Ich fand die Dinger auch furchtbar... Und jetzt kommt das große Aber - meine Tochter hat sie geliebt. Sie konnte natürlich selber noch nicht lesen, brachte zum Vorlesen aber regelmäßig das Freundebuch - und wollte alles, wirklich alles inklusive Telefonnummern vorgelesen bekommen. Ich weiß nicht, was für sie daran so toll war - ich weiß nur, dass ich gefühlte 1000x das Buch von vorne bis hinten vorgelesen habe. Und dann hat es sich doch gelohnt, oder?
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16.01.2017, 16:27
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
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16.01.2017, 21:49
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Findest du? Mich würde es ankotzen, so ein Buch 1000 mal vorlesen zu müssen!
Bei anderer Literatur kann man sich wenigstens gelegentlich von einem Hörbuch vertreten lassen. Ich denke außerdem, dass richtige Bücher für ein Kind und seine Bildung wertvoller sind.
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16.01.2017, 22:48
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
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16.01.2017, 23:40
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Na ja, ich finde ja Grimms Märchen oder Astrid Lindgren erbaulicher als irgend so ein Geschreibsel im Freundebuch! Oder auch sehr schön, die kleine Hexe oder der Wassermann. Das bekam ich in dem Alter vorgelesen. Hörbücher hatte ich damals noch nicht. Schallplatten waren für ein Kleinkind kaum zu händeln, Kassetten gabs noch nicht und ans Tonbandgerät durfte ich auch nicht.
Aber 1000 Mal? Da hätte meine Mutter gestreikt! Das war ihr zu eintönig. Und ich würde das auch nicht tun. Aber meine Märchenbücher konnte ich schon nach weniger Durchgängen auswendig drauf. Die Texte waren doch ziemlich kurz.
Und wenn ich Bücher für die Kinder meines Freundes kaufe, achte ich auch drauf, dass die für die Kleine auch für ihn erträglich sind. Sie ist in der Phase, in der man sowas noch zusammen liest. Also sollte es beiden gefallen. Zumindest irgendwie. Die Große liest selbst, aber wenn er für beide vorliest, kriegt er es ja auch mit.
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16.01.2017, 23:53
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
jaja, im prinzip hast du recht und ich war sogar noch ärmer dran: weil mir niemand vorgelesen hat (abkommandiert dafür waren meine Geschwister, die mir was gepfiffen haben), also aus purer Not hab ich schon sehr früh lesen gelernt. aber grundsätzlich haben die meisten kinder eine eine- million- mal- dieselbe- geschichte-phase
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17.01.2017, 08:41
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Meine Tochter liebt es auch, aus ihrem Freundebuch vorgelesen zu bekommen. Ebayfan, als Kinderlose denkt man natürlich immer "Um Gottes Willen, furchtbar...würde ich NIEMALS machen..." Aber, ganz ehrlich - es gibt schlimmeres. Ach ja, die tollen Astrid Lindgren Bücher, die ich (!) mir für sie zu Weihnachten gewünscht habe, liegen leider unangetastet hier rum. Grimms Märchen haben wir hier auch rumliegen, in Kurzform, aber ich finde die selbst nicht wirklich ansprechend und kindgerecht.
Geändert von filterkaffee (17.01.2017 um 08:46 Uhr)
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17.01.2017, 08:54
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Das ist doch mit Verlaub eine völlig verrückte Vorstellung!
Da schreiben Mütter von Kindergartenkindern deren Freundebücher voll (wie auch, die Kinder können es ja noch nicht) und lesen dann allabendlich die Eintragungen, die die anderen Müter getätigt haben, vor.
Bin ich die Einzige, die das völlig bekloppt findet?
Freundebücher sind nett für 9Jährige. Und kommen zu diesem Zeitpunkt ohne die geringste Elternbeteiligung aus.
Vorgelesen wurde bei uns Märchen aus 1001er Nacht und vieles andere, aber keine schleimigen Ergüsse fremder Mütter in Freundebüchern.
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17.01.2017, 09:05
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
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17.01.2017, 10:42
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17.01.2017, 11:44
AW: Was bringen Freundebücher im Kindergartenalter???
Das habe ich als Kind ganz anders gesehen. Verschmäht habe ich damals 'Alice im Wunderland' und 'Pu der Bär', beide fand ich einfach nur doof und daran hat sich bis heute wenig geändert.
Aber für die Kinder meines Freundes kaufe ich nur Neuerscheinungen, damit nichts doppelt oder bereits bekannt ist. Sie haben auch Büchereiausweise.
Grundsätzlich finde ich es auch völlig übertrieben, einem Kind irgendein Buch 1000 mal vorzulesen. Ist ein Elter eine Art Pausenclown, den ein Kind immer wieder irgendwelche sinnlosen Handlungen machen lassen kann? Eine gewisse Handlungssteuerung wird keinem Kind das Herz brechen. Und es wird auch kaum an Vernachlässigung leiden, wenn man ihm nach 3 mal Schneewittchen auch mal Dornröschen vorliest. Und es erweitert seinen Horizont.
Und ich finde es auch völlig bekloppt, einem Kind ständig ein Freundebuch vorzulesen, in das seine Freunde nichts geschrieben haben. Sondern nur deren Mütter. Das ist ja, als würde man ein Kind auf den Fahrersitz des Autos setzen und dann das Auto durch die Gegend schieben und dabei 'brum brum' rufen. Weil er ja selbst noch nicht Autofahren kann/darf.
Nein, für gewisse Dinge braucht man ein gewisses Alter bzw. eigene Fähigkeiten. Sonst ist es bekloppt. Ich finde sowieso, dass sich Eltern heutzutage zu sehr von ihren Kindern gängeln lassen. Diese Freundebücher sind nur die Spitze des Eisbergs. Das führt insgesamt zu einer sehr niedrigen Frustrationstoleranz und unglaublich viel Geschrei. Aber wenn man das mag, bitte!


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und du hast es wunderschön auf den Punkt gebracht

