Habe gestern eine Mutter vom Elternrat kontaktiert.
Sie meinte auch das man das alles ansprechen sollte, aber bei ihrem Sohn wäre noch kein Problem aufgetreten.
Ich wohne ländlich und müsste mich natürlich erstmal erkundigen ob überhaupt noch Plätze in einem anderen Kindergarten frei wären. Ich bin Alleinerziehend und auf eine Betreuung für meinen Sohn angewiesen.
Mein Sohn geht gerne in die Kita, macht sogar immer Theater wenn ich ihn dann abholen möchte, er möchte dann unbedingt noch dort bleiben.
Nun ja, letzendlich liegt die Entscheidung bei mir und ich muss gucken welchen Weg ich dann einschlagen werde.
Kann ich eigentlich, wenn ich mir mal einen anderen Kindergarten anschauen möchte dort von den Problemen erzählen ??? Natürlich würde ich den Namen der Kita nicht erwähnen.
Und nochmal Vielen Dank für Eure Hilfe![]()
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Thema: unzufrieden mit Kindergarten
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24.06.2014, 09:24
AW: unzufrieden mit Kindergarten
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24.06.2014, 09:31
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Ich empfehle dir nichts von den Problemen zu erzählen. Das kann ungut ankommen und blöd sind die nicht, bei Bedarf finden die schnell raus, um welche Kita es sich handelt.
Damit die Kitas besser werden können finde ich, dass die Probleme unbedingt angesprochen werden müssen. Wechseln kann man ja immer noch und man kann die Beschwerden auch bei Wechsel aufrecht erhalten.
Viele Eltern sind unzufrieden und wechseln, ohne ein Wort darüber zu verlieren. So wird den Erzieherinnen und den Trägern die Chance genommen Dinge zu verbessern.Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
Die Ärzte
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24.06.2014, 11:08
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Dass sich dein Sohn dort offensichtlich trotzdem wohlfühlt, sollte als starkes Argument in deine Überlegungen mit einfließen. Ich würde abwägen, kann ich mit den Umständen leben, die dort herrschen? Dann Sohn dort lassen, zumal sich in der neuen Gruppe die Gegebenheiten ev. ändern? Siehst du aber wirklich Gefahrenpotential oder Rechtsverstöße, dann solltest du schon mal nach einer anderen Kita Ausschau halten.Mein Sohn geht gerne in die Kita, macht sogar immer Theater wenn ich ihn dann abholen möchte, er möchte dann unbedingt noch dort bleiben.
Was mich wundert: Dein Sohn wird 3 Jahre alt und die gehen in der Kita nicht auf die Toilette? Er trägt tagsüber noch eine Windel?Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
Ist es wichtig?
Ist es wahr?
Und ist es besser, als die Stille?

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26.06.2014, 10:24
AW: unzufrieden mit Kindergarten
naja, es soll kinder geben, die erst nach dem 3. geburtstag trocken werden. meine beiden wurden erst unmittelbar vor dem 3. geburtstag trocken, dann aber ziemlich flott ohne große unfälle.
das mit den windeln ist so ne sache... in unserem alten kindergarten, den mein sohn von 8-14 uhr besuchte, hatte ich oft das gefühl, dass er nicht gewickelt wird. ich habe dann einfach ne andere windelmarke für den kindergarten gekauft und konnte entsprechend beweisen, dass es so war. als die erzieherinnen dann wussten, dass es ne andere windelmarke gibt, wurde er auch gewickelt.
bei meiner kleinen, im neuen kindergarten, ist es auch schon mal vorgekommen, dass sie eingenässt war, als ich sie abholen kam oder dann "das große geschäft" in der windel war. einnässen geht, je nach blasenvolumen und windelsorte recht schnell und selbst mir ist es schon passiert, dass ich schlicht und ergreifend nicht gerochen habe, dass die windel meines kindes voll war - und ich bin dann in einer 1:1 bzw. 1:2 situation.
5 mal beißen - gut... das ist unschön. wenn es 5 mal verschiedene kinder waren ist es pech, wenn es 5 mal das gleiche kind war, dass gebissen hat, muss der kindergarten besser aufpassen. das gleiche ist mit den kratzer im gesicht.
das wird in der großen gruppe sicher anders, auch vom verletzungsmuster her.
definiere bitte "mal aufdrehen". mein sohn ist extrem lebhaft und war im alter von 2-4 so lebhaft, dass er sich, wenn er "aufdrehte" nicht alleine wieder runterbringen konnte. er hatte u.a. probleme mit der frustrationstoleranz und wir waren daraufhin (von uns aus) 2 jahre bei der ergotherapie. mein sohn wird auch heute noch, wenn er mal wieder den bogen überspannt, auf nen stuhl gesetzt und muss dort zur ruhe kommen. hört sich oft schlimmer an als es ist.ist es heute noch ok das die Kinder, wenn sie mal aufdrehen, was ja auch "normal " in diesem Alter ist, sich dann im Kindergarten in eine Ecke setzen oder auf einen Stuhl sitzen bleiben müssen ?
