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  1. Inaktiver User

    Das Kloproblem

    Es geht hier nicht um meine Kinder - die sind erwachsen und dieses Problem hatten wir zum Glück nie.

    Es geht um eine Familie im Bekanntenkreis. Der Mann ist eine nicht ganz einfache Persönlichkeit. Nun ist vor einiger Zeit auch die zweite Ehe in die Brücke gegangen. Die Tochter, 12 Jahre alt, lebt beim Vater. Das scheint ganz gut zu klappen. Das Mädchen ist freundlich, aufgeweckt, kommt im Gymnasium gut mit. Allerdings fällt uns auf, dass das Mädchen seine Freizeit überwiegend zuhause verbringt. Im Garten gibt es viele Spielgeräte und einen Pool, aber es sind so gut wie nie andere Kinder da. Es sieht auch nicht so aus, als ob das Kind irgendwelchen Aktiviiäten in einem Sportverein, der Musikschule o.ä. nachgeht.
    Nun leitet meine Nichte die Jugendgruppe eines Vereins, in dem die Kinder sehr viel draußen unterwegs sind - Nachtwanderung, Lagerfeuer, Boot fahren... Geht in Richtung Pfadfinder, ist aber keine wirkliche Pfadfindergruppe.
    Wir haben den Vater mal angesprochen, ob seine Tochter nicht vielleicht Lust hätte, da auch mitzumachen. Abholen und wieder nach Hause bringen wären kein Problem. Der Vater zeigte sich nicht abgeneigt, meinte aber, das würde wohl nichts werden, weil seine Tochter ja "dieses Klo-Problem" habe. Auf Nachfrage erklärte er, dass seine Tochter einzig und alleine zuhause aufs Klo könne, nirgends sonst. Da gehe sie einfach nicht. Deswegen könne man nichts außer Haus unternehmen.

    Ich stelle mir jetzt die Frage, wie das in der Schule (Ganztags-Schule) geht... und wie man dem Mädchen helfen kann. Kennt Ihr so ein Problem? Was habt ihr in dem Fall gemacht?

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    AW: Das Kloproblem

    Meine Tochter hatte dieses Problem NUR in der Schule. Die Toiletten dort waren wirklich widerlich. Da sie aber ganz viele Mitschülerinnen und Schüler hatte, die das gleiche Problem hatten, wurde beim Toilettenumbau gleich eine Putzfrau mit engagiert. Nun kostet der Toilettengang zwar 50 Cent- aber die Toiletten sind ordentlich, da immer jemand vor Ort ist. Vorher tobten sich .....tollwütige Schüler auf Abwegen...gern auf den Toiletten aus.

    Es gibt zwar Theater in der Elternschaft, dass diese Toilettenlösung untragbar sei- aber eine Dauerüberwachung ist sonst nicht leistbar, und nur so kann man "Ordnung und Sauberkeit in der Keramikabteilung" gewährleisten.

    Es sind ja nicht irgendwelche wildfremden Eindringlinge, die die Toiletten so verwüsten, sondern die Schüler dieser Schule. Nicht alle, aber etliche.

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    AW: Das Kloproblem

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Der Vater zeigte sich nicht abgeneigt, meinte aber, das würde wohl nichts werden, weil seine Tochter ja "dieses Klo-Problem" habe. Auf Nachfrage erklärte er, dass seine Tochter einzig und alleine zuhause aufs Klo könne, nirgends sonst. Da gehe sie einfach nicht. Deswegen könne man nichts außer Haus unternehmen.

    Kenne ich sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen beiderlei Geschlechts. Die können auf anderen Klos maximal das kleine Geschäft erledigen, aber auch das nur, nachdem sie alles mit Klopapier abgedeckt haben, und dann trotzdem nur ohne Klobrillenkontakt. Im Urlaub geht auch nur das ganz eigene Hotelzimmerklo, penibelst sauber.

