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  1. User Info Menu

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumuten? Wenn die Großeltern mit helfen wollen / können, ist das prima, aber ich sehe da keine Pflicht und schon gar keine Veranlassung der Kinder, eine Betreuung der Enkel einzufordern.
    ?
    Genau. Natürlich ist es schön, wenn die Großeltern helfen können, aber doch nicht so, dass es einen Anspruch drauf gibt und im Extremfall die Eltern sich voll drauf verlassen, dass die Großeltern jederzeit zur Verfügung stehen, damit sie selbst auf nichts verzichten müssen, weder in beruflicher noch privater Hinsicht.
    Die Art, wie dich jemand behandelt,
    sagt aus, was für ein Mensch er/sie ist,
    und nicht, was für ein Mensch du bist.

    Quelle unbekannt

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Ansprüche sind überhaupt nicht ok ! Großeltern haben ihre Pflichten der Kindererziehung erfüllt und damit muss auch gut sein.

    Wenn Großeltern anbieten, sich an der Betreuung der Enkel zu beteiligen, kann man sie ja mit einbeziehen.

    Allerdings würde ich es nicht regelmäßig bzw. häufig machen, denn meist leiten dann Großeltern auch "Rechte" daraus ab: sie meinen, mit entscheiden zu können, was für ein Kind gut und richtig ist. Weiss ich jetzt aus eigener Erfahrung: meine Eltern haben weiters weg gewohnt, sie sind eingesprungen bei Krankheit der Tagesmutter bzw. des Kindes (was nur wenige Male vorkam), ab und an war meine Tochter am Wochenende dort. Dafür bin ich ihnen dankbar.

    Meinen Eltern war das zu wenig. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätten sie meine Tochter rund um die Uhr betreut. Aufgrund der Entfernung hat sich alles gut gefügt, aber sie wussten auch immer gaaanz genau, was die Tochter braucht und was für sie gut ist . Wenn ich an diverses Spielzeug denke (ein Kaufladen und ein Puppenhaus aus Holz), das sie ohne Absprache angeschleppt haben und das meine Tochter nie benutzt hat .

    Es ist das Recht der Großeltern zu sagen "eine regelmäßige Verpflichtung möchten wir nicht". Häufig sind sie ja noch selber berufstätig bzw. möchen sich nach jahrzehntelanger Berufstätigkeit ein paar schöne Jahre ohne regelmäßige Verpflichtungen machen.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  3. VIP

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Ich denke das die Beziehungsgestaltung von Enkeln und Großeltern etwas sehr individuelles ist und dazu noch abhängig durch die äußeren Umstände.

    Für uns ist es wichtig, dass unsere Kinder eine gute Beziehung zu ihren Großeltern und anderen Verwandten haben. Eben weil wir nicht perfekt sind und die Oma beim Häkeln beibringen viel mehr Geduld hat und der Opa stundenlang Märchen erzählen kann.
    Nun haben die Enkel Ansprüche an die Großeltern 'Oma, machst du Spargel, wenn wir wieder bei dir sind', 'Opa, du musst mit uns die Weiche reparieren' oder einfach insgesamt: Wann dürfen wir wieder (lange) zu euch?

    Bei uns war es ähnlich wie hier schon mal beschrieben: die nahen Großeltern eine Übernachtung pro Woche plus Krankheitsdienst. Die weiteren Großeltern sind Feriennotdienst und Krankheitsnotfall (wenn nahe GE in Urlaub).
    Phasenweise wurde Bringdienst für Sport und Musikkurse gemacht.

    Alles in Absprache und mit entsprechender Koordinationsleistung von allen Seiten - es gibt noch andere Enkel, Ehrenamt, Hobbys und Ruhetage.

    Mittlerweile geben unsere Kinder auch was zurück: lesen dem blinden Opa vor, erklären der Oma die Digitalkamera, mähen den Rasen und tragen die Einkäufe.
    So wie sie es auch von uns sehen und zukünftig auch sehen werden. Jünger werden sie nicht.

