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  1. Inaktiver User

    Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Ich hatte so ein ähnliches Thema schon mal hier vor längerer Zeit, aber jetzt bin ich doch nochmal neugierig unter einem anderen Blickwinkel.

    Mein Sohn besucht eine Grundschule, in der die Jahrgänge 1/2 und 3/4 gemeinsam unterrichtet werden. Seit einiger Zeit fällt mir ein sehr hoher Anteil von Kindern auf, die eine Klasse wiederholen. Aber das jetzige Schuljahr toppt alles, was ich bisher gesehen habe. In einer Klasse von 24 Kindern sind aktuell 2 Kinder, die die 4. Klasse wiederholen und 4 Kinder, die die 3. Klasse wiederholen.
    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das an einer Grundschule ohne Jahrgangsmischung unbemerkt und unkommentiert bliebe. Ich habe immer das Gefühl, bei den jahrgangsgemischten Klassen machen es sich die Lehrkräfte leicht, weil sie sagen "das Kind wird ja nicht aus seinem sozialen Gefüge komplett rausgerissen, die Hälfte der Klasse bleibt ja". Die Kinder, die ich kenne, die wiederholt haben, haben das nicht so gesehen, und trotzdem massiv dran geknabbert.

    In der Klasse des Sohns einer Freundin (gleiches Bundesland, andere Großstadt), hier Jahrgangsmischung 1-4, sind wohl auch dieses Jahr gleich mehrere Kinder, die sozusagen eine Klasse zurückgestuft wurden.

    Ist das noch normal?

  2. gesperrt

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Ich habe das in der Grundschule meiner Jüngsten auch so erlebt.
    Auch dort jahrgangsübergreifende Klassen 1/2 und 3/4, beim Wechsel in die dritte Klasse blieben 7 Kinder in der zweiten (und wurden damit einer anderen Lehrerin übereignet).
    Da lag es auf der Hand, dass die Lehrerin diese Kinder loswerden wollte.

    Es betraf auch meine Tochter, ich habe dann aber durchgesetzt, dass sie versetzt wird.

    Die Schule ist wieder weg von dem System.

  3. gesperrt

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Ich habe das in der Grundschule meiner Jüngsten auch so erlebt.
    Auch dort jahrgangsübergreifende Klassen 1/2 und 3/4, beim Wechsel in die dritte Klasse blieben 7 Kinder in der zweiten (und wurden damit einer anderen Lehrerin übereignet).
    Da lag es auf der Hand, dass die Lehrerin diese Kinder loswerden wollte.
    Wieso liegt das automatisch auf der Hand?

    Es betraf auch meine Tochter, ich habe dann aber durchgesetzt, dass sie versetzt wird.
    Wie kann man das "durchsetzen"?
    Das hat ja normalerwiese einen Grund, der in den "Leistungen" des Kindes, oder von mir aus "seinem Entwicklungsstand" begründet ist?

    Die Schule ist wieder weg von dem System.
    Grundsätzlich finde ich das System nicht gut, weil es einfach viel unklarer ist, auf welchem Stand sich ein bestimmtes Kind befindet! Vor allem, wenn nur mit "Entwicklungsberichten" gearbeitet wird, statt "meßbarer" Dinge wie "Text geschrieben, Diktat, Rechenaufgaben etc.

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Ich bin selbst in den 70gern auf so eine gemischte Grundschule gegangen. Da war das aber kein pädagogisches Konzept, sondern Notwendigkeit. Das Dorf war so klein, dass es einfach nur eine Klasse gab- alle von Klasse 1 bis 4 zusammen.
    16 Schüler insgesamt.

    Umgedreht war es in den letzten Jahren nicht ungewöhnlich, dass an der Realschule, die meine Jüngste besuchte ( Entlassung 2016) schon mal eine halbe Klasse sitzenblieb- meist in Jahrgang 8.

    Das lag schlichtweg an den Schülern, die zu schlechte Noten hatten.

    Meine Älteste und meine Mittlere besuchten ab Klasse 5 eine integrierte Gesamtschule, an der es nur Sitzenbleiben nach Absprache gab und bis einschließlich Klasse 8 keine Noten, nur Lernentwicklungsberichte. Trotzdem konnte ich immer gut abschätzen, wo das Kind steht....

    Hier in Niedersachsen hat man den Einschulungsstichtag nach vorne gezogen, so dass viele 5jahrige eingeschult wurden. Da waren viele noch nicht wirklich schulreif, Rückstellung war aber kaum möglich, wobei die Eltern sehr dafür gewesen wären.
    Da haben dann ganz viele die erste oder dritte Klasse wiederholt.

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    und bis einschließlich Klasse 8 keine Noten, nur Lernentwicklungsberichte. Trotzdem konnte ich immer gut abschätzen, wo das Kind steht....
    Weil ich mein Kind kenne, kann ich das auch.

    Laut eines solchen Enwicklungsberichtes in der Grundschule hatte ich offensichtlich einen chronisch auffälligen kleinen Schläger mit motorischen Defiziten, mangelhaftem Sprachverständnis und Rechenproblemen.
    Das war dann der Grund für einen Schulwechsel (war aufgrund besonderer Konstellation hier problemlos möglich).
    Zwei Tage nach Beginn des neuen Schuljahres wollte uns der neue Klassenlehrer sprechen, ob man nicht eventuell eine Höherverschiebung erwägen sollte, das nette Kind wäre seinen Klassenkameraden so weit voraus (und die Klasse war genau da, wo sie laut Lehrplan hätte sein sollen).

