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    AW: Kaderschmiede Krabbelgruppe

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Ich schrieb ja - mit Bauchschmerzen, z.B. aus den von dir unten genannten Gründen:
    Eigentlich bin ich neutral gegenüber Elitekindergärten und Ganztagsschulen.
    Erstere sind mir wirklich egal aber bei Letztgenanntem habe ich mehr Bedenken momentan.

    Ganztagsschulen bzw. nachmittägliche Betreuung (d.h. Mix aus normaler Schule und Ganztagsbetreuung) würde nur dann benachteiligten Kindern einen Vorteil bringen wenn es denn verpflichtend wäre für die Eltern. Wenn nicht, Schade für das Kind. (Hier wäre die Chance da und dennoch nutzlos, d.h Chancen sind generell für die Mülltonne, sie klingen gut und verpflichten zu nix)

    Außerdem könnten sie eine ungesunde Dynamik in Gang setzen, nämlich das atypische und desolate Familienverhältnisse stabilisiert werden und somit weiterbestehen anstatt diese zu bekämpfen.
    Und es vernebelt das Nachdenken darüber wie es denn zu solchen Familienverhältnissen, die nicht nun selten sind, eigentlich kommt...

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Warum so polemisch?
    Nein, die haben es allerdings bei den derzeitigen Rahmenbedingungen besonders schwer, ihren Kindern einen stabilen Rahmen des Familienalltags zu ermöglichen - auch wenn sie sich noch so bemühen.
    Was ist daran polemisch bitte?
    Alleinerziehende fallen unter die Kategorie atypische, prekäre sowie desolate Familienverhältnisse. Als Gesund wird diese Lebensform auch nicht bezeichnet (kann mich aber auch irren, falls es gegenteilige Quellen gibt, her damit).

    Sozial angesehen und wirtschaftlich potent sind Alleinerziehende nicht. Ob sie dann eine Basis für Kinder sind? Hm.



    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Weißt du, irgendwie wirkst du auf mich sehr widersprüchlich:
    Du kritisiert zwar die neoliberale Welt mit ihren daraus folgenden Konsequenzen. Jedenfalls kommt es bei mir so an, wenn du z.B. so was schreibst:

    Aber dennoch würdest du sofort mit den neoliberalen Wölfen heulen, wenn du dir für deinen Nachwuchs Vorteile gegenüber anderen Kinder versprichst und zementierst hierdurch diese Entwicklung:
    Das was Du als Widerspruch siehst, ist keiner und kann auch in diesem Kontext keiner sein.
    Aber interessant das Du das als Widerspruch ansiehst.
    Verständlich dennoch, schliesslich beklagtest du das Kinder die nebenher groß werden von anderen Kindern ausgebootet werden aufgrund mehr Fürsorge und Förderung.

    Wenn ich also meinem Kind Förderung gebe, dann heule ich also mit den neoliberale Wölfen?
    Gut, besser als von Ihnen gefressen zu werden, denn wir leben jetzt in einer neoliberalen Welt!
    (die mir nicht gefällt und auf die ich wenig bis keinen Einfluß habe aber im Rahmen meiner Möglichkeiten bekämpfe, bzw. es versuche, nämlich Opensource Schoolbooks, ist eher Kampf gegen Windmühlen...)

    Groß geworden bin ich in der sozialen Marktwirtschaft, wo es diverse Auswüchse in mancher Form und Ausmaß nicht gab und gegeben hätte. Diese aber wurde geschleift und abgewählt. Heute zählt der Ellbogen.
    Diesbezüglich würde ich mein Kind erziehen, damit es fit für die Zukunft ist und in dieser Welt klarkommt.


    Außerdem: Warum sollte ich meinem Kind keine Förderung zukommen lassen, wenn ich es kann???
    Als Eltern kümmere ich mich in erster Linie um meine Kinder und nicht auch um die anderen. Das müssen deren Eltern tun (bzw. sollten es). Wenn es dadurch andere Kinder überflügelt, von mir aus. Wenn es die anderen Kinder, bzw. deren Eltern nicht können oder wollen, schade.


