Gestern nachmittag war ich beim Kinderturnen. Mittlerweile ist die Kleine schon so groß, dass sie allein bleiben kann. Die Eltern, meist die Mamis, bringen die Kinder also nur hin, ziehen sie um und geben beim Turnlehrer ab. Eine Dreiviertelstunde später wird abgeholt.
In dieser Dreiviertelstunde rasen ALLE Muttis (außer mir...) zum Supermarkt, kaufen groß ein und kommen dann völlig geschafft zurück. Heute hat mich eine gefragt, warum ich denn die Gelegenheit nicht auch nutze und stattdessen in der Bäckerei nebenan Kaffee trinken gehe ...
Als ich dann erzählt habe, dass ich lieber mit meinem Kind zusammen zum Einkaufen gehe, weil uns das beiden viel Spaß macht, wurde ich angeschaut, als wär ich von nem anderen Stern.
Ich muss zugeben, wir hatten auch schon Phasen, wo es überhaupt nicht ging, volles Programm mit Dauer brüllen vor der Kasse, auf den Boden werfen usw.
Mittlerweile läufts aber echt gut: Sie sucht *ihre* Sachen für den KiGa selber und wählt sehr gründlich das jeweils gewünschte Joghurt und Obst aus. Dann hat sie noch ein paar 'unkritische' Aufträge wie Milch (ist immer die gleiche Marke) oder Butter. Und zwar alles so, dass weder andere noch ich dadurch 'belästigt' werden.
Sie darf sich auch selber 1 Gericht für Wochenende auswählen, und dann suchen wir zusammen zusammen, was man alles dafür braucht.
Zugegeben, das dauert schon etwas länger, als wenn ich alleine gehen würde, aber auf der anderen Seite arbeite ich ja nur noch halb soviel wie vor Kind...
Zusammengefasst: Der Kleinen macht es viel Spaß, und es fördert meiner Meinung nach auch ihre Selbstständigkeit. Mich stört es nicht. Ehrlich gesagt habe ich mir bisher noch nie Gedanken über dieses Thema gemacht.
Deswegen würde mich interessieren, wie ihr das so handhabt beziehungsweise seht?
Besser mit oder ohne? Mit welchen Tricks kann man Kinder beim einkaufen noch bei Laune halten?
Antworten
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04.11.2014, 19:14
Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
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04.11.2014, 19:19Inaktiver User
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Grundsätzlich gehe ich sehr gerne mit meiner Tochter (3,5 Jahre) einkaufen.
Die Tagesverfassung muss natürlich - bei uns beiden - passen, dann ist es sehr lustig. Auch mal mit ihr ins Cafe usw.
Aber wenn die Tagesverfassung nicht passt oder ich mehrere Wege mit dem Auto habe, dann verschiebe ich das oder schaue, dass ich ohne Tochter einkaufen kann.
lg
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04.11.2014, 19:21Inaktiver User
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
meine erfahrung dazu:
es kommt auf das kind selbst an und auf die tagesverfassung. für die grosse war es immer ein heidenspass- die kleine war eher genervt. also habe ich entsprechend gehandelt. die kleine für ne stunde zur oma und bin in ruhe mit der grossen einkaufen gegangen.
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04.11.2014, 19:27
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
so sehe ich das auch, auch wenn es mittlerweile mit meinen Kindern grundsätzlich Spaß macht. Das war im Alter von 2 - 4 anders. Da hab ich auch schon unverrichteter Dinge den Supermarkt verlassen und hatte zwei verdutzte Kinder im Auto. Mittlerweile läuft es super, ich muss nur noch den Wagen schieben, den Rest machen die Jungs. Dennoch kaufe ich häufig auf dem Heimweg von der Arbeit alleine ein, u.a. um da noch einen Kaffee zu trinken, und habe somit Zeit für andere Dinge zuhause (Stadt Land Fluss).
Ich würde die Zeit des Kinderturnens für einen Kaffee auf alle Fälle nutzen, ob für einen Einkauf hängt von meiner Verfassung ab.
Doch von einem anderen Stern wärst du nicht.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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04.11.2014, 19:47
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Tamarisk,
genauso habe ich mit meinem Kind auch eingekauft. Es war entspannt und lustig und hat irgendwann nicht mehr so lange gedauert, weil wir als Team zusammengewachsen sind. Irgendwann hat das Kind den Wagen geschoben und ich habe zugeladen.
Du machst das sehr gut. Weiter so!
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04.11.2014, 19:51
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Einkaufen mit Kindern .... und du schreibst von deinem Einzelkind ... bereits im Kindergartenalter ???
