Bei uns hilft Wettbewerb, bei uns war das Trödeln morgens allerdings schon immer Thema.
Mein Sohn (5) will inzwischen immer vor Papa fertig sein (früher vor beiden Eltern, aber er hat akzeptiert, dass ich inzwischen immer zuerst fertig sein muss, weil ich vor allen anderen gehe). Oder auch "Du schaffst bestimmt nicht, Deine Hose anzuziehen, bevor ich mit Zähneputzen fertig bin."
Ansonsten: wenn Zeit ist, lese ich ihm gerne was vor, wenn er denn fertig ist. Er darf sich seine Kleider selber raussuchen, aber wenn das bis Zeitpunkt x nicht passiert ist, mache ich das (und wenn er dann innerhalb von 3 Minuten alles in den Schrank räumt und was anderes raussucht, gönne ich ihm den "Triumph").
Wenn das Thema neu ist, würde ich aber noch mal nachforschen, ob es ein anderes Problem gibt (Kindergarten?).
Und: ich erkläre ihm auch gerne alles. Aber ich fürchte, er denkt, dass erklären diskutieren heißt und dass der Inhalt verhandelbar wäre. Ich mag's eigentlich nicht, aber ich habe das Gefühl, dass nach einmal erklären die Ansage "ich diskutier nicht, ich sag Dir nur, dass wir das so und so machen." Widerstand gibt es trotzdem, aber er ebbt deutlich schneller ab.
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Ergebnis 11 bis 20 von 381
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30.04.2018, 22:54Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
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30.04.2018, 23:09Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Vielleicht ist sie auch überfordert mit Ihren Entscheidungen? Ich würde da die Überlegung Freiwilligkeit herausnehmen. Lass sie Ihre Sachen für den nächsten Tag heraussuchen und gib Ihr den Zeitrahmen von 15 Minuten und sei dabei ,wenn sie es nicht allein hinbekommt. Manches muss man nicht diskutieren und verhandeln.
Ich überlege gerade ,aber das sind Probleme ,die ich nie hatte mit meinem Sohn. Allerdings ist das schon länger her.Allerdings ist mein Verständnis bei solchen Eskapaden auch ganz gering und das hilft wahrscheinlich auch .
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30.04.2018, 23:15Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
bei einer meiner Töchter war es tatsächlich so, dass das erklären alles nur noch verschlimmert hat. Eine klare kurze Ansage konnte sie dann besser aufnehmen, alles andere rauschte in ihrer Trotzigkeit nur so an ihr vorbei. Und in dem Alter kann man als Elter eben oft morgens nicht 36 verschiedene Programme und Angebote durchziehen, wenn man berufstätig ist.
Vielleicht ist deine Tochter wirklich mit ihren eigenen Entscheidungen überfordert? den Vorschlag mit den Vorbereitungen abends finde ich sehr gut.
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30.04.2018, 23:36
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Ich würde auch mehr vorgeben, weniger entscheiden lassen. Sie ist 4, nicht 14...
Abends die Klamotten mit ihr zusammen rauslegen, gewisses Mitspracherecht ( Willst du den grünen Pullover oder den blauen?) einräumen.
Morgens mit einfacher Uhr Zeit zum Anziehen einräumen ( wenn dieser Zeiger auf der 9 steht, musst du angezogen sein...), reicht die Zeit nicht, ziehst du sie an.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass einmaliges Festsetzen der Regeln und dann bei Wutanfällen ruhiges Wiederholen mit der Zeit hilft.
Und- such dir Erholungszeiten für dich. Man steht das Wutgeheul um Kleinigkeiten besser durch, wenn man auf festen Füssen steht.
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01.05.2018, 01:20
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01.05.2018, 09:52Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Oh je, diese Trödelei am Morgen kenne ich gut! Seeehr nervenzehrend!
Ich schließe mich an: zu viele Entscheidungen für dein Kind!
Mein Tip: besprich diese morgendliche Situation mit deiner Tochter mal in einer Zeit, wo ihr beide entspannt seid! Sag ihr, dass es für dich sehr anstrengend ist, wenn sie ihre Wutanfälle bekommt, und lass sie was dazu sagen. Dann kannst du ihr sagen, wie das in Zukunft ablaufen wird, wenn es wieder anfängt stressig zu werden. Und dann aber auch durchziehen!
