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  1. User Info Menu

    Einschulung - zurückstellen ?

    Mein Sohn wird im Juli 2018 sechs Jahre, müsste also regulär in 9/18 eingeschult werden.
    Er ist klein und zierlich, seine gleichaltrigen Freunde überragen ihn deutlich, die meisten Mittelkinder sind bereits größer und das belastet ihn. Im Kindergartenalltag stürzt er sich durchaus in die Rangeleien, auch wenn er in der Regel den kürzeren zieht - zuhause allerdings, unter vier Augen fragt er mich dann, warum er so klein ist, warum er der Jüngste ist (seine Freunde sind einige Monate älter) und erklärt, er will noch nicht in die Schule und dort der Kleinste sein.
    Sprachlich hängt er noch etwas zurück (Logopädie hat schon einiges gebracht, läuft noch), sonst ist er m.E. in allen Bereichen recht durchschnittlich, wobei er in fast allen Bereichen immer einen Rückstand aufholen musste (Beiträge in Stuhlkreis, Strichmännchen malen, alleine anziehen, Namen schreiben etc. , etc.) - er strengt sich nicht gerne an, wenn er etwas tun "soll", die intrinsische Motivation könnte wahrlich größer sein

    Mein Gefühl sagt mir, dass es gut wäre, ihn noch ein Jahr länger im Kiga zu belassen.
    Mein Mann sagt, dass soll die Schule entscheiden und neigt dazu, ihn einzuschulen.

    Wie sind eure Erfahrungen mit dem Thema? Was brauche ich, um die Schule ggf. von der Rückstellung zu überzeugen?

  2. Moderation

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Ich würde ihn unter diesen Umständen zurückstellen.

    Nicht wegen der Körpergröße, sondern wegen der anderen Gründe, unter anderem der Lernmotivation. Was würde denn - außer dem Geburtsdatum - für eine Einschulung sprechen?

    Ich wundere mich ein bisschen, dass die Körpergröße überhaupt thematisiert wird? Mein Sohn ist im gleichen Alter und auch ein "Kleiner", in seiner Gruppe ist von sehr klein bis riesig alles dabei. Beim Rangeln haben die Größeren sicher einen Gewichtsvorteil, aber das war noch nie Thema.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  3. User Info Menu

    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Ich würde das nicht die Schule entscheiden lassen - die ihn ja nicht mal kennt. Die Ansprechpartner wären eher in der Kita, oder?

    Aus dem heutigen Schulalltag - 2 Kinder - eins schon fertig - eins 8.kl.

    Ich kenne einige Beispiele - wo alles gut war, aber auch viele, bei denen ein Jahr mehr Kita gut gewesen wäre.

    Im Klartext - wesentlicher anstrengendere Grundschulzeit für Kinder und Eltern, schlechtere Zensuren, Minderwertigkeitsgefühle bei den Kindern - Probleme bei der Bewerbung an den weiterführenden Schulen.

    Die Schulen wurden nie richtig auf das Schema - Kinder werden früher eingeschult umgestellt. Unbestritten kann ein Kind viel früher lesen lernen als mit 6 Jahren. Mache sie oft schon von allein.

    Das Problem ist die Bewältigung eines wesentlich anstrengenderen Schulalltags ohne die Kita Betreuung. Das fordert die Kinder sozial und emotional ganz anders und war bei uns die größte Herausforderung in der Schule.

    Gerade bei Jungs - hier nur Außensicht, gab es oft eher das Problem der emotionalen Bewältigung. Dazu kommt die Behauptung im neuen Rudel.

    Dazu kommt - selbst in unserer sehr beschützten Gegend, hatten wir Integrationskinder und später dann die sogenannte Inklusion. Die Betreuung die die Lehrer ermöglichen können sinkt nach meiner persönlichen Erfahrung doch recht drastisch ab.

    War immer gut zu merken, wenn dann doch für einige Stunden ein Zweitlehrer die Kinder in einem extra Raum betreut hatte.

    Ansonsten reden wir hier von Kindern in der Klasse, die oft bereits älter sind, eher losschlagen, unbeherrscht brüllen, den gesamten Unterricht stören - und manchmal auch noch Mitschüler bedrohen.

    Die Zusatzstunden reichten bei weitem nicht aus, um hier für gerade den normalen Durchschnitt der Kinder angemessen unterrichten zu können.

    Die Besten wurden gefördert und die Extremen. Die Mitte der Klasse - da durften wir sehen.

    Wir wohnen in einer sehr bürgerlich / alternativen Gegend. Keine Sozialfälle, keine Flüchtlings - "Problematik" - nur offene, der westlichen Welt zugewandte Ausländer. Also eigentlich Idealbedingungen für derartige Experimente.

    Ich war immer sehr froh, dass dann meine Kinder so "gereift" waren, dass sie diese Widrigkeiten mit normalen Aufwand mit mir klären konnten. Sie waren zu 80% in der Lage ihre Schulsachen selbst zu machen und sind dadurch schneller selbstständig in den alltäglichen Problemen der Schule geworden und kamen auch auf der weiterführenden Schule gut klar.

    Schließlich gibt es genug Herausforderungen für die Heranwachsenden.

    Alles Gute.
    lg Lakotia

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    Never be afraid to act ridiculous

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Habt ihr mit den Erziehern/Erzieherinnen gesprochen? Was meinen die? Grundsätzlich denke ich: dein Gefühl wird dich wahrscheinlich nicht täuschen.

