+ Antworten
Seite 4 von 12 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 113
  1. Avatar von Froeschle
    Registriert seit
    21.08.2004
    Beiträge
    14.615

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Hm ja teilweise fühlt es sich in bestimmten Situation tatsächlich an wie ein kleiner Wettbewerb, was natürlich doof ist und obwohl ich persönlcih auch froh bin, dass Vater und Töchter so eine eneg Beziehung zueinander haben.
    Aber wenn ich am Wochenende nach dem Frühstück jetzt vorschlagen würde: "kommt ich gehe mit euch auf den Spielplatz". Würde sie lieber mit dem Papa gehen wollen oder zumindest wollen, dass er auch mit kommt. Was akzeptiert wird, wenn ich sage, dass der Papa arbeiten muss. Das scheinen sie zu verstehen und wird gut akzeptiert.
    Gut, ich muss zugeben, dass im letzten Jahr meist der Papa mit ihnen solche Outdoor Aktivitäten gemacht hat und ich mit Baby auch mal ganz froh war zuhause 1,5 Stunden "allein" zu sein. Oder veilelicht ahben sie die Mama eben auch genug "unter der Woche", wo wir theoretisch und praktisch viele Nachmittage gemeinsam auf Spielplätzen verbringen. Dennoch bin ich gespannt, ob wir das jetzt wieder gewandelt bekommen.
    Das größte Glück in der Liebe besteht darin, Ruhe in einem anderen Herzen zu finden.
    Jeanne Julie de Lespinasse


  2. Registriert seit
    24.10.2011
    Beiträge
    4.672

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Zitat Zitat von emma_ha Beitrag anzeigen
    Mhm. Jeden Abend fragt der Große: "Mit wem gehe ich heute schlafen?" Sage ich: "Mit Papa", kommt: "Okay." Sage ich: "Mit mir", kommt: "Yeah!" (und ein Hopser). Mir blutet stets das Herz...
    Ja so klug löst das mein Großer auch........ Und bei ihm ist das klug gelöst, denn er kann natürlich schon genau erkennen, dass es seinen Vater verletzt. Das kann man nicht verstecken, vor den Kindern, so sehr man auch gute Miene dazu macht.

    Manchmal kommt er mir dann auch ins Bad hinterher und diskutiert -vermeintlich leise-, warum er heute nun doch lieber von mir.....usw......
    In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
    Johann Wolfgang von Goethe


  3. Registriert seit
    04.06.2003
    Beiträge
    3.833

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Ist bei uns genauso, nur heisst es: Papa! "Och, neeeeeeeein" "Mama: Yeahhh".

    Fröschle, ich mache das ständig, nutzt nix. Papa kann das auch. Nein, Papa kann das nicht.

    So langsam können wir für interessante Tätigkeit Werbung machen, z.B. Schwimmen oder Sportübungen. Allerdings ist die Schwimmsaison vorbei und Sportübungen sind langweilig geworden. Es geht dem Kind aber nur um den Spass der Sache an sich. Mein Kind will mit mir auch Einkaufen und Behördengänge machen, egal was, Hauptsache mit Mama.

    Wir haben feste Plätze zu Hause, das hilft sicher.

    Interessant, dass es bei euch trotzdem die Bevorzugung gibt, Emma. Ich glaube, ich nehme mein Kind "ernster", bin aber auch konsequenter. Ich drohe nicht mit: Gleich geht´s nicht zu den Cousins, wenn es klar ist, wir gehen. Meiner Meinung nach kritisiert mein Mann zuviel und widmet sich viel weniger, obwohl er physich anwesend ist. Deswegen wendet sich das Kind an mich. Aber Lösung kann nicht sein, dass ich mein Kind nicht mehr beachte. Da spielt sicher vieles mit rein.
    Mein Mann meint, ich wúrde zuviel durchgehen lassen, dabei versteht er uns zum Teil sprachlich nicht und reimt sich die Dinge zusammen. Ich versuche immer wenn wir zu dritt sind seine Sprache zu sprechen, aber das vergessen wir auch mal im Alltag.