    Irgendwie erinnerst Du mich an die Frauen aus meiner ehemaligen Grund- & Orientierungsstufe. Die waren ebenfalls betroffen ob der armen Kinderleins und ähnlich emotional wie Du.
    Geändert von Caramon (20.10.2014 um 12:51 Uhr) Grund: Korrektur

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    AW: Kaderschmiede Krabbelgruppe

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Groß geworden bin ich in der sozialen Marktwirtschaft, wo es diverse Auswüchse in mancher Form und Ausmaß nicht gab und gegeben hätte. Diese aber wurde geschleift und abgewählt. Heute zählt der Ellbogen.
    Diesbezüglich würde ich mein Kind erziehen, damit es fit für die Zukunft ist und in dieser Welt klarkommt.
    Das ist das, was ich als Mutter auf jeden Fall vermeiden wollte.
    Ich möchte, dass mein jetzt erwachsenes Kind später Erfolg im Leben hat, ohne Ellbogen zu benutzen - ist auch besser für seine Psychohygiene.


    Irgendwie erinnerst Du mich an die Frauen aus meiner ehemaligen Grund- & Orientierungsstufe. Die waren ebenfalls betroffen ob der armen Kinderleins und ähnlich emotional wie Du.
    Das könnte daran liegen, dass ich auf eine lange Lehrer-Ahnenreihe zurückblicken kann. Selbst bin ich keine - wie fast alle Verwandten meiner Generation.

    Als emotional sehe ich mich übrigens nicht, auch nicht als betroffen. Ich bin allenfalls unangenehm berührt, vor allem wegen des 1. Zitats in meinem aktuellen Beitrag.



    .

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    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Alleinerziehende fallen unter die Kategorie atypische, prekäre sowie desolate Familienverhältnisse. Als Gesund wird diese Lebensform auch nicht bezeichnet (kann mich aber auch irren, falls es gegenteilige Quellen gibt, her damit).
    Na ja, gesund wahrscheinlich nicht, da sehr anstrengend.
    Meine Oma väterlicherseits war alleinerziehend mit 4 Kindern zwischen 2 und 12 Jahren - kriegsbedingt.


    Sozial angesehen und wirtschaftlich potent sind Alleinerziehende nicht. Ob sie dann eine Basis für Kinder sind? Hm.
    Sozial angesehen war sie als Schulleiterin schon.
    Wirtschaftlich potent weniger - angesichts ihrer 4 Kinder, die trotz Entbehrungen alle studiert haben.

    Die älteren Kinder trugen aber natürlich lebenslang ihr Päckchen.
    Nicht zuletzt wegen der Trauer um ihren Vater.
    Nenn das, was ich eben geschrieben habe emotional, ich nenne es Tatsache.

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    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Das ist das, was ich als Mutter auf jeden Fall vermeiden wollte.
    Ich möchte, dass mein jetzt erwachsenes Kind später Erfolg im Leben hat, ohne Ellbogen zu benutzen - ist auch besser für seine Psychohygiene.
    Na dann ist doch alles in Butter :)
    Du erziehst Dein Kind so wie Du es für angemessen hälst (ohne Ellenbogen und so) und ich meines wie ich es für passend erachte (mit Ellenbogen und paar anderen vermutlich untypischen Dingen und meinetwegen mit Elitekindergarten).
    Gerade mit Ellenbogen dürfte die Psychohygiene eher gewährleistet sein, da realitätsnäher.
    Je nachdem wie man sein Kind erzieht, dementsprechend sind die Konsequenzen und Folgen

    Was mich aber nun irritiert: Wenn nicht im Erwachsenen, wann "später" soll es denn Erfolg im Leben haben?
    (und vorher als Kind nicht?)


    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Das könnte daran liegen, dass ich auf eine lange Lehrer-Ahnenreihe zurückblicken kann. Selbst bin ich keine - wie fast alle Verwandten meiner Generation.

