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  1. User Info Menu

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Woher kommt bitte der Anspruch?

    Ich finds erstaunlich, wenn Leute glauben, jemand anders sei verpflichtet, ihnen ihr Leben komfortabel zu machen. Ich bin der Ansicht, man ist selbst zuständig, seinen eigenen Lifestyle geregelt zu kriegen.

    Als Erwachsener hat man ein Recht darauf, sich sein Leben nach eigenem Gusto einzurichen - ohne seine Eltern zu fragen. Aber man hat halt auch die Pflicht, es dann zu führen.

    Und wenn man Glück hat, hat man genug Leute, die einem im Notfall den Arsch retten.

    Das gilt meiner Meinung nach auch für das Verhältnis zu Großeltern.

    Den Anspruch zu haben, daß berufstätige Großeltern auch noch ihren Urlaub in die Kitaferien legen um die Kinder zu nehmen - holla die Waldfee! Kannst Du Dir vorstellen, daß berufstätige Großeltern ihren Urlaub einfach brauchen, um sich zu erholen?

    Antje
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  2. Inaktiver User

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    ganz ehrlich?

    ansprüche an grosseltern in der betreuung - geht garnicht.

    sie entscheiden was sie geben möchten und können.

    mehr nicht.

    kommt es zu betreuungssituationen- das man/frau bei bestimmten dingen wie zum beispiel: ernährung bei problemfällen (unverträglichkeiten, intoleranzen etc) - an einem strang zieht.
    Sehe ich auch so!!

    Wie kommt frau/man überhaupt auf die Idee, Ansprüche an die zukünftigen Großeltern zu stellen? Die Kinder will frau/man doch selber bekommen ... äh, dachte ich immer ...

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Das ist nicht meine Vorstellung von Familie. Das habe ich nicht erlebt, als ich mit den Kindern Unterstützung gut gebrauchen konnte, und das lebe ich nicht, wenn andere meine Unterstützung gut gebrauchen können.

  4. Inaktiver User

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich stelle jedoch allgemein in Frage, ob innerhalb einer Familie das komplette "Nur wenn ich Lust habe" -Ausklinken, das ich eben auch beobachte, Zukunft hat?
    Kann man pauschal nicht beantworten, da die Gründe dafür individuell verschieden sind (Freizeitstress, aber auch eigene Berufstätigkeit der Großeltern, ehrenamtliches Engagement, gesundheitliche Gründe....)

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem geht es mir nicht darum, daß ich nicht fragen will (Es soll ja auch Sinn machen aus Gründen der Anonymität nicht jeden Sachverhalt ein Detail zu beschreiben), ich möchte einfach hören, wie es bei anderen ist und welche Erfahrungen sie haben. Wenn das jetzt schon per se "verkrampft" ist, dann weiß ich es auch nicht...
    Du hast ja schon einige Erfahrungswerte aus deiner direkten Umgebung. Wenn du andere als Maßstab für dein eigenes Leben nimmst, triggerst du unter Umständen nur deine eigene Unzufriedenheit (bei anderen geht das doch auch, warum machen das meine Eltern / Schwiegereltern nicht.....)

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Vielleicht wäre hier wirklich eine Definition von Nöten, denn ich sehe das grundsätzlich auch so:
    Ohne "Ansprüche" keine Bindung.
    bindung, wirkliche bindung entsteht durch das sich freiwillig entscheiden können, dürfen.

