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    kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Liebe Community, ich würde ganz gerne etwas zur Diskussion stellen. Vorab, ich bin nicht fremdenfeindlich und hoffe, es driftet auch nicht in diese Richtung.
    Meine Enkelin, im April 3 geworden, hat einen Kindergartenplatz in der Kaiserstadt ergattert. Er war nur wegen Wegzug einer Familie zu bekommen. Heute war ihr 1. Tag und es hat ihr (gottseidank) super gefallen, meine Tochter konnte sie nur mit dem Versprechen, dass sie wiederkommen darf, nach Kindergartenschluss wieder mitnehmen.
    Meine Frage natürlich: wie war es? Kommt sie mit den anderen Kindern klar und so weiter, halt die üblichen Fragen einer Oma.
    Die Antwort: war soweit ganz gut, sie ist gerne dort, sie ist allerdings das einzige deutsche Kind. Es gibt 16 Schwarzafrikaner, 2 Asiaten und 2 Türkinnen.
    Meine Enkelin hat, trotzdem ihre Eltern sehr auf die Sprache achten, etwas Schwierigkeiten, dass man sie deutlich versteht. Meine Hoffnung, der Kindergarten würde ihr zusätzlich helfen, ist heute erloschen. Klar es gibt Logopäden usw. und es ist aus sozialer Sicht bestimmt kein Nachteil, sich schon früh mit anderen Kulturkreisen zu beschäftigen, aber wie würdet ihr das sehen, wenn es euer Kind wäre?

  2. Moderation

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Ich fände es toll, im Idealfall lernt sie gleich noch Englisch und Französisch mit.
    Nie wieder lernt man eine fremde Sprache so leicht, wie als Kind.
    Geändert von Promethea71 (02.07.2016 um 08:46 Uhr) Grund: Tippfehler beseitigt
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. gesperrt

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Das ist extrem... und nicht das, was man sich wünschen würde.

    Alle anderen Kinder mit Migrationshintergrund .... ist nicht das was man erwarten würde oder normal finden sollte.

    Ich schätze nicht, dass man sein Kind in den Kindergarten schickt, damit es anderen Kindern nun irgendeine Sprache beibringt ... und halte es für sehr idealistisch gedacht, dass da hier nun konkret Englisch und Französische Kenntnisse vermittelt werden.

    Ich pers. hätte den Gedanken, dass das was üblicherweise über den Kindergarten hinaus stattfindet an Freundschaften und sozialen Kontakten, dort nur eingeschränkt möglich sind.

    z.b mein Kind nun weniger oft eingeladen wird und vieles weniger selbstverständlich stattfinden kann und wird .. wie Kindergeburtstage oder Schwimmkurse, St. Martinsfeste u.ä.



    Kontakt mit anderen Kulturen .. ja ganz wunderbar ... aber der eigene Kulturkreis ist auch wichtig und da sehe ich schon ein Problem, wenn ausgerechnet die kleine Enkelin nun das einzige "andere Kind" ist.

    Integrationsproblem!



    Da entsteht schon ein falscher Eindruck von unserer Gesellschaft und das ist nicht mehr Abbild der hier normalerweise üblichen Realität und einer gesunden Struktur ... auch in Berlin!

    Denn im dt. Kindergarten gibt es sonst sehr wohl üblicherweise andere dt. Kinder ohne Migrationshintegrund ... bzw. eben auch aus Europa.. aus Ländern der EU!



    Wenn schon Multikulti...
    dann fehlen hier ganz konkret aber schon auch Kinder aus Italien, Frankreich oder Spanien ... Schweden, Norwegen Finnland... kleine Österreicher oder Schweizer... Schotten, Iren ... Isländer.




    Aber so wie im Eingangspost geschildert, ist die Kindergruppe doch recht einseitig dominiert!



    Mir wäre das zu einseitig ... und ich schätze, viele anderen Eltern geht es damit wohl ähnlich ... die haben Alternativen gefunden und ihre Kinder woanders angemeldet .. sich gezielt andere Kindergartenplätze gesucht ...


    Scheint in Berlin üblicher zu sein... und wohl auch in der Schullandschaft..


    Eltern sehen sich mit solchen Problemen konfrontiert und wenden sich ab und organisieren etwas anderes für ihr Kind... wollen weniger urbanes Ghetto, weniger Subkultur.


    Also, "toll" und "wollen wir so für uns Kind, denn das empfinden wir als Bereicherung und anregend für unser Leben" ist ganz bestimmt nicht das, was den meisten Eltern dazu spontan einfällt ...
    Das kann man am 1. Tag bestimmt auch nicht beurteilen und sofort richtig einordnen bzw. sich nicht unbedingt sagen "diese Kita ist ideal, für mein Kind und alle kein Problem im Alltag."
    Leider nein!

    Könnte zwar schon auch sehr nett werden ... nur Omas Sorgen sind eben auch berechtigt und nicht ohne Hintergrund vorhanden!


    Versuch macht klug .. ausprobieren.. man merkt es doch recht schnell, ob ein Kind glücklich und zufrieden im Kindergarten ist und sich dort gut aufgehoben fühlt.. man bekommt es mit, wenn es nette Freunde findet und wie die Kinder miteinander umgehen.

    Eingewöhnungsphase abwarten und genau hinkucken wie sich das Thema Kindergarten für das Enkelkind nun entwickelt.


    Also, den Testballon würde ich schon starten und nicht sofort platzen lassen ..

    denn vielleicht sind die Erzieher ja super und haben das alles toll im Griff und die Gruppe funktioniert ... und die beste Freundin wartet schon auf stundelange schöne Spiele.