    Als emotional sehe ich mich übrigens nicht, auch nicht als betroffen. Ich bin allenfalls unangenehm berührt, vor allem wegen des 1. Zitats in meinem aktuellen Beitrag.
    Ich hatte in meinem Posting am Ende etwas weggenommen, weil ich es nicht direkt dazu passend fand vom Kontext her aber mich eben doch sehr stark an bestimmte Dinge und negative Erlebnisse erinnerte in Bezug auf benachteiligte Kinder. Hm, ich füge es hinzu.

    Jedenfalls war das der Typus Frau, der *jedwede* Verbesserung oder Förderung in der Schule torpediert hat und mit Eifer sowie Macht gegenarbeitete. Sprachlich aufgeschlossen und sehr dafür (Erwähnung der benachteiligten Kinder und das was getan werden müßte (müßte, nicht muß!)) aber wenn es an die Planung und Ausführung oder gar nur was Konkretes ging wurde gegen geschossen.
    Ich vermute mal aus Angst das die eigenen Kinder durch andere überholt werden und dann ein wie auch immer geartetes Nachsehen haben.
    Merkwürdigerweise aber fast ausschliesslich Frauen, Männer waren, sofern überhaupt interessiert, da weitaus einfacher.
    Geändert von Caramon (21.10.2014 um 09:18 Uhr)

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    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Na ja, gesund wahrscheinlich nicht, da sehr anstrengend.
    Meine Oma väterlicherseits war alleinerziehend mit 4 Kindern zwischen 2 und 12 Jahren - kriegsbedingt.
    Ob man dieses "alleinerziehend" wirklich mit einer heutigen Alleinerziehenden vergleichen kann?
    Die Menge der Gemeinsamkeiten dürfte sehr sehr gering sein wenn nicht sogar null.

    Zitat Zitat von Zazu2 Beitrag anzeigen
    Sozial angesehen war sie als Schulleiterin schon.
    Wirtschaftlich potent weniger - angesichts ihrer 4 Kinder, die trotz Entbehrungen alle studiert haben.

    Die älteren Kinder trugen aber natürlich lebenslang ihr Päckchen.
    Nicht zuletzt wegen der Trauer um ihren Vater.
    Nenn das, was ich eben geschrieben habe emotional, ich nenne es Tatsache.
    Wäre interessant wie die soziale Wahrnehmung mit einem anderen Job ausfiele, z.b. Schreibkraft oder Verkäuferin.

    Was wolltest Du nun mit diesen Tatsachen eigentlich darlegen?
    Geändert von Caramon (21.10.2014 um 09:23 Uhr)

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    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Jedenfalls war das der Typus Frau, der *jedwede* Verbesserung oder Förderung in der Schule torpediert hat und mit Eifer sowie Macht gegenarbeitete. Sprachlich aufgeschlossen und sehr dafür (Erwähnung der benachteiligten Kinder und das was getan werden müßte (müßte, nicht muß!)) aber wenn es an die Planung und Ausführung oder gar nur was Konkretes ging wurde gegen geschossen.
    Ich vermute mal aus Angst das die eigenen Kinder durch andere überholt werden und dann ein wie auch immer geartetes Nachsehen haben.
    Merkwürdigerweise aber fast ausschliesslich Frauen, Männer waren, sofern überhaupt interessiert, da weitaus einfacher.
    Tja, vermuten kann man viel, auch wenn man 1000e Meilen daneben liegt.

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Was mich aber nun irritiert: Wenn nicht im Erwachsenen, wann "später" soll es denn Erfolg im Leben haben?

    .
    1. Er ist jetzt erst 19.

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    (und vorher als Kind nicht?)
    .
    2. Als Kind war er erfolgreich - sozialverträglich (ohne Ellbogen) und leistungsmäßig in der Schule. Das geht ;-)


    Was wolltest Du nun mit diesen Tatsachen eigentlich darlegen?
    Ich habe mich eigentlich deswegen heute hier angemeldet, um den leider von dir schon kommentierten Beitrag zu löschen. Kann ich mir jetzt schenken.

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    Geändert von Zazu2 (30.10.2014 um 00:24 Uhr) Grund: unwichtig

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