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  1. User Info Menu

    Frage Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Hallo ihr Lieben,

    ich lese schon eine ganze Weile in den Forum mit und wollte mich eigentlich erst nächstes Jahr hier anmelden, um dann hoffentlich hier in einen der Babystränge schreiben zu können. Nun brennt mir aber was unter den Fingernägeln und ich hätte gerne Rat.

    Zu meiner Situation: Ich bin Stiefmama eines fast 6 Jährigen Bubes. Seine Eltern sind seit fast 2 Jahren getrennt. Das Verhältnis zwischen beiden ist eher schlecht. Die Trennung erfolgte nicht einvernehmlich und das wird meinem Freund immer noch sehr übel genommen und so wird es wahrscheinlich auch immer bleiben. Zu dem Kleinen hab ich ein gutes Verhältnis. Wir respektieren uns und er mag mich. Er lässt sich von den Hetzerein seiner Mutter und deren Mutter bisher nicht sichtbar beeinflussen. Ich lasse Papa und Sohn viel Freiraum und mische mich auch nicht viel ein. Also verhalte mich meiner Meinung nach wirklich angemessen.

    Er ist ein fröhliches,lustiges und freches Kind. Erlebnisorientiert und in der Regel höflich. Nun haben wir aber eine Sache die regelmäßig zu extremen Unstimmigkeiten führt.
    Der Kleene neigt zu sehr intensivem Bocken. Bockig sein ist natürlich normal und sehe ich auch nicht eng, aber heute zum Beispiel fand ich es einfach nur extrem. Er hat wahnsinnige Probleme aus diesen Bockphasen rauszukommen. Er macht komplett dich. Er verbrachte den ganzen heutigen Tag damit in seinem Zimmer alleine zu spielen und jede Ansprache von uns wurde ignoriert. Ich fasse einfach mal den heutigen Tag zusammen.

    Es fing damit an, dass der Kleene meinen Freund aufforderte sein Frühstücksei zu pellen. Mein Freund weigerte sich, weil er das erstens selber kann und allein die Aufforderung ansich einfach frech fand. Daraufhin began der Bockmarathon. Der Kleene redete kein Wort mehr und ignorierte komplett die an ihn gerichteten Worte. Dann wollte er sich unbedingt, noch am frühstücken, sich die Milch selber eingießen. Die verschüttete er, was mein Freund sofort mit dem Zewawischtuch wegmachte. Das fand der Kleene auch doof, weil das nämlich sein Tuch war. Mein Freund schimpfte ihn daraufhin, dass er diese Allüren lassen soll und sich mal wieder einkriegen soll. Das Verhalten verschlimmerte sich. Nach dem Frühstück verbrachte er bis Mittag (12 Uhr) in seinem Zimmer und kam auch nicht heraus. Irgendwan ging dann mein Freund hinein und löste die Situation auf die spaßige Tour.

    Ich hab das mit halben Ohr mitbekommen und war, ehrlich, etwas angesäuert weil ich erwartet hatte, dass er ihm nochmal klar macht, dass so einfach nicht geht. Ihc fand die nette Tour einfach unangemessen. Irgendwie erwarte ich, dass er doch mal über seinen Schatten springen kann und seinen Stolz runterschluckt. Wir leben es zumindest so vor und dachten eigentlich, dass ihm das die Hemmung nimmt.

    Dann kam der nächste Vorfall. Ich sagte meinem Freund, dass ich das nicht so toll finde. Vorallem weil der Kleene mir noch nicht mal Guten Morgen gesagt hat und mich keines Blickes würdigte. Das teilte ich nur Infohalber mit und um meinen Ärger zu erklären. Aber mein Freund marschierte los und fragte den Kleinen, ob er mir Guten Morgen gesagt hat. Er behauptete natürlich erst ja, gab dann aber schnell zu, dass es nicht der Fall war. Jetzt verlangte mein Freund natürlich, dass er dies sofort nachholen solle. Das machte er natürlich nicht. Habe ich auch nicht erwartet und fand ich jetzt auch nicht weiter schlimm. Aber natürlich stand der Haussegen gleich wieder schief. Mein Freund schimpfte mit ihm und sagte, dass er dann auch nicht mit ihm spielen wolle. Daraufhin ging der Kleine wieder in sein Zimmer und beschäftigte sich selbst. 1 Stunde später gingen wir zu den Schwiegerelten zum Adventsessen. Mein Schwager mit Hund war da. Die ganze Stimmung war schon zu dem Zeitpunkt gedrückt. Der Kleene hat kaum gesprochen und tat so, als wäre ihm alles egal. Dann ging er zu meinen Freund und fragte ihn ob er mit den Hund des Schwagers spielen kann. Daraufhin meinte er zu ihm, dass er das seinen Onkel fragen müsse. Das wollte der Kleene wiederum nicht tun. Ihr ahnt es sicher, er wurde wieder bockig und tat das zusätzlich damit kund, dass er meinem Freund die Finger umdrehte und ihm damit auch wehtat. Der war verständlicher Weise sehr verärgert und fordete ihn auf sich auf seinen Platz zu setzen. Der Kleene krümmelte sich dann auf seinen Stuhl, Po nach oben und Gesicht nach unten, und verblieb dort die nächsten 60 Minuten.

