Hallo,


Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
Diese Erwachsenenwelt ist doch was total spannendes, etwas wo man als Kind hin will, was man sich erobern will.
Für mich hast Du das sehr schön gesagt. Wenn man manchmal die großen Kinderaugen sieht, wenn man ihnen etwas erklärt, hat das ja auch etwas mit Bewunderung oder Respekt zu tun. Aber warum findest Du es heutzutage komisch, Deinen Vater noch Papa zu nennen? Ich bin nicht der Meinung, dass man seine Persönlichkeit abgibt, wenn man Mama o.ä. genannt wird. Zumindest ist es bei mir nicht deer Fall. Worüber wir immer mal wieder lachen, sind die Sprüche, die mein Mann und ich früher zu hören bekamen. Ab und zu ärger ich meinen Sohn damit.
- Wer nicht hören will, muss fühlen
- Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst habe ich das sagen
- Kinder haben den Mund zu halten, wenn Erwachsene reden.
- Ohne dich hätte ich goldene Türklinken.
- Kinder mit einem Willen kriegen was auf die Brillen


Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
Da ichs immer schon albern fand, von mir selbst gegenüber meinen Kindern in der 3. Person zu sprechen ("Mama kommt ja schon..."), es erst recht albern fand meinen Mann auf einmal als "Papa" anzusprechen
Ich hab immer gesagt, "ich" komme gleich und meinen Mann habe ich nie mit Papa angesprochen. Nur wenn ich von meinen Mann mit meinem Sohn rede, nenne ich ihn Papa.


Zitat Zitat von frauschlumpf Beitrag anzeigen
Wäre doch schade, wenn ich das Verhältnis zu meinen Kindern von der Anrede abhängig machen würde
Ich kann mir rein gar nicht vorstellen, dass jemand das Verhältnis zu den Kindern von der Anrede abhängig macht. Ja vielleicht im Mittelalter, aber heute? Wie Du schon sagtest, es ist eben Geschmackssache.


Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
:Fuer mich ist "Respekt" schon der ganz normale Anstand, das Erkennen, dass ein Gegenueber auch Gefuehle, Rechte, Grenzen hat. Und damit ist Respekt fuer mich ganz eng verbunden mit Empathie. Aber vielleicht legst Du das eher unter "Achtung" ab und Respekt ist fuer Dich eher sowas wie "Ehrfurcht" oder halt noch naeher in Richtung "Angst".
Was bist Du für eine Wortjongleurin. Du hast es so treffend formuliert, was ich in meinem Erstbeitrag mit Respekt meinte.


Zitat Zitat von Wolkenschaf3 Beitrag anzeigen
Das mit dem grundsätzlichen Respekt vor älteren eine schwierige Sache. Es gehört für mich schon etwas mehr als Alter dazu um Respekt vor einer Person zu haben.
Mein Vater hat sich bis zu seinem Tod nicht geändert, uns Kinder hat er nie als gleichwertig angesehen. Als er im Sterben lag, "bat" er meinen Bruder ihn nach Hause zu bringen. Mein Vater wurde künstlich ernährt, und meine Mutter war auch schwerkrank. Als mein Bruder ihm sagte, dass es nicht ginge, sagte mein Vater, dass mein Bruder ein schlechter Sohn sei. Mein Bruder, mittlerweile Mitte 40, leidet auch heute noch darunter.


Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie manche Personen denken, sie könnten ohne jegliche Eigenerfahrung die Familienverhältnisse anderer Menschen beurteilen.
Oh nein, ich möchte hier nichts be- oder verurteilen. Mir kam es einfach nur total befremdlich vor, weil ich es in dieser Form lange nicht gehört habe. Schon gar nicht von einem jungen Kind.


Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
Alte Menschen sind nicht besser, weil sie alt sind( ich selbst bin übringens im Oma-Alter), einem alten Stinkstiefel begegne ich mit eiskalt höflicher Verachtung, einem Kind mit Achtung.
Ja, da hast Du recht. Manche Menschen, egal wie alt sie sind, haben nichts dazu gelernt. Ein Kind ist gerade beim hinzulernen, und wenn man Glück hat, tun sie es auch.


Gruß momo