    und nicht durch druck und erwartungshaltung.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    @ antje
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dann hast du mich falsch verstanden, ich gestehe den Großeltern ja natürlich zu, ihr eigenes Leben zu planen und zu organisieren. Ein leicht verfremdetes Beispiel dafür, was ich meine:
    In unserer Nachbarschaft wohnt eine Bekannte, alleinerziehend und berufstätig. Nicht ganz Vollzeit aber ihre Arbeitszeiten sind unflexibel. Einen Spätnachmittag in der Woche gehen unsere Kinder seit einer kurzen Weile zusammen zur Musikschule. Da das ein Tag ist, an dem ich früher Zuhause bin, bringe ich beide hin. Wenn die Musikschule aus ist, bringe ich ihn auch wieder nach Hause, denn dann kommt fast zeitgleich seine Mutter.
    Dieses Arrangement haben wir, weil die Großmutter (Wohnt in der Nähe, hat Zeit, Geld und einen vollen Terminplan, der ihr natürlich gegönnt ist) sich weigert, sich auf diesen Tag festzulegen, um mit dem Kind die Musikschule zu besuchen. Und soweit ich das verstehe, ist das die einzige "Erwartung", die an ihre Adresse gehen würde, was ihre Zeitplanung betrifft.
    Das finde ich einfach seltsam.
    Ich finde das überhaupt nicht seltsam.
    Ein fixer Termin in der Woche ist ein fixer Termin. Und vielleicht will die Oma einfach so flexibel bleiben, dass sie sich keine fixen Termine antun will. Möglicherweise ist sie sofort und ohne Kompromisse da, wenn wirklich Not am Mann ist. Aber eben nur im Notfall.

    Ich habe damals - allein erziehend, berufstätig, alle Großeltern beruflich eingespannt, Geschwister auch - sehr konsequent daran gearbeitet, ein Netzwerk aufzubauen und am Funktionieren zu halten:
    - Den Kontakt zu älteren Nachbarn gepflegt, die sich dann schon mal eine Stunde zum Baby gesetzt haben, wenn ich mit der Großen zum Arzt musste. Über ein Blümchen hin und wieder oder ein paar selbst gebackene Plätzchen im Advent haben die sich sehr gefreut.
    - In der Nachbarschaft sehr genau geschaut, wo Familien im gleichen Alter sind. Es ist sehr praktisch, wenn man Kinder zum Spielen mal für zwei Stunden im Nachbarsgarten "parken" kann. Gilt umgekehrt für die Nachbarn natürlich auch.
    - Im Kindergarten und in der Schule genau drauf geschaut, welche Kinder zur gleichen Musikschule gehen, im gleichen Fußballverein spielen... Fahrdienste organisiert: Die nicht berufstätige Mutter fährt ihre und meine Kinder hin, ich hole nach Feierabend ab.
    - über einen Verein eine Familiengruppe mit initiiert, die vor allem outdoormäßig unterwegs war, gerne auch mehrtätgige Unternehmungen. Dabei wächst man zusammen - und für die Kinder ist es irgendwann kein Problem, mal bei "den anderen" zu wohnen und dort Hausaufgaben zu machen, wenn Mama mal eine Woche ins Krankenhaus oder zur Fortbildung muss oder - auch vorgekommen - alleine verreist.

    Die Großeltern haben geholfen, wann sie konnten, so viel sie konnten - und immer mit der Gewissheit, dass ihnen die Ansage "nein, da hab ich was anderes vor" nicht übelgenommen wird.
    Sie haben sich sehr, sehr viel um meine Kinder gekümmert und ich bin ihnen heute noch unendlich dankbar dafür. ABer sie haben es gerne getan, weil sie Zeit mit den Enkeln verbringen wollten - und nicht, weil irgendwer irgendeine "Verpflichtung" sah.

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von GuteLaune Beitrag anzeigen

    Die Großeltern haben geholfen, wann sie konnten, so viel sie konnten - und immer mit der Gewissheit, dass ihnen die Ansage "nein, da hab ich was anderes vor" nicht übelgenommen wird.
    Sie haben sich sehr, sehr viel um meine Kinder gekümmert und ich bin ihnen heute noch unendlich dankbar dafür. ABer sie haben es gerne getan, weil sie Zeit mit den Enkeln verbringen wollten - und nicht, weil irgendwer irgendeine "Verpflichtung" sah.
    ich glaube, dass ist ein sehr wichtiger punkt. je weniger druck von den eltern ausgeübt wird- desto mehr kann und wird vermutlich als freiwillige beteiligung von den grosseltern kommen.

