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    Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Hallo,

    Mein Sohn ist in der 5. Klasse auf dem Gymnasium und kommt mehr schlecht als recht klar. Er hatte von der Grundschule keine Empfehlung dafür bekommen.
    Er fühlt sich dort wohl, kommt gut mit seinen Mitschülern klar und auch auf uns macht die Schule einen sehr guten Eindruck.
    Sein Halbjahres-Zeugnis bestand aus zwei 4en in Deutsch und Englisch, zwei 2en in Kunst und Sport, der Rest 3en.
    Ich versuche ihm so gut es geht zu helfen, aber alles kann ich keinen Einfluss haben.
    Heute brachte er eine 4- in Deutsch mit, ein Aufsatz.
    Wie kann man Aufsatz üben?
    Er hat auch noch etwas Probleme alles zu organisieren (vergisst etwas aufzuschreiben oder mitzunehmen).
    Wie kann ich ihn unterstützen?
    Ständig üben halte ich für keine gute Idee, er ist sowieso 3mal die Woche erst um 16 Uhr zuhause und 2mal um 14 Uhr.

    Ich mache mir auch Sorgen, dass die Messlatte für ihn zu hoch ist und er irgendwann über schlechte Noten frustriert ist.
    Ist Nachhilfe eine Möglichkeit?

    Danke für eure Tipps und Erfahrungen!

    LG

  2. Inaktiver User

    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Er hatte von der Grundschule keine Empfehlung dafür bekommen.
    Und weshalb habt ihr ihn dann trotzdem dorthin geschickt? Weil ihr die schulischen Leistungen besser einschätzen zu können glaubtet als die Schule?
    Seine bisherigen Noten zeigen ja, dass sie Schule nicht ganz so falsch lag mit ihrer Einschätzung.

    Ich versuche ihm so gut es geht zu helfen, aber alles kann ich keinen Einfluss haben.
    Nein - die Idee ist ja, das die Kinder das Gymnasium schaffen. Und nicht deren Eltern.
    Deutsch, Englisch etc., damit kann man ihnen anfangs noch helfen. Aber was ist mit Mathe, Physik etc. gegen Ende der Gymnasialzeit? Kriegt man das als Eltern auch immer noch hin? In der Regel nicht - das müssen die Kinder alleine fertigbringen und das ist auch die Idee des Gymnasiumbesuchs der Kinder.

  3. Inaktiver User

    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    dass kinder im gymnasium im ein oder anderen fach in ihrer laufbahn mal nachhilfe brauchen kommt vor.
    aber euer sohn ist erst in der 5. klasse! wenn da in mehreren hauptfächern die noten schon so sind, dass nachhilfe nötig wird, würde ich persönlich einen wechsel in die realschule erwägen.

    und ich schließe mich horus frage an: warum habt ihr ihn aufs gymnasium geschickt, obwohl ihr von der grundschule keine empfehlung hattet?

  4. VIP

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    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Die Noten finde ich jetzt nicht so dramatisch - für ein Kind, das keine gymnasial Empfehlung hatte.

    Viel schwieriger ist das "nicht organisieren können", dass er dies auch nicht so gut kann, ist hinderlich für die Wissensleistung. Hier fließt z. B. Heftführung (vollständig und ordentlich) in die Gesamtnote mit ein. Wenn er nicht alles in ein Heft aufschreibt, dann hat er nicht alle Infos, um sich auf eine Arbeit vorzubereiten.
    D. h. er braucht noch Unterstützung um sich selbst zu organisieren - von euch Eltern.

    Nachhilfe kann eine Lösung sein, jedoch frage ich mich, wann die stattfinden soll, wenn ich lese er kommt dreimal um 16 Uhr und zweimal um 14 Uhr nach Hause.
    ... und eigentlich ist tägliches Üben schon von Vorteil, z. B. bei Vokabeln und dem 1x1.

    Meine Söhne schreiben fast wöchentlich eine Arbeit oder einen Test, auf den sie sich vorbereiten müssen. Wer eine 4 schreibt, hat sich nicht richtig vorbereitet oder das Thema nicht verstanden. Dann muss man daran arbeiten (Vorbereitung oder Verständnis). Das kann dann bedeuten, dass täglich 20 Minuten Mathe geübt werden, bis das schriftliche Multiplizieren ohne Fehler gekonnt wird.
    Vokabeln und Lesen gehören bei meinen Kindern zu den täglichen Aufgaben, neben den normalen Hausaufgaben.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  5. gesperrt

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    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Ich finde das nicht so schlecht. Achtet drauf, dass er seine Vokabeln lernt, verpasst ihm evtl. noch ein paar zusätzliche Grammatik-Übungen. Und ansonsten solltet ihr ihm klarmachen, dass er zusehen soll, 5er zu vermeiden. Herabstufen geht immer, wieder rauf ist schwieriger.

