Niemand kann hier eine Ferndiagnose stellen!
Das ist ein sensibles Thema! Ich bin selbst "Opfer" von Nachbarn gewesen, die sich durch mein Kind gestört gefühlt haben. Aus reiner Bosheit haben die die Polizei gerufen. Noch heute könnte ich ausflippen. Das waren kinderlose Rentner.
Gut, der Fall lag noch ein bißchen anders als dieser hier. Aber seitdem weiß ich, dass kinderlose Menschen einfach nicht wissen, wie das Leben mit Kindern ist. Woher sollen sie auch.
Einem kinderlosen Menschen kommt das Geschrei schnell vor wie Dauergeschrei. Dabei ist es gar nicht so.
Kinder schreien wegen 1000 Sachen, haben immer irgendwelche Entwicklungsphasen in denen irgendwas nicht passt etc etc. Mein Sohn hat monatelang bei jedem Wickeln geschrien wie am Spieß. Das muss sich für Nachbarn furchtbar angehört haben, war aber harmlos.
Dann fand er es Ewigkeiten lang furchtbar, angezogen zu werden usw usf. Als das vorüber war, war was anderes.... Alles Phasen der normalen Persönlichkeitsentwicklung, Autonomiefindung.
Und im Altbau überträgt sich Lärm nunmal doppelt so stark.
Was ich meine ist: ich vermute, dass es der TE einfach nur so vorkommt. Und klar nervt es. Aber es ist einfach so.
Kinder machen Lärm.
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Ergebnis 61 bis 63 von 63
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01.04.2015, 09:49
AW: Ständig schreiendes Nachbarskind



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01.04.2015, 10:07
AW: Ständig schreiendes Nachbarskind
Man kann schon beurteilen, dass manches Kindergeschrei nicht lärmend alleine ist, sondern eine Folge des Verhaltens der Eltern. Wenn du erlebst wie die Eltern mit den Kindern umgehen, dann kannst du sehr wohl unterscheiden, inwiefern es
nervend sein kann.
In unserem Fall waren die Eltern existent, empathielos und hatten die Kinder halt bei sich wohnen. Da fehlte es an allem.
Die Kinder waren normal, ich hätte da auch schreien müssen bei diesen Eltern. Herz fehlte denen komplett.
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27.04.2015, 20:57
AW: Ständig schreiendes Nachbarskind
Genau so sehe ich das auch.
Ich habe auch so einen. Der ist fast 6 und schreit immer noch. Eine Zeitlang jeden morgen beim losgehen zur Kita. Er schlug Türen zu und haute dagegen, schmiss Sachen durch die Gegend, brüllte wie wild, nur weil ich verlangt habe er soll eine Jacke anziehen o.ä. Er war in der Zeit allgemein etwas gestresst. Die Nachbarn standen mit offenen Mund in der Tür und dachten sicherlich, ich hätte ihn verprügelt oder sonst was.
Ich habe mein bestes gegeben, versucht ruhig zu bleiben, auf ihn einzugehen, gleicher Ablauf jeden tag, konsequent bleiben, ihn trösten... Manchmal reicht das eben nicht, manchmal schafft man das auch nicht. Vor allem, wenn man alleinerziehend ist und noch ein zweites Kind hat, das grundsätzlich komplett anders gestrickt ist und im gleichen Moment genau das Gegenteil braucht und möchte.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Sohn eine autistische Störung hat/ etwas Asperger oder was auch immer. Müssen wir Eltern eben mit klarkommen. Er kann zeitweise inzwischen auch "normal" sein, zum Glück.
ich behaupte, wer sowas nicht selber durchgemacht hat, kann das nicht verstehen. Mit den Eltern reden ist hier sicherlich sinnvoll. Aber die hier genannte Variante sollte man zumindest in Betracht ziehen.
Hat schonmal jemand an die (wahrscheinlich) arme Mutter gedacht?


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