  4. Registriert seit
    25.02.2011
    Beiträge
    2.644

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Zitat Zitat von Peppis Beitrag anzeigen
    Wer ist denn von euch der emphatischere Elternteil ? Der Elternteil, der besser zwischen den Zeilen lesen kann und auch das Unausgesprochene gut erkennt ?
    Schwer zu sagen. Ich glaube, auch da nehmen wir uns nicht viel. (Klingt jetzt irgendwie so, als seien wir komplett identisch und symbiotisch oder so, so ist es ja auch wieder nicht. )

    Man will ja überhaupt nicht in Wettbewerb treten, aber damit immer neutral umzugehen, ist wirklich nicht einfach. (Für beide Seiten.)

  5. Moderation Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    6.588

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Ich finde den Begriff "-Fixierthet" gar nicht so einfach. Fixiert heisst ja befestigt und unbeweglich. Das geht über eine Präferenz hinaus. Zumal eine Präferenz noch nichts darüber sagt, was im Alltag dann geschieht.


    Präferenzen in Familien sind wohl einfach normal. Manche bleiben lange oder immer, manche sind vorübergehend.

    Temperament, "Art", kognitive Muster, "Wellenlänge" sind da sicher bedeutsam. Es "passt einfach" zwischen Menschen.
    Für manche Kinder ist es wichtig, in Stressmomenten genau von der spezifischen sog. Hauptbindungsperson "reguliert" zu werden, daher ist sie dann die präferierte Person ("Mama!"). Das gilt besonders für eher schwer zu regulierende Kinder.
    In manchen Familien, gerade, wenn ein Elternteil nicht immer vorhanden, ist "der/die Andere" besonders spannend ("Papa soll das machen").
    In manchen Familien spürt ein Kind eine Spannung zwischen den Eltern und verhält sich dazu, gerade die älteren Vorschulkinder mit ihrem Sinn für Gerechtigkeit.


    Die Frage ist ja, was folgt daraus?
    Fühlt sich der andere Elternteil abgewiesen, gekränkt? Gibt es Eifersucht? Darf die Präferenz ausgedrückt werden?


    Muss der Präferenz immer nachgekommen werden? (Ich meine, nein). ja, man kann sich was wünschen, und wenn es möglich ist, dann kann dem auch entsprochen werden. Aber es ist nicht immer möglich. Das ist dann so, man kann das Kind auch in der Frustration darüber annehmen, und dann geht das Leben weiter.


    Die Fixiertheit ist meiner Einschätzung nach eine Koproduktion aus kindlicher Präferenz und elterlicherReaktion darauf (und zwar die Reaktion, einen Wunsch des Kindes als Massgabe zu sehen und keine Alternativen zuzulassen).



    Sie ist aber, wie alles Fixierte, in Maβen und über gewisse Zeiträume auch kein Problem.
    Zum Problem wird es, wenn das übrige Familienleben sich darumherumzugruppieren hat und die Freiräume schrumpfen.
    that was the river - this is the sea


    Moderation im Forum "Persönlichkeit"


  6. Registriert seit
    04.06.2003
    Beiträge
    3.833

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Hast du gut zusammen gefasst Mary.

    Ich denke bei uns sind´s vor allem die ersten zwei Punkte.

    Mir fällt auf, dass mein Kind wenige Freunde aussucht, aber sich dann auf diese fixiert (ich bin auch kein Clickenmensch, sondern habe eher einzelne zusammengewürfelte Freunde).
    Da wir beides vorleben (mein Mann ist ein Cliquenmensch, und wir haben oft alle zum Grillen da) glaube ich, dass das auch der Charakter ist.

  7. Moderation
    Registriert seit
    09.09.2003
    Beiträge
    6.584

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Zitat Zitat von emma_ha Beitrag anzeigen
    Mhm. Jeden Abend fragt der Große: "Mit wem gehe ich heute schlafen?" Sage ich: "Mit Papa", kommt: "Okay." Sage ich: "Mit mir", kommt: "Yeah!" (und ein Hopser). Mir blutet stets das Herz...
    Warum blutet das Herz denn?
    So eine Reaktion könnte es bei uns auch geben. Aber verletzt wäre keiner von uns deswegen, warum auch?

