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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    könnte ich trotzdem wirklich nicht bestätigen... dass meine Kinder in Schule und Sportunterricht noch die gleichen Erfahrungen und Erlebnisse gemacht hätten, wie ich zu meiner Schulzeit ...


    manches war schlicht komplett anders ... neue Stimmung, andere Geist ...


    Also, ich habs mir abgewöhnt, die eigenen Erfahrungswerte übertragen zu wollen. Denn es bringt nicht wirklich was.


    Es ist anders .. die machen heute alle ihre eigene Erfahrungen und ein anderes Ding ...
    die heutigen Kinder leben nicht unser altes Leben wieder neu nach!

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Beim 1. Start ist das auch völlig ok. Irgendwer muss schließlich letzter werden. Beim 2. Mal kann man es noch gerade so akzeptieren, aber beim 3. Versuch muss eine andere Platzierung drin sein, sonst ist man bei der falschen Veranstaltung.

    So handhabt es fast jeder, nur bei den BJS darf man es nicht. Dabei ist es logisch, nachvollziehbar und sinnvoll. Schon aus Selbstschutz.
    Ich verstehe nicht, weswegen man das so verbissen sehen muss. Bei Volksläufen starten viele immer wieder, obwohl sie genau wissen, dass sie im hinteren Feld landen werden. Ich war auch schon letzte vor dem Besenwagen und habe im kommenden Jahr wieder mitgemacht. Meist herrscht unter den letzten auch eine recht lustige Stimmung.

    Bei den BJS startet man im Sprint in der Regel in kleinen Grüppchen, die natürlich leistungsgleich zusammengesetzt werden, damit man sich gegenseitig ziehen kann. Wer Gesamtsieger wird, interessiert doch gar nicht. Jeder bekommt seine Punkte zusammengezählt und am Ende eine Urkunde.

    Der Nutzen der BJS ist, dass sich die ganze Schule einen Tag lang bewegt. Ja, das geht auch mit einem Ausflug, aber man macht halt unterschiedliche Dinge. Ein Tag davon sind die BJS. Nutzen ist in manchen Schulen sicherlich auch, von allen Kindern die Leistungen in der Leichtathletik zu erfassen.

    Zumutbar ist das allemal. Meine Kinder mögen zeitweise auch keinen Schulsport, weil sie das nicht können. Im Vereinssport haben sie ihre Nische gefunden. Andere mögen die Lernfächer nicht, weil sie die nicht können. Die leiden viel mehr. Und da sagt auch keiner, lass das mit der Mathearbeit doch gleich, wird eh nicht besser als ein Vierer.

    Man kann nur in den seltensten Fällen schulische Veranstaltungen auf freiwilliger Basis anbieten. Es muss dann einer den Rest bespaßen, die Organisation würde noch schwieriger. Denn schnell käme dann einer, der zwar werfen will, aber nicht auf die Langstrecke. Oder eine, die nur sprintet, wenn sie mit zwei schwächeren starten darf. Auch geht es ja gerade in der Schule darum, auch Dinge anzubieten, die die Kinder von alleine nicht machen würden. Eltern neigen heute immer mehr dazu, selbst zu entscheiden, an welchen schulischen Aktionen ihre Kinder teilnehmen sollen. Können sie, sie haben das Erziehungsrecht. Ich glaube aber nicht, dass sie - bis auf wenige Ausnahmen - ihrem Kind damit einen Gefallen tun. Gerade in schulischen Fragen fällt auch auf, dass sich jeder kompetent fühlt, der selber mal in der Schule war. Da wird schnell mal der Sportunterricht deutschlandweit abgeurteilt und der gesamten Kultusverwaltung Ahnungslosigkeit unterstellt. Das finde ich schon ziemlich dreist. Ich bin keine Sportlehrerin, aber die Beiträge einiger lesen sich doch sehr vorurteilsbeladen.

    In der Erfahrung mit meinen Kindern habe ich gelernt, dass ich genauer nachfragen muss, um mir ein Bild zu machen, und dass vieles bei näherem Hinsehen nicht so dramatisch ist, wie vermutet. Auch habe ich gelernt, dass ich ihre Erzählungen oft durch meine eigenen Erfahrungen gefärbt wahrnehme. Vielleicht darf man dann zur Kenntnis nehmen, dass schwarze Pädagogik nur noch von wenigen übriggebliebenen Exemplaren unterschiedlicher Fachrichtungen zelebriert wird und sicher nicht an der Tagesordnung ist. Es sei denn, ich als Mutter habe ein dermaßen negatives Bild des Systems Schule, dass sowieso alles Sch.... ist, egal, was mein Kind erzählt.

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Manche Erfahrungen sind über Generationen gleich. Bei den BJS hat sich doch nicht viel geändert. Das ist doch der Grund für die Kritik. Wenn ich es richtig sehe, besteht die größte Neuerung in der Einführung von Teilnehmerurkunden.
    Die wichtigsten Änderungen betreffen das gesamte System.

    Es ist nicht mehr üblich, schwächere auszulachen und zu demütigen. In aller Regel wird dagegen vorgegangen, so dass ein Klima herrscht, in dem sich niemand ausgegrenzt fühlen muss. Sportnoten beinhalten schon seit Jahren einen "Sozialfaktor", weswegen mein Sohn fast durchgängig trotz objektiv schlechter Leistungen einen Dreier oder sogar einen Zweier bekam. Einfach, weil er fair war und sich angestrengt hat. So was wurde honoriert!

    Ich bin sicher, dass sich solche Änderungen der vermittelten Werte auch auf die BJS auswirken. Meine auf hintere Plätze abonnierten Kinder fanden sich offensichtlich nie gedemütigt. Vielleicht haben sie´s aber auch nur nicht gemerkt.

    Zu deiner Zeit gab es noch die Eselsmaske für schlechte Leistungen und die Prügelstrafe war erlaubt. Wie kannst du behaupten, es habe sich nichts geändert?

  4. gesperrt

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Ach weißt du, wenn man will, geht das alles. Schon zu meiner Zeit. Als Zehntklässler hatten wir ja BJS ohne Zwang. Weil man uns als Mithelfer brauchte, musste keiner mehr den Dreikampf machen. Wir konnten uns freiwillig für einzelne Wettbewerbe anmelden und wer nicht wollte, ließ es einfach. Das geht alles, wenn man nur will. Daran hatte dann auch keiner mehr was zu meckern.

    Und wenn man beim Volkslauf zusammen mit 20 anderen vom Besenwagen eingesammelt wird, ist man nicht einziger Letzter. Das kann man gar nicht vergleichen. Wenn du aber an einem Wettbewerb mit 30 Leuten Letzter wirst und mit miesem Egebnis weit abgeschlagen von den anderen auf der Ergebnisliste stehst, dann verstehst du, was ich meine.

    Bei so einem Volkslauf nehmen unzählige Leute mit! Irgendeiner ist da immer noch schlechter, und wenn er über die eigenen Füße gestolpert auf die Nase gefallen oder wegen Kreislaufproblemen oder Krämpfen ausgefallen ist. Und dieser eine kann dann immer noch behaupten, er wäre ganz vorn gelandet, wäre ihm das nicht passiert.

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Wenn du aber an einem Wettbewerb mit 30 Leuten Letzter wirst und mit miesem Egebnis weit abgeschlagen von den anderen auf der Ergebnisliste stehst, dann verstehst du, was ich meine.
    Meine Frage an alle:

    Kennt irgendjemand Ergebnislisten von Bundesjugendspielen aus den letzten sagen wir mal 10 Jahren? Werden da irgendwo die 30 Kinder einer Klasse, die 120 Kinder eines Jahrgangs, oder die der ganzen Schule in einer Liste erfasst, bei der die Ergebnisse nicht nur des - sagen wir mal - ersten Drittels bekanntgegeben wird?

    Ich würde nämlich glatt behaupten, dass es die von die beschriebenen Ergebnisliste - wenn überhaupt - nur nicht-öffentlich im Notenbuch gibt - unweit der Ergebnisliste der letzten Mathearbeit, die ja auch nicht (mehr) öffentlich verlesen wird.

  6. gesperrt

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, weswegen man das so verbissen sehen muss. Bei Volksläufen starten viele immer wieder, obwohl sie genau wissen, dass sie im hinteren Feld landen werden.

    Die Teilnahmen an Volksläufen ist meines Wissens FREIWILLIG

  7. gesperrt

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen

    Es ist nicht mehr üblich, schwächere auszulachen und zu demütigen. In aller Regel wird dagegen vorgegangen, so dass ein Klima herrscht, in dem sich niemand ausgegrenzt fühlen muss.
    Die Schulen sind neuerdings mobbingfrei? Toll!

  8. gesperrt

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Stell dir vor, bei den BJS gab es die bei uns auch nicht. Aber wir berichten eben auch von Erlebnissen aus anderen Wettbewerben. Abgesehen davon wissen innerhalb der Klassen sowieso alle ziemlich genau, wer als 1. und wer als 30. auf der Liste steht. Auch ohne Aushang.

    Aber ob mit oder ohne Liste - niemand mag 3 Jahre aufeinander Letzter sein. Egal wobei und wo.