    Lobt ihn für seinen Anstrengungen, seinen Fleiß. Nicht für Talent oder Glück. Mathe/Physik sehe ich jetzt nicht so als großes Problem, solange er seine 3er hält.

    Und selbst wenn er mal eine Klasse wiederholen muss - dann ist er immer noch zeitgleich mit der Mittelstufe fertig, wie die auf der Realschule. Nach meiner Erfahrung haben Gymnasiasten nach Abschluss der Mittelstufe immer etwas mehr drauf, als die Besseren der Realschule.

    Sieht einfach zu, dass er bis dahin möglichst immer mit dem Hintern über die Latte kommt. Danach könnt ihr weitersehen. Oberstufe oder Ausbildung? Aber die Frage hast du bei einem Realschüler dann auch.

    Solange sich das Kind in der Klasse wohl fühlt und versetzt wird, sehe ich keinen Grund für einen Schulwechsel. Wichtig ist, dass er in Fächern, bei denen der Stoff aufeinander aufbaut, am Ball bleibt. Also momentan vor allem in Mathe und Englisch. In Fächern, in denen immer wieder neue Themen behandelt werden, ist eine Lücke nicht so wild. Wer das alte Ägypten verpennt hat, kann im Mittelalter immer noch glänzen. Also Mut zur Lücke in solchen Fächern. Außerdem sollte er nicht unbedingt Latein als 2. Fremdsprache wählen. Das nutzt auf der Realschule gar nichts. Er sollte Französisch wählen.

    Es ist auch normal, dass das Notenniveau in der 5. Klasse absinkt. Also keine Panik, wartet erst mal ab. Es ist doch erst ein halbes Jahr!

    Es gibt Kinder, die immer nur soviel tun, dass es reicht. Egal wo. Sie wollen bleiben, wo sie sind und keinen Stress. Es kann gut sein, dass er dazugehört. Besser schlecht auf dem Gym als schlecht in der Hauptschule. ^^

  6. gesperrt

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    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Halt. Ausreichend ist eine durchschnittliche Note für Deutsch am Gymnasium. Klar wäre eine Drei schöner, aber eine Vier ist normal.

    Was er für eine bessere Note tun kann: Lesen und regelmäßig schreiben.
    Wenn der Lehrer nett ist, korrigiert er sicherlich auch einen zweiten Übungsaufsatz. Ihr könnt den Sohn mit kleinen Diktaten unterstützen, mit Buchausleihe oder Buchkäufen und vor allem gutem Deutsch, wenn ihr euch am Tisch unterhaltet. Euer Sohn kann die Einkaufslisten schreiben, Einladungen verfassen, Dankesschreiben üben und auch mal seine Gedanken in einem Tagebuch festhalten. Bitte eher spielerisch anlegen, damit für ihn das richtige Schreiben und verschiedene Ausdrucksweisen wichtig werden.

    Ansonsten soll er sich rege am Unterricht beteiligen und sich alle Hausaugaben notieren.
    Wenn er euch abends nach seinem Lernen die wichtigsten Inhalte der Stunden wiedergeben kann, ist er auf dem richtigen Weg.
    Er muss sich für seinen Schulerfolg verantwortlich fühlen. Also lob ihn, dass er die Schule bisher so gut macht. So etwas spornt an.

  7. Moderation

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    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Zitat Zitat von anitteb71 Beitrag anzeigen
    Heute brachte er eine 4- in Deutsch mit, ein Aufsatz.
    Wie kann man Aufsatz üben?
    Verständnis für die Aufgabenstellung klären, sich mit den schultypischen Genres und ihren Anforderungen vertraut machen. Viele Texte ähnlichen Genres und Länge lesen und darüber reden, was man gut fand uns was nicht so. Mit dem gelesenen arbeiten, indem man ähnliche Geschichten erzählt. Den mechanischen Vorgang des Schreibens üben, damit nicht technische Probleme zu Blockaden führen. Aufmerksamkeit für Hochsprache, für ganze Sätze und grammatikalisch richtige Konstruktionen entwickeln.

    Organisation: Jeden Tag draufgucken, Rückmeldung geben. Loben, wenn er organisatorisch etwas richtig macht. Erwartungen an ihn haben, daß er es richtig macht, aber nicht so hoch schrauben, daß er daran versagt. Kann er normal gut sehen und hören?

    In der 5. kann noch so viel passieren und sich so viel ändern, da kann man nicht ein Marschrichtung festsetzen und dabei bleiben. Wenn ich mir die Noten ansehe, da ist auch noch alles offen. Die Frage ist immer, wie geht's ihm damit, läuft alles so leidlich und ist schon irgendwie "im Griff", oder macht er sich kaput und seine Fähigkeit, zu lernen und sich altersangemessen selbst zu organisieren, leidet.

