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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Schenk ihm noch ein Jahr relative Freiheit, der Ernst des Lebens und der Stillsitzdrill kommt noch früh genug.

    Gerade ein bewegungsfreudiges Kind sollte so viele Gelegenheiten wie möglich haben, diese Bewegungsfreude auszuleben und über die grobmotorische Bewegung zu lernen. In der Schule geht das aber nicht.

    gruss, barbara

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Ja, warum nicht?

    Wenn ein Kind stottert und beim Logopäden ist, dann wird es doch auch nicht erst mit 15 eingeschult. Es hängt doch immer vom Kind ab.

    Wir haben das gleiche Problem wie Naschkatzl, allerdings sind "wir" mit der Ergo noch nicht so weit, er hat erst angefangen. Mein Sohn ist genauso alt, wir wohnen auch in Bayern.

    Bei uns treffen die Punkte, die gegen das Einschulen sprechen, fast 1:1 zu, ebenso die Punkte, die dafür sprechen. Vielleicht ist mein Sohn nicht ganz so selbständig, alleine zum Bäcker würde ich ihn z. B. nicht gehen lassen (hat aber mehr mit der Entfernung und dem Verkehr zu tun als damit, dass ich es ihm nicht zutrauen würde). Dafür ist er vielleicht nicht ganz so phantasievoll. Die Händigkeit ist genauso unklar, die Konzentration in der Kindergartengruppe lässt zu wünschen übrig, er malt auch nicht gerne und verkrampft dabei und er hat auch einen ausgeprägten Bewegungsdrang.

    Trotzdem werden wir ihn einschulen lassen, wir sind im Gespräch mit den Erzieherinnen, der Kinderärztin und als Eltern zu dem Schluss gekommen, dass der Bewegungsdrang eher nicht in dem einen Jahr nachlassen wird und er vom kognitiven definitiv so weit ist. Wir hoffen, dass die Ergo bis zum Schulbeginn so weit hilft, dass das Schreiben lernen nicht zur Qual wird. Und was die Konzentration in der Gruppe angeht: er konzentriert sich super, wenn es ihn interessiert. Wenn nicht, dann halt nicht. In der Vorschule im Kindergarten geht es um Dinge, die er schon weiß und die er kann. Was ein Dreieck ist, weiß auch mein Dreijähriger, da kann ich verstehen, dass es ihn langweilt. Lassen wir ihn noch ein Jahr im Kindergarten, dann langweilt er sich in der Schule doch auch und dann?

    Ich hoffe, ich bringe Naschkatzl jetzt nicht durcheinander, weil wir uns anders entschieden haben als die meisten Empfehlungen bisher, aber die Frage von Lonamisa hat mich doch getriggert.

  3. gesperrt

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    nächste Frage:

    Denkt ihr bei diesen Entscheidungen nur an euer Kind und stellt das komplett in den Vordergrund ... oder geht es bei Euren Überlegungen dann auch um eine künftige Klassengemeinschaft, Unterrichtsklima u.ä.

    z.B. Bewegungsdrang ... wirkt sich ja nicht nur aufs eigene Kind aus, wenn ein Kind das in besonderem Maß hat und auslebt ... Schreiben wird evtl zu Qual... Konzentration nur bei für das Kind interessanten Inhalten ... da kommt doch die Frage auf, wie sich das alles in Konsequenz auf Unterricht und in der Klasse auswirkt ???


    Welche Erwartung hat man da ???
    Geändert von Lonamisa (24.01.2015 um 11:33 Uhr)

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Glaubst du, der Bewegungsdrang gibt sich, bis das Kind 7 ist? Ich nicht. Es gibt Kinder, die haben einen natürlichen Bewegungsdrang und es gibt Kinder, die hocken in der Ecke und rühren sich nicht, bis man sie daraus wieder entfernt.

    Ein Bewegungskind, das sich langweilt, macht auch Quatsch im Unterricht.

