Bei uns ist Schwimmabzeichen Pflicht im Schwimmunterricht und somit "Zwang". Genauso wie die Fahrradprüfung in der 4. Klasse. Wer im Theorieteil durchfällt, darf nicht am Praxisteil teilnehmen und die Fahrradprüfung fließt in die Note für Sachkunde.
Allerdings werden die Schwimmabzeichen den Fähigkeiten angepasst. Wer erst in der 3. Klasse schwimmen lernt (erstes Jahr mit Schwimmunterricht an der Schule), der macht das Seepferdchen auf alle Fälle. Wer auch zuhause üben kann, schafft auch als Schwimmanfänger das Bronzeabzeichen (so geschehen bei drei Klassenkameraden meiner Söhne). In der 5. Klasse (zweites Schwimmjahr) steht Bronze für die Seepferdchen und Silber für die Bronzebesitzer auf der Liste und fließt in die Note mit ein. Mein Sohn und andere in seiner Klasse hat sogar noch das goldene Abzeichen geschafft, weil die Sportlehrer beim üben gesehen haben, wie fit sie sind und haben es dann einfach überraschend zu ihnen gesagt, wir werten das jetzt für das Goldabzeichen.
Mein Sohn sagte, er sei da über sich hinausgewachsen, vorher hatte er nicht geglaubt, dass er es schaffen kann.
So ein Erfolg im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung ist im Sport mE viel leichter zu spüren, als in Mathe, Englisch oder Deutsch. Viele praktische Fächer können diesen Effekt haben. Diese Fächer tun den Kindern oft gut, die sich mit den "Denkfächern" schwer tun. Umgekehrt, gibt es natürlich auch die, die eben nix töpfern/nähen/sägen können. Oder die, die zwar einen chemischen Versuch im Heft darstellen können, doch bei der Durchführung des Versuchs scheitern - und umgekehrt.
Antworten
Ergebnis 111 bis 120 von 418
-
28.06.2015, 17:39
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Geändert von xanidae (28.06.2015 um 17:46 Uhr)
Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
28.06.2015, 17:43
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Hier eine Erläuterung worum es eigentlich geht, https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesjugendspiele für die, die sich wie ich nur noch rudimentär erinnern.
Bei uns gab es BJS erst ab der fünften Klasse (Gym), aber der Grundschule nicht und zwar jährlich mit Leichtathletik - und ein einziges Jahr auch für Turnen (was mir meine einzige Ehrenurkunde eingebracht hat) - bei der Leichtathletik hat es manchmal für die Siegerurkunde gereicht, manchmal nicht. Ich erinnere mich, dass ich die Urkunden aufgehängt habe, aber nicht, dass sie mir besonders wichtig gewesen wären.
Der Tag selbst war kein Highlight, aber eine Abwechslung zur Schule und es war nun mal so - und es war nur ein Tag.
Seit 2001 gibt es übrigens für jeden Teilnehmer zumindest eine Teilnehmerurkunde, es geht also niemand leer aus.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
-
28.06.2015, 17:43
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan
Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.
-
28.06.2015, 17:48
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Ich gestehe, ich habe spontan keine Meinung dazu, ob es abgeschafft werden sollte oder nicht.
Wie schon geschrieben, es war kein Highlight (aber das war vieles andere an der Schule auch nicht) - aber dieser eine Tag war jetzt auch nicht so schlimm und ich erinnere mich nicht daran, dass es bei der Urkundenverteilung jetzt eine besondere Wichtigkeit gegeben hätte.
Und bei uns wurden Klassenarbeiten durchaus einzeln unter Nennung der Note verteilt, also auch da gab es keine Anonymität der Leistung - und wozu auch.
Da finde ich andere Dinge, die hier genannt wurden, nämlich dass Schüler lernen sollen andere nicht auszugrenzen oder zu mobben und warum das falsch ist, viel wichtiger. Aber das passiert nicht über die Anonymität von Leistung oder die Abschaffung von Noten.
Und ich finde es nach wie vor gut und richtig, dass es Schulsport gibt und dass dort ein gewisses Spektrum an Sportarten angeboten wird. Heute bin ich sogar eher der Meinung, es sollte mehr Sportunterricht geben, damit die Kinder sich mehr bewegen - auch wenn ich das als Schülerin wohl nicht so gesehen hätte.
Und dann wäre auch eher Zeit für die theoretischen Grundlagen im Sinne von, wie muss ich es anstellen, dass ich mich verbessere, das war im Schulsport mit nur einmal die Woche ja schon aus zeitlichen Gründen kaum möglich.
Also im Endeffekt - sollen die BJS abgeschafft werden, kümmert es mich nicht, ebenso wird dieser eine Tag im Schuljahr weder etwas gutes bringen noch etwas schlimmes verursachen.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
-
28.06.2015, 17:53
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Gruselig.
Bei uns grassierten noch Horrorstories (und die galten damals eben schon als Horrorgeschichten), dass es angeblich, in den dunklen Zeiten der Schulzeit unserer Eltern, mal Lehrer gegeben hätte, die die Hefte vor dem Verteilen nach Noten ordneten.
Gelegentlich machten das mal neue Lehrer - komischerweise nie mehr als ein Mal, ich habe heute noch den Verdacht die hat irgendwann ein erfahrener Kollege zur Seite genommen und ihnen das abgewöhnt.
Es bestand allerdings völlige Einigkeit darüber, dass diese Art des Ordnens eine Gemeinheit sei.
-
28.06.2015, 18:22
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Beweglichkeit, Körpererfahrung/-Wahrnehmung , Grenzen erfahren/überwinden, Frustrationstoleranz (motivieren mich schlechte Ergebnisse oder habe ich dann keine Lust mehr), Kraft, Ausdauer, Koordination, Auge-Hand-Koordination, Anwenden von Techniken, ...
Man könnte auch andere Sportarten nehmen, wie klettern, Ballett und Rugby. Dann gäbe es genauso viele, die meckern, es wären nur andere dabei
Ich kann schon verstehen, warum man aufgrund des eigenen BJS Traumas das ablehnt, doch in Anbetracht der ungelenken Kinder, die teilweise weder balancieren oder rückwärts laufen können, halte ich gezielten Sport für sehr wichtig.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
-
28.06.2015, 18:24
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Ähhhhh - da ich weder öffentlich noch un-öffentlich Sport mache (es sei denn, ich geh mal wieder irgendwo tanzen oder ich bin irgendwo im Urlaub, wo mich keiner kennt und ich spiel mal Strandtennis - so gefühlt alle 100 Jahre mal), ist das kein Thema. Ich sag doch - Schulsport hat mir Sport an und für sich gründlichst ausgetrieben!
Beim Schwimmen hab ich allerdings auch keine Probleme. Ich schwimme zwar schlecht und hab nullkommanull Ausdauer, aber ich bin einfach gerne im Wasser, das macht mir dann also nix aus.
Ich stehe übrigens fassungslos vor den Stories von Leuten, die tatsächlich im Musikunterricht öffentlich vorsingen mussten - finde ich sehr, sehr übel!*lost in the woods*
-
28.06.2015, 18:31
AW: Petition #Bundesjugendspieleweg - was haltet ihr davon?
Wobei weder Balancieren noch Rückwärtslaufen eine Disziplin bei den Bundesjugendspielen ist.
Vielleicht wäre es viel besser die Energie, die auf die BJS aufgewendet wird, tatsächlich auf Disziplinen zu übertragen, die viel wichtiger wären ....
Ich habe vor längerer Zeit einen Bericht gesehen über die Aufnahmetest der Sporthochschule Köln - ich gehe davon aus, dass sich eher sportliche Menschen dort bewerben, aber auch da wurde klar, dass auch vielen von denen Grundlagen in der sportlichen Motorik fehlen - so etwas wie rückwärtslaufen und balancieren oder Handstand, ob wohl die Bewerber vermutlich in einzelnen Sportarten richtig gut waren.
Ob der heutige Sportunterricht bzw. die Bewerbungsmotivation (denn das fängt ja im Kindergarten an) darauf ausgelegt ist, entzieht sich meiner Kenntnis.
Ich war sicher nicht besonders sportlich, aber ich erinnere mich, dass ich als Kind viel und gerne frei geturnt habe, so etwas wie Handstand, auf den Händen laufen, Brücke etc - einfach so im Garten, unter "Anleitung" meiner Eltern und Großeltern und auch mit Freunden.
Ich denke durch die viel größere Fremdbetreuung heute muss das heute aus den Familien und aus der Freizeit in die Schule bzw. die Betreuung verlagert werden.
Und es sollte im Schulsport auch weniger um das "Gutsein" in einzelnen Sportarten gehen, sondern um die Bewegung, die Beherrschung und Kenntnis des eigenen Körpers und eine gewisse Erlehnung von Motorik - ob das passiert, können vielleicht die jüngeren unter uns (wo die Schule erst ein paar Jahre her ist) oder die Eltern berichten.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
Profilbild © edwardbgordon
Moderation: "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"
-
28.06.2015, 18:35Inaktiver User
-
28.06.2015, 18:36



Zitieren