    Die Leute schaffen es teilweise über Tage, das große Geschäft zu verhalten. Nur, weil sie nicht ihr privates Klo haben. Weiß, nicht, was da hilft...

    Wald-Klappspaten-Schocktherapie könnt da ja auch traumatisieren...?

  4. Inaktiver User

    AW: Das Kloproblem

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht um eine Familie im Bekanntenkreis. Der Mann ist eine nicht ganz einfache Persönlichkeit. Nun ist vor einiger Zeit auch die zweite Ehe in die Brücke gegangen. Die Tochter, 12 Jahre alt, lebt beim Vater. Das scheint ganz gut zu klappen. Das Mädchen ist freundlich, aufgeweckt, kommt im Gymnasium gut mit. Allerdings fällt uns auf, dass das Mädchen seine Freizeit überwiegend zuhause verbringt. Im Garten gibt es viele Spielgeräte und einen Pool, aber es sind so gut wie nie andere Kinder da. Es sieht auch nicht so aus, als ob das Kind irgendwelchen Aktiviiäten in einem Sportverein, der Musikschule o.ä. nachgeht.
    Das klingt ehrlich gesagt für mich so, als läge es nicht alleine am Klo-Problem, bzw. es gäbe sicher andere Ausreden/Begründungen, wenn es das Klo-Problem nicht gäbe.

    Mein Sohn hat sehr lange nicht gerne andere Kinder bei denen zu Hause besucht und veweigert sich auch heute noch (mit 8) Sportvereinen (wobei er zum Musikunterricht aus eigenem Antrieb geht). Aber Kinder waren und sind bei uns immer viele. Das finde ich dann schon auffällig, wenn das Kind weder irgendwohin geht noch zu Hause Freunde da hat, obwohl zu Hause Platz und Spielmöglichkeiten wären.

    Zum eigentlichen Problem: ich hatte Eltern, die sich sehr vor fremden Toiletten geekelt haben, und mir das auch so mitgegeben haben. Das hat mich aber im Alltag nicht eingeschränkt - im Notfall ging es halt wie von SignorinaLimoncella beschrieben in Hockhaltung oder mit Klopapierabdeckung der Brille oder (wenn möglich) in der freien Natur. Aber gut, dabei ging es eher auch um öffentliche Toiletten, ich hatte nie Probleme (und meine Eltern auch nicht) bei Freunden zur Toilette zu gehen. Das hier klingt ja schon heftiger.

  5. gesperrt

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    AW: Das Kloproblem

    wenn diese Leute mit dem Kloproblem leben, ist das ihre Sache .. immerhin leben sie privilegiert ... mit Pool ... und können ihr Kind auf ein Gym schicken ...
    vielleicht wäre es ja auch eine gute Lösung, einfach nur zu akzeptieren, dass die ihr Leben eben nach ihren Vorstellungen eingerichtet haben... und mischt dich nicht ein.

    was geht es Dich an, ob ein Kind anderer Eltern ausreichend Freunde im Garten empfängt ... oder ob es einen Verein besucht ...

    wenn diese Leute Hilfe wollen, werden sie sich schon Hilfe suchen und konkret das unternehmen, was sie möchten ...
    z.B. einen Kinderpsychologen zu konsultieren dürfte ihnen ja doch einfallen.

    Ich meine, was geht es dich an, wie oft Deine kleine Nachbarin in der Schule aufs Wc geht ...
    sie ist 12 Jahre... da macht man das nicht zum Thema der Nachbarschaft und freut sich, wenn andere sich neugierig einmischen ...

    Kommen weder dir noch dem Papa bedenken in Richtung Privatsphäre, die zu respektieren wäre?
    Geändert von Lonamisa (03.08.2014 um 17:36 Uhr)

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    AW: Das Kloproblem

    Zitat Zitat von SignorinaLimoncella Beitrag anzeigen
    Kenne ich sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen beiderlei Geschlechts. Die können auf anderen Klos maximal das kleine Geschäft erledigen, aber auch das nur, nachdem sie alles mit Klopapier abgedeckt haben, und dann trotzdem nur ohne Klobrillenkontakt.
    Da frage ich mich ja immer, ob das anerzogen ist?

