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27.11.2014, 18:17
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
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27.11.2014, 18:22Inaktiver User
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
ich auch nicht. da wäre ich ausgerastet, wenn meine tochter so ein szenario gemacht hätte.
trotzdem wissen wir hier nicht alles, was evtl. noch dazu geführt hat, sich als 10-jährige so zu verhalten.
mangela weiss jetzt zumindest, verharmlosen nutzt niemandem was.
da vertraue ich da wieder der mutter.
sie wird das richtige tun.
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27.11.2014, 19:46
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27.11.2014, 22:25Inaktiver User
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Genau so.
Du siehst es genau so wie ich.Ich denke, das ist hier durch die Vermischung beider möglicher Reaktionen nicht geschehen. Damit wurde weder die Tochter noch die Mutter wirklich ernst genommen. Das macht es für mich wahrscheinlicher, dass sich diese Strategien zum Umgang mit Konflikten eher verfestigen als dass es sich auswächst.
Doch das können sie. Sie sollten sich gegenseitig ernster nehmen und zu ihren Gefühlen stehen.
Die Mutter hat sich verhalten wie Oberschwester Hildegard: "Wir wollen doch nicht, das uns was passiert."
Sie hat den wirklichen Konflikt nicht angesprochen.
Das ist die gleiche Vermeidungsstrategie, die auch die Tochter anwendet. Keinen Konflikt austragen, sondern ausweichen.
Das meine ich mit mangelnder Kommunikation.
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28.11.2014, 00:20
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Wenn die Eltern das richtige tun würden, wäre das Problem nicht entstanden.
Sie tun es bisher nicht, weil sie es nicht wissen oder nicht verstehen oder nicht können.
Sie müssen es lernen.
Und genau dazu wurden ja jetzt die Familientherapiesitzungen angeleiert.
Grüße
Luftpost
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28.11.2014, 13:09
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Also ich finde ja immer noch , dass sich die TE genau richtig vorhanden hat. So ein Drama zu machen ist auch ein wahnsinnig tolles Gefühl: Macht, Gesehen werden, laut, bunt, berauschend...
Aber noch viel viel viel toller ist das Gefühl dann in den Arm genommen zu werden und zu spüren, da liebt mich jemand, egal wie unmöglich ich mich gerade aufführe; da kann ich immer hinkommen, egal was ich gemacht habe.
Wäre der Notarzt gekommen, hätte ich mich vermutlich total unverstanden gefühlt: Verdammt, die die mir so nahe ist, muss mich doch kennen, muss doch wissen, dass ich so etwa nie tun würde.
Meistens ist dem Dramatisierenden ja schon in der Situation klar, dass er über das Ziel hinausgeschossen ist, und gibt sich innerlich das Versprechen, so etwas nie wieder zu tun. Und in dieser hochemotionalen Situation die zugrunde liegenden Konflikte anzusprechen halte ich für kontraproduktiv.
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28.11.2014, 14:00
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28.11.2014, 14:40
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Und was folgt für dich daraus, dass das Verhalten des Kindes in deinen Augen "nicht akzeptabel" ist - abgesehen von dem schon wiederholt gemachten und von der TE bereits umgesetzten Vorschlag, sich externe Hilfe zu holen?
Wie ist das zu verstehen? Die Eltern leben jeden Tag mit ihrem Kind zusammen - die Familientherapie findet vielleicht einmal in der Woche statt (bisher gab es offenbar noch keinen Termin). Bis dahin sind die Eltern gefordert, ihrem Kind Halt, Schutz und Verständnis zu geben. Sie können nicht nur etwas tun, sie müssen es auch - und Mangela hat mit dem Gespräch mit der Tochter, von dem sie berichtete, einen ersten Schritt getan.
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28.11.2014, 15:08
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Meine AntwortZitat von Biggi 71
Wäre der Notarzt gekommen, hätte ich mich vermutlich total unverstanden gefühlt: Verdammt, die die mir so nahe ist, muss mich doch kennen, muss doch wissen, dass ich so etwa nie tun würde.
Dann frage ich mich, was das Messer an der Kehle zu suchen hat. Entweder war das eine Suiziddohung, oder eine Erpressung.
Beides ist nicht akzeptabel.Zitat von Luftpost
Aber mehr als mit Professioneller Hilfe daran zu arbeiten können die Eltern nicht tun.So ist das System in Deutschland, es entspricht bei weitem nicht dem Bedarf. Manche Menschen müssen jahrelang nach einem Psychotherapieplatz suchen.Wie ist das zu verstehen? Die Eltern leben jeden Tag mit ihrem Kind zusammen - die Familientherapie findet vielleicht einmal in der Woche statt (bisher gab es offenbar noch keinen Termin). Bis dahin sind die Eltern gefordert, ihrem Kind Halt, Schutz und Verständnis zu geben. Sie können nicht nur etwas tun, sie müssen es auch - und Mangela hat mit dem Gespräch mit der Tochter, von dem sie berichtete, einen ersten Schritt getan.
Solange muss man sich halt selber helfen, so gut es geht. Und das hat Magela ja auch ganz gut gemacht, ich vermute unter Inanspruchnahme von Rat von ihrer Therapeutin.
Grüße
Luftpost
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28.11.2014, 17:07
AW: Kinder die mit Selbstmord drohen
Mangelas gesunder Menschenverstand und ihr grundsätzlich gutes vertrauensvolles Verhältnis zum Kind haben ihr sowohl in der Situation selbst als auch danach gute Dienste erwiesen.
Ja, Kinder sind manchmal dramatisch, manchmal erpressen sie Eltern, manchmal steckt hinter ihrem Verhalten gar kein Sinn. Das ist alles komplett normales Verhalten.
Eltern - Mütter sind nie vorbereitet auf den nächsten Coup, oft nicht souverän, manchmal butterweich, manchmal übermässig hart. Eltern und Kinder stehen manchmal von außen betrachtet als komplette Deppen da, alles ganz normal.
Mit Geduld, Wohlwollen und Liebe können die meisten innerfamiliären Probleme auch ohne Einrichtungen der Hilfeindustrie gelöst werden.
Kinder wollen souveräne Eltern und nicht in Therapien geschleppt werden.



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