Ich finde diese Freundschaftsbücher auch total unsinnig.
Hier bei uns hat auch jedes Kind ein Freundebuch.
Ich habe extra mal nachgeschaut: meine Poesiealben oder Freundebücher beginnen ab der 2. Klasse und alles wurde von den Kindern selbst geschrieben. Teilweise sieht man noch dezent gemalte Bleistiftzeilen, da haben die Mütter auch ein bisschen nachgeholfen damit es ordentlich aussah.
Aber es ist authentisch und eine schöne Erinnerung in Kinderschrift!
Diese Kindergartenbücher sind für mich dagegen völlig sinnfrei.
Ich hatte lange keines für meinen Sohn gekauft, aber wir machen jetzt eben auch mit.
Ich habe das Gefühl die Kinder müssen heute, egal wie unsinnig es ist, alles viel früher und schneller durchziehen als wir damals.
Warum eigentlich?!
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20.07.2015, 17:41
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Reich sind nur die Zufriedenen!
Mit dem Räuber *2009 und der Elfe *2013
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20.07.2015, 19:18
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Ich habe hier nit 2 Kindergartenkindern schon öfter 3 - 4 Bücher gleichzeitig gehabt und bin schwer genervt davon.
Ich finde, das gehört in eine Zeit, in der die Kinder das selbst ausfüllen können.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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20.07.2015, 19:21
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Mir kommt es bei vielen Dingen so vor, als ob hauptsächlich immer mehr Eltern heutzutage hip sein wollen. Das fangen doch nicht die Kinder an mit z.B. "Mama, ich möchte ein Freundebuch zum Reinschreiben" oder "Die tollen Hotpants von h&m in Gr. 104 muuuussst du mir kaufen" oder "mein erstes echtes Rad möchte ich nur von Cannondale!", bzw. "Wenn ich im KiGa Geburtstag feiere, musst du mir aber die PopCakes in 10 verschiedenen Geschmacksrichtungen und mit handschriftlichen Verzierungen machen!"
Das sind die ersten Eltern, die loslegen, dann weitere, die nachziehen. Und schon entsteht ein Kindergarten-Trend.
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20.07.2015, 21:20
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Bei uns im Kindi war das vor einem Jahr ein ziemlicher Run, da kam bald jede Woche ein Freundebuch und Mini wollte auch uuuuuuuuuuuunbedingt eins haben.
Ja, er war tatsächlich immer total stolz und happy, wenn er wieder eines mitbekam und hat auch immer alle gründlich "gelesen" - also die Bilder angeguckt und erzählt wer das alles ist.
Ich fands witzig, weil ich da tatsächlich manche Kinder das erste mal gesehen habe, obwohl ich sie vom Namen her seit 4 Jahren kannte
Ich fands mal mehr mal weniger nervig, hab sie aber ausgefüllt, weil ich Mini mit den 5 Minuten eine Riesenfreude machen konnte.
Seit nem halben Jahr kam kein Buch mehr an und ich weiß nichtmal, wo Minis Buch hin ist
(er glaub ich auch nicht!)
Also, ich finds nicht unbedingt erstrebenswert, hätte das auch nicht von alleine angefangen - aber auch nicht tragisch, da ein paar mal reinzuschreiben...
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20.07.2015, 22:42
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Ja, genauso! Wegen mir könnten sie auch jetzt schon solche Bücher mit Heim bringen und dann würde ich n Foto zum Reinkleben geben und wegen mir auch noch Name etc reinschreiben und dann dürfte Sohnemann reinmalen, was er für seien Freunde für richtig hält.
Aber diese dämlichen Fragen?!? Nee, danke, brauch ich nicht. Und wie gesagt, ich weiß einfach nicht, was das bringen soll. Und Fotos mit Name usw. würden eben in meinen Augen auch nächstes Jahr reichen, bevor die ersten eingeschult werden.
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20.07.2015, 22:53
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Diese Freundesbücher nutze ich als Telefonbuch:
Dir ist langweilig, hier kannst du deine Freunde anrufen.
Mittlerweile sind sie älter, da machen sie das selbstständig und ich bin draußen. Dennoch erinnere ich sie gerne daran, dass in diesen Büchern ja die Telefonnummern stehen.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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21.07.2015, 08:22Inaktiver User
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Ich verstehs auch nicht, auch nicht in der 1. KLasse. Da hatte meine Tochter die Frage "Wer ist dein Star" zu beantworten, sie hatte keinen Star, zum Glück. Ein Mädchen gab ein Blancobuch rum in der 2. Klasse, da hat sie ein erstes kleines "Gedicht" reingeschrieben, viele hatten auch reingemalt, das war süß.
Diese vorgedruckten Bücher sind einfach total hohl. Blanco zum Selbstgestalten macht für mich noch Sinn, wenn das Kind denn Spaß dran hat. Unsre Poesiealben früher waren dann teilweise ja auch voll mit so schmalzigen Sinnsprüchen, nur die Drumrumgestaltung war dann individuell. Trotzdem kann ich mich erinnern, dass ich da Spaß dra hatte und mich immer grefreut hab, wenn mir einer eins gegeben hatte, das war eine wichtige Aufgabe. Allerdings im höheren Grundschulalter!
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21.07.2015, 09:27Inaktiver User
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
ich habe jetzt meinem enkel (4) so ein buch gekauft,
da mir ein kind aus dem kindergarten mir so ein buch in die hand drückte,
als ich meinen enkel abholte.
klar muss meine tochter für ihn da rein schreiben.
aber was ist daran so schlimm?
DAS bleibt doch hoffentlich eine erinnerung an die kindergartenzeit,
wo ja kinder kommen und gehen. (die älteren kommen in die schule, oder ziehen weg oder oder...)
ich finde es garnicht so übel,
sich als mutter/vater gedanken zu machen und ein paar zeilen zu schreiben.
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21.07.2015, 09:28
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Wie gesagt, es geht mir ums Kindergartenalter. Und meinem 4-jährigen sag ich nicht, er soll seine Freunde anrufen - wie soll ihm das gegen Langeweile helfen, was sollen die länger als 5 min besprechen? Da schick ich ihn los, gucken, wer von den Nachbarskindern da ist, oder, wenn ich Zeit habe, rufe ich die Eltern seiner Freunde an und wir vereinbaren etwas.
Im Grundschulalter kann mir das mit den Büchern dann egal sein - dann ist es allein sein Kampffeld.
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21.07.2015, 09:35
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Naja - in den Büchern steht ja eher nix zur gemeinsamen KiGa-Zeit drin. Lieblingsfilm, schönstes Erlebnis, Lieblingslied... in den seltensten Fällen haben das die Kinder gemeinsam erlebt.
Am dichtesten an KiGa kam mal die Frage nach "wer sind meine Freunde"
Wie gesagt, bei dem Wegzug hab ich nix gesagt und es gern ausgefüllt. Aber bei Kindern, die noch über ein Jahr, z.T. zwei Jahre sich täglich sehen.... nächstes Jahr sag ich doch gar nix mehr, hoffe aber auf "Blanco"-Bücher, statt der tollen vorgefertigten Fragen.



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