Antworten
Seite 21 von 21 ErsteErste ... 11192021
Ergebnis 201 bis 204 von 204
  1. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Kind krank und immer ist es mein Problem

    Ich würde das mit dem Büro auch nicht tun.

    Im Grunde ist doch jetzt klar, was man von dem Mann zu halten hat. Er ist halt ein Schönwetter-Mann. Es ist auch nicht zu erwarten, dass er in schlechten Zeiten generell zu einem steht. Wie auch immer die schlechten Zeiten aussehen würden.

    Wie schon mal erwähnt, mein Vater war auch so einer. Krankenhausbesuche waren für ihn auch immer eine reine Pflichtübung, die man möglichst schnell hinter sich bringt.:-(

    Ich verliebe mich immer in Männer, die ihm so wenig wie möglich ähneln.

    Solche Männer ändert man nicht. Meine Mutter hat sich daran die Zähne ausgebissen, aber eigentlich werden die im Alter eher schlimmer. Man findet sich ab, man trennt sich oder man wird unglücklich.

  2. Inaktiver User

    AW: Kind krank und immer ist es mein Problem

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Du hast Recht, die AG wollen das nicht. Allerdings sehe ich es doch etwas anders, als du, Hauptverdiener hin oder her:

    Würden sich endlich mal alle Väter in dieser Republik ihre Rechte nehmen - nämlich genauso wie Mütter 10 Tage im Jahr mit dem Arsch zu Hause bleiben, wenn das Kind krank ist, dann wären die Arbeitgeber vielleicht endlich mal ruhig gestellt und diese Diskussionen müssten nicht mehr geführt werden! Zumal das nicht mal auf AG Kosten geht. Auch wenn ein Vater in der Firma fehlt, es sollte doch verdammt nochmal im Jahre 2015 endlich möglich sein, nicht immer nur mit dem Finger auf die Mütter zu zeigen! Ich bin überzeugt, dass das Thema Ruckzuck erledigt wäre.

    Ich lobe mir da meinen Mann: Der war damals der Erste in seinem Betrieb, der die "neue" Vaterschaft eingeläutet hat. Nach anfänglichem " Was ist mit deiner Frau, kann die nicht...." war das Thema irgendwann durch und der AG hat sich dran gewöhnt. Die Männer, die nach ihm Kinder bekommen haben, hatten diesen Kram nicht mehr zu überstehen.

    Liebe TE, ich wünsche Dir, dass sich alles doch noch zum Guten wendet bei Euch und dein Mann einsichtig wird...
    Wenn ich das alles so lese, hat sich wohl in den letzten 20 Jahren nicht soviel verändert.
    Ich kenne das Thema, habe 3 Kinder, das älteste ist 20. Mein Mann war immer ein liebevoller Vater, der alles gemacht hat; er ist nachts aufgestanden und hat die vollgek.... Betten frisch bezogen, ich konnte auch mal ein paar Tage alleine wefahren, hat er alles gemanagt und ich war sicher, dass es den Kindern an nichts fehlt.
    Aber: nicht in seiner Arbeitszeit !!! Es war von vornherein klar , dass er keinen Erziehungsurlaub nimmt, war zwar damals schon möglich, aber nicht üblich. Das war abgesprochen und auch o.k für mich.
    Schwierig wurde es , als ich wieder gearbeitet habe. 2 Kinder im Kindergarten, die sehr häufig krank waren und sich dann auch noch abwechselten.
    Mein Chef hatte dafür auch kein Verständnis. Die Kolleginnen im Betrieb hatten keine Kinder, die Männer selbstverständlich eine Frau zuhause, die sich kümmerte. Klar, ich hatte theoretisch 20 Krankentage für 2 kinder, hätte mir noch 20 tage von meinem Mann übertragen lassen können; also 40 Tage bei einer -damals 3-Tage-Woche, d.h. ich hätte mit zusätzlich 6 Wochen Urlaub 4-5 Monate fehlen können, Dann hätte ich meinen Job aber nicht lange gehabt.
    Mein Mann hat auch gesagt/gemeint, er sei unentbehrlich bei der Arbeit und er könne nicht frei nehmen. Das tue auch keiner seiner Kollegen (damals waren die Mütter nicht berufstätig oder sie hatten eine Oma, die sich ganztägig kümmerte). Wir haben viele Diskussionen gehabt, das war unser Hauptstreitpunkt. Ich habe es dann manchmal wirklich so gemacht, dass ich ihm das Kind einfach aufs Auge gedrückt habe. Ich bin ja früher aufgestanden, er stand erst auf, wenn ich wegmusste und hat dann die Kinder in den Kiga gebracht (weil er im Gegensatz zu mir flexible Arbeitszeiten hat). Also habe ich ihm gesagt, dass Kind krank ist, ich aber zur Arbeit muss,, aber so schnell wie möglich wiederkomme .Das habe ich nur gemacht, wenn was Dringendes bei der Arbeit anlag, was ich erledigen musste. Dann ist er zuhause geblieben, bis ich wiederkam; später er konnte dann auch Homeoffice machen. Trotzdem war es schwierig, zum Glück dauerte dies Phase nur 1 1/2 Jahre, bis das 3. Kind kam.

