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  1. Registriert seit
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    Mein Sohn nervt ...

    ... mich natürlich nicht. :-)
    Aber manchmal bringt er uns mit seiner Art an unsere Grenzen.

    Wir haben einen 5 Jährigen und einen fast 3 Jährigen. Die beiden spielen oft miteinander und streiten natürlich auch. Der Kleine schafft es eigentlich auch ganz gut, mal etwas alleine zu machen. Beim Großen ist dies eher sehr selten.

    Sobald der Große wach ist, hängt er eigentlich an mir oder meinem Mann und will das wir irgendwas für / mit ihm machen. Er "fordert" ohne Unterlass. Einerseits kann man es ein Stück verstehen, da die Eltern wg Arbeit, Haushalt und vielen anderen Dingen natürlich nicht so viel Zeit haben und er uns auch mal für sich haben will.

    Auf der anderen Seite ist es auch eine sehr starke Geduldsprüfung, wenn man ständig mit "Forderungen" überhäuft wird und nicht mal fünf Minuten für sich hat oder nur in Ruhe am Sonntag durch den aktuellen Aldi und Lidl Prospekt blättern kann.

    Eigentlich sollte es der Große doch genauso wie der Kleine schaffen auch mal was für sich zu machen und nicht immer nur auf Bespaßung angewiesen zu sein.

    Ich vermute, das wir es ihn ein Stückchen weit angewöhnt haben. Als er noch klein war haben wir uns sehr viel mit ihm beschäftigt. Jetzt mit zwei Kindern ist die Zeit nicht mehr so da und er kommt aus seiner Sicht "vermutlich" zu kurz.


    Ich frag mich jetzt nur, wie wir es schaffen können einerseits seinem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit (und Zuwendung) gerecht zu werden, aber auch mal etwas Luft zum Atmen zu bekommen.
    Die Nächte sind leider auch immer wieder sehr durchwachsen, was nicht grade dazu beiträgt, das wir vor Energie strotzen.

    Sind für jede Idee offen was wir hier machen können. Wenn ich mir was wünschen könnte wäre irgendeine Art von Ritual, wo eine Zeit alleine gespielt wird und dann gerne auch was gemeinsam gemacht wird. Denke wenn wir zwischenrein mal eine Pause haben, ist man ja auch mit viel mehr Freude beim gemeinsamen Spiel mit den Kids dabei.

    ciao
    Ingrid


  2. Registriert seit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Geht der 5jährige nicht in den Kindergarten- wie auch der Kleine?
    Wie verhält er sich dort?
    Hast du schonmal Rücksprache mit den Kindergärtnerinnen gehalten? auch, was sie möglicherweise für Ideen- speziell für deinen Sohn haben?

  3. Avatar von Marta-Agata
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Mir fallen drei Dinge ein:

    - "anspielen", d.h. eine Anregung geben, was er machen könnte und ihm die Sachen dafür geben.

    - kleine Verträge schließen "jetzt mache ich xyz, nachher machen wir zusammen abc".
    Auf Aufmerksamkeit zu verzichten ist leichter, wenn man verlässlich weiß, dass man sie demnächst wieder bekommt.

    - wenn er etwas mit euch machen will - dann das, was ihr gerade macht. Alleine spielen - oder mit Mama Bad putzen, kochen, Wäsche legen etc.


  4. Registriert seit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    In meinem familiären Umfeld habe ich beobachtet, dass es für die älteren Kinder sehr wichtig ist, auch exklusive Zeit mit den Eltern allein zu haben. Wenn ihr da einen festen Rhythmus habt, fällt es Euch vielleicht auch leichter, zwischendurch darauf zu bestehen, dass er auch allein spielt.

    Unserer Tochter fällt es auch schwer, sich allein zu beschäftigen. Ich mache es wie Marta-Agata empfiehlt: "anspielen" und zurück ziehen, sobald sie einsteigt. Es gibt besonders attraktive Spiele, mit denen das besser funktioniert (hier alles, wo sie mit Wasser panschen darf) - die hebe ich mir auf für Momente, in denen ich es besonders brauche. Oder klar begrenzte Zeitabschnitte: "Du kannst jetzt noch 15 Minuten mit Lego spielen. Währenddessen muss ich XY. Danach gehen wir zusammen raus". Bei uns klappt das noch nicht sehr gut und lange, aber durch stetiges Üben wird es besser...
    Geändert von madamexx (11.06.2018 um 13:18 Uhr)


  5. Registriert seit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Zitat Zitat von ingridblume Beitrag anzeigen

    Eigentlich sollte es der Große doch genauso wie der Kleine schaffen auch mal was für sich zu machen und nicht immer nur auf Bespaßung angewiesen zu sein.