    Papa ist Papa und Mama ist Mama. Jeder hat seine Position in der Familie - und so lange da kein Kampf und keine Konkurrenz ist, verstehe ich das Problem nicht so recht.

    Wir haben auch keine klassische Rollenverteilung a la "Abenteuer mit Papa, Basteln mit Mama". Trotzdem sind wir zwei verschiedene Menschen, und das nehmen unsere Kinder sicher auch so wahr. Und so, wie man mit Freund 1 lieber in der Bar sitzt, während man mit Freund 2 lieber wandern geht, macht man eben manche Dinge lieber mit Mama und andere mit Papa.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"


  8. Registriert seit
    25.02.2011
    Beiträge
    2.644

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Zitat Zitat von Cariad Beitrag anzeigen
    Trotzdem sind wir zwei verschiedene Menschen, und das nehmen unsere Kinder sicher auch so wahr. Und so, wie man mit Freund 1 lieber in der Bar sitzt, während man mit Freund 2 lieber wandern geht, macht man eben manche Dinge lieber mit Mama und andere mit Papa.
    Schon.
    Aber sie machen keine Dinge lieber mit Papa, sondern alle lieber mit Mama.

    Und, wie Peppis schrieb: Das ist nur ein Stellvertreter für alle anderen Dinge.

    Mir blutet das Herz, weil mein Mann schon in seinem ganzen Dasein als Vater immer nur die 2. Wahl ist. Und das hat er einfach nicht verdient. (Dass das zu platt gesagt ist, weiß ich schon.) Er ist nämlich quantitativ und qualitativ für die Kinder genauso sehr da wie ich.

    Papa wird nicht freiwillig genommen, sondern nur, wenn Mama nicht da ist oder verweigert. Ohne Kampf und Konkurrenz, sondern als Tatsache von Beginn an.

  9. Moderation
    Registriert seit
    09.09.2003
    Beiträge
    6.584

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Hm. Bei uns wird dieses Phänomen eher mit Humor genommen. "Mama (TM)", pflegt mein Partner zu sagen. Weder er noch ich empfinden es als Abwertung seiner Vaterschaft.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  10. Inaktiver User

    AW: Kann man papafixiertheit verhindern

    Was hat ein Elternteil verdient.....?
    Liebe der Kinder? Sympathie?

    Da lässt sich wohl nichts erzwingen. Auch wenn unsere Kinder beide Elternteile lieben, so haben sie doch eigenständige Persönlichkeiten, die unterschiedlich zu unseren Persönlichkeiten passen ...

    Ich bin als Mama 2. Wahl - also eher in der Position deines Mannes.

    Meine Tochter lag direkt nach dem Kaiserschnitt auf Papas Brust. Bis zur Trennung schlief sie mit der Nase unter seiner Achsel ein - die beiden hatten immer eine ganz basale Verbindung.

    Ich war Alltag, Strenge, Nein-Sagerin, lästige Haare-Frisiererin, Süßigkeiten-Verweigerin, ... Und mein Mann kaufte ihr spannende ferngesteuerte Autos, fuhr mit ihr zum Jahrmarkt, kaufte ihr Süßigkeiten und Softdrinks, ....

    Nun gut, wir sind geschieden ... Aber ihre im Kleinkindalter grundgelegte Papa-Präverenz wird wohl bleiben.

    Aber ich weiß, das sie mich auch liebt. Ich hab keinen Anspruch darauf, dass sie ihre Präverenz in meine Richtung umstellt.

    Ich bin wie ich bin, und sie ist, wie sie ist - ich hab mir nichts besseres "verdient" - es ist einfach, wie es ist ;-). Und es darf auch so sein.

    lg

+ Antworten
Seite 4 von 12 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •