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    Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Liebe Community,

    mein erster Beitrag hier - ich hab schon viel gelesen und aus anderen Threads den ein oder anderen guten Tip mitbekommen. Jetzt wende ich mich an euch mit einem kleinen Thema, was mir gerade aber sehr auf der Seele liegt.

    Mein Sohn (3) war am Freitag wegen Durchfalls nicht im Kindergarten. Der Durchfall hat sich aber schnell wieder gegeben; am Wochenende war er schon wieder fit. Sein Schlaf ist allerdings seit ein-zwei Wochen etwas unruhig, er wandert nachts jetzt oft zu uns ins Bett, will kuscheln oder sich unterhalten . Ich bin daher gerade auch eher auf der müden Seite unterwegs.

    Heute morgen wollte er nicht aufstehen, sondern hat geweint und meinte, sein Bauch täte total weh. Er hatte wirklich Tränen in den Augen. Er wollte auf keinen Fall in den Kindergarten. Ich hab dann gesagt, wir schauen uns das heute über den Tag mal an und hab ihn wieder ins Bett gelegt. Während ich mich angezogen habe, stand er plötzlich auf und meinte, er wäre jetzt wieder gesund. . Also, er hat mich verschaukelt. Er wollte aber trotzdem auf keinen Fall in den Kindergarten. Ich hab mich mit ihm ins Bett gesetzte und ihm kurz gesagt, dass das echt eine doofe Idee ist, Krankheiten vorzuspielen, weil ich ihm dann irgendwann nicht mehr glaube, wenn wirklich was ist. Ich denke, er hat´s in dem Moment verstanden, aber gut, er ist drei, mal sehen, wie nachhaltig das ist.

    Jedenfalls schlurfte er dann in den Kindergarten und war ziemlich maulig, so dass die Erzieherinnen sich schon etwas wunderten. Und mir rutsche dann in seinem Beisein raus, dass er heute morgen tatsächlich krank gespielt hat, um nicht hingehen zu müssen, und das auch noch ziemlich gut. Mein Sohn stand ziemlich bedröppelt neben mir, und ich hab´s gleich bereut, was gesagt zu haben. Ich hatte das Gefühl, ich hab ihn vorgeführt; ich bin auch der Meinung, das hätte intern, zwischen uns, bleiben sollen, aber mein Mund war schneller .

    Was mache ich jetzt, mit mir, und mit meinem Sohn?? Bei mir geht die Welt davon jetzt nicht unter, aber irgendwas klingt ganz blöd nach...

    Wocke

  2. Inaktiver User

    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Sag's ihm und entschuldige Dich dafür.
    Es kann passieren, dass einem im Ärger etwas Unbedachtes rausrutscht, aber ebenso selbstverständlich sollte sein, sich dafür zu entschuldigen.

    Damit sollte es dann auch gut sein, sowohl für sein Krankspielen als auch für Deinen fauxpas.

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Du hast recht, Wolkentier, im Grunde sehe ich das genau so, aber eigenhändig krieg ich die Kurve zu dieser Sichtweise gerade nicht gut. Ich bin echt müde. Danke für den Zuspruch, das schubst mich in die richtige Gefühls- und Gedankenecke!

  4. Inaktiver User

    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Ich find das nicht schlimm.
    Das kann passieren, Dein Sohn lernt ja auch daraus - zum einen, dass Eltern auch keine unfehlbaren Menschen sind, und was viel wichtiger ist: Das es normal und richtig ist, sich für einen Fehler zu entschuldigen.
    Und so ein kleines bisschen vielleicht auch, dass eigenes (falsches) Verhalten manchmal eine Kette anderen Ungemachs nach sich zieht...

  5. Moderation

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich find das nicht schlimm.
    Das kann passieren, Dein Sohn lernt ja auch daraus - zum einen, dass Eltern auch keine unfehlbaren Menschen sind, und was viel wichtiger ist: Das es normal und richtig ist, sich für einen Fehler zu entschuldigen.
    Und so ein kleines bisschen vielleicht auch, dass eigenes (falsches) Verhalten manchmal eine Kette anderen Ungemachs nach sich zieht...
    Ja, genauso! Du bist fehlbar. Ist doch ok, wenn Dein Kind das mitbekommt, dass Du auch manchmal was sagst, was Du (so) lieber nicht gesagt haettest. Ich weiss nicht, ob das ein so megageiles Gefuehl ist, mit "unfehlbaren" Eltern aufzuwachsen... Und schlimm war das ja nicht, was Du gemacht hast. OK, vielleicht haettest Du noch zarter mit Sohnemann umgehen koennen. Aber mei, Du hast halt den Vorfall geschildert. Meinst Du, dass Dein Sohn den Vorfall (sein Krank-Spielen) jetzt fuer schlimmer haelt, als es war, weil Du es der Erzieherin gesagt hast? Das kannst Du ja mit ihm klaeren. Wenn Du Dich ihm liebevoll zuwendest, so wie hier vorgeschlagen, ist das doofe Gefuehl, was er vielleicht dabei hatte, ganz schnell wieder vergessen.
    Geändert von Flau (19.09.2016 um 13:22 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  6. gesperrt

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Ich sehe keinen Fehler, den die TE gemacht hat und deshalb muss sie sich auch nicht entschuldigen.
    Sie hat der Erzieherin mitgeteilt, dass das Kind nicht in die Kita wollte und eine Krankheit vorgespielt hat.

    Die Erzieherin kann das im Gedächtnis abspeichern und möglicherweise anders einordnen, wenn das Kind jammert und abgeholt werden möchte...

