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  1. Avatar von guerteltier
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    Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Ja, ich weiß, das Thema ist ein Klassiker und es gibt gefühlte eine trillionen Webseiten/Bücher etc. dazu (die ich gerade alle durchgelesen habe ), aber vielleicht ja jemand noch ein paar gute Tipps für mich oder kann mich einfach etwas beruhigen.

    Zur Ausgangslage: Kind ist 18 Monate, hat sich erst sehr spät überhaupt für Beikost interessiert und lange nur breiförmige Sachen gegessen, und auch das nur selektiv. Mittlerweile auch mal festes Essen, aber generell i(s)st sie sehr konservativ, möchte zwar oft mal von unserem Teller probieren, aber meistens bleibt es bei einem Bissen.
    Verlässlich gut geht eigentlich nur Porridge, Grießbrei (jeweils mit ein bisschen Obstpüree), Kartoffelbrei (hier darf auch ein bisschen Gemüse drin sein), Kürbissuppe, Würstchen, Milchbrötchen.

    In der Krippe haut sie anscheinend rein, als gäbe es kein Morgen mehr (evtl. kochen die einfach besser als ich ?), da gibt es auch bevorzugt Suppe, Eintopf, Milchreis u.ä.

    Vermutlich alles ganz normal, aber mich frustet es dass ich momentan eigentlich immer den größten Teil des Essens entsorge und habe außerdem immer im Hinterkopf, dass das Kind doch gesundes Essverhalten lernen muss und nicht ständig nur Milchbrötchen kaufen darf .

    Ich habe zu Hause die jahrelangen Kämpfe mit meinem im Essverhalten (immer noch) sehr eingeschränktem Bruder mitbekommen - so etwas möchte ich nicht, zumal es ja nicht geholfen hat (eher im Gegenteil, es ist dann in eine Art Essstörung ausgeartet).
    Gerade deswegen bin ich bei diesem Thema glaube ich etwas verkrampft/paranoid.

    Also, was ist hier eine sinnvolle Strategie? Einfach immer nur die Sachen vorsetzen, die sie mag und darauf vertrauen, dass sich der Speiseplan automatisch irgendwann erweitert?

  2. Avatar von Kleinfeld
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Also, was ist hier eine sinnvolle Strategie? Einfach immer nur die Sachen vorsetzen, die sie mag und darauf vertrauen, dass sich der Speiseplan automatisch irgendwann erweitert?
    Genau so habe ich es irgendwann gemacht. Ich war es sooo leid, Vorträge über gesundes Essen zu halten und im Endeffekt nur Griesbrei und Co. gegessen wurden.
    Bei meinen Kindern hat es gut funktioniert, irgendwann haben sie von alleine nach anderen Sachen verlangt und davon probiert. Nur das Enkelkind isst noch das was sie für gut befindet, alles andere wird nicht angerührt.
    Und nein, an Vorbildern hat es nicht gefehlt...ich koche frisch und gesund und abwechslungsreich.
    Ich mache heute was für Bauch, Beine, Po.
    Pfannkuchen mit Nutella.

  3. Avatar von Opelius
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Ja, ich würde letzteres machen. In der Krippe isst es alles, was auf den Tisch kommt. Das scheint etwas mit Fressneid zu tun zu haben und das haben nahezu alle Kinder.
    Weshalb willst Du Dir jetzt schon Stress mit Essen machen wollen, denn in meinen Augen ist das, was es mag, ja nicht komplett ungesund.

    Du wirst es in wenigen Monaten erleben, dass das Kind nur noch Nutella und Eis haben möchte. Nur dann kann das schon ein bißchen argumentieren und Du dagegen reden oder vertrösten und erpressen: wenn Du davon etwas isst gibt es anschließend Eis. Und gefrorener Obstjoghurt ist tolles Eis.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  4. Moderation
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Kenne ich. Meine Tochter hat auch erst spät gegessen und isst auch heute oft wie ein Spatz (sie wird bald 3). Was habe ich mich da anfangs gestresst! Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass Kinder sich schon holen, was sie brauchen, sofern man ihnen eine ausgewogene Auswahl anbietet. Ich koche immer so, dass zumindest eine Komponente dabei ist, die sie mag. Das sind dann eben oft trockene Nudeln oder Reis. Oder die Pilze von der Pizza. Oder Brokkoli. Sie ist damit glücklich, also passt das für mich auch. Irgendwas extra kochen, wäre mir zu umständlich und sehe ich auch nicht ein. Ich glaube, dass die Kinder breit gefächerter essen, kommt mit der Zeit. Seit Neuestem isst sie zum Beispiel gerne Brot. Das ging vorher kaum. Und sie mag auch Sachen, die gar nicht kindertypisch sind, wie Oliven und Sushi. In der Kita isst sie übrigens auch immer super. Das scheint ein weit verbreitetes Phänomen zu sein.
    Ich würde da einfach kein großes Thema draus machen, das halte ich für kontraproduktiv. Ich halte das Essverhalten auch nicht für ungewöhnlich in dem Alter. Ich würde einfach schauen, dass was beim Essen dabei ist, was sie mag, ohne großen Aufriss und sie kann dann ja selbst entscheiden, was sie essen mag und was nicht.

  5. Inaktiver User

    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von Phoenic Beitrag anzeigen
    Meine Tochter hat auch erst spät gegessen und isst auch heute oft wie ein Spatz (sie wird bald 3). Was habe ich mich da anfangs gestresst! Mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass Kinder sich schon holen, was sie brauchen, sofern man ihnen eine ausgewogene Auswahl anbietet.
    So ist es. Es gibt gute und schlechte Esser.
    Ich war eine katastrophal schlechte Esserin, habe beim Mittagessen fast immer gestreikt und wollte am liebsten nur Brot essen. Meine Eltern haben einen Riesenzinnober gemacht, es gab dauernd Stress. Geholfen hat es nichts.

