 den Bachelor in der Tasche haben. Aber man kann mit 26 eben einen Schulabschluss, ein oder zwei Ausbildungen, ein Studium abgeschlossen haben. Etwas bewegt haben, Ziele erreicht haben, im Leben angekommen sein.

    Ich habe selbst ein Fach an einer Uni studiert, die in selbigem keinen Wert auf Schnelligkeit legte und kaum Leistungsnachweise verlangte. Diplomarbeiten konnte Jahre dauern, das hat keinen gestört. Einerseits gab das sehr viel Freiheit, die von den meisten auch intensiv und sinnvoll genutzt wurde (man hat dann eben an 6 oder 7 interessanten Seminaren teilgenommen, statt ein Pflichtseminar abzureißen, sehr abgefahrene Vorlesungen gehört, usw.). Die Fakultät genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Wer (sehr) gut war hat davon ungemein profitiert, konnte Dinge machen, die woanders in der Qualität nicht möglich gewesen wären. Umgekehrt sind viele Studenten dabei verheizt worden, orientierungslos vor die Hunde gegangen, haben ellenlang (wir reden da von 30 Semestern +) studiert und doch keinen Abschluss mehr gemacht. Und das waren nicht immer die schlechten, sondern teilweise brillante Köpfe. Denen hat man mit dem laschen Regime Lebenschancen genommen. Schade.

  9. Inaktiver User

    AW: Was ist eine Fibel?


    Ich danke Frau Eberle, Fu und Ufu, und dem Schicksal dafür, dass ich auf altmodische Art lesen und schreiben lernen durfte!

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist eine Fiebel?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht könnte auch aus der Fiebel eine Fibel werden?
    Ich bin ja die, die sich den Fiebel-Fauxpas geleistet hat. Mich stört nicht massiv wenn man sehen kann, dass ich wirklich nicht wusste, was das denn für ein Ding ist. Aber von mir aus kann es auch geändert werden, sieht schon etwas schräg aus

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