Hallo liebe Community, hallo liebe Mütter und Väter!
Ich weiß nicht, wie's Euch und Euren Kindern geht, aber ich habe das Gefühl, dass der (Leidens-)Druck in der Schule, vor allem durch die G8-Regelung, immer stärker wird und man es ohne zusätzliche Unterstützung nicht mehr bis zum Abi schafft. Leider habe ich oft, wenn ich mich mit anderen Eltern darüber austausche, den Eindruck, dass nur bei uns das Thema Nachhilfe und alles, was mit Schulproblemen zu tun hat, eine Rolle spielt. Obwohl man ja durch Studien weiß, dass immer mehr Kinder Nachhilfe brauchen und auch bekommen.
Aus diesem Grund möchte ich jetzt gern mal auf diesem Weg versuchen, "ehrliche" Antworten zu diesem "Reizthema" zu bekommen, das ja die ganze Familie betrifft und zum Teil auch belastet. Deshalb Frage an Euch: Wie sind Eure Erfahrungen, z. B. mit Nachhilfe, oder was habt Ihr versucht, um das Problem zu lösen?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 32
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17.10.2016, 15:33Inaktiver User
Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
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17.10.2016, 15:38Inaktiver User
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Mein ältester Sohn hatte eine Zeitlang Nachhilfe. Meine Erfahrungen damit sind durchweg positiv. Allein schon das regelmäßige Beschäftigen mit dem Thema hat ihn vorangebracht. Ich hätte ihm das durchaus beibringen können, wir haben uns dabei aber regelmäßig in die Wolle bekommen. Er war im Studienkreis, aber das ist schon länger her.
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17.10.2016, 15:57Inaktiver User
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Von welcher Altersstufe reden wir?
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17.10.2016, 16:21
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Nachhilfe ist mE nötig, wenn ein Thema nicht verstanden wird und sollte punktuell und nicht dauerhaft gegeben werden. Wenn Nachhilfe nötig ist, um Abitur zu mache, dann ist es vielleicht die falsche Schulform.
Unsere Kinder sind auf einer Gesamtschule und das Kind auf dem G-Zweig hat G9. Das Kind auf dem R-Zweig kann nach der 10. auf das Partnergymnasium, wenn der Schnitt stimmt. Oder sie machen nach der 10. eine Ausbildung. Dieses mit Nachhilfe unbedingt zum Abitur finde ich schwierig. Auch muss nicht jede 4 im Zeugnis ausgemerzt werden. Ich halte es für normal dass ein Kind unterschiedliche Noten schreibt.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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17.10.2016, 20:39Inaktiver User
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Danke an alle für das erste Feedback.
Noch als kleine Info, weil die Frage auftauchte: In meinem Fall geht es um meinen Sohn, der inzwischen schon in der 11. Klasse ist - und in Mathe Probleme hat. Aber Nachhilfe allein ist eben nicht alles - nur reines Pauken nützt heute ja nicht mehr viel, weil es bei uns zum Beispiel so ist, dass für die Gesamtnote 70% die mündlichen Leistungen zählen und nur noch 30% die schriftlichen. Da muss dann irgendwie anders rangegangen werden als bei der üblichen Nachhilfe - aber wie?
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17.10.2016, 20:48Inaktiver User
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Ich hatte ewig Nachhilfe in Mathe- ohne Erfolg, bin auf dem Stand der 3. Klasse hängen geblieben.
Ab Klasse 11 war Mathe nur noch Grundkurs, also Nebenfach. Abwählen ging nicht, also bin ich zwar hingegangen und habe mir einen Anwesenheitspunkt geholt und sonst ruhig für andere Fächer gearbeitet. Da brauchte ich entsprechende Noten, um Mathe ausgleichen zu können. Mit guten Punkten in den Geisteswissenschaften ist das locker möglich. Ein Fach kann man sausen lassen.