    Mein Sohn dito. Er hatte so seine Tics: Eine Zeitlang nur Brezeln, dann nur Käsekuchen.....ich bekam endlos Tipps von allen Seiten. Nichts half. Wenn ich den Nachbarsjungen, einen guten Esser, zu Spaghetti einlud, sah unser Sohn vergnügt zu, wie der andere beide Portionen vertilgte.

    Inzwischen ist der Sohn erwachsen und ich bin Oma. Und beide lieben wir die feine Küche und essen so gut wie alles. Das kam aber erst im Erwachsenenalter.
    Die Enkelin hatte von Anfang an ein normales Essverhalten.

    Die Moral von der Geschicht´: Weder mein Sohn noch ich hatten jemals Gewichtsprobleme. Wir sind beide sehr schlank, obwohl wir gut und gerne essen. Ich vermute, das hängt damit zusammen, dass wir im Kindesalter nicht so viele Fettzellen gebildet haben, die lebenslang dazu neigen, sich aufzufüllen.

    Man tut weder dem Kind noch sich selbst einen Gefallen, wenn man zu viel Stress ums Essen macht.

  6. Avatar von linsemo
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Wenn sie in der Kita essen, dann ist Futterneid. Sie wissen nur nichts davon, machen es einfach. Zu Hause ist keiner, der ihnen etwas wegessen kann.
    Und immer wenn wir lachen, stirbt irgendwo ein Problem.
    Dornröschen hätte gar keinen Prinzen gebraucht, nur einen starken Kaffee
    Friedvoll zu sein bedeutet, von Erwartungen frei zu sein und nichts von anderen zu wollen.
    Wenn du jemand anderem vergibst, dann tust du dies deinetwegen, nicht weil der andere das verdient. (Doris Wolf, Psychotherapeutin)


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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Also, was ist hier eine sinnvolle Strategie? Einfach immer nur die Sachen vorsetzen, die sie mag und darauf vertrauen, dass sich der Speiseplan automatisch irgendwann erweitert?
    Ja.
    Ich habe mal gelesen, dass Kinder bis zu 12 Mal (oder waren es sogar 18?) Lebensmittel probieren, bis sie sie "annehmen". Und so lange sie auch mal püriertes Gemüse im Kartoffelbrei isst, ist doch alles gut. Püriertes Obst isst sie ebenfalls und die Kürbissuppe kannst Du ja auch ab und an mit anderem Gemüse verfeinern.


  8. Registriert seit
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von linsemo Beitrag anzeigen
    Wenn sie in der Kita essen, dann ist Futterneid. Sie wissen nur nichts davon, machen es einfach. Zu Hause ist keiner, der ihnen etwas wegessen kann.
    Dazu kommt noch, dass in der Kita JETZT gegessen wird. Da kann man nicht sagen "ich mag nicht" und eine Stunde später doch was wollen. Zu Hause ist das anders.

  9. Avatar von Blue2012
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Verlässlich gut geht eigentlich nur Porridge, Grießbrei (jeweils mit ein bisschen Obstpüree), Kartoffelbrei (hier darf auch ein bisschen Gemüse drin sein), Kürbissuppe, Würstchen, Milchbrötchen.
    Klingt doch richtig lecker alles! Bei dir würde ich als Kind auch gerne Mittagessen...

    Bei uns immer feste Essenszeiten: Frühstück - Mittag - Zwischenmahlzeit - Abendbrot. Zwischen diesen Zeiten gibt es zuverlässig nichts. Bei uns häufig: Monsterfutterer (1 volle Schüssel) oder Spatz (3 Löffelchen). Ich habe das dann einfach auch so stehen lassen und vertraut. Dennoch habe ich dann nicht nochmal Extrabrot oder so gereicht.

    Bei uns: Ich bestimme, was es zu essen gibt - Du wählst, was und wieviel davon du essen möchtest.
    Und immer erst probieren. Gab es z.B. Gemüse mit Nudeln habe ich auch zugelassen, dass sie nur die Nudeln isst oder nur die Erbsen oder nur die Möhrchen gepickt hat. Wurde Essen komplett abgelehnt, habe ich meist reagiert mit: "Schatz, es tut mir leid, aber ich hab grad nix andres. Magst du vielleicht nur die nackte Kartoffel ohne Soße? Oder nur den Brokkoli ohne den Käse?" -- Extraessen habe ich nicht angeboten.

    Essen ist bei uns entspannt und gesellig.

  10. Avatar von Blue2012
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    AW: Meinem Kind schmeckt's nicht...

    Zitat Zitat von willichdas Beitrag anzeigen
    Dazu kommt noch, dass in der Kita JETZT gegessen wird. Da kann man nicht sagen "ich mag nicht" und eine Stunde später doch was wollen. Zu Hause ist das anders.
    Ich habe das Zuhause auch nicht zugelassen...weil, da wirste ja verrückt, wenn du gerade Mittag gekocht hast, Kind nix groß angerührt hat, aber dann 20 Minuten später ne Scheibe Brot will...Dann muss es lernen, beim Mittagstisch eben "ordentlich" zu essen.
    Mittag gibt es bei uns z.B. zwischen 12:30 und 13 Uhr, die nächste Zwischenmahlzeit (Apfel, Orange, Kekse etc.) dann roundabout 15 Uhr.

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