  9. Inaktiver User

    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von zilpzalp70 Beitrag anzeigen
    Bei Volksläufen starten viele immer wieder, obwohl sie genau wissen, dass sie im hinteren Feld landen werden.
    Seit wann wird der Bürger zu Volksläufen zwangsverpflichtet?
    Nutzen ist in manchen Schulen sicherlich auch, von allen Kindern die Leistungen in der Leichtathletik zu erfassen.
    Allein bei diesem Gedanken wird mir schlecht. Kann man sich gegen diese Registrierung auch wehren?
    Meine Kinder mögen zeitweise auch keinen Schulsport, weil sie das nicht können. (...)Andere mögen die Lernfächer nicht, weil sie die nicht können.
    Diese Diskussion ist und bleibt müßig, wenn man nicht zwischen Unterricht und einem Wettkampf unterscheiden kann.
    Man kann nur in den seltensten Fällen schulische Veranstaltungen auf freiwilliger Basis anbieten. Es muss dann einer den Rest bespaßen, die Organisation würde noch schwieriger. Denn schnell käme dann einer, der zwar werfen will, aber nicht auf die Langstrecke.
    Und wo wäre da das Problem? Die Organisation wäre die Gleiche und trotzdem wäre es ein freiwilliger Wettbewerb. Weshalb darf das nicht sein?
    Weil es noch nie so war?
    Auch geht es ja gerade in der Schule darum, auch Dinge anzubieten, die die Kinder von alleine nicht machen würden.
    Das soll sie doch auch. Allerdings einen Wettkampf anzubieten, an dem man zwangsweise teilnehmen muss, ist nichts, was man in der Schule lernen sollte. Das ist diktatorisch, das ist schwarze Pädagogik.
    Eltern neigen heute immer mehr dazu, selbst zu entscheiden, an welchen schulischen Aktionen ihre Kinder teilnehmen sollen. Können sie, sie haben das Erziehungsrecht.
    Nein, können sie nicht. Eine schulische Veranstaltung ist Pflicht. Die Ausrichtung eines sportlichen Wettkampfes ist eine schulische Aktion, an der pflichtteilgenommen werden muss. Aber das Starten in einem Wettkampf ist eine persönliche Entscheidung, die kann nicht verpflichtet werden. Meiner Meinung nach widerspricht das unseren Grundrechten "Die Würde des Menschen ist unantastbar".
    Wenn man als Eltern den Klassenspiegel eine Mathearbeit erfahren möchte, um die Leistung seines Kindes (und des Unterrichtes)einschätzen zu können (eine 5 unter zehn Fünfen ist etwas anderes, als die einzige 5), heißt es, das ginge nicht, um die anderen nicht bloß zu stellen (???).
    Vielleicht darf man dann zur Kenntnis nehmen, dass schwarze Pädagogik nur noch von wenigen übriggebliebenen Exemplaren unterschiedlicher Fachrichtungen zelebriert wird und sicher nicht an der Tagesordnung ist.
    Zwangsteilnahme an einem öffentlichen Wettkampf ist schwarze Pädagogik und aus dieser Zeit stammen auch die BSJ.

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    AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?

    Zitat Zitat von Ebayfan Beitrag anzeigen
    Stell dir vor, bei den BJS gab es die bei uns auch nicht. Aber wir berichten eben auch von Erlebnissen aus anderen Wettbewerben. Abgesehen davon wissen innerhalb der Klassen sowieso alle ziemlich genau, wer als 1. und wer als 30. auf der Liste steht. Auch ohne Aushang.

    Aber ob mit oder ohne Liste - niemand mag 3 Jahre aufeinander Letzter sein. Egal wobei und wo.

    Wieso müssen dann die BJS abgeschafft werden, wenn die zu Grunde liegenden Erfahrungen aus einem anderen Zusammenhang stammen?


    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Diese Diskussion ist und bleibt müßig, wenn man nicht zwischen Unterricht und einem Wettkampf unterscheiden kann.
    Es bleibt müßig, du hast recht: Man kann nicht entscheiden, wenn es eine Schulveranstaltung ist und eben kein freiwilliger Wettkampf.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    .
    Und wo wäre da das Problem? Die Organisation wäre die Gleiche und trotzdem wäre es ein freiwilliger Wettbewerb. Weshalb darf das nicht sein?
    Weil es noch nie so war?
    Weil es keinen sachlichen Grund gibt, diesen speziellen teil des Unterrichts freiwillig zu halten. Es würde sofort auf andere Bereiche übertragen.

    Schon heute befreien Eltern ihre Kinder mit Erfolg vom Schwimmunterricht, von der Familien- und Geschlechtserziehung, von Schullandheimen und vom Lesen von Romanen. Ich sehe da einen Konflikt zwischen dem Bildungsrecht der Kinder und dem Erziehungsrecht der Eltern. Deshalb bin ich für verpflichtende Teilnahme aller Kinder in möglichst vielen Bereichen bei selbstverständlich nicht bloßstellender Gestaltung aller schulischen Veranstaltungen.
    Geändert von zilpzalp70 (29.07.2015 um 16:24 Uhr)

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