    es ist für mich ein riesenunterschied ob jemand mich fragt: würdest du, könntest du? oder ob es heisst: aber du musst doch, weil ...........................und dann vielleicht auch noch meine liebe zum enkelkind daran bemessen wird ob ich mich von den eltern in meine lebensplanung reinreden lassen will oder nicht.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Nachtrag: Mit den meisten Müttern, die sich seinerzeit in meiner Umgebung bei der Kinderbetreuung gegenseitig geholfen haben, galt die Absprache "Wenn es mir nicht passt, sage ich es. Wenn ich nichts sage, passt es schon."
    Das bedeutet: Ich wusste immer, wie ich dran war, und hatte nie das Gefühl, dass jetzt jemand auf einen Kaffeklatsch verzichtet oder einen Termin abgesagt hat, um sich um meine Kinder zu kümmern.

    Ich habe wg. meiner Berufstätigkeit vor allem unter der Woche Unterstützung gebraucht. Dafür habe ich die "Fremdkinder" am Wochenende mit zum Klettern, zum Kanufahren, zur Höhlenerkundung und zum Zelten genommen. Fanden die anderen Eltern auch nicht schlecht...

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    bindung, wirkliche bindung entsteht durch das sich freiwillig entscheiden können, dürfen.

    und nicht durch druck und erwartungshaltung.
    Gefühle wie Frustration und Enttäuschung, vielleicht Überforderung kann ich mir aber selbst durch Nullerwartung und maximale Enttäuschungsprophylaxe nicht abgewöhnen.

    Mir ist das zu idealisiert mit den völlig unabhängigen Einzelmenschen, die ihr Leben immer allein im Griff haben und andere Menschen niemals nicht "brauchen". Die niemals auf Hilfe angewiesen sind und sich drum immer aus der Autonomie heraus von Herzen freuen können.

    Ich kann aber auch "nein" sagen zu Menschen mit Erwartungen und ich kann mit deren Enttäuschung umgehen. Drum muss ich ihnen ihre Erwartungen und Wünsche auch nicht verbieten oder sie für unmöglich erklären.

    Im Idealfall funktioniert es so, dass ich mir ganz sicher sein kann, dass meine Eltern alles stehen und liegen lassen würden, wenn wir einen echten Notfall haben. Und dass ich aus dieser Sicherheit heraus so planen und machen und wirken kann, dass wir als entspannte Familie keine Notfälle aktiv produzieren (sprich: Überforderung).

    Klingt hier ein bisschen so, als würde der der Ansprüche hat, allein dadurch über andere verfügen. Ob das so ist, liegt aber auch am Umgang der durchaus auch erwachsenen Grosseltern mit den Ansprüchen.

    je weniger druck von den eltern ausgeübt wird- desto mehr kann und wird vermutlich als freiwillige beteiligung von den grosseltern kommen.
    Familie ist Auseinandersetzung und nicht vorauseilender Gehorsam. Was ist denn genau "Druck"? Hier ist ja nun nicht die Rede von echter Erpressung (Entweder einmal die Woche oder gar nicht).

    Die Großeltern haben geholfen, wann sie konnten, so viel sie konnten - und immer mit der Gewissheit, dass ihnen die Ansage "nein, da hab ich was anderes vor" nicht übelgenommen wird.

    Wieder alles eine Definitionsfrage (was heisst übelgenommen) und eine Frage der Familienkultur. Manchen Grosseltern muss ich vielleicht antworten:
    Nein - gaaaaaaar kein Problem. Wir kommen allerbestens ohne Euch zurecht.

    Anderen darf ich auch mal sagen:
    Schade. Wär wirklich zu schön gewesen. Jetzt wird es erstmal stressig für mich.

    Ohne dass sie sich dadurch "unter Druck gesetzt" fühlen.

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