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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann frag mal meine heute lebende Mutter, Jahrgang 1945.
    Nix grosse Freiheit in der Kindheit, sondern durchgeplante Tage. Harte Arbeit im Haushalt und mit den Geschwistern und nebenbei noch zum Geldverdienen in einem kleinen Laden aus Aushilfe, alles neben der Schule, versteht sich, die sie immerhin besuchen konnte (die weiterführende Schule hingegen wurde ihr, trotz genügend Intelligenz und guten Noten, verweigert, denn sie wurde zuhause gebraucht, als Hausfrauenersatz für ihre krebskranke Mutter).

    Mein Vater, heute immer noch lebend, Jahrgang 1942: dito. Meine Fast-Schwiegermutter, heute immer noch lebend, Jahrgang ... (*rechne*) ... 1930: noch viel schlimmer (ab 13jährig war sie Hausfrauenersatz und Ersatzmutter für 7 jüngere Geschwister). Mein Fast-Schwiegervater, Jahrgang 1920, seit 5 Jahren nicht mehr lebend: Fabrikarbeiter ab dem Alter von 12. Immerhin konnte er dann eine richtige Lehre machen.
    naja, wenn du meinst, das ausgerechnet diejenigen, die ihre Kindheit in den Kriegs- und Nachkriegsjahren verbracht haben, hier und heute die Maßstäbe setzen ... bitte.


    ich gehe davon aber nicht mehr aus, denn mit großer Wahrscheinlichkeit sind deren Kinder und sogar Enkel heute bereits erwachsen und in die Erziehung der Urenkel sind sie viel weniger eingebunden, da oft bereits zu alt oder zu krank, um noch wirklich viel mit dem Thema Kindheit heute 2015 zu tun haben zu können oder zu wollen.


    man könnte jedenfalls davon ausgehen, dass 2015 das Jugendamt einem ins Haus steht, wenn man Kinder auch nur noch ansatzweise so behandelt,
    das hier aktuell weder unter angmessen noch zeitgemäß fällt und Kinder und Jugendliche bessere geschützt groß werden
    und eben auch nicht mehr Anna Wimmschneider sein müssen und Herbstmilchsuppe essen und bekommen das Ritalin nicht mehr über die Panzerschokolade!


    Die letzten 50 Jahre wurden Kinder hierzulande jedenfalls größtenteils wohl ganz anders groß... und man sollte ja meinen, auch das hätte Eindruck hinterlassen... eine Generation von Eltern und bereits Großeltern geprägt!
    Geändert von Lonamisa (17.03.2015 um 07:55 Uhr)

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Definiert mal "früher"

    Die Zeitspanne, in der Kinder so genannt Kinder sein durften, umfasst gerade mal ein paar Jahrzehnte, plus-minus die Nachkriegszeit bis in die 1980er.
    Zitat Zitat von Lonamisa Beitrag anzeigen
    ja, aber es waren immerhin die Jahrzehnte die heutige die kindererziehende Generation an Eltern und Großeltern kennengelernt und geprägt haben ...
    Ja - das ist es, was mich so wundert.

    Ich bin ähnlich aufgewachsen wie Nocturna - nach der Schule ging es raus und man schaute mal wer so da war, klingelte bei Nachbarn, alles ohne jede Absprache. Und irgendwann zog die Horde dann halt los, wahlweise zum Spielplatz oder irgendwo ins Feld.

    Und genau in unserer Generation, aufgewachsen in den 70er und 80 Jahren ging dann irgendwann der Trend zu "zu gefährlich" los? Wir haben doch unsere Freiheit in der Kinder- und Jugendzeit genossen, warum gönnen wir sie unseren eigenen Kindern nicht?

    (ich hab selbst keine Kinder, bekomme es nur mit von den Kindern von Freunden und Kollegen, wie anders das da abläuft und ich muss zugeben, die Kids tun mir leid)
    *lost in the woods*

  3. Inaktiver User

    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Ich finde es schlimm, wie immer wieder über die ADHS-Schiene hergezogen wird.
    ADHS ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und kann auch im Erwachsenenalter zu enormen Schwierigkeiten führen, bis hin zur Unfähigkeit, einen Beruf auszuüben.

    Allerdings bin ich auch der Meinung, dass längst nicht jedes ADHS auch wirklich ein ADHS ist und therapiert werden sollte nur in Ausnahmefällen. ADHS läßt sich meiner Meinung nach erst wirklich sicher festellen, wenn die Person erwachsen ist.

    Heutzutage geht der Trend leider immer mehr in die Richtung, dass Kinder möglichst pflegeleicht sein sollten, aber gleichzeitig auch nahezu rund um die Uhr beschäftigt sein müssen. Die Eltern haben oft keine Zeit, sich mit den Kindern zu befassen, also steckt man sie in Ganztagsschulen sowie in etliche Aktivitäten, sodaß kaum Zeit für Freizeit bleibt.

    Kinder brauchen aber ihre Freiräume, entsprechend ihrer persönlichen Konstellation. Sie brauchen Zeit um sich mit Freunden zu verabreden, draußen zu spielen. Ich denke, man sollte sich wieder darauf besinnen, welche Pflichten man als Eltern hat und die Kinder nicht einfach nur an mehreren Stellen abgeben und hoffen, dass sie dort gefördert und erzogen werden.