    Und aus den Erfahrungen heraus haben wir das dann anders organisiert, mit einer Kinderfrau, die mittags da war, Kind aus Kiga abholte , da war, wenn die anderen aus der Schule kamen und kochte (Ich war dann um 14 Uhr zuhause). Sie sprang dann auch ein, wenn ein Kind krank war, die Kinder kannten und mochten sie. Natürlich ging das nicht am ersten Tag; wenn das Kind krank wurde, hohes Fieber hatte und zum Arzt musste, hat das natürlich einer von uns gemacht.
    Das ging dann ganz gut und irgendwie wurde es dann auch "normal", dass nicht hauptsächlich ich zuständig war. Wir sprachen dann schon ab, wer hat jetzt einen dringenden Termin, etwas wichtiges; wer kann später zur Arbeit fahren oder früher kommen. Und es ging dann ja auch nur um 1-2 Tage. Als die Kinder auf der weiterführenden Schule in der Stadt waren, in der mein Mann arbeitet, war dann auch selbstverständlich, dass er hinfährt und sie abholt bei Erkrankung und ggfs. gleich mit ihnen zum Arzt fährt; für mich wäre das ein Riesenumweg gewesen.

    Ich habe auch den Eindruck, dass in der Firma meines Mannes da mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat; er hat jetzt viele junge Kollegen mit berufstätigen Ehefrauen und kleinen Kindern- da ist es wohl selbstverständlicher geworden-
    In meiner Firma, bzw. in meiner Abteilung, ist das immer noch nicht so. Es gibt jetzt Kolleginnen und Kollegen mit Kindern, aber mein Chef reagiert noch genauso wie früher. Als er für sein Kind verantwortlich war , hat er es mitgebracht zur Arbeit und seine Sekretärin oder andere Mitarbeiterinnen die Betreuung aufs Auge gedrückt. Letzte Woche hat er noch einer Kollegin gesagt, sie könne das kranke Kind mitbringen, es auf die Couch im Aufenthaltsraum legen und gel. mal nachschauen,
    das sagt doch alles.
    Geändert von Inaktiver User (09.01.2015 um 11:30 Uhr)

  3. User Info Menu

    AW: Kind krank und immer ist es mein Problem

    Ich habe nicht alles gelesen, aber mein Mann würde auch nie Krankheitstage für die Kinder nehmen (wg seines sehr konservativen Chefs). Aber er nimmt im Zweifelsfall Urlaub. Oder fährt später zur Arbeit (ich bin Lehrerin und muss manchmal nur die ersten Stunden morgens arbeiten).
    Dass er zu Hause bleibt, wenn ich krank bin, macht er erst seit letztem Jahr. Er nimmt sich dann auch Urlaub. Aber vorher hatte ich einige Situationen, wo ich ähnlich fassungslos war, wie du (frischer Bänderriss und Säugling in 2 Etagenwohnung, hohes Fieber/ Schüttelfrost mit Stillkind etc). Es hat dann einmal heftig geknallt, wo ich ihm sehr deutlich gesagt habe, dass ich alleinerziehend besser dran sei, denn dann würde ich dementsprechend vorsorgen und planen. Jetzt auf einmal geht es ;-)
    Doof, dass es soweit kommen musste, aber er hält sich in seinem Job für unverzichtbar.

    Ich weiß nicht mehr, wer hier den Spruch geschrieben hatte "ich halte meinem Mann den Rücken frei". Sorry, da muss ich kotzen! Partnerschaft sieht anders aus. Es kann ja nicht sein, dass einer gesundheitlich leidet, weil der andere -ach so -beschäftigt ist!?

    Ich hab mir bei Kind Nr. 1 eine Leih-Oma organisiert. Das war für Tirzi toll, denn die richtigen Omas wohnen weit weg. Und für mich war es eine riesige Entlastung.

  4. User Info Menu

    AW: Kind krank und immer ist es mein Problem

    Dieser Strang ist mittlerweile 1,5 Jahre alt. Mich würde nun die jetzige Situation interessieren, falls du, liebe TE, noch etwas dazu schreiben möchtest.

Antworten
Seite 21 von 21 ErsteErste ... 11192021

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •