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Thema: Vorlesen

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    Vorlesen

    In einigen der letzten Strängen ist immer wieder drauf eingegangen worden, wie befremdlich es ist, daß vielen Kindern nicht mehr vorgelesen wird.

    Gut, ich halte Vorlesen auch für schön und wichtig ... und ich lese auch immer gerne mal was vor.
    Aber die berühmte halbe Stunde abends vorm Einschlafen haben wir nicht.
    Wir lesen spontan, immer wenn wir drauf kommen ... aber eigentlich immer, wenn meine Tochter ein Bilderbuch von sich aus anschleppt.

    Schöne Kinderbücher kaufe ich auch ausgesprochen gerne, mir macht das immer Freude.
    Nur, das trifft schon auch auf andere Medien zu, das konkurriert - aber nicht nur - das geht auch ineinander über.
    Z.B. wir kennen den Kleinen Eisbären aus der Sendung mit der Maus und haben jetzt die DVDs und die Bilderbücher und das Computerspiel und auf Klamotten haben wir ihn auch gestickt. Ist also irgendwie alles nicht mehr zu trennen, oder?
    Also, nur allein Vorlesen .. das ist irgendwie nicht mehr die Realität, oder?

    Gestern im TV : V. Ferres saß vor einer Schulklasse, bestimmt 3. oder 4. Klasse und las was vom Däumling vor.
    Irgend eine Promiaktion, die die Kinder hin zum Buch locken soll.
    Schön und gut.

    Aber, in diesem Alter können die Kinder doch eigentlich schon gut selbst lesen ... da müsste es doch eigentlich anders rum sein: die Kinder lesen vor, was sie interessant und witzig finden ....

    Also, wie lang lest ihr Eueren Kindern vor .... und ab wann sollte das eigentlich schon Früchte getragen haben?
    Und, wie ist da bei Euch so, habt ihr feste Rituale?

    Gruß, B.
    Geändert von Blondine (22.11.2006 um 10:57 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Vorlesen

    ich bin zwar keine Mutter habe aber ein paar im Freundeskreis und kann deshalb sagen was ich so festgestellt habe.
    Da meine Mutter selber eine begeisterte Leserin ist, hat sie mir auch von klein auf immer vorgelesen. Sie sagt schon im Kleinkindalter jeden Abend vorm einschlafen und bis zum Grundschulalter. Dieses viele vorlesen, nicht nur von Bilderbüchern sondern auch von richtigen Kinderbüchern (Astrid Lindgren, etc.) hat bei mir dazu geführt dass ich mir mit fünf Jahren selbst das Lesen beigebracht habe und als ich in die Schule kam konnte ich bereits flüssig lesen was mir natürlich sehr geholfen hat.
    Ich habe auch bei befreundeten Mamas festgestellt dass die Kinder allgemein ausgeglichener sind wenn sie ein Einschlaf-Ritual haben, sei es vorlesen oder singen oder Tierstimmen nachmachen oder was auch immer. Irgendetwas was das Kind "runterbringt" und beruhigend wirkt. Ich glaube es sind diese Rituale und auch nochmal zum Abschluss des Tages die ruhige halbe Stunde wo das Kind die Mama oder den Papa nochmal nur für sich hat. Ob man da vorliest oder nicht spielt glaub ich keine so große Rolle.

    Ich würd mir keinen großen Kopf machen, klingt doch gut wie du und deine Tochter das handhabt!
    Lieben Gruß

  3. Inaktiver User

    AW: Vorlesen

    Nein, wir haben keine festen Leserituale, da mein Sohn auch gar nicht jeden Tag vorgelesen bekommen will; er hört dann auch nicht zu, hampelt rum und das kann ich mir dann schenken. An manchen Tagen dann eine Geschichte gleich 3-4 Mal. Habe ich wochenlang eine bestimmte Geschichte nicht gelesen, möchte er diese hören und erzählt dann eigentlich eher, was darin passiert. Ich bin nur der untermalende Sprecher. Zur Zeit ist das "Popov und Piezke" von Janosch.
    Gestern sollte ich ihm aus seinem Flugzeugbuch vorlesen. Ich habe also gleich erfahren, dass der Airbus A340 15.000km am Stück zurücklegen kann und der AS 350 B3 Ecureuil ein für extreme Verhältnisse gebauter Hubschrauber ist. Schön, dass ich das jetzt auch weiß.

    Auch lesen wir nicht immer abends, manchmal möchte mein Sohn lieber noch im Bett spielen (Auto, Taschenlampe z.B.).

    Ich finde, Hauptsache es wird überhaupt gelesen. Vielleicht haben Jungs da auch andere Gene?

    Bim

  4. VIP

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    AW: Vorlesen

    wir lesen regelmäßig vor dem schlafen, das ist ein festes ritual. auch vor dem mittagsschlaf. da allerdings nur ein buch. abends sind es mehr.

    auch zwischendurch will mein sohn vorgelesen bekommen oder will, dass ich ihm aus meinem buch vorlese.

    ich versuche die bücher regelmäßig auszutauschen, d. h. passend zur jahreszeit und was ihn gerade besonders interessiert. für den kleinen gibt es dieses 'erste bilder erste wörter' buch.

    da ich ein bilderbuchjunkie bin und diese auch für meine arbeit benötige, habe ich einen großen fundus.
    z. b. 'oh wie schön ist panama', 'das apfelmäuschen', 'die kleine raupe nimmersatt'. die hatte ich schon vor meinen kindern.
    nun sind ein paar mehr dazu gekommen, auch eher jungenorientierte katalogartige bücher.

    ansonsten lesen wir z. zt. die weihnachtsgeschichte, es klopft bei wanja in der nacht und mausemärchen/riesengeschichte.
    meistens dauert es ein wenig, bis die kinder sich an ein neues buch gewöhnt haben. außerdem lieben sie die wiederholung. ich kann diverse bilderbücher auswendig - und mein sohn auch. egal: ich muss sie vorlesen.

    weitere lieblingsbilderbücher: albin und lila, wo ist mein schnuller, das kleine boot, piggeldy und frederik (da haben wir ein sammelbuch) am liebsten: das gewitter.

    merke ich, dass lesen heute nicht drin ist, dann gibt es fingerspiele, rückenmalen und lieder.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Vorlesen

    Zitat Zitat von Blondine
    Also, wie lang lest ihr Eueren Kindern vor .... und ab wann sollte das eigentlich schon Früchte getragen haben?
    Und, wie ist da bei Euch so, habt ihr feste Rituale?
    Wir hatten tatsächlich die berühmte Lesestunde beim Zubett-Gehen und zwischendurch natürlich auch, wenn sie wollten und Zeit war. Das abendliche Vorlesen war aber tatsächlich ein Ritual.
    War - weil sie inzwischen selbst lesen und sich gerne mit ihren Büchern im Bett vergraben. Bis Mitte 2. Schuljahr ungefähr, habe ich noch vorgelesen, dann wurde das immer weniger, sie haben mehr selbst gelesen und jetzt lesen sie nur noch selbst.

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    AW: Vorlesen

    in jedem alter finde ich volesen sehr wichtig. zuerst habe ich meinen kindern vorgelesen, später haben wir abwechselnd vorgelesen, mal einer meiner buben, mal ich. auch meinem mann lese ich gerne vor. ich bin der meinung, das das vorlesen ein sehr schönes gefühl für den anderen ist, daher mache ich es auch gerne. natürlich lese ich meinem mann keine kinderbücher vor.


    wenn es darum geht, kinder zum lesen zu bewegen kann ich nur die momentane aktion, die in der klasse meines jüngsten gestartet wude empfehlen.

    alle kinder der klasse wurden bei www.antolin.de von der lehrerin angemeldet. dort können sie für jedes gelesene buch fragen beantowrten und bekommen dann für die richtig beantworteten fragen zum buch punkte. wer die meisten punkte hat, ist dann nach einer bestimmten zeit der lesekönig.

    mein sohn war begeistert, obwohl er eher ein lesemuffelchen ist.

