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15.12.2017, 08:48Inaktiver User
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
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15.12.2017, 08:49
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15.12.2017, 08:50
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
Beim Absatz über das Kiffen und die Wohnung stimme ich dir voll zu.
Aber mit diesem "Frühstück ist wichtig" machst du den Mann doch wieder zum Kind. Frühstück ist nur wichtig, wenn man morgens Hunger hat - es ist seine Sache, ob er frühstückt oder nicht. Da wird er doch wieder unmündig gemacht. Und wenn man das schon bei kleinen Dingen tut, wie ist das erst bei großen (eigene Wohnung suchen)?
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15.12.2017, 08:54
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
Hier geht es ja nicht nur um reine Biologie bzw. Ernährungsphysiologie.

Es gibt meterweise Studien und Forschungsergebnisse dazu, wie stabilisierend, kommunikations- und familienstrukturfördernd gemeinsam eingenommene Mahlzeiten sind.
Beispiel aus der Praxis: Wenn bei uns aufgrund widriger Umstände/Termine mal das gemeinsame Abendessen ausgefallen ist, "beklagen" die Kinder das umgehend und fragen, "wann wir denn wieder schön alle zusammen essen".
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15.12.2017, 08:57Inaktiver User
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15.12.2017, 08:57
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15.12.2017, 08:59
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
Aber der hier beschriebene junge Mann wird nicht plötzlich fleissig und zielstrebig, wenn man ihn nur morgens wecken und ihm ein Frühstück aufdrängen würde.
Ich fürchte, die Essdebatte geht komplett am Thema vorbei.
Und: ich war mein Leben lang immer fleissig und niemals arbeitslos, bin 49 Jahre alt und frühstücke immer nur 'n Topf Kaffee. Meine erste Mahlzeit findet üblicherweise zwischen 13.00 und 14.00 Uhr statt. Es gibt also Gegenbeispiele zu der These, dass ohne Frühstück nix geht...Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
Oscar Wilde
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15.12.2017, 08:59
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
Ich versuche alle Antworten einzugehen:
Nadine75: Du hast Recht - inzwischen gibt es viele Vorwürfe. Die sind aber nur eine Seite und die schildere ich Euch hier. Das bedeutet ja nicht, dass wir nicht auf den Jungen eingehen und ihn tagtäglich mit Vorwürfen überhäufen. Was Du forderst, tun wir seit Jahren - vielleicht wäre es noch viel schlimmer, hätten wir es nicht getan - das weiß ich nicht!
Und wenn Du Dir alles durchgelesen hast, dann weißt Du ja, dass wir uns ihm angenommen haben, unendlich viel geredet haben, nach seinen Wünschen, Ideen und Vorstellungen gefragt haben.
Jeder, der Kinder hat weiß ja sicherlich, dass man - ab einem bestimmten Alter - nur begrenzen Einfluss nehmen kann. Alleine schon deshalb, weil man nicht alles mitbekommt.
Ich kann nicht genau sagen, seit wann er kifft... Aber ich schätze mal, seit er 14-15 ist.
Und wir haben es ihm ganz sicher nicht erlaubt und es auch nicht geduldet und hier zuhause schon mal gar nicht! Wir haben ihm in zig Gesprächen erklärt, was die Konsequenzen angeht, was das Zeug mit ihm macht... Besonders beindrucken, tut es ihn nicht.
Ich habe eingangs meinen Bruder erwähnt. Der hat es bis zu den ganz harten Drogen geschafft - niemand hat mehr geglaubt, dass er es mal schafft. Hat er aber - heute ist er 34 hat eine Frau und eine süße Tochter und geht einem geregelten Leben nach. Aber damals hat auch nichts was geholfen und meine Mutter hat alles getan. Ist selber zu einer Drogenberatung, um sich Hilfe zu suchen - im Umgang.
Aber wenn ein Mensch nicht will - auch Jugendliche - dann kannst Du sie zwar zwingen. Aber der Erfolg ist ja schon vorprogrammiert - am einen Ohr rein und am anderen raus.
Und Gastro ist das Einzige, was ihm offensichtlich Spaß macht und wo er sich mit identifizieren kann. Da werden wir sicher nicht sagen, das machst Du nicht. Alkohol trinkt er im übrigen gar nicht.
Was ich irgendwie nicht ganz checke ist, weshalb der Vater so dargestellt wird, als würde er das alles egal finden oder ihm das Geld in den Arsch blasen - tut er nicht! Er steht voll hinter mir, weiß dass das so nicht weiter geht und ich habe u.a. diesen Weg hier gewählt, mir ein paar Tipps zu holen, wie wir die Problematik angehen können.
Ich achte im übrigen nicht auf geregelte Mahlzeiten. Jeder kann hier essen, wann er Lust hat. Aber da ich abends Hunger habe und essen möchte, koche ich und der Rest der Familie möchte gerne mitessen.
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15.12.2017, 09:01
AW: Erwachsener Sohn bekommt gar nichts auf die Kette
Natürlich individuell angepasst.
Je nach Gefühl und Wellenschlag.
Aber es ist einfach ein strukturierendes Element.
Die Vorstellung, jedes "Familien"-mitglied muckelt in seiner Wohnhöhle vor sich hin, schlurft irgendwann ab mittags in die Küche, um sich Nahrung abzuholen und taucht dann wieder ab, hat für mich nichts mit Familie zu tun.
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15.12.2017, 09:01



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