die stolperfalle muss entfernt werden - keine frage.
das problem ist: wenn man einen makel sieht, dann ist man empfindlicher und empfänglicher für potentiell weitere probleme. sprich es an, zur not auch mit der leitung. wenn dein sohn dort gerne ist, würde ich nicht unbedingt was ändern, außer dein vertrauen ist total hin.Zada
Hoffe nicht ohne Zweifel und zweifle nicht ohne Hoffnung.
[Lucius Annaeus Seneca]
Wer lebt, stört.In einer Familie, die nicht nur aus Mumien besteht, gehören Konflikte dazu.
[Tankred Dorst]
[Reinhard Mey]
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26.06.2014, 13:49
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Hallo,
ich kann dir nur von meinen Erfahrungen mit 2 Jungs in unserer Kita berichten (die Stärken, aber auch Schwächen hat, wie wahrscheinlich jede Einrichtung).
Die Jungs sind mit 14 Monaten (der Kleine) und 18 Monaten (der Große) gestartet. Gerade in der Gruppe der unter 3 Jährigen ist dieses Sozialgerangel eher normal. Und die behaupten sich halt zum Teil noch mit Zähnen und Ellebogen.
Grad mein älterer Sohn hatte aus seiner Zeit dort mehrere Bissverletzungen (war allerdings selbst auch nicht von schlechten Eltern ;-)). Die Gruppe hatte aber auch eine Dynamik von 9 Jungen und 1 Mädchen, da war das für mich fast klar ;-)
Jetzt beim Kleinen ist das ausgeglichener, aber auch der hatte das schon. Umgekehrt hat aber auch er sich schon entsprechend verhalten. Wie gesagt, die jüngeren Kinder müssen das erst lernen.
Als der Große die Gruppe wechselte, hörte das auf. Das Altersgefüge und die Gruppendynamik ist ganz anders. Da kommt sowas eigentlich nie vor.
Stuhlsitzen, ja gibt es in der Mäusegruppe auch, also bei den Kleinen. Max. 1 Minute für ein übles Vergehen (andere Kinder hauen etx). Finde ich persönlich absolut o.k. Bei den Größeren wird das nicht mehr gemacht. Die erfahren andere Konsequenzen, in Form von Wegnahme von Annehmlichkeiten.
Das mit der Pampers ist ärgerlich, aber wenn es mal vorkommt geht die Welt nicht unter. Durchaus kann ein Kind auch mal Aa gemacht haben und keiner hat es in den letzten Minuten mitbekommen. Bei mehreren Kleinen kann ich das nachvollziehen.
Kommt bei uns auch ab und an mal vor. Wichtig ist, dass ich weiß, dass sie wechseln, wenn sie es merken.
Das was für mich ausschlaggebend ist. Beide Kinder sind immer gerne in die Kita gegaben. Bis heute.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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26.06.2014, 14:01
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Nachtrag:
Sollte es sich immer um das gleiche Kind handeln, dass beisst, dann wäre das m.M. nach eine Sache, die man mal beim Elternbeirat ansprechen sollte.
Wir hatten das in einer städtischen Einrichtung. Da ging ein Junge immer und immer wieder mit der Bastelschere auf seine Mitgenossen los. Das ist sicher ein Fall der beim Träger vorgetragen werden muss.
So bei uns auch passiert.
Der Teppich wäre auch ein Fall für den Elternbeirat, bzw. könnte man auch die Kitaleiterin ansprechen.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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26.06.2014, 21:04
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Aus gegebenem Anlass: kommt ja auch auf das Alter des Beissers an.
Wir haben gerade auch ein Mädel mit einer bissigen Phase in der Gruppe. Unsere Tochter wurde auch schon gebissen und beim Nachzählen kommt man auf mehr als 6 Beissvorfälle in den letzten Wochen.
Das Mädel ist halt aber auch noch unter 2 Jahre alt. Das ist eine für alle Betroffenen schwierige Phase (nicht zuletzt für die Mutter des Mädchens).
Mir würde es eher Sorgen machen, wenn es 6mal unterschiedliche Kinder waren. Würde mE eher darauf hinweisen, dass sich da gerade in der Gruppe eine ungute Dynamik entwickelt.
