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  1. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Als erstes
    Die mangelnde Empathie des Kindes finde ich auch erschreckend.
    Hast du mal an autismus gedacht ?
    Autismus bei Kindern: Symptome, Test & Ratgeber | Autistische Kinder
    Muss nicht sein. Kann.
    Ich würde unbedingt mit ihr zur kinder und jugendpsychartrie gehen.
    Da gehst du als mutter/Vater ja seelisch am Krückstock.

  2. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Tochter war also als Säugling ein emotionsloses Wesen, das mit gezielter Bösartigkeit seine arme Mutter gequält hat? Ist es sinnvoll, sich solche Interpretationen zu eigen zu machen?


    Ich halte es grundsätzlich für vorstellbar, dass manche Menschen aufgrund einer hirnorganischen Anomalie tatsächlich emotions- und "gewissenlos" sind.

    Ich halt es aber auch für möglich, dass der Knackpunkt hier ein anderer ist: Die TE hatte selber keine glückliche Kindheit, wollte als Mutter alles perfekt machen und überfordert ihre Tochter möglicherweise (unbewusst) mit ihrer emotionalen Bedürftigkeit.

    Ich weiß, dass man sich mit solchen Interpretationen zurückhalten sollte. Aber aus meiner Sicht sind hier alle wahnsinnig schnell bereit, das Kind zu pathologisieren. Diese Tendenz finde ich etwas bedenklich.

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    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von jubidu Beitrag anzeigen
    Ich kam nur bis Seite 3. Ich bin erschlagen von deinem Leid. Fühl dich umarmt!

    Mir schwirrt nur ein Wort im Kopf herum, ich weiß nicht, ob es schon gefallen ist.

    Psychopathische Persönlichkeit.

    Das klingt unfassbar hart und nach Fernsehfilm und Fiktion und Küchenpsychologie. Aber der offensichtliche Mangel an Empathie deiner Tochter bringt mich zu diesem Gedanken.

    Ich sehe hier keinen Autismus, da spricht zu viel gegen. Zum Beispiel das ausspielen von Emotionen.

    Ich sehe nicht die Problematik von hochbegabten, wobei sie das sicherlich ist. Die fallen jedoch anders auf.

    Ich sehe auch nicht ein Kind, dass wegen mangelnder Liebe so reagiert: hier wäre ein ambivalentes Verhalten im Vordergrund, d.h.wechsel zwischen viel Liebe, viel Rückzug, viel Wut, ggf.selbstverletzung. wie man es von Borderline Persönlichkeitsstörungen kennt.

    Ja, auch Kinder können psychopathen sein. So grausam das klingt. Und dagegen kann man als Familie nichts tun. Ich würde das fachärztlich abklären lassen und mich konkret im netz darüber informieren, wo es einen Experten in Deutschland gibt, der sich ganz konkret damit beschäftigt. Denn in der kinder- und Jugendpsychiatrie wird sich damit eher keiner einfach so auskennen.

    Ich nehme sehr ernst was du schreibst und lese später noch mit mehr zeit den Rest.

    Und besorg dir dringend Hilfe für DICH. Rede morgen noch mit deinem Hausarzt. Seit der neuen Gesetzgebung muss die Krankenkasse dir innerhalb von drei Wochen einen Therapieplatz ambulant besorgen so viel ich weiß. ruf morgen deine kasse an. Es ist wichtig, dass du Hilfe bekommst!
    Jubidu, ich sehe da ganz genau so. Ich wagte es nicht, das Wort *psychopathisch* in den Mund zu nehmen, aber mir ist dieser Gedanke auch gekommen. Ich teile Deine Meinung absolut.

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    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich halt es aber auch für möglich, dass der Knackpunkt hier ein anderer ist: Die TE hatte selber keine glückliche Kindheit, wollte als Mutter alles perfekt machen und überfordert ihre Tochter möglicherweise (unbewusst) mit ihrer emotionalen Bedürftigkeit
    Theoretisch schon. Allerdings kenne ich einige Kinder (jetzt Erwachsene), die mit der emotionalen Bedürftigkeit ihrer Mutter überfordert waren, und keins davon war so gewissenlos und empathielos wie das Kind der TE.

    Falls man unbedingt die Einschätzung der Mutter sich selbst betreffend anzweifeln will, so kann man das. Ich denke aber, die Geschichte mit der Schule und dem kaltschnäuzigen Ausspielen der Eltern gegen eine Handvoll Lehrkräfte, aufgrund einer deftigen Lüge, und das absolut fehlende Schuldbewusstsein beim Auffliegen der Lüge, das sind doch Fakten, die sich nicht so einfach vom Tisch wischen lassen.

    Ich bin überhaupt nicht wahnsinnig schnell bereit, das Kind zu pathologisieren. Aber was da geschrieben wird, das ist schon hammerhart, wenn man sich das mal plastisch vorstellt. Ich spüre auch die abgrundtiefe Verzweiflung der Mutter, ich habe überhaupt nicht den Eindruck, dass sie die Fakten irgendwie falsch oder übertrieben darstellen könnte.