  5. Moderation

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Zitat Zitat von Pippilotta78 Beitrag anzeigen
    Glaubst du, der Bewegungsdrang gibt sich, bis das Kind 7 ist? Ich nicht. Es gibt Kinder, die haben einen natürlichen Bewegungsdrang und es gibt Kinder, die hocken in der Ecke und rühren sich nicht, bis man sie daraus wieder entfernt.
    Nein, der Bewegungsdrang gibt sich nicht, das sagt auch keiner. Allerdings braucht es eine gewisse Reife, sich nicht allen seinen Gelüsten (= Bewegung) hinzugeben. Das fällt den meisten etwas leichter, wenn sie etwas älter sind. Diese Stichtage sind doch nur willkürlich gewählt. Mein Bruder war vor dem Stichtag geboren, mein Sohn nach diesem Stichtag - heute wären wieder beide vor dem Stichtag geboren und mit knapp 6 schulpflichtig. Dieses Hin und Her begründet sich womit?
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  6. gesperrt

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Zitat Zitat von Pippilotta78 Beitrag anzeigen
    Glaubst du, der Bewegungsdrang gibt sich, bis das Kind 7 ist? Ich nicht. Es gibt Kinder, die haben einen natürlichen Bewegungsdrang und es gibt Kinder, die hocken in der Ecke und rühren sich nicht, bis man sie daraus wieder entfernt.

    Ein Bewegungskind, das sich langweilt, macht auch Quatsch im Unterricht.
    Richtig .. ein Bewegungskind, das sich im Unterricht langweilt, überfordert ist, nicht mag .... das macht Quatsch.
    Hat jetzt aber trotzdem Mathe oder soll jetzt trotzdem schreiben ... denn alle anderen Kinder wollen das jetzt tun und lernen!


    Und meine Frage war, wie sehr fließt in eure Überlegungen der Aspekt der Zumutbarkeit für Lehrer und Mitschüler mit ein ... wo zieht ihr da eure Grenzen ???
    Geändert von Lonamisa (24.01.2015 um 11:55 Uhr)

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Jetzt ist es nicht zumutbar für Mitschüler und Lehrer, weil er sich gerne bewegt? Und dann lass ich ihn zurückstellen und nächstes Jahr ist es immer noch so, was mach ich dann?

    Mein Sohn braucht viel Bewegung, die bekommt er auch. Er wird zur Schule laufen, er kann in den Pausen toben, er geht zu Fuß nach Hause, er geht zum Sport.

    Er braucht aber auch Futter fürs Hirn, das bekommt er im Kindergarten nicht. Und wenn ich ihn zurückstellen lasse, ihm das zu Hause gebe und er kommt mit 7 in die Schule und kann schon alles, dann hab ich mir ein Eigentor geschossen.

  8. gesperrt

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Kindergarten ist nicht Pflicht ....
    die Frage wo und wie man ein Kind in diesem Jahr vor der Einschulung richtig fördert und was es da alles tun kann und möchte, beantworte ich nicht alleine mit "im Kindergarten" das ist schlicht nicht die einzige Alternative zum Schulbesuch und der einzige Ort wo man Kinder im Vorschualter sich aufhalten lassen kann!

    Der Schluß, ein Kind muss in die Schlue, weil es sich evtl im Kindergarten langweilen könnte, ist jedenfalls nur oberflächlich betrachtet logisch. Es gäbe noch jede Menge Alternativen neben der Schule, die ein Kind auch fördern und fordern, wo es auch Freunde findet oder altersgemäße Zuwendung erfährt.

    Vorschulalter ist für die einen schon mit 4 oder 5 Jahren ...und für andere eben auch noch mit 6 Jahren.


    Pippilotta... das Eigentor schießt du dir schon auch, wenn Du demnächst ein Problemgespräch nach der anderen in der Schule führen musst!

    Auf Elternabenden sitzt, wo thematisiert wird, wie schlecht sich einzelne Kinder in den Unterricht einfügen und wie laut es in der Klasse ist oder wie nervig es für alle sein kann, wenn einer immer nur ...


    Das berühmte Eigentor können sie dir und Deinem Kind in der Schule recht vielseitig verpassen !!!!
    Das hast du drin, so schnell kuckst du gar nicht ... und schuld bist Du bzw Dein Kind immer selber.
    Da packt keinen der Teamgeist.



    Pippilotta,

    aus der Nummer "Kindergartenproblem" kommst du mit einem Schulterzucken raus ...
    das hat Null Konsequenzen...
    sollten sich das erwartunsgemäß einstellen, kann man das gelassen aussitzen .... muss sein Kind nicht mehr hinschicken ...eine Kindergartenpflicht ist nicht gegeben.


    In dem Moment, wo ein Kind in der Schule sitzt und die ersten Schulprobleme auftauchen, hast Du sie tatsächlich an der Backe und musst dich ihnen stellen bzw das Kind muss...
    aus dieser Nummer kommt man nicht raus ... Schulpflicht.