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27.06.2014, 09:47Inaktiver User
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Wobei ich da im Falle der TE sehr genau hinschauen wuerde, wie dieses "gerne hingehen" wirklich aussieht. (Viele) Kinder in dem Alter koennen weder wirklich ueber ihre Situation reflektieren noch genau artikulieren, was ihnen vielleicht nicht gefaellt. Wenn ein Kind nichts anderes kennt, diese beschriebene Situation eben "die KiTa" ist, dann kann es durchaus sein, dass es ohne Probleme dorthin geht und es fuer Eltern schwer zu erkennen ist, ob es fuer das Kind eben Gewoehnung und Akzeptanz der Situation ist oder ob es sich dort wirklich richtig wohl fuehlt. Natuerlich gibt es auch Kinder, die deutlich zeigen, dass etwas nicht optimal ist - aber ich wuerde mich als Mutter deutlich staerker von dem leiten lassen, was ich mir von einer Betreuung fuer meine Kinder erhoffe/erwarte, als davon, dass mein 2jaehriger kein Theater macht, wenn ich ihn morgens dort lasse...
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27.06.2014, 10:12
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Ich denke, dass sich ein fast Dreijähriger schon ausdrücken kann, zumindest was die Symphatie und Antipathie für eine Einrichtung angeht.
Wer ein Kind unter 3 Jahre in die die Kitabetreuung gibt, mit noch jüngeren Kindern in der Gruppe, der muss damit rechnen, dass dort die Rangeleien entsprechend altersgemäß ausgetragen werden. Da sitzen halt nicht alle in Reihe und Glied, wenn ein anderer das Spielzeug entwendet.
Das wird auch 2 Einrichtungen weiter nicht besser, behaupte ich mal. Und das passiert auch, wenn der Betreuungsschlüssel wie bei uns 3 Erzieher auf 9 Kinder beträgt.
Probleme der Kinder untereinander kommen ja noch öfter. Auch wenn sich das Niveau ändert. Mein derzeit stotternder Vierjähriger wird z.B. gerade gehänselt.
Meine Aufgabe sehe ich vorrangig darin, den Kleinen so aufzustellen, dass er dagegen ankommt.
Sollte man mit dem Konzept einer Kita an sich nicht klarkommen, wäre das in meinen Augen ein Grund über einen Wechsel nachzudenken.In allen Dingen ist hoffen besser als verzweifeln
Johann Wolfgang von Goethe
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27.06.2014, 11:26Inaktiver User
AW: unzufrieden mit Kindergarten
Ich bezog mich ja gar nicht auf die "Rangeleien" (wobei ich wiederholte Bisse schon nicht gerade optimal finde, und es mich auch interessieren wuerde, ob es immer nur das Kind der TE abbekommt, und ob es immer dasselbe Kind ist, das beisst). Meine Kinder kamen in der Krippen- und Kindergartenzeit alle mal mit Beiss- oder Kratzspuren nachhause, teilweise verpasst vom besten Freund - so lange ich das Gefuehl habe, so etwas wird in der Einrichtung ernst genommen und verteilte sich gleichmaessig auf mehrere Kinder als "Taeter" und "Opfer", regt(e) mich das nicht weiter auf.
Ich schrieb ja in meinem ersten Posting, dass es hier v.a. die Kombination und Haeufung der Vorfaelle ist, die mich stoeren wuerde.
Dazu, dass Kinder schon sagen, wenn sie etwas stoert und was das ist: das wuerde ich eben aus Erfahrung heraus so pauschal nicht unterschreiben. Ich kenne Kinder, die noch mit 3 Jahren irgendwie diffus sagen, sie haben ein Aua, aber nicht wirklich sagen koennen, ob es nun Hals- oder Bauchschmerzen sind. Und mein aeltestes Kind ist so eines, das sich ueberall einfuegt und halt irgendwie akzeptiert, wie die Dinge sind. Er war einige Zeit in einem wirklich katastrophalen Kindergarten (in dem es so einigen Kindern wirklich schlecht ging), und alleine aus seinem Verhalten haette ich das eher nicht gemerkt. Er war um die 3 Jahre alt und ging jeden Morgen ohne "Gegenwehr" dorthin, sagte, es waere alles ok, und lief halt mit. Teilweise kam erst Monate spaeter, als ich ihn aufgrund meiner eigenen Beobachtungen und Gespraeche laengt abgemeldet hatte, heraus, was da alles so passiert war und wie ungluecklich er dort war. Andere Kinder haetten da natuerlich anders reagiert. Aber wenn alle Kinder immer gleich verbalisieren wuerden, was sie bedrueckt und warum - dann gaebe es sicherlich nicht unbemerktes Mobbing oder gar Misshandlungen etc. Hinzu kommt, dass Kinder in dem Alter ja meist keinen Vergleich haben: das ist ihr Kindergarten, da ist es halt so. Dass es auch anders, besser, schoener sein kann - dass wissen sie ja gar nicht. Aber wir Eltern koennen das meist schon einschaetzen.


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