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Ich finde Wolkentier hat das schon ganz gut formuliert.

    Du kannst dich bei ihm entschuldigen, dass du da einen Fehler gemacht hast. Vielleicht hat es auch etwas Gutes er erkennt das er mit seinem Verhalten dir etwas vorzugaukeln auch nicht so ganz richtig gehandelt hat. Gut wie du schon schreibst er ist drei,,,aber dennoch wird er etwas dabei empfinden.

    Was mir mehr Sorgen macht ist, warum hat er das vorgegaukelt, Ist vielleicht doch etwas im Argen dass er nicht in den Kindergarten will. Wird er vielleicht dort gemobbt, oder sind die Erzieher nicht nett zu ihm. Ich würde das etwas beobachten.
    Oder ist er gerade etwas Liebebedürftig weil sich bei euch in der Familie etwas geändert hat und er möchte dich als Mutter lieber an seiner Seite haben?

  8. Moderation

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Zitat Zitat von bibbita Beitrag anzeigen
    Was mir mehr Sorgen macht ist, warum hat er das vorgegaukelt, Ist vielleicht doch etwas im Argen dass er nicht in den Kindergarten will. Wird er vielleicht dort gemobbt, oder sind die Erzieher nicht nett zu ihm. Ich würde das etwas beobachten.
    Oder ist er gerade etwas Liebebedürftig weil sich bei euch in der Familie etwas geändert hat und er möchte dich als Mutter lieber an seiner Seite haben?
    Ich will ja bestimmt keinem Elternteil absprechen, immer mal wieder genauer hinzugucken, aber gleichzeitig wuerde ich das auch nicht ueberbewerten wollen. Da hat das Kind halt gemerkt, dass eine bestimmte Situation (Krank-Sein) bestimmte angenehme Effekte hat (Extra-Kuscheln, bei den Eltern im Bett schlafen etc.) und wollte diese Vorteile eben wieder geniessen. Auch wenn die entsprechende Situation dazu, aehm, erkuenstelt werden musste.
    Wie gesagt, auf die Entfernung kann ich nichts ausschliessen, aber das Szenario scheint mir das naheliegende zu sein.


    Evtl. eine aehnliche Situation:
    Wir legen immer viel Wert darauf, dass unser Sohn im eigenen Bett (ein!-)schlaeft. Neulich habe ich ihn, nach etlichen Versuchen, doch zu mir ins Bett geholt. Es war spaet, er hatte sichtlich grosse Probleme, ganz kurz nach dem Einschlafen schon einen schlechten Traum, ueberdies war es in dieser Nacht im Haus unruhig. So habe ich ihn eben ausnahmsweise bei mir einschlafen lassen.
    Am naechsten Abend, wurde er ins Bett gebracht und stand, zack, keine 10 Minuten spaeter, auf der Matte: "Mama, ich kann nicht schlafen, ich komm in Dein Bett." Finde ich auch aus seiner Sicht voellig nachvollziehbar, will ich aber trotzdem so nicht haben. Da habe ich ihm freundlich erklaert, dass unser Bett nur fuer ganz besonders schwere Einschlafstoerungen zur Verfuegung steht, und wir es erst noch ein bisschen in seinem Bett probieren. Hat er auch ohne weiteres akzeptiert, und es gab seither keine Probleme damit.

    So aehnlich wuerde ich das erstmal auch bei der TE einordnen. Erst, wenn sich das Krank-Spielen oder aehnliche Vermeidungstaktiken wiederholten, wuerde ich nach einer anderen Ursache suchen.
    Geändert von Flau (19.09.2016 um 13:32 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

  9. gesperrt

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    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Gerade das sollte sie aber evtl nicht tun... denn sie ist kein Arzt und sollte es immer ernst nehmen, wenn ein Kind klagt.... auch kidner, die schonmal gelogen haebn, müssen sich darauf verlassen können,d ass ihnen in solchen Fällen geglaubt wird, so sie sich vertrauensvoll ans personal wenden ... es ist weniger ein problem, wenn ein gesundes Kind sich mal drücken kann, als wenn ein krankes Kidn sich quälen muss.

    Die erziehr in der Kita sind nicht völlig weltfremd und wissen, dass Kinder auch mal Ausreden haben udn nicht jeden Tag mit Bgeisterung in den Kindergarten kommen... denen ist schon klar, dass die regel ist, dass die kidner ein schönes zu Hause haben und gerne mit den Eltern ihre Vormittage verbringen ...


    und es ist aber trotzdem nicht schlecht in einer Kitagruppe auch mal die Geschichte vom kleinen Buben und dem Wolf vorzulesen, wenn einer öfter mal um Hilfe ruft... und dann hilft keiner, als der Wolf wirklich da war ...


    nettes Märchen für alle Kinder ... und auf viele Situationen, übertragbar.

  10. User Info Menu

    AW: Kind vorgeführt? Schlechtes Gewissen

    Zitat Zitat von Paraplumeau Beitrag anzeigen
    Sie hat der Erzieherin mitgeteilt, dass das Kind nicht in die Kita wollte und eine Krankheit vorgespielt hat.

    Die Erzieherin kann das im Gedächtnis abspeichern und möglicherweise anders einordnen, wenn das Kind jammert und abgeholt werden möchte...
    Danke, Paraplumeau. Den Punkt sehe ich auch. Allerdings hätte ich das gern mit etwas mehr Feingefühl gemacht, und/oder ohne Beisein meines Kindes, da er bisher meist freudig in den Kindergarten geht und sich dort wohlfühlt und es seine erste gespielte Krankheit war (und hoffentlich auch bleibt).

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