    Ihr könnt mit ihm üben, aber ihr müßt ihm mMn vor allem die Metafähigkeiten (zu merken, was erwartet wird und darauf zu reagieren, Aufgaben verstehen, seinen Kram in Ordnung halten, zuhnehmend eigenständig arbeiten, an morgen denken) mitgeben.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  8. Inaktiver User

    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Das hier:
    Zitat Zitat von anitteb71 Beitrag anzeigen
    Mein Sohn ist in der 5. Klasse auf dem Gymnasium und kommt mehr schlecht als recht klar.
    finde ich etwas seltsam im Lichte dessen, was Du dann schreibst.

    Zitat Zitat von anitteb71 Beitrag anzeigen
    Er hatte von der Grundschule keine Empfehlung dafür bekommen.
    Er fühlt sich dort wohl, kommt gut mit seinen Mitschülern klar und auch auf uns macht die Schule einen sehr guten Eindruck.
    Sein Halbjahres-Zeugnis bestand aus zwei 4en in Deutsch und Englisch, zwei 2en in Kunst und Sport, der Rest 3en.
    Das Zeugnis finde ich jetzt nicht so schlecht so ohne Gymasialempfehlung. Gut, die 4en dürfen nicht auf 5 abrutschen, das kann ich jetzt schlecht einschätzen.

    Ich sah kürzlich Notenspiegel aus einer 5. Klasse Gymnasium, da waren auch nur 7-8 Kinder mit Note 1 und 2, der Rest der Klasse mit 30 Kindern tummelte sich bei 3, und dann eben 4 und einzelne 5en. Da ist doch 3 jetzt nicht so eine schlechte Note.

    Zur Frage: wie übt man Aufsatz: soweit ich weiß, schreiben die in der Klassenstufe Aufsätze zu vorgegebenen Themen, z. B. Tierbeschreibung, Märchen etc. Schaut Euch die Hausaufgaben an, und versucht mal in Ruhe rauszufinden, was in so einem Aufsatz drinstehen muss. Dann mal ohne Zeitdruck in Ruhe zu Hause einen schreiben. Das wäre jetzt meine Idee dazu.

    Den Vorschlag von ebayfan, als 2. Fremdsprache auf jeden Fall Französisch zu wählen, sehe ich kritischer. Falls es das Kind mit Sprachen nicht so hat (und die Noten deuten es ja ein wenig an), dann sehe ich in Latein durchaus eine Option, das ist analytischer und schult auch die Fähigkeiten in Deutsch. Wenn er runter auf die Realschule muss, kann er ja die 2. Fremdsprache auch sausen lassen. Wenn er dann auf anderen Wegen doch noch Abi macht, kann er die immer noch nachholen.

  9. User Info Menu

    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    In der fünften Klasse ist ein Abrutschen der Noten aus der Grundschule um bis zu zwei Notenstufen normal- wenn er vorher in Deutsch und Englisch- so Englisch bereits benotet wurde, war in der Grundschulzeit meiner Töchter nicht der Fall - eine Drei hatte, ist es doch völlig in Ordnung?

    Ich sehe die Noten jetzt auch nicht so kritisch und würde auf keinen FAll in hektisches "für alles Mögliche üben" verfallen. Vokabeln müssen regelmäßig gelernt werden, täglich am besten, in den "Hakel-Fächern", also die, die ihm nicht so liegen, muß man genauer hinschauen und evtl. zusätzlich lernen- aber ansonsten würde ich abwarten.

    Das ist nicht mehr Grundschule, wo man manchmal das GEfühl hat, die Notenskala geht inoffiziell nur von 1 bis 3, alles war darunter liegt ist indiskutabel
    Wie seine Zeugnisse heute aussehen ist relativ schnurz, es kommt - auf dem Gym auch das nur bedingt- auf das Zeugnis von Klasse 10 ( bei G8 Klasse 9) an, falls er doch kein Abitur machen will.

    Also- erstmal Ruhe bewahren und sich damit abfinden, dass die Zeit der vielen 1er und 2er vorbei ist

    Und - ich würde auch sagen, Finger weg von Französisch. Wenn Deutsch und Englisch schon nicht so seins sind, würde ich von Französisch die Finger lassen. Sollte er auf die Realschule wechseln, muß er gar keine zweite Fremdsprache machen, um doch noch das Abitur machen zu können- das kann in der Oberstufe nachgeholt werden.

  10. Inaktiver User

    AW: Sohn (10) fit fürs Gymnasium?

    Zitat Zitat von chryseis Beitrag anzeigen
    Was er für eine bessere Note tun kann: Lesen und regelmäßig schreiben.
    So habe ich es gelernt. Auch Deutsch und Rechtschreibung wurden gut. Meine Aufsätze waren zu Beginn miserabel, aber als ich anfing Bücher zu lesen, die besten der ganzen Klasse. War bei meinem Bruder ebenso.

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