    Probleme, die in der Schule auftreten und Kompetenzen, die da nicht beherrscht werden, werden gurnsätzlich immer dokumentiert und bewertet ....
    Und das zieht sich durch wie ein roter Faden.

    Schule bedeutet Lernen mit Leistungs- und Notendruck in vorgegebenen Zeitintervallen!


    Schule als Wohlfühlzone für Kinder ??? Ja, für einige Kinder triffts zu ... aber nicht für alle!
    Soviel zum Stichwort: dort fühlt er sich dann wohler als im Kiga ...


    Alle Kinder in meinem Umfeld, die ich ähnlich beschreiben würde wie jene hier im Thread, sind nicht so gerne hingegangen bzw schimpfen los, wenn es ums Thema Schule geht.
    Die mögen vielleicht ihren Sportlehrer ... evtl aber auch nichtmal diesen Unterricht.

    Kinder, die Schule blöd finden und nicht gern hingehen, haben immer auch ihre eigenen Defizite!



    Nein, Schulfrust entgehst Du nicht so locker wie Kindergartenfrust! Schulfrust hat ein anderes Potential!
    Geändert von Lonamisa (24.01.2015 um 13:41 Uhr)

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Zitat Zitat von Lonamisa Beitrag anzeigen
    Frage:

    ihr würdet also auch Kinder, die sich schon im Kindergartenalter in div. Therapien befinden... z.B.Ergo ... weil sie sich anders bzw langsamer entwickelt haben oder eben besonderer Förderbedraf besteht, trotzdem dem frühzeitigst einschulen ???
    Nein, bzw. käme das auf den jeweiligen Förderbedarf an.

    Eine meiner Töchter hatte eine Sprachentwicklungsverzögerung ( das war die junge Dame, die auch zurückgestellt wurde..), bekam jahrelang Logopädie und wurde dann mit 7 eingeschult. Da sprach sie völig unauffällig.
    Sie hatte aber mit dem derzeit benutzen "Lese-Lernsystem" in der Grundschule ganz große Probleme, d.h. sie schaffte es einfach nicht, lesen zu lernen. Und auch die Rechtschreibung war eine Katastrophe, weil sie die Unterschiede in den Lauten nicht immer hören konnte - trotz sehr gutem Gehör.
    B und P, T und G hören sich für sie bis heute gleich an.
    Sie hat dann im Einzelunterricht neben der Schulzeit ( selbst finanziert, dafür zahlt nämlich niemand) mit einer anderen Methode lesen gelernt, dort hat sie sich die einzelnen Wörter quasi "im Ganzen " eingeprägt. Und auch die Schreibweisen musste sie sich antrainieren wie beim Vokabeln lernen.

    Das Land Niedersachsen hat in dieser Zeit eine Langzeitstudie gestartet mit Kinder, die Sprach- und Sprechstörungen aufwiesen, an der sie teilnimmt.
    Ergebnis derzeit: Sie ist eine der wenigen Teilnehmer, die nicht Legastheniker sind.

    Wir hatten Glück, dass ihre Klassen- und Deutschlehrerin vorher an einer Förderschule gearbeitet hat und uns frühzeitig sagte: Ich muß diesen Leselehrgang und diese Methode nutzen. Für Schüler mit sprachlichen Auffälligkeiten ist die aber nicht geeignet. Ich kann Ihre Tochter nicht so unterrichten und fördern, wie es für sie nötig wäre, ich kann ihnen aber eine Alternative vermitteln....

    Dieses "Doppelt-Lernen", in der Schule und am Nachmittag hätte sie vermutlich als deutlich jüngeres Kind so nicht "verpackt".

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    AW: Einschulung 2015 oder doch besser Rückstellung?!

    Zitat Zitat von Lonamisa Beitrag anzeigen
    Frage:

    ihr würdet also auch Kinder, die sich schon im Kindergartenalter in div. Therapien befinden... z.B.Ergo ... weil sie sich anders bzw langsamer entwickelt haben oder eben besonderer Förderbedraf besteht, trotzdem dem frühzeitigst einschulen ???
    Es geht nicht um vorzeitige Einschulung, sondern um reguläre.
    Eine Therapie im Kindergartenalter hat ja oft das Ziel, die Defizite (bis zur Einschulung) möglichst frühzeitig auszugleichen. Möglicherweise ist die Therapie ja erfolgreich.

    Deshalb würde ich niemals pauschalisieren Therapie im Kindergartenalter => Rückstellung vom Schulbesuch

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