    Ich muss echt sagen, meinem Freund und mich, hat das heute alles ziemlich verärgert. Es war null Einsehen vorhanden. Keine Entschuldigten. Kein Nachgeben. Der Stolz siegte jedesmal und wir machen uns schon etwas Sorgen... Die Stimmung war bis eben, gerade bringt mein Freund den Kleenen heim, angespannt. Nicht dass der Kleene irgendwie wütend ist oder so. Aber er wirkt aufgesetzt fröhlich. Mein Freund ist einfach nur enttäuscht und wir sind beide etwas ratlos...

    Ich würde einfach nur gerne von euch wisssen, wie soll man sich am besten verhalten? Sobald man ihm etwas verbietet und ihn auffordert selbst etwas zu fragen,kommt so ein Verhalten. Das ist nicht immer so extrem, wie heute, aber doch ab und an. In der Regel haben wir es bisher so gehandhabt, dass wir gewartet haben, bis er mit bocken fertig ist. Nur kann das sehr sehr lange dauern und einem den ganzen Tag vernebeln. Eine Entschuldigung kann man in dem Alter doch langsam mal erwarten oder? Wir verstehen einfach nicht wo das Problem ist. Was daran so schlimm ist. Ich emfpinde ihn als sehr stolzes Kind. Er will immer haben und haben, traut sich aber nicht, andere Personen darum zu bitten. Sei es der Onkel oder das befreundete Nachbarskind. Er möchte , dass wir das für ihn erledigen und tun wir das nicht, verhält er sich so. Ihr glaubt gar nicht, wie oft wir schon Aktivitäten absagen mussten, weil der Kleene nicht bereit war eine Jacke anzuziehen. Oder das er super gerne mit dem Nachbarskind spielt sich aber nicht traut mal rüber zu gehen und zu fragen. Er will, dass wir das das tun.

    Ganz ehrlich, erwarten wir zuviel? Sind diese Erwartungen nicht altersgemäß? Ist dieses Bockverhalten und dieser Stolz altergemäß?

    Ich freue mich auf eure Ratschläge und Kritik.

    Viele Grüße
    Die Potters.

  2. User Info Menu

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Zitat Zitat von FrauPotter Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich, erwarten wir zuviel? Sind diese Erwartungen nicht altersgemäß? Ist dieses Bockverhalten und dieser Stolz altergemäß?
    Ich habe auch einen Sechsjährigen und ich erkenne da vieles wieder. Was "altersgerecht" ist, weiß ich auch oft nicht, denn ich kann ja leider bei anderen Eltern nicht Mäuschen spielen.

    Ich habe mich vor einer Weile mal mit "Gewaltfreier Kommunikation" beschäftigt und versuche, das bei meinem Sohn anzuwenden. Man braucht schon viel Frustrationstoleranz, aber ziemlich oft kamen dann auch plötzlich Problemschilderungen aus meinem Sohn raus ("rausgesprudelt" will ich es nicht nennen, eher "nach Stunden plötzlich preisgegeben"), auf die ich im Leben nicht gekommen wäre.

    Wenn er sich nicht traut, das Nachbarskind zu fragen, könnt ihr dann nicht einfach mitgehen und mit ihm das Fragen üben? Oder gebt ihr ihm da schon Hilfestellung?

    Bei der Sache mit dem Hund hätte doch auch dein Freund schnell fragen können, oder? Irgendwie verstehe ich da nicht so richtig, warum er sich geweigert hat, das zu tun?

  3. Inaktiver User

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Wenn ein 6-jähriger euch um Hilfe bittet, weil er sich nicht traut einen Erwachsenen oder das Nachbarkind anzusprechen, empfinde ich das nicht als Bockigkeit, sondern eben als Bitte um Hilfe. Ihm fällt es schwer (und nebenbei ist das nicht ungewöhnlich; ich wäre eher besorgt, wenn ein Kind auf alle "Fremden" zustürmen würde) und er bitte euch um Hilfe. Statt das ihr das erkennt, unterstellt ihr ihm Bockigkeit und Stolz.