    Habe gestern erst sowas erlebt. Ich hatte mein Kind in einem Wickelraum gewickelt, der ein WC dabei hatte. Da ich die Türe nicht abgeschlossen hatte, kam meine 4-jährige Cousine rein und musste dann natürlich gleich mal das WC testen. Ihre Mutter war voll panisch und wischte erst mal die Klobrille ab. Obwohl da nichts (!) unsauber war. Im Gegenteil, es war blitzsauber, wir waren eine geschlossene Gesellschaft einer Familienfeier. Dass die Mutter da mal mit einem Desinfektionstuch drüber geht, okay. Aber ihre abwertenden, fast panischen Äußerungen dazu fand ich daneben, denn das Kind lernt somit, dass jede (!) fremde Toilette schlecht ist.

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    AW: Das Kloproblem

    Viel Gefährlicher als Klobrillen sind zumn Besipiel Gästehandtücher. Dann lieber Zewa benutzen. Aber der Desinfektionswahn führt zu allen möglichen Allergieausbreitungen, weil die Keime restistent werden.

  8. Moderation

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    AW: Das Kloproblem

    Zitat Zitat von likema32 Beitrag anzeigen
    Da frage ich mich ja immer, ob das anerzogen ist?
    Das frage ich mich auch.
    Ekel ist ja etwas stark kulturell begründetes und z.T. auch sehr individuelles.
    Oft ist die Begründung eines Ekelgefühls nicht klar nachzuvollziehen.

    Zitat Zitat von Fannie2 Beitrag anzeigen
    Aber der Desinfektionswahn führt zu allen möglichen Allergieausbreitungen, weil die Keime restistent werden.
    Resistente Keime haben nichts mit Allergien zu tun.
    Desinfektionsmittel können als solche Allergien auslösen und ihre übermäßige Verwendung kann dazu führen, dass Keime resistent werden. Das heißt dann, dass die Desinfektionsmittel nichts mehr gegen diese Keime ausrichten können, die sich ungebremst weiter vermehren und ggf. Krankheiten auslösen. Nicht aber Allergien.

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    AW: Das Kloproblem

    Nun kostet der Toilettengang zwar 50 Cent- aber die Toiletten sind ordentlich, da immer jemand vor Ort ist. Vorher tobten sich .....tollwütige Schüler auf Abwegen...gern auf den Toiletten aus.

    Es gibt zwar Theater in der Elternschaft, dass diese Toilettenlösung untragbar sei- aber eine Dauerüberwachung ist sonst nicht leistbar, und nur so kann man "Ordnung und Sauberkeit in der Keramikabteilung" gewährleisten.
    Ich glaube auch nicht, dass die Schule das darf - die Schule hat kostenlos Toiletten bereitzustellen, genau so wie jeder Arbeitgeber. Ich würde mir das als Mutter nicht bieten lassen...
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  10. gesperrt

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    AW: Das Kloproblem

    Wenn die Schule ein Problem mit hygienischen Toiletten hat, ist die Klofrau die beste Lösung. In einigen Schulen werden WCs mutwillig zerstört oder absichtlich mit Fäkalien übersät hinterlassen. Da ist dann ein Toilettengang ein Grund, krank zu werden. Abgesehen vom Ekel. Da möchte ich Eltern mal hören, was die zu mutwillig zerstörten und verdreckten Toiletten sagen.
    Auf der anderen Seite wird so eine Schule ständig Probleme haben, für die Renovierung der Toiletten jedes Jahr große Summen aufwenden zu müssen. Denn diese Gelder werden aus anderen Etats gekürzt. Da gibt es eben keinen Zuschuss zu Exkursionen mehr.

    Mit einem verschließbaren Beutel Sagrotantücher müsste das Toilettenproblem des Mädchens einfach zu beheben sein.

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