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17.10.2016, 20:54
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Für mündliche Leistungen kann man nicht viel tun- ausser dafür zu sorgen, dass der Stoff sitzt, da ist Nachhilfe sinnvoll.
Da hilft nur Einsicht des Schülers. Leider.
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17.10.2016, 21:20
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Hmm schwierig. Ich verstehe gut, dass Euch das Thema belastet.
Ich glaube nicht, dass dauerhafte Nachhilfe was bringt. Wenn mal punktuell was nicht verstanden wurde ok. Oder auch, um Lern- und Arbeitsstrategien zu vermitteln. Davon kann ein Schüler wahrscheinlich sehr profitieren. Aber sonst würde ich schon auch schauen, dass es auch ohne läuft. Bei den von mir angesprochenen Punkten reicht es aber wahrscheinlich nicht, dass man einen älteren Schüler zur Nachhilfe engagiert. Da müsste eher ein Profi ran.
Viel Glück.
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17.10.2016, 21:21
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
Hallo Mave,
es wird viel gelogen,was Nachhilfe angeht:natürlich klappts beim eigenen Kind alles bestens....Manchmal kommt dann durch Zufall die Wahrheit raus!
Ich selbst habe einige Jahre Nachhilfe gegeben-in der Mittelstufe in Latein. Ich habe den Eltern gesagt,nach ca 5 Wochen muss eine entscheidende Verbesserung da sein,dh Lücken geschlossen,falsche (oberflächliche) Lernmethode erkannt. Ich habe immer 120 min am Stück gegeben und alle Schüler hatten sich bis zur nächsten KA verbessert.
Die Nachhilfe soll also kein Dauerzustand sein,sondern der Schüler soll in kurzer Zeit "auf dem Laufenden "sein.
Nachhilfe ist nichts "Ehrenrühriges". Auch an den Unis nehmen Studenten-grade in Mathe- Nachhilfe,wenn das das Fach ist,wo es wg Vorbildung oder auch Begabung Probleme gibt-anderswo halt nicht.
In Mathe ist halt wichtig,dass es jmd vom Fach ist,der auch gut erklären kann und den Schüler auch fürs Mündlich präparieren kann.(solche Gewichtung kenne ich übrigens bei uns nicht).
Und da finden sich für Oberstufen-Mathe nicht viele.Vielleicht eine Anzeige?
Viel Erfolg Daphnia
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18.10.2016, 09:47Inaktiver User
AW: Nachhilfe pro/contra - Erfahrungsaustausch
also meine Tochter hat gerade , das erste Mal überhaupt, eine 5 in einer Arbeit nach Hause gebracht. In Französisch. 8.Klasse Gym. Die Lehrerin kann nicht erklären, alle hängen in der Luft. Gott sei Dank ist in der Nachbarschaft eine Dame, die fliessend Franz spricht. Die habe ich am gleichen Tag kontaktiert und es gab 1,5 Stunden Power 'Erklären'. Der Knoten ist geplatzt und ich sehe keinen weiteren Handlungsbedarf.
In deinem Fall würde ich einfach Power Mathe Nachhilfe suchen, die deinem Sohn über die 11. Klasse hinweghilft. Ich habe auch in der Kollegstufe Mathe Nachhilfe gehabt. Hatte doch aus einem nicht nachvollziehbaren Grund mich für Mathe Leistungskurs entschieden und war ziemlich am Rudern. Wir hatten aber einen Primus in der Klasse, den habe ich einfach angehauen. Der hat mir sogar auch geholfen, Referate vorzubereiten - so mit allen drum und dran. Also geht auch die Nachhilfe für das Mündliche.
Auf alle Fälle sollte so kurz vor Schluss nicht aufgegeben werden.
Gerade Mathe wird ja auch vielen Studienanfängern zum Stolperstein und es gibt unzählige Tutorien und Nachhilfekurse. Also das kommt auch nicht von ungefähr.
gruss
chrissi


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