    Das Verhalten bei deinem Schwager spricht doch Bände. Ihr habt ihn im Regen stehen lassen aus der Sicht des Kindes. Man kann ihm doch sagen "Frag den den X" und wenn er sich ersichtlich nicht traut, muss man ihm helfen: "Sollen wir den X mal zusammenfragen?". Kinder kommunizieren z.B. in solchen Stresssituationen vielmehr nonverbal als verbal. Ein Nicken oder ähnliches muss einem Erwachsenen dann durchaus genügen.

    Irgendwie habt ihr einen schiefen Blick auf das Kind. Ihr seht vieles zu sehr aus Erwachsenensicht.

    Meine Äußerungen kommen bestimmt etwas harsch herüber, sind aber nicht böse gemeint. Ich habe nur gerade keine Zeit für ausführlichere Äußerungen. Vielleicht gibt es hier noch jemanden, der dir Literaturtipps geben kann? Oder kannst du dich an für dich anstrengende Situationen aus Kindertagen erinnern, um dich besser in ihn hineinversetzen zu können?

    LG Frischling

  4. Inaktiver User

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Was ich bei Dir lese ist, dass Du den Jungen gerne verstehen würdest?
    Dass Du ihn gerne erreichen würdest?
    Dass Du gerne von ihm akzeptiert und gesehen werden möchtest?

    Ich habe den Eindruck, dass hier die Ebenen nicht wirklich eingenommen werden.
    Wer ist hier das Kind und wer der Erwachsene?
    Was kann ich einem Kind mit 6 !! Jahren zumuten und was nicht?
    Was hat das Kind an Er-leben schon gehabt und ist möglicherweise mit mancher Lebenssituation schon absolut überfordert gewesen?

    Dieses Kind ist 6 SECHS Jahre alt!
    Was ist denn das für eine Zeitspanne um WAS zu lernen im Leben??
    Sorry- ich finde, dass da eine unglaubliche Empathie FÜR diesen Jungen fehlt

    Bockig sein- ist nichts anderes als der Gipfel der Hilflosigkeit.
    Der kleine Kerl weiß sich nicht mehr anders zu helfen als so zu reagieren.
    und er ist 6 SECHS Jahre alt-- WAS soll er denn bitteschön für Strategien fahren und durchführen können?? - das bringen doch viele Erwachsene nicht hin!

    Richtig wäre-- diesen Jungen abholen, wo er ist und ihm Wege aufzeigen, wie man das Leben und seine Wünsche anders umsetzen kann.
    Nicht noch selbst beleidigt sein, weil er nicht grüßt........mannomann- ich frag mich echt, wer hier das Kind ist-- oder ob es bei all dem auch einen Erwachsenen gibt!

    Ganz im Ernst- ihr verlangt viel zuviel von dem kleinen Kerl und ich kann Dir versprechen- wäre das Dein Sohn, würdest Du es zu 100% anders sehen!
    Solche komplett verquerten Wahrnehmungen ( und auch Unterstellungen) geschehen ganz schnell da, wo man selbst nicht mit tiefer Liebe verbunden ist.

    Was kannst Du tun?
    Lerne, dass DU der Erwachsene bist und es dem Kleinen echt schlecht geht.
    Sein Bockigsein ist keine Marotte um zu bestrafen oder um zu ärgern.........er würde 100mal lieber geliebt und sich gut fühlen!
    Lerne verstehen, wie schlimm es für ein Kind ist, nur diese Art von Verhalten zu können und helfe ihm lieber andere Wege zu gehen- durch vormachen und nciht durch predigen oder erwachsen-erklären.

    Wenn der keine Kerl dann noch sogar zwischen zerstrittenen Eltern steht.......hat er mit dem Ganzen dann wirklich mein tiefstes Beileid.
    Sorry- aber mich bringt so wenig Verständnis für die kleine Welt eines so jungen Menschen dann schon auch was auf die Palme.......leider sind die Menschen oft so, die selbst mit wenig Liebe und NAchsicht erzogen worden sind.......- dennoch muss ein Erwachsener in seine Rolle gehen.

    lg kenzia

  5. Inaktiver User

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Ich finde die Szene am Frühstückstisch jetzt nicht sooo dramatisch und Deinen Partner auch etwas zickig. Warum ist das dreist, wenn ein Kind sein Ei vom Papa gepellt haben möchte? Selbst wenn er das selbst kann, vielleicht möchte er einfach ein bisschen betüddelt werden.