    .............

    Ich frag mich jetzt nur, wie wir es schaffen können einerseits seinem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit (und Zuwendung) gerecht zu werden, aber auch mal etwas Luft zum Atmen zu bekommen.
    Puh, wenn ich das lese, wird mir wirklich anders.......

    Das sind Kinder - kleine Kinder (3,5) .....und ja, die haben Bedürfnisse...

    Kinder sind keine "kleinen Erwachsenen"....

    ich schließe hier lieber, bevor ich etwas schreibe, wofür ich abgemahnt werden könnte-

    aber da geht mir echt die Hutschnur hoch.....

  6. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    @monika_1025 hä? Es spricht hier ja niemand davon, die Kinder zu vernachlässigen ...


    Ich würde auch so anfangen, Mama macht jetzt noch xy und spielt dann mit dir das oder das. Oder umgekehrt, wir spielen noch für 10 Min (Wecker) und dann mache ich xy.

    Oder eben ein Spiel anfangen und dann mal weggehen und die Zeit verlängern, je nachdem, wie gut es funktioniert.

    Mit 5 Jahren sollte eigene Spielzeit schon drinnen sein.

    Geht dein Großer in den Kindergarten?
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne

  7. Avatar von Paraplumeau
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Zitat Zitat von monika_1025 Beitrag anzeigen
    Puh, wenn ich das lese, wird mir wirklich anders.......

    Das sind Kinder - kleine Kinder (3,5) .....und ja, die haben Bedürfnisse...
    Eltern sind keine Bedürfniserfüllungsmaschinen.
    In der Familie von Ingridblume gibt es vier Menschen mit Bedürfnissen, davon haben zwei (die Erwachsenen) dann auch noch Erfordernisse.

    Eine 24-Stunden-Rundum-Bedürfniserfüllung ist also gar nicht möglich, daher ist es sinnvoll, wenn Erziehung dem Kind eine Idee davon vermittelt, wie es sein Bedürfnis selbst erfüllen kann.
    Selbst wenn er lügt, lügt er. Irgendwo bei Tucholsky

  8. Moderation Avatar von Flau
    Registriert seit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Ich wuerde mich Marta-Agata anschliessen. Insbesondere die "Vertraege" funktionieren bei unserem Flauschi, auch ein vergleichsweise fordendes Kind, gut. Man muss das schon ausfechten, aber nur im Anfangsstadium und dann ist es auch gut. Ich weiss nicht, wie Eurer da gestrickt ist...?
    Ich habe momentan dasselbe Problem, dass ich - sicher auch aufgrund seines Einzelkinddaseins - den Absprung so ein bisschen verpasst habe ihn zur Alleinbeschaeftigung anzuhalten. Das muessen wir jetzt halt ausbuegeln. Und die ersten Erfolge zeigen sich. Durch klare Regeln, damit kommt er, wenn sie durchgefochten sind, am besten zurecht. Kann ich auch verstehen, Klarheit ist immer hilfreich, selbst wenn sie unangenehm ist. Die Regel lautet also: Von dann bis dann muss er was alleine machen, danach darf er auch mal der "Bestimmer" sein und ein Spiel / eine Aktivitaet aussuchen.

    "Anspielen" wuerde bei uns jetzt nicht soooo gut klappen, weil die Grenze zum klaren: "Ich kann jetzt nichts mit Dir machen" verwischt wird. Aber das kommt auf das Kind an, grundsaetzlich kann ich mir das schon gut vorstellen.

    Mitmachen kann auch eine super Strategie sein, weil auf jeden Fall eine Form von Erfolg dabei herauskommt (-bei uns). Entweder, er macht dann doch lieber was alleine, als mit der Mama Waesche zu falten , oder er hilft halt. Ich bin grundsaetzlich sehr fuer Kinderarbeit.
    Hoechstens gut auswaehlen, ob man das wirklich anbieten will, nicht alles geht schneller und/oder besser, wenn 5jaehrige "helfen".
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung

  9. Avatar von Unendlichkeit
    Registriert seit
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    AW: Mein Sohn nervt ...

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Eltern sind keine Bedürfniserfüllungsmaschinen.
    In der Familie von Ingridblume gibt es vier Menschen mit Bedürfnissen, davon haben zwei (die Erwachsenen) dann auch noch Erfordernisse.

    Eine 24-Stunden-Rundum-Bedürfniserfüllung ist also gar nicht möglich, daher ist es sinnvoll, wenn Erziehung dem Kind eine Idee davon vermittelt, wie es sein Bedürfnis selbst erfüllen kann.
    Danke, super auf den Punkt gebracht
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