Es ist mit Sicherheit sehr schwierig.
Vielleicht auch nicht realisierbar. Daher muss sich der Vater überlegen, was er tun will. Auf keinen Fall kann er sagen: du darfst nicht hier wohnen.
Anhören, was der Sohn zu sagen hat, sacken lassen und ruhig nach Lösungen suchen.
Es ist auch ohne Kindeswohlgefährdung möglich, dass ein Jugendlicher beim anderen Elternteil leben möchte.
Empathie ist gefragt.
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07.08.2017, 22:02
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
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07.08.2017, 22:26Inaktiver User
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Also in diesem Fall ist es aber sehr dringend sich mal zusammenzusetzen und gleiche Regeln für hier wie dort zu vereinbaren. Der spielt nämlich die Eltern gegeneinander aus ,vielleicht nicht mal böswillig .
Ich könnte mir schon vorstellen ,dass er den Vater zum Hero stilisiert ,weil er den 1. kaum sieht und wenn er ihn sieht auch noch sämtliche Erziehungsgrenzen überschritten werden ,die der Stiefvater im Alltag vorgibt.
Praktisch wäre eine Probezeit in den Ferien zu vereinbaren und nach Absprache mit der Mutter und dem Stiefvater genau die gleichen Regeln bei Euch durchzuziehen. Danach wäre er geheilt ,denn er glaubt derzeit ,er hätte es besser beim Vater ,weil er das in der kurzen Zeit so erlebt hat .
Die Mutter sollte ihn auch möglich unemotional loslassen und zu Euch gehen lassen ,auch da wäre er wahrscheinlich erstmal verunsichert ,wenn seine Basis nicht das Programm abspult ,was er erwarten würde.
In dem Fall ,dass er bei Euch keine Vorteile hätte ,wäre der Vorteil sein Zuhause bei der Mutter ,denn da ist sein gewohntes Umfeld.
Ehe ich mir da weiterreichende Gedanken machen würde ,würde ich so eine Probezeit durchziehen und sehen ,was passiert.
Wenn ihr es schaffen könntet den Konsens der gleichen Regeln zu finden ,wäre er auch wesentlich zufriedener und würde auch den Stiefvater nicht so malträtieren.
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07.08.2017, 22:29
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
@Promethea71
Das hat sie ja anscheinend gemacht weil erhöhter betreuungsbedarf von Nöten ist
@farfalle61
Ich wollte dich in keiner Weise irgendwie beleidigen falls das so rüber gekommen ist
Es ist oft eben nicht so das gerade in diesem Alter das das Jugendamt von selbst einschreitet weil irgendwas im argen ist
Sondern meistens Eltern selbst um Hilfe bitten weil sie da nicht mehr weiter kommen
Das finde ich sehr mutig und hilfreich von den Eltern
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07.08.2017, 22:55
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Vielleicht rebelliert der Junge auch gar nicht gegen die Regeln - sondern mag den Stiefvater und sein Stiefgeschwister nicht.
Alles möglich, aber ihr müsst alle miteinander reden.
Und zwar in Ruhe.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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07.08.2017, 23:11Inaktiver User
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Wer Regeln setzt , ist nie beliebt in dieser Phase,erst recht nicht ,wenn der vermeintliche richtige Vater eben keine setzt. Das kennt doch jede alleinerziehende Mutter ,die Ihr Kind im Alltag hat und der Papa gibt den Wochendbespasser.
Eigentlich macht der Vater es schwer ,denn dadurch kann sich der Junge der Illusion hingeben , woanders ist es besser und er muss nur weggehen. Das ist aber keine besonders gute Lektion auch nicht für spätere Beziehungen. Er kennt doch den Vater genauso wenig und seine Basis ist die Mutter und der Stiefvater.
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen ,dass klare Regeln ,an die man sich zu halten hat ,schon sehr wichtig sind in einer Zeit ,wo alles neu verbunden wird .
Mein Sohn bedankt sich da noch heute für ,dass ich klare Standpunkte hatte ,die diskutiert habe ,aber schon meine Linie im wesentlichen hatte .
An Regeln können Pubertierende sich auch reiben ,was wichtig ist . Gerade Kids die schlau sind ,denen kann man sogar erklären ,dass Auseinandersetzung mit einer Person auf jedem Fall Interesse und Liebe ist ,denn leichter ist es jemanden alles zu erlauben und sich nicht auseinanderzusetzen.Geändert von Inaktiver User (07.08.2017 um 23:29 Uhr)
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07.08.2017, 23:12
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Naja so wie ich es verstanden habe lebt er ja schon seit mehr als 6 Jahren mit den beiden zusammen
Und der kleine Bruder ist ja auch dazu geboren worden also ganz normale Geschwister
Und bis jetzt war wohl alles in Ordnung
Ich könnte es mir vorstellen das wie es bei uns war als meine Tochter in der Pubertät war
War sie ständig der Ansicht das ihre jüngeren Geschwister besser behandelt werden
Und mein Sohn als der jüngste hat dann in der pubertät ständig behauptet das seine Schwestern viel mehr durften
Kannst machen was du willst ist eh immer falsch
Und der Teenager hat sowieso IMMER recht
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08.08.2017, 08:03Inaktiver User
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
martaback
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08.08.2017, 08:03Inaktiver User
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
[QUOTE=Maggie74;32082311
Kannst machen was du willst ist eh immer falsch
Und der Teenager hat sowieso IMMER recht
[/QUOTE]
So isses
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08.08.2017, 11:31
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Ich danke Euch für Eure zahlreichen Antworten. Viele Punkte habe ich auch gestern beim Gespräch mit meinem LG angesprochen und schlussendlich sind wir uns beide einig, dass ein Gespräch mit dem Jungen kommende Woche stattfinden muss und welche Punkte auch wichtig sind (auch in der Vorbereitung).
Je nach dem wie das Gespräch verlaufen wird, ist nun die Frage wie man dem Kind beibringt, dass ein Umzug tatsächlich nur im Falle eines "Notfalls" nötig wäre. Wir wollen ihm nicht vermitteln, dass er Fehl am Platz ist, aber er ist sich einfach dessen nicht bewusst, dass er aus seinem kompletten Umfeld gerissen wird, nur weil der Stiefvater "doof" ist.
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08.08.2017, 11:37Inaktiver User
AW: Stiefsohn möchte zu uns ziehen, dabei kennen wir ihn "kaum"...
Das ist doch schon mal was. Ich bin mir ziemlich sicher, das es sich hierbei auch nur um einen jugendlichen Schnellschuss handelt....hier wäre schon oft umgezogen worden
, wenn ich das immer ernst genommen hätte.
Wenn der eine nervt , ist der andere doof und umgekehrt.
Kinder aus Trennungen...noch dazu wo sie vielleicht den anderen Elternteil nur selten sehen...wissen sehr geschickt damit umzugehen, noch dazu genau in dem Alter.



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