  6. Inaktiver User

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    und war, ehrlich, etwas angesäuert weil ich erwartet hatte, dass er ihm nochmal klar macht, dass so einfach nicht geht. Ich fand die nette Tour einfach unangemessen. Irgendwie erwarte ich, dass er doch mal über seinen Schatten springen kann und seinen Stolz runterschluckt.
    Ich finde die "nette Tour" eigentlich ganz gut. Der Klügere gibt nach: Das heisst für mich, der Erwachsene sollte auf das Kind, das sich offensichtlich gerade festgefahren hat, zugehen und versuchen den Konflikt ohne Drama beizulegen. Wenn es wirklich was zu besprechen gibt: besprechen. Wenn es nur ein verbaler Ausrutscher war, kann man den auch mal großmütig übergehen. Der Knatsch mit dem Ei und dem Lappen ist es doch nicht wert einen ganzen Tag zu versauen.

    Und das nachfragen wegen Hund oder Spielkameraden... Ich finde das nicht schlimm und habe das auch oft gemacht.

    Ich war ein eher unsicheres Kind und hab zeitweise lieber auf Kontakt verzichtet, als das Risiko einzugehen was falsch zu machen und ausgelacht, geschnitten oder verprügelt (wir sind mehrfach umgezogen und bei einem Schulwechsel liefs mal nicht so gut) zu werden. Meine Mutter hatte da nie Verständnis für. Sie kennt aus Ihrer Kindheit nur das Spielen in der Meute und sie selbst war eines der ältesten Kinder in der Siedlung und Anführerin der Bande.

    Ich werde auch heute noch lieber vorgestellt und übernehme dann mit ein paar Worten.

  7. User Info Menu

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Hallo

    Erstens würde ich gerne mal klarstellen, dass wir alles andere als verständnislos und unemphatisch sind. Und ich finde das echt ne Frechheit, so über uns zu urteilen. Gerade mein Freund macht viel über die diplomatische Art. Er ist immer dermaßen verständnisvoll und geduldig, dass ich mich echt frage ob ich das jemals so sein kann. Später bei unseren Kindern.

    Also ich wiederhole mich gerne nochmal. Gerade mein freund ist bisher immer auf ihn zugegangen und hat das Gespräch gesucht. Ich halte mich da in der Regel immer raus .

    Mag sein, dass mein freund etwas zickig reagiert hat. Ich würde mir auch nicht ht befehlen lassen, dass Ei zu pellen. Aber es hatte sich heute einfach auch gehäuft und ich hatte ja geschrieben, dass er uns nach der sache komplett ignoriert hat. Zugegebener Maßen war mein Freund dann auch gefrustet und hat nach einigen Versuchen ihn aus der Situation rauszuholen auch aufgegeben. Das ist vielleicht unreif und kindisch gewesen. Ich kann es aber verstehen. Er möchte dem Kleenen einfach nur ein schönes Wochenende machen und will nicht wegen so einer Sache ein Drama.

    Und ich bin auch nicht der Meinung einen 6 Jährigen betüdeln zu müssen. Er bekommt genug Liebe. Von allen Seiten. Aber Bitte und Danke sollten drin sein. Regeln und Grenzen haben auch für 6 jährige zu gelten, altersentsprechend natürlich.

    Das Abholen haben wir bisher immer gehandhabt. Heute War es halt mal zuviel des Guten. Ich wollte einfach nur wissen, ob wir den richtigen Weg einschlagen und was man erwarten darf. Es ist also nicht so , wie es manche hier darstellen.

    Tatsächlich ist es so, dass der kleine sehr selbstbewusst wirkt. Und es hat uns gewundert, dass er seinen Onkel nicht fragt. Der ist dauernd da und zu dem hat er ein sehr herzlichen Verhältnis. Da fehlte es uns wohl wirklich an Verständnis.

    Und mir fehlt es sicher auch an Mutterinstinkten und ich bin auch häufig unsicher. Meine eigene Kindheit hilft mir da nicht wirklich weiter und ist eher kontraproduktiv. Trotzdem halte ich mich für eine verständnisvolle und einfühlsame Stiefmutter. Auch wenn ich manche Sachen nicht so verstehe... Oder noch nicht.

    Danke an die, welche die nötige Empathie und Sensibilität aufgebracht haben.