Nimm doch einfach noch einen schreienden Säugling und ein müdes Krippenkind mit dazu ... und schon bist Du auch froh, wenn du alleine in den Supermarkt kannst und da zackig alles erledigen kannst ...
Ohne dass da alle die Milch finden und auf kleine Wägelchen verteilen wollen... ohne dass sich alle ihren Apfel aussuchen und gesondert abwiegen wollen ...
Versuchs mit 3 oder 4 Kindern ... dann wirds dir schnell klarer, dass Einkaufen mit kleinen Kindern tatsächlich anstrengend und nervig sein kann!
Such mal mit einem willigen Kleinkind alles fürs besonders ausgesuchte Wochenendgericht zusammen, derweil das Baby schreit und der Bruder verkündet erfindet das Wochenendegericht echt eklig und er mag nichts dafür einkaufen und dann schiebt er den Wagen ins Rums ins nächste Regal, weil Schieben macht Spaß ...
Klar, alle dürfen sich etwas Gutes aussuchen ... und einer sucht sich immer und jedesmal Katzenfutter aus... auch dann, wenn ihr gar keine Katze habt!
Die Dose ist schließlich so schön Gold oder Silber und die Katze ist hübsch ...Geändert von Lonamisa (04.11.2014 um 20:02 Uhr)
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04.11.2014, 20:02
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Mein Einzelkind und ich waren in meinen 3 Jahren Erziehungszeit immer gemeinsam einkaufen und er hat nie Theater gemacht - schreiend auf dem Boden liegend schon gar nicht.
Ich war dann auch völlig verwirrt
, als eine Kassiererin mich mal darauf ansprach, dass es ihr auffällt, was für ein braves Kind ich habe.
Weil soo brav war er dann auch wieder nicht - zu Hause allerdings.
Habe es aber genauso selten erlebt, dass andere Kinder beim Einkaufen ausflippten.
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04.11.2014, 20:04Inaktiver User
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Kann, aber nicht muss.
Einmal die Spielregeln erklärt und damit hat es sich.
Ich musste einkaufen, mit zwei, drei oder auch mal fünf Kindern. Wir haben eingekauft und uns nicht beschäftigt oder bei Laune gehalten. Dafür war keine Zeit.
Maulen, meckern oder Extrawürste gab es nicht. War einfach so. Ich kann es nicht anders erklären.
Ich habe Einkaufen weder als Stress noch als Spaß empfunden. Es war eine Notwendigkeit.
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04.11.2014, 20:38
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Na scheinbar nutzt man das aber heutzutage zum Schaulaufen mit seinen braven, wohlerzogenen Kindern und demonstriert der Welt seinen pädagogisch wertvollen Erziehungsstil ...
vermutlich haben wir deswegen im Fassungslosforum all die Stränge von angenervten Miteinkäufer, die sich aufregen, wenn Kleinkinder am Pfandautomaten werkeln oder genug von der Quengelware neben dem Kassenband haben und nicht warten wollen bis Mama den unterschied zwischen Mango und Honigmelone erklärt hat ...
ja, Einkaufen ist eine Notwendigkeit ... aber eine, die man auch gerne alleine erledigt, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Nö, ich hatte auch noch keine am Boden liegendes schreiendes Kleinkind im Supermarkt ...aber ich hatte Wagenrambos... die haben Leute angefahren, Sachen umgeschmissen ...Waren angetatscht.. was auch immer.
Und, da konnte man die Spielregeln auch zum dritten oder fünften Mal erklären ...
Man ist nicht vom anderen Stern, wemn man weiß, dass es ohne Kind und Kidnergequake schneller und besser funzt ... hat man tatsächlich Zeit, Nerv und Hirn für den Einkauf!Geändert von Lonamisa (04.11.2014 um 20:53 Uhr)
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04.11.2014, 20:47Inaktiver User
AW: Einkauf mit Kindern - wirklich ein Horrortrip?
Darüber hatte ich mir zu der Zeit keine Gedanken gemacht.
Mit vielen Kindern ergibt sich hin und wieder der sogenannte Sachzwang. Und das ist nicht der schlechteste Zwang, den es gibt.
Wer will sich denn rechtfertigen?ja, Einkaufen ist eine Notwendigkeit ... aber eine, die man auch gerne alleine erledigt, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen.
Jeder macht es anders. Das Essen und das Waschmittel muss in den Haushalt, mit oder ohne pädagogisch wertvollen Maßnahmen.


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