    Ein "unruhiges" Kind kann man nicht in Aktivitäten stecken, die es zur Ruhe zwingen. Unruhige Kinder müssen sich draußen austoben, ihre Freiräume haben und trotzdem klare Grenzen gesetzt bekommen.

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Zitat Zitat von Rowellan Beitrag anzeigen
    Ja - das ist es, was mich so wundert.

    Ich bin ähnlich aufgewachsen wie Nocturna - nach der Schule ging es raus und man schaute mal wer so da war, klingelte bei Nachbarn, alles ohne jede Absprache. Und irgendwann zog die Horde dann halt los, wahlweise zum Spielplatz oder irgendwo ins Feld.

    Und genau in unserer Generation, aufgewachsen in den 70er und 80 Jahren ging dann irgendwann der Trend zu "zu gefährlich" los? Wir haben doch unsere Freiheit in der Kinder- und Jugendzeit genossen, warum gönnen wir sie unseren eigenen Kindern nicht?

    (ich hab selbst keine Kinder, bekomme es nur mit von den Kindern von Freunden und Kollegen, wie anders das da abläuft und ich muss zugeben, die Kids tun mir leid)
    ich weiß es auch nicht ... aber es ist so... und man kann selbst auch kaum was dran ändern bzw es mit und bei seinen Kindern anders halten ... denn das ganze soziale Umfeld hat sich umgestellt!

    Alle leben jetzt tatsächlich anders ... und manches ist ja auch wirklich besser und schöner, so dass man darüber oft auch weniger meckern kann.

    aber, es ist schlicht anders, als ich es aus meiner eigenen Kindheit kenne ... anders .. manches ja auch wirklich viel schöner, .. aber vieles so steif und eingefahren!


    alle sichern sich immer und ständig ab.
    Geändert von Lonamisa (17.03.2015 um 12:04 Uhr)

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Gestern kam auf 3sat die Doku "Ritalin - Medizin, die krank macht?"
    Eine Frau nannte da als Zeichen für ADHS bei ihrem Kind, es wäre auf Bäume geklettert und sie hätte auf dem Spielplatz nie Ruhe gehabt.
    Da war ich schon etwas erschüttert. Nicht nur meine Kinder waren so. Das fand ich zwar manchmal anstrengend, hielt es aber doch für ganz normal.
    Auch, dass meine Tochter das war, was man einen "Spätzünder" nennt, mein Sohn keine Lust auf Hausaufgaben hatte, dass sie oft faul und manchmal aufsässig waren.
    Auf die Idee, sie deshalb Tabletten schlucken zu lassen, wäre ich im Leben nicht gekommen.

    Ich habe den Eindruck, dass heute der Rahmen dafür, was bei Kindern normal ist, was sie in welcher Zeit leisten und wie reibungslos sie funktionieren sollen, doch enger gesteckt wird.
    Es gibt Kinder mit ADHS, aber ich denke, dass es auch Kinder gibt, die gesund, aber eben "normal unbequem" sind und trotzdem Ritalin bekommen, um sie bequemer oder noch leistungsfähiger, zu machen.
    Geändert von bertrande (18.03.2015 um 08:17 Uhr)

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Da bin ich zu 1000% bei dir! Ich befürchte nur, dass nicht genug Eltern diesen Wahnsinn erkennen und sich dagegen stellen! Denn wenn 80% der Eltern z. B. in der Schule oder in der Kita sagen, das sie diesen Trend nicht wollen, wird sich auch was ändern. Denn die Eltern sind letztendlich die Kunden!
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  7. Inaktiver User

    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    naja, wenn du meinst, das ausgerechnet diejenigen, die ihre Kindheit in den Kriegs- und Nachkriegsjahren verbracht haben, hier und heute die Maßstäbe setzen ... bitte.
    Meine Beispiele stammen aus der Schweiz. Nix Krieg- bzw. Nachkriegsjahre.

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Beispiele stammen aus der Schweiz. Nix Krieg- bzw. Nachkriegsjahre.
    dann verbuchs doch unter Wilhem Tell geschädigt. Zu viel Apfel... auf zu wenig Kinderkopf ...

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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Mein kleiner Grossneffe, 12 Monate (geht seit ein paar Monaten in die Kita) schlägt seit neuestem öfter seinen Kopf auf den Boden.
    Angeblich wäre das heutzutage normal, weil die Kinder ihren Willen austesten.
    Ich habe bereits erwachsene Kinder und meine haben das nie gemacht. Lässt man das heute wirklich so zu und womöglich auch noch zu?
    Habe schon gelesen in einem anderen Forum, dass sogar Kinderärzte "normal" finden. Was sind das für Ärzte heutzutage. So ein kleines Kind kann sich doch da den Kopf ernsthaft verletzen??
    Weiss da jemand eine Antwort?
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    AW: "Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein" - ist da was dran?

    Trotzköpfe hats immer gegeben. Genauso Sätze wie "Früher hat es das nicht gegeben.."

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