    Gruß
    Die Potters

  8. VIP

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    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich finde die Szene am Frühstückstisch jetzt nicht sooo dramatisch und Deinen Partner auch etwas zickig. Warum ist das dreist, wenn ein Kind sein Ei vom Papa gepellt haben möchte? Selbst wenn er das selbst kann, vielleicht möchte er einfach ein bisschen betüddelt werden.
    Finde ich auch. Diesen Satz
    allein die Aufforderung ansich einfach frech fand.
    finde ich schlimm. Ich weiß nicht, was passieren muss, damit ein Vater so eine Aufforderung als frech zu finden, um dann von Allüren zu sprechen. Ein 6 jähriger, der was beim Einschenken verschüttet kann auch sein Malheur aufwischen. Ich halte es für selbstverständlich, dass 6 jährige sich selbst einschenken. Irgendwie scheint da einerseits ein erwachsenes Verhalten vom Kind erwartet zu werden (Ei selbst pellen) aber selbst einschenken und aufwischen darf er nicht.

    Zitat Zitat von FrauPotter Beitrag anzeigen

    Und ich bin auch nicht der Meinung einen 6 Jährigen betüdeln zu müssen. Er bekommt genug Liebe. Von allen Seiten. Aber Bitte und Danke sollten drin sein. Regeln und Grenzen haben auch für 6 jährige zu gelten, altersentsprechend natürlich.
    Doch manchmal muss auch ein 6jähriger betüddelt werden. Weil er es braucht. Mit 6 Jahren ist er in einer Entwicklungsphase, die von Außen große Schritte (Schule) von ihm verlangt. Da will man zuhause vielleicht auch einfach mal auf den Arm. Auch wenn man schon 6 Jahre alt ist.

    Dieses Kind hat noch eine andere Aufgabe - so wie alle Trennungskinder: sie müssen einen Verlust verarbeiten, die Eltern missachten sich, sie stecken in einem unbewältigbaren Loyalitätskonflikt.

    Und ob er genug Liebe bekommt, kann nur das Kind beantworten.

    Ja, ein Kind sollte Grenzen und Regeln kennen, befolgen, auszutesten und zu verweigern. Ich finde ein Kind darf sauer sein. Dass er den ganzen Tag in seinem Zimmer verbringt und die Erwachsenen ignoriert, interpretiere ich so, dass er keinen Erwachsenen hat, auf den er sich verlassen kann, er kann sich nur auf sich selbst verlassen und muss die Kontrolle/Macht (das Ignorieren) haben.

    Wenn Eltern sich nicht verstehen hat das immer negative Auswirkungen auf das Kind. Der Vater sollte sich hier beraten lassen, z. B. beim Kinderschutzbund oder Erziehungsberatungsstelle und eine Mediation anstreben.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  9. Inaktiver User

    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Und ich finde das echt ne Frechheit, so über uns zu urteilen.
    Dieses urteilen bezieht sich nur auf das, was Du schreibst. Z.B. bei der Ei-Pellsituation ist nicht klar, was daran nun genau frech war. Wir kennen weder die Wortwahl noch den Ton des Kindes. Wenn es nur um die Unselbständigkeit geht und da nicht noch was drauf kommt, was Du nicht erzählt hast, dann findet das eben nicht jeder so schlimm.
    Geändert von Inaktiver User (13.12.2015 um 20:53 Uhr)

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    AW: Bockverhalten eines 6-Jährigen

    Zitat Zitat von FrauPotter Beitrag anzeigen
    Hallo

    Erstens würde ich gerne mal klarstellen, dass wir alles andere als verständnislos und unemphatisch sind. Und ich finde das echt ne Frechheit, so über uns zu urteilen.
    Die Potters
    Hallo Frau Potter,

    nimm es nicht persönlich. So ist dieses Forum eben.
    Die Leute sehen es durch ihre persönliche Brille. Und urteilen danach.
    Wenn es passt, kannst du etwas herausziehen. Wenn es nicht passt, war's halt das falsche. Leg dir ein dickes Fell zu, spätestens auf Seite 3 lassen sich alle Erziehungsprobleme auf zu wenig Disziplin, zu viel Fernsehen und falsches Essen zurückführen :-)
    Trotzdem gibt es Anregungen und Sichtweisen, die helfen können.


    Ich denke aber auch, dass man einem kleinen Jungen, der zur Bockigkeit neigt, insbesondere nach einer Stunde oder mehr, gern mal eine "goldene Brücke" bauen kann.
    Da darf dann der Erwachsene auch mal der klügere sein und einfach ein gelassenes, liebevolles Verhalten vorleben.

    Viele Grüße und einen schönen Adventssonntag
    Charly

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