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    AW: Vorlesen

    Vorlesen stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern - egal in welchem Alter. Klar können die Kinder in dem Alter selber lesen - aber vorlesen ist etwas ganz Besonderes.
    Ich habe zwar noch keine Kinder, aber zu Hause hatten wir dieses Vorlese-Ritual am Abend bestimmt bis zum Ende der Grundschulzeit. Wir saßen jeden Abend vor dem Schlafengehen in meinem Bett (Mama, Papa, ich) und haben uns aneinander gekuschelt und uns gegenseitig was vorgelesen. Ich wollte nämlich auch mal meinen Eltern vorlesen und nicht nur umgekehrt, obwohl doch meistens meine Eltern gelesen haben.
    Dieses Ritual war uns allen sehr wichtig, es durfte nie fehlen und hat auch nie gefehlt, auch nicht, wenn der Tag sehr stressig war oder wir vorher Streit gehabt hatten. Es war für mich ein Zeichen, dass alles gut ist, ein Zeichen von Liebe und Geborgenheit. Das möchte ich bei meinen Kindern auch gerne wiederholen.
    Am 3. Juni 2011 kam unsere kleine Maus zur Welt - unser größtes Geschenk!


    Die Liebe trägt unsere Seele wie die Füße unseren Leib.


    Unsere Gedanken und Gebete sind bei Colina und Ticklish und ihren Familien und bei allen anderen Sternenkindern.




    Papa, für immer in meinem Herzen!

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    AW: Vorlesen

    Meine sind 8 und 10.
    Ich lese oft während des Abendessens vor.
    Die Kids essen früher als ich, so dass ich den Mund frei habe.
    Es ist dann viel ruhiger am Tisch, nur manchmal vergessen sie vor Spannung das Essen.
    Vorlesen ist mir wichtig und zu diesem Zeitpunkt fügt es sich in unseren Tagesrhythmus am besten ein.
    Wenn es sich ergibt, wird vor dem Schlafen auch noch vorgelesen, wenn nicht, dann nicht - manchmal liest meine Tochter ihrem Bruder vor, das lieben beide auch sehr.
    Hauptsache: Lesen!!
    Grüße von Caretakerin

    ---> Lebe!!!

  9. Inaktiver User

    AW: Vorlesen

    Zitat Zitat von Hornilla
    Vorlesen stärkt die Beziehung zwischen Eltern und Kindern - egal in welchem Alter. Klar können die Kinder in dem Alter selber lesen - aber vorlesen ist etwas ganz Besonderes.
    Ich habe zwar noch keine Kinder, aber zu Hause hatten wir dieses Vorlese-Ritual am Abend bestimmt bis zum Ende der Grundschulzeit. Wir saßen jeden Abend vor dem Schlafengehen in meinem Bett (Mama, Papa, ich) und haben uns aneinander gekuschelt und uns gegenseitig was vorgelesen. Ich wollte nämlich auch mal meinen Eltern vorlesen und nicht nur umgekehrt, obwohl doch meistens meine Eltern gelesen haben.
    Dieses Ritual war uns allen sehr wichtig, es durfte nie fehlen und hat auch nie gefehlt, auch nicht, wenn der Tag sehr stressig war oder wir vorher Streit gehabt hatten. Es war für mich ein Zeichen, dass alles gut ist, ein Zeichen von Liebe und Geborgenheit. Das möchte ich bei meinen Kindern auch gerne wiederholen.
    Genau so war es auch bei meinen Kindern und mir. Und noch heute erinnern sich meine Jungs (inzwischen 19 und 16 J.) und wollen es später mit ihren Kindern auch so handhaben.

    Mein Großer war immer ein bisschen unruhiger und hat dann auch nebenher ein bisschen gespielt, aber der Kleine saß neben mir und hat sich kaum bewegt.

    Bis auf Band 5 und 6 haben wir alle Harry Potter Bücher so vorgelesen. Die letzten beiden Bände hat dann jeder für sich gelesen.

  10. User Info Menu

    AW: Vorlesen

    Ich habe Sohn jahrelang abends vorgelesen, er hat es geliebt und Bettgehen war niemals ein Problem für uns dank der Gute-Nacht-Geschichten. Ich habe querfeldein alles gelesen, leichte simple 5 Minuten Bärengeschichten am Anfang und später seitenlange Geschichten, bis mir der Mund ausgetrocknet ist, nur die typischen (Grimms) Märchen haben ihn weniger interessiert.

    Meinen größten Erfolg habe ich verbucht, als ich Sohn auf den Kindergarten vorbereitet habe, er konnte der Sache nämlich partout nichts abgewinnen.
    Ich habe mehrere Monate lang jeden Abend dieselbe Bilderbuchgeschichte (!) über das Kindergartenleben vorgelesen. In dieser Zeit hat sich ein kompletter Wandel vollzogen und als es soweit war, konnte er es kaum mehr erwarten dorthin zu gehen.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

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