    Vielleicht fördern sie ja gerade dort die Sprachkompetenzen des einzelnen Kindes ganz besonders gut und haben Routine und mehr Erfahrung und legen eben besonderen Wert auf gutes Deutsch und viel Vorlesen oder Singen im Kindergartenalltag ???



    Endlos bleiben, so man dort schlechte Erfahrungen macht, muss man ja nun nicht.

    Denn Kinder wechseln Kindergärten .. das kommt vor!
    Geändert von Lonamisa (02.07.2016 um 17:19 Uhr)

  4. gesperrt

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Zitat Zitat von ratloseOma Beitrag anzeigen
    Heute war ihr 1. Tag und es hat ihr (gottseidank) super gefallen, meine Tochter konnte sie nur mit dem Versprechen, dass sie wiederkommen darf, nach Kindergartenschluss wieder mitnehmen.
    Super! :-)
    Dem Kind gefällt es, das ist das Wichtigste.

    Meine Enkelin hat, trotzdem ihre Eltern sehr auf die Sprache achten, etwas Schwierigkeiten, dass man sie deutlich versteht. Meine Hoffnung, der Kindergarten würde ihr zusätzlich helfen, ist heute erloschen.
    Sie ist drei! in dem Alter darf man ohne weiteres noch undeutlich sprechen.

    Kann es sein, dass sie andere Ausdrucksmöglichkeiten hat? Ich kenn auch eine undeutlich sprechende Dreijährige, aber die zeichnet lieber als sie spricht. Und ist im Zeichnen deutlich kompetenter als gleichaltrige Kinder.

    Klar es gibt Logopäden usw. und es ist aus sozialer Sicht bestimmt kein Nachteil, sich schon früh mit anderen Kulturkreisen zu beschäftigen, aber wie würdet ihr das sehen, wenn es euer Kind wäre?
    Kind ist glücklich und geht gern, zumindest nach dem ersten Tag, alles paletti.

    gruss, barbara

  5. gesperrt

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Liebe Lonamisa

    ich kann Dich nur im Extremfall lesen. Du bist mir zu verschwurbelt!!!

    Vlt. platzt der Knoten, wenn Du das Wort Integration durch Identität ersetzt. Einen Versuch ist es wert.

  6. VIP

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Woher weiß deine Tochter, dass die anderen Kinder keine deutschen Kinder sind? In der Klasse meines Sohnes sind nur deutsche Kinder - die Eltern oder Großeltern kommen zusammen aus 10 Nationen.

    Ich kenne die Nationen, weil ich die Eltern seit vier Jahren kenne. Frisch im Kindergarten wusste ich ehrlich gesagt nicht, zu welchen Nationen die Kinder gehören. Obwohl bunt gemischt mit multikulti und sozialer Brennpunkt.
    Meinen Kindern ging es gut dort und vielen anderen Kindern auch. Das ist das wichtigste.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Dass das in der Zusammensetzung überhaupt möglich ist, macht mich fassungslos. Das ist ja eher nicht förderlich für eine Integration, wenn dort nur andere Nationen vertreten sind und Dein Enkel quasi das deutsche Alibikind geben muss. Kommen noch (mehrere) deutsche Kinder in die Gruppe? Oder bleibt die Zusammensetzung so? Im letzteren Fall würde ich mein Kind dort abmelden und mir was anderes suchen.

  8. VIP

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Wieso wird aufgrund der möglichen Natonalitäten auf die Sprachfähigkeit geschlossen? Nur weil Kinder türkischer oder schwarzafrikanischer Herkunft sind heißt das ja nicht, dass sie schlecht oder gar nicht deutsch sprechen.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  9. Moderation

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    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Ich schließe mich Xanidae an.

    Woher weiß deine dreijährige Enkelin nach dem ersten Tag, woher alle anderen Kinder, ethnisch gesehen, stammen? Da hat sie aber einen für Alter und Situation höchst ungewöhnlichen Überblick (und konnte ihn auch noch präzise ausdrücken, trotz undeutlicher Sprache)

    Und woher weißt du, dass sie allesamt die deutsche Sprache nicht beherrschen?


    Ich war, als Kind mit Migrationshintergrund, locker unter den sprachlich am besten entwickelten Kindern in meiner Kitagruppe, und mein jüngstes Kind sprach nach der Einwanderung in ein anderes Land nach kurzer Zeit fehler- und akzentfrei die Landessprache.


    Im Kindergarten meiner Kinder noch in Deutschland waren mehrere Kinder mit Migrationshintergrund, von denen die allermeisten gut deutsch sprachen, lediglich ein Kind erhielt Sprachförderung.


    Wenn bei deiner Enkelin tatsächlich die Sprache deutlich undeutlich bleibt, sollten die Eltern das mit dem Kinderarzt und den Pädagogen ansprechen.

  10. User Info Menu

    AW: kein weiteres deutsches Kind im Kindergarten

    Puuuuh ... Das klingt schwierig. Dass die Zusammensetzung so ist, wie sie ist, wird wohl eher nicht das Kind geäußert haben - sondern vermutlich die Erzieherin gesagt haben. Ich halte das daher für glaubwürdig.

    Für mich persönlich wäre weniger die Frage nach den Nationalitäten wichtig, als eher die nach den vertretenen sozialen Schichten. Meine Tochter hat im Kindergarten auch Multikulti aus allen Kontinenten - das liegt aber an den internationalen Konzernen in der Umgebung. Das ist für mich selbstverständlich kein Problem.

    Das, was ich von einer befreundeten Lehrerin, die an einer Schule in einem sozialen Brennpunkt unterrichtet, erzählt, wäre für mich aber sehr wohl eines. Unabhängig von den Nationalitäten. Dort würde ich meine Tochter nicht haben wollen. Hartz4 muss man m.E. nicht als gängiges Lebensmodell erfahren, sondern möglichst als Notlösung.

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