    Es ist ein Geben und ein Nehmen. Ich bin froh das wir alle auch 'Nein' sagen können und es keine Eifersucht zwischen den Großeltern gibt.
    Geändert von xanidae (02.06.2013 um 19:16 Uhr)
    Leben ist kein Wettrennen.

  4. Moderation

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Nach der Geburt unseres Sohnes letztes Jahr war ich erstmal bass erstaunt, dass beide Großelternpaare aus der Existenz des Enkels ableiteten, quasi jederzeit unangemeldet vor unserer Tür zu stehen.

    Aber man lernt ja schnell. "Heute ist es ungeschickt, der Kleine muss jetzt schlafen. Aber könntest du morgen so gegen zehn kommen? Dann kann ich da einkaufen/Haushalt machen/zum Frisör." Hat prima geklappt.

    Im Moment ist meine Mutter in die Kinderbetreuung eingeplant, während ich arbeite. Obwohl das momentan klappt, werde ich froh sein, wenn wir einen Kitaplatz haben und ich nicht mehr auf sie angewiesen bin. Es ist toll, die Großeltern als "Plan B" vor Ort zu haben, aber wenn die ganze Organisation mit ihnen steht und fällt, ist mir das zu kippelig. Ich brauche auch mal die Möglichkeit, zu meinen Eltern auf Distanz zu gehen, wenn sie mir auf die Nerven fallen.

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    PE ESS - ich komme übrigens aus einer Großfamilie, und das ist Typ 3:

    Auf die Familie ist Verlass, vielleicht nicht immer auf Person x oder y, da diese Person ja auch ein eigenes Leben mit Job, Urlaub, Hobbys hat - aber irgendeiner findet sich immer, der das Kind bringt/abholt. Also verlässlicher als Typ 2, aber nicht so "ausschließlich" wie in Konstellation 1.

    "Ansprüche" habe ich übrigens noch nie kennengelernt in diesen Familien, es war ein Geben und Nehmen, ohne Erwartungen.
    So war es bei mir auch. Und so soll es sein!

  6. Inaktiver User

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zumuten? Wenn die Großeltern mit helfen wollen / können, ist das prima, aber ich sehe da keine Pflicht und schon gar keine Veranlassung der Kinder, eine Betreuung der Enkel einzufordern.

    Als unser Sohn klein war, hatten wir keinerlei Hilfe von Großelternseite: Unsere Eltern wohnten Hunderte von Kilometern weit weg
    Genau so war es bei uns und wir schafften es auch alleine ohne die Grosseltern in die Pflicht zu nehmen. Ich fand die Baby- und Kleinkindjahre anstrengend, selbst jetzt in der Pubertaet nehme ich mir immer noch sehr viel Zeit fuer die Belange meines Sohnes, ich freue mich darauf, in ein paar Jahren mein Leben wieder meinen Belangen zu widmen. Ich wuerde mich nicht verpflichten lassen wollen, selbst wenn ich nicht mehr berufstaetig waere oder andere Verpflichtungen haette.

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Als sich bei uns bei Kind 1 abzeichnete, dass ich evtl. wieder (wenn auch mit begrenzter Stundenzahl) in den Job einsteigen würde, ohne eine Betreuung gefunden zu haben, sagten die (sehr aktiven, aber schon recht betagten) Großeltern vor Ort, sie würden das dann im Notfall machen. Ich war sehr froh, da nicht drauf zurückgreifen müssen.
    Schon ohne einen "festen Tag" gab es zumindest am Anfang ziemlich viele Sondertermine (ich hatte nur Betreuung für 3 Tage, aber an den anderen Tagen konnten in bestimmten Fällen Arbeitstermine anfallen, Krankheit des Kindes/der Kinder etc.), so dass ich die Großeltern im Schnitt alle 1-2 Wochen für mindestens einen halben Tag brauchte. Zusätzlich kamen sie auch mal einfach so vorbei, um mit den Kindern zu spielen, während ich mal in Ruhe zu Hause was machen konnte.
    Jetzt, mit 2 Kindern und auch mal Freizeitaktivitäten, zu denen ich ein Kind genau dann bringen muss, wenn für das andere der Kindergarten endet etc., ist es fast immer ein halber Tag pro Woche (mal beide Kinder, mal nur eins).
    Das läuft alles super, weil sie sich auch von selbst anbieten, aber nicht beleidigt sind, wenn es mir mal nicht passt, und ich umgekehrt auf ihre "Verpflichtungen" (ehrenamtliche Arbeit, Chor etc.) acht gebe und bestimmte Termine so rechtzeitig anmelde, dass die Großeltern sich darauf einstellen können (wenn der Termin bei mir unverschiebbar ist).