    Deshalb bin ich für meßbare Bewertungen.

  6. Inaktiver User

    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    An unserer (Grund-)Schule gibt es auch nur "Sitzenbleiben nach Absprache", deshalb wundert mich die hohe Zahl der Wiederholer umso mehr. (Das heißt, irgendwie auch nicht, den Eltern wird immer sehr massiv suggeriert, es sei das Beste für ihr Kind, und Schuldgefühle eingeredet, dass sie eben offensichtlich nicht das Beste für ihr Kind wollen, wenn sie der Wiederholung nicht zustimmen.)

    Bei meinem Großen stand die Klassenwiederholung immer im Raum, wir haben dem nie zugestimmt, weil uns nie schlüssig gesagt werden konnte, was denn nun im nächsten Jahr passieren würde, damit er seine Defizite aufholt (sein Defizit bestand hauptsächlich darin, dass er in den Arbeitsstunden dort nur träumte, aber nicht arbeitete).
    Er wechselte dann an in der 5. Klasse an ein ganz normales Gymnasium, und obwohl er auch dort drohte sitzenzubleiben, fand er das gar nicht so schlimm, weil er es in der Hand hatte, die Noten zu schreiben, die das verhindern können (was er dann auch geschafft hat).
    Dieses ganze Wischiwaschi und die vielen Wiederholer führen dazu, dass der Kleine, der sicherlich zu den 3-4 leistungsstärksten Kindern der Klasse gehört, sofort anfängt zu fürchten, er müsse die Klasse wiederholen, wenn er mal zeitweise mit seinem Arbeitstempo etwas zurückfällt. Das ist schon ganz schön absurd.

    Sasapi, das mit der 8. Klasse ist ja durchaus nicht ungewöhnlich, war beim Sohn von Freunden (auch gerade 8. Klasse Realschule) ähnlich, da hat die halbe Klasse blaue Briefe bekommen. Aber ich finde Grundschule und Pubertät schon einen Unterschied. Und es betrifft eben nicht nur die Juli-Septemberkinder, sondern auch einige Kinder, die im Oktober oder November Geburtstag haben, also im Alter von 6 3/4 eingeschult wurden.
    Geändert von Inaktiver User (24.08.2017 um 17:33 Uhr)

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Meine Kinder waren auch beide in einer Grundschule mit gemischten Klassen, ich selber nicht. Ich konnte jetzt keinen Unterschied entdecken zu den Wiederholern. Die gab es bei mir und die gab es auch bei meinen Kindern. Soweit ich mich erinnern kann bei beiden Kindern jeweils 1 Kind, das wiederholt hat.

  8. Inaktiver User

    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Ja, mal so 1 - 2 Kinder aus einer Klasse von 25 Kindern in der gesamten Grundschulzeit, so kenne ich das von früher, aus meiner Grundschulzeit. Aber 6 von 24? Das sind 25% der Klasse!

  9. gesperrt

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bei meinem Großen stand die Klassenwiederholung immer im Raum, wir haben dem nie zugestimmt, weil uns nie schlüssig gesagt werden konnte, was denn nun im nächsten Jahr passieren würde, damit er seine Defizite aufholt (sein Defizit bestand hauptsächlich darin, dass er in den Arbeitsstunden dort nur träumte, aber nicht arbeitete). .
    Irgendwie erschließt sich mir nicht, was "sitzenbleiben in Absprache" bringen soll - ein Lehrer kann normalerweise grundsätzlich abschätzen, was ein Kind kann, das ist sein Job. Wieso er die Eltern dazu befragen soll, verstehe ich nicht so ganz - ich erlebe mein Kind doch nicht in der Schule - und wenn ich wirklich der Ansicht bin, die Bewertung (=sitzenbleiben) ist nicht gerechtfertigt, kann ich immer noch Einspruch erheben. Und gerade in dem Fall wäre "belastbareres Material" sehr sinnvoll!
    Wenn man früher der Ansicht war, statt "grade so durchzurutschen" solle das Kind lieber nochmal wiederholen, konnte man dieses "freiwillige Zurückgehen" beantragen.
    Halte ich für den sinnvolleren Ansatz!
    Sasapi, das mit der 8. Klasse ist ja durchaus nicht ungewöhnlich, war beim Sohn von Freunden (auch gerade 8. Klasse Realschule) ähnlich, da hat die halbe Klasse blaue Briefe bekommen.
    Das ist in der 8ten sozusagen normal, war es auch vor 30 Jahren. Die 8te ist Anforderungsmäßig die härteste, und außerdem funkt da bei den meisten die Pubertät voll rein - das ist nun mal eine Kombination aus der Hölle.

  10. gesperrt

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    AW: Mehr Wiederholer in Klassen mit Jahrgangsmischung?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, mal so 1 - 2 Kinder aus einer Klasse von 25 Kindern in der gesamten Grundschulzeit, so kenne ich das von früher, aus meiner Grundschulzeit. Aber 6 von 24? Das sind 25% der Klasse!
    Macht doch nichts, heute haben dafür auch fast 40% der Abiturienten einen 1,x-Notendurchschnitt... Sind aber nicht in der Lage, auch nur die Fragen meines Abiturs von vor 30 Jahren zu analysieren.

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