Sie wird das schon verstehen. Bei uns hat sowas meist super geklappt. Wir dürfen den Kindern mit 4 durchaus schon was zutrauen
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01.05.2018, 10:25Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Vielleicht lese ich das falsch ,aber da gibt es nicht so viel zu erklären . Anziehen und Zähneputzen sind ein Schema ,was jeden Tag passieren muss und zwar in einem vorgegebenem Zeitplan. Die Mutter muss auch ihre nervlichen Befindlichkeiten nicht Ihrer Tochter erklären ,ich glaube tatsächlich nicht ,dass die das wirklich einzuordnen versteht.
Ich sehe oft ,dass Mütter Ihre eigenen Unsicherheiten in Form von Gesprächen transferrieren anstatt Normalität einfach ohne wenn und aber durchsetzen. Diese Grenzen verschaffen aber auch eben einen Rahmen und Sicherheit fürs Kind.
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01.05.2018, 11:23Inaktiver User
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Warum sollte man sich seinen Kindern denn nicht mitteilen? Gelegentlich tut es ihnen ganz gut, auch mal zu merken, dass Eltern nicht perfekte übermenschliche Bestimmer sind, oder?
Ich habe in den Fällen, wo die Situation echt schwierig war, und das kam selten vor, schon mit meinem Kind geredet: So ist die Situation, möchte ich so nicht mehr, was können wir tun?, bzw. so werden wir das ab jetzt tun. Das mache ich immer noch so, und das klappt bei uns sehr gut. Das sind kurze Gespräche und ich sehe immer, das mein Sohn dabei etwas versteht. Hinterher klappt es!
Ich finde es sogar wichtig, meinem Kind auch mal meine Sichtweise mitzuteilen. Auch Mutter darf Gefühle haben.
Ich meine hier keine langen Erklärungen oder Diskussionen!!!! Es geht mir um klare Kommunikation.
Und warum darf man nicht unsicher sein? Ist man eben manchmal. Kinder dürfen das auch mal mitkriegen und oft haben sie ganz einfache Lösungen parat
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01.05.2018, 11:27
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Ich sehe das ähnlich wie Martaback: zu viel Gedöns für eine Vierjährige. Ich glaube auch, das Kind ist völlig überfordert von zu viel "Schongroßseindürfen".
Erklären, wenn gerade keine Krise ansteht, ja - aber gemäß einer Vierjährigen. Bei meiner damals war es sinnvoll, ihr zu erklären, dass wir morgens einfach keine Zeit haben. Dass sie aber dafür nachmittags beim Abholen ganz toll trödeln darf. Diesen Appell musste ich ein paar Mal wiederholen und unser Prinzip hieß eben, morgens muss es fix gehen, dafür darf sie nachmittags jeden Stein angucken und jeden Hund begrüßen, wie sie möchte. Das hat sie gut verstanden, das war funktionstüchtig.
Ähnlich die Wahlmöglichkeiten...nie und nimmer hätte mein Kind sich seine Sachen mit vier Jahren im Laden selbst aussuchen dürfen! Man kann aussuchwütige Vierjährige aber super überlisten mit kleineren Auswahlverfahren: "Wir essen heute Nudeln, du darfst aussuchen, welche!"
Oder "Such mal zwei schöne Äpfel aus!"
Dann hatte sie ausgesucht, war aber nicht überfordert und das Gerüst hatte ich vorgegeben.
Du könntest das mit Kleidung ähnlich handhaben: "Du darfst aussuchen, ob du die roten oder die gestreiften Söckchen anziehen willst!" - Socken an sich sind gar nicht verhandelbar, auf die Idee sollte man das Kind gar nicht erst bringen. Wichtig ist die Formulierung "Du darfst...aussuchen", damit das Kind das ultimative Gefühl hat, eine selbstständige Entscheidung zu treffen, nur eben altersgerecht.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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01.05.2018, 11:35
AW: Wutanfälles meines Wunschkindes...Hilfe!!!
Naja, das tut Kindern gut - mit vierzehn. Mit vier möchte das Kind die Gewißheit spüren, dass die Eltern die großen Beschützer sind, dass man sich überhaupt in die große Welt da draußen 'rauswagen kann.
Es tut kleinen Kindern meiner Ansicht nach generell nicht gut, wenn Eltern keine zuverlässige Stärke demonstrieren können, darauf sind sie angewiesen.
Dass Eltern genauso zwiespältig und überfordert sind wie alle Menschen, ist eine Aufgabe für die Pubertät.Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde


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