    Wenn das so bleibt, würde ich die Zurückstellung auch beantragen. Ob die bewilligt wird... andere Frage... Freunde von mir bekamen dazu gesagt "Ich stelle grundsätzlich keine Kinder zurück." Mir völlig rätselhaft, wie es sein kann, dass das die Schulleitung *persönlich* entscheidet, entgegen der Empfehlung von Kinderarzt, Erzieherinnen und Wunsch der Eltern/Kind...
    “Sometimes I think the surest sign that intelligent life exists elsewhere
    in the universe is that none of it has tried to contact us.” (aus Calvin & Hobbes)

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Wir haben unseren Sohn (1.08.) auch eingeschult, da war er knapp 6. Wir haben es gemacht, weil die gesamte Kindergartengruppe eingeschult wurde, er wäre dann nur noch mit 4-jährigen zusammen gewesen. Von der Größe war es in Ordnung, auch die Motorik war gut.
    Aber- er war noch ganz schön verspielt. Im Nachhinein muss ich sagen, es war eindeutig zu früh. Würde ich heute anders machen. Es war eine Quälerei. Für ihn und für uns.

  6. gesperrt

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    du könntest ihm mal sagen das viel grosse persönlichkeiten physisch sehr klein waren wie z.b. napoleon und das das ncihts ist wofür man sich schämen muss.
    meiner verhassten meinung nach machst du ihn unbewusst mit deiner betrachtungsweise auch etwas kleiner als er ist.

    im übrigen wächst man an seinen herausforderungen.

    wenn hier kein pädagoge empfielt das kind ein jahr zurückzustellen würde ich es auf die schule schicken. kanns sein das du gerade "bessere" gründe suchst um ihm seinen wunsch nicht zur schule zu müssen zu erfüllen?
    kampfsport sorgt für selbstbewusstsein, geistige und körperliche resilienz und selbstsicherheit.
    er hat ein tolles alter um damit anzufangen. am besten judo oder jiu jitsu weil es hier nicht auf grösse ankommt.
    Geändert von homo_faber (22.12.2017 um 13:32 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Ich war Kannkind, konnte lesen, schreiben, Nicht (!) rechnen bis zum Stoff der dritten Klasse und wurde trotzdem erst regulär mit fast sieben eingeschult, weil ich zu klein und zu dünn war. Ich habe mich zu Tode gelangweilt! Und dann kam ein Wachstumsschub und war dann mit 9 Jahren 1,75m und hatte Brüste. Mit den Maßen wäre ich lieber schon im Gymnasium gewesen.

    Rückstellung wegen "Mickrigkeit" ist unsinn.
    Wegen geistigen und sozialen Problemen muss man genau prüfen.
    Geändert von Inaktiver User (22.12.2017 um 16:02 Uhr)

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Zitat Zitat von homo_faber Beitrag anzeigen
    du könntest ihm mal sagen das viel grosse persönlichkeiten physisch sehr klein waren wie z.b. napoleon und das das ncihts ist wofür man sich schämen muss..
    Ich glaube, dass ein fünfeinhalbjähriges bzw. dann sechsjähriges Kind mit solcher Argumentation überhaupt nix anfangen kann.

    Wahrscheinlich ist es sinnvoll erstmal als Eltern einen Konsens zu finden, dann mit den täglichen erwachsenen Kontaktpersonen beraten. Wichtig finde ich auch, die Wahrnehmung des Kindes ernst zu nehmen. Ich finde immer schlimm, wenn Erwachsene den Kindern immer einreden „das schaffst Du schon“ und über die Gefühle der Kinder einfach so hinwegwischen, weil ein „längerdauern“ im Lebensplan nicht vorgesehen ist.

  9. Inaktiver User

    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Das entscheidest Du so, wie ihr Euch am wohlsten fühlt...

    Ich pers. würde denken, die Rückstellung ist kein Problem da vieles das Du aufzählst dafür spricht
    und das wäre für Deinen Sohn, der diesen Wunsch ja nun auch geäußert hat, bestimmt richtig.


    Aber ...nicht von anderen kirre machen lassen.. und das eigene Bauchgefühl entscheiden lassen!

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    AW: Einschulung - zurückstellen ?

    Zitat Zitat von Kumquat11 Beitrag anzeigen
    sonst ist er m.E. in allen Bereichen recht durchschnittlich, wobei er in fast allen Bereichen immer einen Rückstand aufholen musste (Beiträge in Stuhlkreis, Strichmännchen malen, alleine anziehen, Namen schreiben etc. , etc.) - er strengt sich nicht gerne an, wenn er etwas tun "soll", die intrinsische Motivation könnte wahrlich größer sein
    Dann musst du dafür sorgen, dass er jetzt lernt, sich auchmal anzustrengen für was...
    ...dass es im Leben eben gewisse Dinge gibt, die auf Ansage erledigt/eingeübt/trainiert werden müssen...

    Hey - bis Herbst 2018 ist noch JEDE MENGE Zeit.

    Ihr könnt alles noch üben: Beim Anziehen hilfst du ab heute gar nicht mehr (kann er seine Schuhe binden? Wenn nicht, bring es ihm bei!) - er ist schon "groß", er kann das ja schließlich alleine! *ihm zuzwinker*
    Beim Malen setzt du dich mit ihm jeden Tag 15 Minuten hin und übst malen (hier Formen, Kreise, Quadrate, etc.). Kennst du diese Kindergartenblöcke, auch Vorschulblöcke? Mit Konzentrationsübungen, erste Zahlen und Buchstaben, Schwungübungen etc. Jeden Tag 15 Minuten gemeinsam am Tisch sitzen, diese Übungen machen. Vielleicht kann er nach em 5x Beisammensitzen sogar 20 Minuten?

    Übung macht den Meister.

    Auf jeden Fall: Einschulen nächstes Jahr.

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