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    Stirnrunzeln Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Hallo an alle Mamis,

    es ist das erste Mal, dass ich in einem Forum etwas schreibe und ich tu dies heute, um einmal ordentlich Dampf abzulassen. Deshalb schon einmal vorab ein zwinkerndes "Sorry!", falls meine Zeilen nicht so wahnsinnig nett und freundlich klingen sollten.

    Es geht um uns und unseren bald dreijährigen Sohn. Wie wahrscheinlich fast jede Mama schreiben würde, sage auch ich, er ist ansich ein wirklich tolles und liebes Kind und wir lieben ihn über alles! Bis jetzt dachten wir immer, wir hätten einfach Glück gehabt, ein solch gut gelungenes Kind zu haben, welches so pflegeleicht ist. Außerdem dachten wir, unsere Erziehung würde ausgesprochen gut funktionieren. Kleine Ausrutscher stempelten wir als "Trotzphase" ab und zwinkerten sie einfach liebevoll weg.

    Nun, das dachten wir alles. Aber weit gefehlt! Unser Sohn ist immer noch ein tolles Kind, allerdings ein inzwischen fast dreijähriges, welches komplett in der "wirklichen" Trotzphase angekommen ist!

    Wie soll ich sagen, zur Zeit ist bei uns einfach alles nur noch schrecklich. Nichts, wirklich nicht ein einziger Vorgang innerhalb unseres normalen Tagesablaufs funktioniert auf Anhieb. Ganz egal, ob es um das morgendliche Anziehen, Händewaschen, Schuhe anziehen, ins Bett legen, zum Essen kommen, Nase putzen, Trinken oder anderes geht. In jeder einzelnen dieser gefühlten 100 täglichen Sequenzen benötigen wir eine riesige Menge Geduld, müssen wir mehrmals rufen, lauter werden oder drohen (ich hasse es!), warten, überreden und nichts scheint wirklich zu funktionieren. Es ist zum Verrücktwerden!

    Nun kommt dazu, dass ich gerade mit dem zweiten Kind in der 11. SSW schwanger bin und mein Nervenkostüm gerade nicht das stabilste zu sein scheint. So ist es mir in den letzten Tagen schon mehrmals passiert, dass ich so richtig die Nerven verloren habe. Ich fange dann an, richtig laut zu werden, bis mein Kind endlich tut, was ich sage. Oft weint mein Kleiner dann und ich auch. Ich fühle mich total elendig deswegen und möchte dieses Rumgeschreie unbedingt bleiben lassen, aber oft scheint es das Einzige zu sein, was meinen Sohn dazu bringt, zu Gehorchen.

    Ich habe Angst, dass die Beziehung zwischen mir und meinem Sohn immer schlechter wird (sie war noch nie so eng, wie zwischen Papa und ihm) und dass mein Baby im Bauch mein Gebrülle schon kennt, bevor es überhaupt schon auf der Welt ist. Es wird ja bald hören können.

    Die Ehe zwischen meinem Mann und mir läuft gerade auch nicht so blendend, weil wir beide einfach im Moment vollkommen erschöpft und angenervt sind. Es ist furchtbar.

    Wir sind eigentlich eine sehr harmonische Familie. Lautes Streiten oder gar Gewalt war bei uns noch nie ein Thema und auch unser Sohn war bisher immer ein sehr ausgeglichenes Kind.

    Ich weiß, das alles ist nur eine Phase und diese ist für die Entwicklung unseres Sohnes sehr wichtig, aber im Moment scheint uns diese Phase vollkommen zu zermürben. Sie macht uns alle drei wahnsinnig und mir graut es vor jedem weiteren Tag in dieser Phase.

    Habt ihr ein paar Tipps für mich, wie man diese schwierige Phase besser überstehen kann? Was habt ihr mit eurer Wut gemacht? Habt ihr es auch ohne Brüllen geschafft, euer Kind irgendwie gut durch den Tag zu bringen? Wie kann ich diese Gesamtsituation entschärfen?

    Ich danke euch tausendfach für euer Verständnis für diesen langen Text und für eure Hilfe!


    Es grüßt euch,
    Mamaria

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    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    ich kann nicht nachvollziehen, wie es mit einem kind in der trotzphase ist, aber dazu noch schwanger *hut ab!*.
    du hast mein vollstes mitgefühl!
    Niemals sag "niemals"!

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    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Also erst mal hast du meine volle Anteilnahme.

    Ich kenne das auch, z. T. habe ich mich gefürchtet vor den Wochenenden - wo der Alltag nicht mal durch die Kita unterbrochen war.

    Immer mal wieder konnten wir uns etwas Luft verschaffen in dem unsere Tochter haben "laufen" lassen.