    Sie sind da aber auch schon "Profis", da unsere Kinder die 2. Runde Enkel sind (die anderen Enkel sind ca. 15 Jahre älter als unsere Kinder).

    Wir könnten sicher öfter mal ihre Hilfe brauchen, um auch mal ein freies Wochenende zu haben. Aber da ist seit Kind Nr. 2 klar, dass sie das kräftemäßig nicht mehr schaffen, so lange die Kinder (die sehr lebhaft sind) noch so klein sind. So ist es halt.

    Ich finde es gut, wie es im Moment ist, weil ich noch weiß, in dem Umfang macht es ihnen noch Freude, und ich habe nicht das Gefühl, sie auszunutzen. Wir revanchieren uns manchmal für ihre, indem wir ihnen Karten für irgendeine kulturelle Veranstaltung schenken, wo sie sonst nicht hingehen würden, weil sie es sich nicht leisten würden (so ein richtig tolles klassisches Konzert eines großen Symphonieorchesters z. B.). Also, wir versuchen eher Freude zu schenken, auch wenn natürlich irgendwo Geld dahintersteckt.

    Meine Mutter, die weiter weg wohnt, wäre gerne so eine "Rundumversorgungsoma" gewesen, wenn sie vor Ort wäre. Das hätte nur Ärger gegeben, da sie sich auch massiv in die Erziehung eingemischt hätte (versucht sie sogar bei Wochenendbesuchen). Außerdem möchte ich mich ihr nicht verpflichtet fühlen.
    Als mein Vater noch lebte und wir nur ein Kind hatten, haben auch meine Eltern mal das Kind für ein Wochenende hier bei uns gehütet. Inzwischen ist meine Mutter alleine und hat viele gesundheitliche Einschränkungen, so dass ich sie im Prinzip nicht mehr mit den Kindern alleine lasse - halt mal mit einem von beiden, wenn sie zu Besuch ist und ich das andere Kind irgendwo abholen muss. Sie schafft das sonst nicht mehr. Aber auch das ist okay so.

    Ich glaube, man muss sich klar machen, was man will, wieviel "Einmischung" man verkraften würde, wie das eigene Verhältnis zu Eltern/Schwiegereltern ist und relativ klar kommunizieren. Es gibt für mich keine Verpflichtung der Großeltern, sich um die Enkel zu kümmern. Bei meinen Eltern und Schwiegereltern ist/war klar, dass sie eben auch Freude daran haben, Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Und ich achte darauf, sie nicht so zu beanspruchen, dass es keine Freude mehr ist, sondern eine Last.

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Zitat Zitat von Tigerente Beitrag anzeigen
    Es gibt für mich keine Verpflichtung der Großeltern, sich um die Enkel zu kümmern. Bei meinen Eltern und Schwiegereltern ist/war klar, dass sie eben auch Freude daran haben, Zeit mit den Enkeln zu verbringen. Und ich achte darauf, sie nicht so zu beanspruchen, dass es keine Freude mehr ist, sondern eine Last.
    Das hast du schön formuliert!

    Die Kinder spüren das ja auch, ob sie den Großeltern zur Last fallen, oder ob die die gemeinsame Zeit genießen. Zu erfahren, dass Oma und Opa gerne mit ihnen zusammen sind, ist für KInder ein Schatz, von dem sie ein Leben lang zehren.

