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  1. Registriert seit
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    AW: Kontrollverlust bei 6-jährigem

    Bin heute über diesen strang gestolpert weil ich auch so einen 'Wüterich' zu Hause habe. Zwar nicht so dass er gegen seine kleine Schwester geht, aber dass er oft bockig reagiert wenn man etwas von ihm möchte (z. B. An den Tisch setzen weil Essen fertig ist auch weil er beim Spielen verliert).
    Meine Frage wäre, ob MuddyWaters sagen kann dass es besser wurde? Evtl auch einfach nur mit der Zeit oder was habt ihr noch aktiv unternommen dass es besser wurde?

  2. Avatar von fledervieh
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    AW: Kontrollverlust bei 6-jährigem

    Ich kann berichten, dass es zumindest bei uns mit der Zeit besser wurde.
    Ich war eine Zeit lang ziemlich verzweifelt ob der Wutanfälle meiner großen Tochter (wird demnächst 12).
    Wir waren bei der Familienberatung und beim Psychologen, weil ich mit ihr gar nicht mehr klar kam.

    Jetzt, wo es mit großen Schritten in Richtung Pubertät geht, wird es immer besser. Sie hat zwar nach wie vor ihre, teils auch aggressiven, Ausfälle, aber letztendlich weiß ich mittlerweile, dass das ein Ausdruck purer Verzweiflung ist, weil sie selbst in dem Augenblick nicht weiß, wie sie mit der Situation richtig umgehen soll.

    Da hilft nur eins: ruhig bleiben, nicht "wegsperren", sondern da sein. Ich setze mich dann häufig einfach nur still daneben und bin da, das klappt sehr gut.
    Ich habe in der Vergangenheit den Fehler gemacht und hab sie ind Zimmer geschickt. Manchmal half dad zum ersten Runterkommen, aber die Kids kriegen dann das Gefühl vermittelt, dass sie unerwünscht sind. Dies trug eigentlich nur noch zur Verschlimmerung bei.

    Man benötigt als Eltern verdammt viel Geduld dabei und das ist oftmals das Schwierigste für mich, denn ich selbst bin nicht gerade mit Geduld gesegnet.

    Mittlerweile sind meine Große und ich ein Herz und eine Seele, das war früher nicht so.
    Es wird also besser
    "Kacktusse."
    - "Das heißt 'Kakteen'."
    "Ne, ne. Ich mein schon dich."

  3. Avatar von Unendlichkeit
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    AW: Kontrollverlust bei 6-jährigem

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich tippe bei ihr auf eine Art geerbten Jähzorn. Mir ging es als Kind ähnlich, mein Vater erzählte mir von sich, er kenne das auch, sein Vater soll bei diesen Wutanfällen blindlings auf die ganze Familie eingeprügelt haben.
    Ich kann bis heute sehr, sehr wütend werden, fühlt sich an wie eine Innere Explosion.
    ... ja, das kenne ich leider auch. Von mir und meiner Tochter.

    Meine Große ist fast 8 und mittlerweile sind die Wutanfälle sehr viel seltener geworden.

    Ich habe beobachtet, dass diese Wutausbrüche oft mit einer Überlastung einhergehen. Sie ist ein sehr sensibles Kind und dann schon mal überfordert, wenn am Tag ganz viel los war. Auszeit im Zimmer und austoben lassen funktioniert bei ihr sehr gut. In dem Moment der Wut reden oder sie anfassen klappt gar nicht.
    "...es gibt höchstens hoffnungslose Menschen, aber nie hoffnungslose Situationen..."
    Sprichwort auf Oxtorne


  4. Registriert seit
    07.10.2011
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    AW: Kontrollverlust bei 6-jährigem

    Unendlichkeit, hier ist das auch so. Während der Wut hat man keine Chance an ihn ranzukommen. Egal ob reden oder in den Arm nehmen, führt als zu noch mehr Widerstand 🤷*♀️ aber ich weiß auch dass er in den Moment selbst unglücklich ist weil er selbst mit seinen Gefühlen nicht klar kommt in dem Moment...
    Ich versuche einfach immer möglichst ruhig zu bleiben und ihn etwas Zeit zu geben. Ist aber nicht immer einfach 😔
    Ich hoffe einfach dass er mit der Zeit lernt, besser mit seinen Gefühlen klar zu kommen und die Wut dadurch weniger wird 🙏🏼

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