    Also wir haben z. B. nur noch in "wichtigen" Situationen eingegriffen. Also z. B. im Straßenverkehr (Straße überqueren) oder sonst z. B. in "gefährdeten" Situationen mit Verletzungsgefahr. Ob dann immer morgens die Haare gekämmt waren oder welche Kleidung angezogen wurde (darüber gab es bei uns heftigsten Widerstand) darum haben wir dann nicht mehr gekämpft. Das hat den Alltag oft (klappte nicht immer) sehr entspannt.

    Ansonsten durfte Sie bei manchen Dingen "Bestimmen". Wohin laufen wir beim Spaziergang? Spielplatz oder Entenweiher? Sie durfte Blumen fürs Beet aussuchen, Obst aussuchen für den Obstsalat, bestimmen ob wir zu XY mit dem Fahrrad fahren oder laufen.

    Wir hatten Spaziergänge, da entschied sie an jeder Kreuzung obs nun rechts, links oder gerade aus ging. Hauptsache sie war die "Bestimmerin" .

    Meine Tochter fühlte sich in der Trotzphase einfach zu stark reglementiert. Sie fühlte sich "groß" und wollte auch bestimmen und fand es unerträglich von uns immer wieder an die "kleinen" Dinge des Alltags erinnert zu werden - wann sie zum Klo geht, die Hände wäscht, welche Kleider sie anzieht.

    Wir hatte dann mit ihr Dinge vereinbart, die Elternentscheidungen sind und Kinderentscheidungen.
    z. B.: Schlafenszeit = Elternentscheidung, Eissorte aussuchen = Kinderentscheidung

    Das hilft sicher nicht in allen Situationen - aber hin uns wieder entspannte es bei uns die Situation.

    Kopf hoch,

    LG
    Stresspustel
    Nichts bleibt so wie es ist, alles unterliegt der Veränderung.

  4. Inaktiver User

    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Fühle dich verstanden

    Es hilft nur durchhalten und versuchen, nicht allzuoft zu brüllen und sich manchmal auf die Hände setzen

    Meine Tochter ist 5 Jahre alt und ich bin auch oft am Verzweifeln.

  5. Inaktiver User

    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Rückblickend war die Trotzphase in der Schwangerschaft mit Nr.2 am heftigsten. Ich denke, der Ablösungsprozess mütterlicherseits spielt da mit rein.

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    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Ich habe eine 3jährige und ein 10 Monate altes Baby.
    Ich erinnere mich noch an Szenen wie ich hochschwanger mit letzten Kräften mir die Wutzwergin unter den Arm geklemmt habe wiel sie sich mitten im Winter auf den Gehweg geworfen hat und den Aufstand probte.
    Und ja ich bin laut geworden und werde es heute noch manchmal, aber das beeindrückte meine Tochter wenig.

    Wirkliche Tipps habe ich nicht, wollte nur dagen, es geht wohl vielen so

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    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Danke, liebe Mamis, für eure Worte! In solchen Momenten hilft es echt, zu lesen, dass man nicht allein ist. Danke auch, für eure Tipps.

  8. Inaktiver User

    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Zitat Zitat von Mamaria Beitrag anzeigen
    Danke, liebe Mamis, für eure Worte! In solchen Momenten hilft es echt, zu lesen, dass man nicht allein ist. Danke auch, für eure Tipps.


    und immer wieder mal ganz bewusst t i e f durchatmen!!!

  9. User Info Menu

    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Ja, durchatmen, mal denken- Ach, pfeif drauf, geht Kind halt ungekämmt los, ich will kein Theater...Und nachsichtig mit sich selbst sein.
    Ich fand die Trotzphase von Tochter 3, die manchmal Tage hatte, an denen sie schon auf Krawall gebürstet aufstand, schlimmer als die Doppelpubertät von Tochter 2 und 3, und das war schon schwer genug.
    Manchmal hätte ich liebend gerne die ganze Horde ins All katapultiert, der nächstbesten Frau, die am Haus vorbei kam, Mutterpass und Heiratsurkunde mit den Worten" Übernehmen Sie, ich möchte doch lieber Single sein!".Übergeben.....Aber da kam nie jemand vorbei.
    Und dreimal täglich war ich reif fürs Muttergenesungswerk.

    Es ist wirklich nur eine Phase, die allerdings sehr anstrengend ist.

  10. User Info Menu

    AW: Trotzphase - Wir werden wahnsinnig!

    Ich rate dir auch,dich auf die wirklich wichtigen Dinge zu beschränken (zB wenn Gefahr droht).
    Verzichte auf Machtproben bez Kämmen Waschen Kleider Essen.
    Und sei dir bewusst:Wenn das Baby da ist,wird das Erste evt auch noch eifersüchtig.Erheischt dann durch Wutanfälle Aufmerksamkeit.Fühlt sich nicht genug beachtet-und dann sind die Rollen schnell verteilt:der "böse Große"-und das niedliche schutzbedürftige Kleine.

    (bei uns hat in dieser Konstellation die 4-jährige mit der bloßen Faust eine Glastüre eingeschlagen-war und ist aber eine Temperamentvolle !)
    Also du bist nicht alleine! Daphnia

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