Habt ihr schon mal darüber nachgedacht, wie ihr eure Kinder vor so einem
Schicksal schützen könnt ? Mir geht das immer wieder durch den Kopf, dabei bin
ich kein übertrieben ängstlicher Mensch. Immer wieder gibt es Fälle, wo ein Kind
buchstäblich vom Erboden verschluckt scheint, ein Albtraum besonders wenn das
Kind nicht kurzfristig wieder auftaucht, oder schlimmstenfalls gefunden wird- falls
es einen Unfall hatte oder ähnliches....
Mir tun diese Familien unendlich leid, auch wenn es Gott sei Dank eher selten
vorkommt.
Mein Sohn kam gestern verspätet nach Hause, er hatte (mit 2 anderen Kindern)
einem Paar mit PKW den Weg zu einem Veranstaltungsort gezeigt, die Kinder
waren mitgefahren !und bekamen dann noch zur Belohnung ein Eis
spendiert, für den längeren Nachhauseweg.
OK, sie wussten schon das sie das nicht dürfen,aber um Ausreden verlegen waren
sie auch nicht, zu dritt könne ja nichts passieren und die seien so nett gewesen zB....
Jetzt in der (bald) Ferienzeit sind sie fast den ganzen Tag draußen- und ich habe bereits
ein altes Handy aktiviert, das muss er mit raus nehmen. Ich hoffe er ignoriert dann
meine eventuellen Anrufe nicht (ich werde ihn nicht dauernd behelligen!).
Im Fall der Fälle würde ein Handy nur beim Verlaufen helfen, oder wenn das Fahrrad
defekt ist usw. Bei "Schlimmerem" würden die etwaigen Täter es ganz flott verschwinden
lassen,wie andere GPS- Sender auch. Trotzdem will ich einen "Tracker" zwecks Ortung
kaufen- zur Beruhigung.
Wie geht ihr mit solchen Sorgen um ?
Antworten
Ergebnis 1 bis 10 von 49
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16.07.2015, 13:22
Wenn Kinder "verschwinden"....
Die Träume sind geheime Tunnel, durch die wir zurück-
kehren, so daß wir einen Moment lang wieder sind, wer
wir waren
Aharon Appelfeld
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16.07.2015, 13:50Inaktiver User
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
Ehrlich gesagt: mit Gottvertrauen.
Ich mach mir immer wieder bewußt, dass ich beim größten Bemühen keine 100% Sicherheit erreichen kann - und ich lehne daher auch Kontrolle und Überwachung ab. Das ist nicht meine Art durchs Leben zu gehen, das gaukelt nur eine Scheinsicherheit vor.
Ganz aktuell ist ein früherer Schulkamerad meiner Tochter mit 23 Jahren ums Leben gekommen, er ist bei einer Party von einem Balkon gestürzt und war sofort tot. Das ist furchtbar - aber als Eltern kannst du das nie und nimmer verhindern. Oder man denke an den Mann, der neulich im Odenwald spazierengeht und von einem ausgerissenen Elefanten getötet wird - wie unwahrscheinlich ist denn sowas, und es passiert trotzdem.
Ich seh uns da alle einfach in Gottes Hand.
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16.07.2015, 14:14
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
Vor Gewaltverbrechen oder auch tödlichen Unfällen kann man sich wohl nur bedingt schützen. Ich denke, ein gewisses Gottvertrauen, wie hilfskontrsuktion schon sagte, muss man da einfach haben.
Den Vorfall mit dem Auto würde ich aber mit den Kindern nochmal besprechen, denn das ist natürlich leichtsinnig.
Wir können uns selbst ja auch nur bedingt schützen. Es kann sein, dass ich heute Abend nach Hause fahre und einen Unfall habe. Es kann auch sein, dass ich beim nächsten Gewitter vom Blitz getroffen werde oder ich einen Schlaganfall erleide. Natürlich ist das alles extrem unwahrscheinlich. Genauso wenig wahrscheinlich wie die Entführung des eigenen Kindes.
Gewisse Vorsichtsmaßnahmen kann man sicher treffen, aber 100%ige Sicherheit gibt es nicht.
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16.07.2015, 14:27Inaktiver User
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
gezeitenfrau, ich gebe zu, ich versuche natürlich alles zu verhindern, dass so eine Geschichte wie die mit dem "Weg zeigen und einfach mitfahren" vorkommt, dass die Kinder eben wirklich wissen, dass sie zu wirklich niemandem freiwillig ins Auto steigen sollen, wenn nicht von mir autorisiert (es gibt so eine Liste von ca. 5 Leuten, bei denen sie ohne Rückfrage mitfahren dürfen, bei Fremden absolut nie). Aber eine Garantie hast Du nie.
Wobei ich ehrlich gesagt die Entführung eines Kindes auf offener Straße durch Fremde für ähnlich selten halte wie solche Vorfälle des Typs "Mensch fährt mit Auto (absichtlich oder Unfall) in Menschengruppe, die z. B. an Bushaltestelle steht) rein, dabei sterben Menschen" - kommt ab und an mal vor, und man kann sich nicht davor schützen. Da sind wir, wie hilfskonstruktion schreibt, in Gottes Hand.
Im aktuellen "Spiegel" ist ein hübscher Artikel zu GPS-Trackern für Kinder u. ä. - ich empfinde das als gruselig. Mein Kind fährt mit dem Bus zur Schule und hat noch nicht mal ein Handy. Allerdings ist die Schule auch nah genug (3,5 km), dass es im allergrößten Notfall auch nach Hause laufen könnte...
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16.07.2015, 14:30Inaktiver User
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
Bei Fremden ins Auto, darüber müsst ihr definitiv nochmal reden. Vielleicht mal im Beratungsgespräch mit der Polizei?
Abgesehen davon: es gibt keinen absoluten Schutz. Und dass die Angst vor den Gefahren Schaden anrichtet, ist sehr viel wahrscheinlicher als dass die Gefahr eintritt.
Manchmal hilft ein Blick in die Statistik: Gewaltverbrechen an Kindern sind wirklich sehr, sehr selten (und noch viel seltener passieren sie durch Fremde).
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16.07.2015, 14:34Inaktiver User
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
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16.07.2015, 14:39
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16.07.2015, 14:48Inaktiver User
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16.07.2015, 14:50
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16.07.2015, 15:04
AW: Wenn Kinder "verschwinden"....
Ich habe schon oft überlegt, was sinnvoller ist - meine Kinder vor den Gefahren der Welt bewahren (dazu müsste ich ihnen Angst machen) oder sie ihren Weg gehen lassen (mit der Gefahr).
Ich habe mich für einen Mittelweg zugunsten der zweiten Variante entschieden. Ich gebe ihnen (bewusst unaufgeregt) allgemeine Verhaltensregeln mit auf ihren manchmal gefahrvollen Weg durchs Leben - das aber sehr sparsam.
Ein Leben ohne Angst ist mir für meine Kinder wichtiger (ich kenne zwei Kinder, die in ständiger Angst leben, entführt und überfallen zu werden). Das will ich meinen Kindern nicht antun -und nützt nebenbei auch nichts im Ernstfall.


und bekamen dann noch zur Belohnung ein Eis 
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