    (Und ich finde es reichlich pingelig, sie an der Formulierung "von Geburt an" aufzuhängen. Es kann gut sein, dass das Kleinkind sich schon sehr früh von der Mutter weggedreht hat, bei ihrem Erscheinen zu weinen angefangen hat, etc, was wissen wir denn...)

  5. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    Theoretisch schon. Allerdings kenne ich einige Kinder (jetzt Erwachsene), die mit der emotionalen Bedürftigkeit ihrer Mutter überfordert waren, und keins davon war so gewissenlos und empathielos wie das Kind der TE.
    Das Stichwort dazu ist "Resilienz".

  6. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    (Und ich finde es reichlich pingelig, sie an der Formulierung "von Geburt an" aufzuhängen. Es kann gut sein, dass das Kleinkind sich schon sehr früh von der Mutter weggedreht hat, bei ihrem Erscheinen zu weinen angefangen hat, etc, was wissen wir denn...)
    Das sind Symptome für eine missglückte Bindung. Es könnte wesentlich hilfreicher sein, mit therapeutischer Hilfe herauszufinden, was genau "schiefgegangen" (sorry für den saloppen Ausdruck) ist, anstatt von einer angeborenen Psychopathie auszugehen. So oder so müssen da Profis ran.

  7. User Info Menu

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    An Autismus in irgendeiner Form glaube ich nicht- dazu passt die Geschichte mit der Schule nicht, wo das Mädchen ja wirklich in ärgster Form gelogen und anscheinend sämtliche Erwachsenen gegeneinander ausgespielt hat.
    Passt nicht zu Autismus.

    Aber ich sehe hier durchaus auch Ansätze für eine wirklich behandlungsbedürftige psychische Störung.
    Und da die Pubertät vor der Tür steht, wo es sicher nicht einfacher wird, sollte man keine Zeit verlieren.

  8. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Azilal Beitrag anzeigen
    (Und ich finde es reichlich pingelig, sie an der Formulierung "von Geburt an" aufzuhängen. Es kann gut sein, dass das Kleinkind sich schon sehr früh von der Mutter weggedreht hat, bei ihrem Erscheinen zu weinen angefangen hat, etc, was wissen wir denn...)
    Das ist absolut möglich. Aber warum?

    Es war immer schon so, dass sie ihren Vater abgöttisch geliebt hat, und mich als notwendiges Übel gesehen hat.
    Wenn die Tochter im Kleinkindalter eine innige und positive Beziehung zum Vater aufgebaut hat, dann kann sie nicht völlig gefühllos sein. Die Frage ist, warum sich die Beziehung zur Mutter so ungünstig entwickelt hat.

    Ein Kind von einem oder zwei Jahren dreht sich ja nicht heulend weg, weil es die Mutter schädigen und emotional quälen will.

    Ich finde es wirklich problematisch, in der ganzen Konstellation mit Psychopathie-Diagnosen zu hantieren.

  9. User Info Menu

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Hm, ich denke, es bringt der TE mehr Verdruss als Nutzen, wenn wir spekulieren.

    Ich denke, es ist wichtig, dass das Kind entsprechenden Fachleuten, Ärzten vorgestellt wird.
    Dort gehört die Diagnostik hin.

    Das übersteigt die Möglichkeiten des Forums.

    Die TE wird in einer emotional sehr belastenden Situation sein.
    Da kann gut gemeinte, aber vorbeigehende Interpretation einfach zusätzlich wehtun.
    Now, bring me that horizon.

    Mein Avatar zeigt Euch Smashie. - Sie wurde nur 3 Jahre alt.

    Sie kam als Streuner mit einem Trichter um die Beine, den sie sich dann selbständig ausgezogen hat.
    NYC's ACC platzierte sie auf der berüchtigten **Kill List**
    Kein Foster - keine Rettung.
    Smashie starb am 17.09.2016.
    Ihre grünen Funkelaugen gibt's nicht mehr.
    Sie war eine sehr liebe, menschenliebende zarte Fee.

    Es ist ein Privileg die tägliche **Kill List** zu bekommen.

  10. Inaktiver User

    AW: Tochter (10) und ich - nichts geht mehr

    Zitat Zitat von Matratze Beitrag anzeigen
    Hm, ich denke, es bringt der TE mehr Verdruss als Nutzen, wenn wir spekulieren.

    Ich denke, es ist wichtig, dass das Kind entsprechenden Fachleuten, Ärzten vorgestellt wird.
    Dort gehört die Diagnostik hin.

    Das übersteigt die Möglichkeiten des Forums.

    Die TE wird in einer emotional sehr belastenden Situation sein.
    Da kann gut gemeinte, aber vorbeigehende Interpretation einfach zusätzlich wehtun.
    Du hast absolut recht.

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