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    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Na dann jetzt die twix, die das komplett anders sieht!

    In dem Moment wo ich mich entschließe Kinder zu bekommen, habe ICH für mich ableitent entschieden, auch Oma werden zu können/wollen!

    Für mich, die die Kinder jetzt aus dem Haus hat und die ihr eigenes Leben erstmalig allein selbst gestalten möchte, sähe es so aus, dass meine Kinder ihre Kinder ganz regelmäßig nach vorheriger gemeinsamer Absprache bringen können.
    Sei es 1 festes WE im Monat, auf das wir uns alle einstellen können und planen können
    Oder aber regelmäßig ein Tag der Woche

    Ich hatte damals Schwiegereltern, die keine Lust auf Oma/Opa sein hatten und fand /finde das unmöglich (ich höre euch schon aufschreien und zuschlagen)

    Ich möchte mich nicht aufopfern, weiß aber wie gut es tut, wenn man als Eltern mal frei hat und dafür nicht betteln muß!!

    Absprachen sollten m.E auf jeden Fall sein und ich als Oma habe nur Mitsprachrerecht in der 2.Reihe

    Allergien, Bettgehzeiten, etc bestimmen die Eltern
    Ein bisschen Verwöhnen darf ich m.E aber schon

    Notfälle sind eh was anderes!

    Mir ist es eh wichtig mit meinen Kindern im Gespräch zu bleiben und sie sagen auch was ihnen nicht passt (und das meist mittlerweile in annehmbarem Ton)
    Das wäre dann eben bei den Enkeln genauso!!

    Und ..ich würde für beide Generationen auch separat kochen, aber auch da mich selber nicht aus dem Auge verlieren, ob und wann ich Lust dazu habe!!

    Bei uns helfen sich alle, wenn was ist und mittlerweile ist die Schwiegeroma auch nachgereift
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

  10. Inaktiver User

    AW: Großeltern- Welche Ansprüche an sie sind ok, welche überzogen?

    Hey, interessantes Thema!

    Wir fahren hier ein gutes Mittelding, wie ich finde. 2 x in der Woche holen meine Eltern (meist mein Vater) die Kinder vom Kindergarten ab und ich kann dann bis 16.00 Uhr auf der Arbeit bleiben. Das sind feste Tage, weil sowohl meine Eltern als auch ich eher so "Planmenschen" sind und alle Seiten mit "nee, morgen doch nicht, oh, könnt ihr heute..." nicht gut leben können. Zusätzlich passen sie abends gelegentlich auf, wenn wir mal essen gehen wollen oder ins Konzert oder zu Freunden, das kommt ca. alle 3 Wochen für einen Abend vor.

    Anfangs kamen mein Mann und ich auch noch ab und an mit Geschenken für sie an, das stieß aber nicht auf Gegenliebe, weil es für sie, wie sie sagen, ein Geschenk ist, den Enkeln nahe sein zu können. Glück gehabt.

    Ansprüche habe ich jetzt so direkt nicht, allerdings gab es in der Vergangenheit schon klare Absprachen. Ein Beispiel war z.B. meine Stundenerhöhung, die ich ohne Zusatzbetreuung seitens meiner Eltern nicht gemacht hätte. Da habe ich ganz nüchtern die zwei Optionen angeboten: Ich könnte meine Stunden erhöhen, wenn ihr gesichert aufpasst, andernfalls lasse ich alles, wie es ist, es wäre für mich auch völlig ok, wenn ihr nicht wollt. Einmal aber zugesagt, muss ich mich aber auch drauf verlassen können.
    Ähnlich wird es zu Schulzeiten sein wenn die Entscheidung ansteht, ob und wieviel Ganztagsschule kommen wird. Wir haben es da bisher immer geschafft, einvernehmliche Lösungen zu finden.

    Wenn meine Eltern betreuen, lasse ich ihnen freie Hand. Sie können mit den Kindern Einkaufen fahren, Ausflüge machen oder zu Hause bleiben. Was und wieviel die Kinder essen, dürfen dann auch meine Eltern entscheiden.

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