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  1. Moderation Avatar von maryquitecontrary
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Ich denke, es kommt darauf an, was das Elternteil meint und daher auch nonverbal, im Tonfall und in der generellen Erwartungshaltung ausdrückt. Wenn da eine Sicherheit rüberkommt, wie es laufen soll, dann teilt sich das meiner Erfahrung (sowohl eigene als auch aus der Arbeit mit Eltern) dem Kind mit.

    Dann ist die Formulierung praktisch egal, ein "kannst du bitte mal. .?" ist genauso deutlich wie "mach jetzt. ..". Lediglich "möchtest du. ?." ist für das Kind vielleicht eher verwirrend dahingehend, wer die Verantwortung trägt und in der Situation sagt, was passieren soll.


    Unsichere Eltern oder solche, die gerne Anliegen vom Kind abgesegnet haben möchten, drücken das auch aus. Selbst die Ansage "mach jetzt. .." kann dann zweifelnd und eierig rüberkommen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"

  2. Moderation
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Kinder lernen Sprache idiomatisch, nicht grammatisch. Wenn die Formulierung "machst du bitte...?" klar als Aufforderung gemeint ist, verstehen sie das, ohne sich Gedanken über die Verbform zu machen.

    Erst mit wachsendem Sprachverständnis kommt dann mal ein provozierendes "nein, mach ich nicht" zurück.

    Meine Dreijährige kann aber auch schon auf "Räum deine Schuhe auf!" problemlos mit "nein!" antworten, ganz ohne grammatische Hindernisse.
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  3. Avatar von Blue2012
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Meine Dreijährige kann aber auch schon auf "Räum deine Schuhe auf!" problemlos mit "nein!" antworten, ganz ohne grammatische Hindernisse.
    *lach* Oh Mann, hör mir auf...Und wie reagierst du dann?
    "Doch! Sofort!" ?
    Be a voice not an echo.

  4. Moderation
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Zitat Zitat von Blue2012 Beitrag anzeigen
    *lach* Oh Mann, hör mir auf...Und wie reagierst du dann?
    "Doch! Sofort!" ?
    "Doch!" klappt überraschenderweise oft ganz gut.

    Aber manchmal muss man auch schwerwiegende Drohungen auffahren - "... Sonst sind die Schuhe nachher weg und du kannst nicht mit auf den Spielplatz" oder so.
    Weiß nicht, ob das pädagogisch wertvoll ist, aber man will ja manchmal einfach nur überleben als Mutter...
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  5. Registriert seit
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Hab grad ne neue Variante beim Bettgehen zwischen Papa und Sohn (3,5) gehört:
    „Wie wäre es wenn wir Zähne putzen?“
    Antwort:“Das ist keine gute Idee.“

    Ok, Ehemann. Wie kommst du da jetzt raus?

  6. Avatar von chaos99
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen

    ..
    Ich glaube ich bin voll der Stoffel: „Schuhe an, Jacke an, wir gehen in 5 Minuten“. Erfolgsrezept über Jahre.
    Ich war auch so Einer.
    Bei uns bekamen die Kinder Ansagen.
    Kinder möchten und brauchen auch Klarheit und Grenzen.
    Diskussion in einem bestimmten Alter sind überflüssig, da Eltern auch dazu da sind, Kinder anzuleiten, zu führen...und zu schützen.

    Wenn dann im Extremfall ich an der Strasse stehe und ein dreijähriges Kind mit der Frage von mir konfrontiert wird, ob sie warten könnte, ist das nicht zielführend und ggf gefährlich.

    Die Gewohnheit der Ansage ist auch nichts Gemeines, nichts Respektloses oder sonstwas.
    Das nennt man gradlinige Erziehung, die bei Kleinkindern...manchmal auch pupertierenden Kids...ggg* notwendig ist.

    Da geht es nicht um Kasernenton, sondern nur um Formulierung.

    Konsequentes Handeln ist dabei genauso wichtig, wie Einigkeit dabei unter den Elternteilen. Keine Erziehungseinigkeit hat Ausnutzen der Situationen und das gegenseitige Ausspielen der Eltern durch die Kinder zufolge.
    Geändert von chaos99 (26.05.2018 um 19:40 Uhr)

  7. Moderation
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Ich denke, die Kinder verstehen schon, was gesagt wurde, ob da jetzt am Ende des Satzes die Stimme gehoben wird oder nicht. Das "würdest du bitte" ist ja eine reine Höflichkeitsform, das ist keine Frage, die man in diesem Kontext mit "nein" beantworten kann. (Teenager können allerdings. )

    Vielleicht verwenden die Eltern eine Höflichkeitsform besonders dann, wenn sie genervt sind, damit sie nicht in Kasernenhofton abrutschen. ("Schuhe an, aber zack-zack!") Aber das ist Spekulation meinerseits.

    Oder sie sprechen mit den Kindern ganz normal, wie mit jedem anderen auch -- Höflichkeitsform inklusiv.

    "Wollen wir jetzt gehen" ist dagegen eine Frage, die eine Antwort zu erwarten scheint. Vermutlich ein "ja." Oder ein "nein, ich muß noch mal aufs Klo". Kann ja auch sein.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Moderation
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Wildwusel, ja, ich spreche mit meinen Kindern einfach so wie mit allen anderen auch. Auch im Berufsalltag sage ich als Führungskraft immer "... und Sie übernehmen bitte...?" oder ähnliches. Ich bin dabei noch nie falsch verstanden worden. Warum sollten ausgerechnet meine Kinder, die das nicht anders kennen, mich missverstehen?
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  9. gesperrt
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Zitat Zitat von chaos99 Beitrag anzeigen
    Da geht es nicht um Kasernenton, sondern nur um Formulierung.

    .
    Geradlinigkeit, Eindeutigkeit und Konsequenz geht mit einer verbindlichen Formulierung ebenso erfolgreich wie mit einer knappen Ansage, wie Mary so schön dargelegt hat. Knappe Ansagen sind in manchen Fällen unvermeidlich, erlernt und weitergegeben wird aber eben auch die Form. und da schätze ich die knappe Ansage unter Erwachsenen ganz und gar nicht!

  10. Avatar von chaos99
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    AW: Aufforderungen als Fragen formulieren

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Geradlinigkeit, Eindeutigkeit und Konsequenz geht mit einer verbindlichen Formulierung ebenso erfolgreich wie mit einer knappen Ansage, wie Mary so schön dargelegt hat. Knappe Ansagen sind in manchen Fällen unvermeidlich, erlernt und weitergegeben wird aber eben auch die Form. und da schätze ich die knappe Ansage unter Erwachsenen ganz und gar nicht!
    Wir reden über Kinder, nicht über Erwachsene.(OK...das war ne knappe Ansage :)))))

    Kleine Kinder kann man mit Hunden vergleichen.
    Da scheitert man generell, wenn man sie bittet und diskutiert;)
    Aber selbst das merken viele Leute nicht, wenn man sie mit ihrem Hund sieht...

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