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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Zitat Zitat von Kascho Beitrag anzeigen
    Ich finde es wichtig die Eltern persönlich zu kennen, wenn ich mein Kind irgendwohin gebe!
    Habe ich auch zuerst gedacht!

    Aber schon zu Kindergartenzeiten, als meine Tochter von sich aus Einladungen ausgesprochen hat oder selbst Einladungen bekam, wollte ich ihr nichts verbieten, nur weil ich die Eltern nicht kannte. Jetzt in der Schule ist das noch viel ausgeprägter. Die Kinder machen da immer mehr in Eigeninitiative, oft läuft vor einem Treffen der Kinder nicht mehr als ein Telefongespräch mit den anderen Eltern, um die Details auszumachen.

    Im Gegensatz dazu ist mein Sohn (noch im Kindergaten) sozial völlig inaktiv, und das finde ich genauso o.k.

    Das mit den Buchvorstellungen kenne ich auch, ich finde es klasse. Wenn Dein Sohn in dem Rahmen das freie Sprechen einüben kann, und er sogar gespannte Zuhörer hat, ist doch alles bestens! Er ist noch Vorschulkind, er bekommt noch keine Mitarbeitsnoten, in der ersten Klasse gibt es auch noch keine Noten.

  2. VIP

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Deine eigene Zurückhaltung wird auf diesen Elternabenden geprüft, wenn du niemanden kennst. Du kannst auch die Lehrerin ansprechen, welche Kontakte dein Sohn hat und um die Nummern bitten. So habe ich das bei meinem zurückhaltenden Sohn gemacht. Ich kommuniziere das mit den Lehrern in Schule, Musikschule und Sportverein. Vom Schwimmlehrer hätte ich gefordert, dass er sich die Schwimmregeln in einer Einzelsituation vorsagen lässt.

    Mein Sohn sprach 2 Jahre nicht mit fremden Erwachsenen, was Verkäufer in Bäckerei oder auch unbekannte Lehrer miteinschloss. Er erklärte mir, dass im Kindergarten gesagt wurde 'Sprich nicht mit Fremden' also spricht er nicht mit Fremden. Hinzukommt, dass er einen redseligen Bruder hat, den er immer vorschicken kann und so auch an sein Ziel kommt (Eis im Kiosk).

    Mit Schuleintritt hat sich das zum positiven entwickelt, es wird von Jahr zu Jahr besser. Er spricht davon, sich überwinden zu müssen und kürzlich hat er einem fremden Mann den Pfandbon gegeben, den dieser im Automaten vergessen hat. 'Ich habe all meinen Mut zusammen genommen und laut gesagt: 'Sie haben ihren Bon vergessen'.'

    Wir reden viel darüber, dass jeder Mensch anders ist, jeder Mensch unterschiedliche Stärken und Schwächen hat und dass das auch gut ist so. Aber er wurde auch gefordert seine Wünsche uns Eltern persönlich vorzutragen und nicht immer seinen Bruder vorzuschicken. Auch erzähle ich Geschichten und Märchen wo ich dann häufig frage: 'Wie hat der sich wohl in der Situation gefühlt?'.

    Er ist sehr musikalisch und macht gerne Musik. Nach anfänglichem Zögern spielt er innerhalb der Großfamilie auch mal was vor. Zwei jahrelang war er in einer Zirkusgruppe. Dort war der Vorteil, dass es keine wöchentliche Leistungsanforderung wie in anderen Sportarten gibt und es gab viele verschiedene Sportgeräte, so dass jedes Kind etwas finden konnte, das es gut beherrscht. Die zwei Auftritte im Jahr hat er gut gemeistert und nun sich selbst für eine Sportgruppe entschieden wo verschiedene Ballspiele in Mannschaften gespielt werden.

    Vielleicht gibt es bei einem Sportverein noch einen Treffpunkt um andere Eltern kennen zu lernen.

    Hab Vertrauen in dein Kind, ich bin mir sicher das wird. Auch wenn es als Eltern manchmal schwer auszuhalten ist.

    (das redselige kontaktfreudige Kind ist auf andere Weise 'schwierig', hier lautet die Aufgabe 'wie führe ich einen Kalender mit Spielterminen' oder 'wie kann ich lernen still zu sein, wenn die Lehrerin spricht?' ).
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Wenn ich eure Erläuterungen verfolge, so stelle ich fest dass er ein durchschnittliches Kind ist.

    Er hat nämlich genügend Mut um mit Verkäufern, Bibliotekaren, Busfahren usw. zu sprechen und seine Wünsche vorzutragen. Auch holt er (wenn er Lust hat ) für uns Brötchen und viel lieber noch Eis vom Kiosk um die Ecke. In dem Punkt ist er offen und kommunikativ. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal finde ich ihn sogar zu kommunikativ gegenüber fremden Erwachsenen. Es ist ein schmaler Grad und schwierig einem Kind zu erklären wo welche Grenze zu ziehen ist.

    ... und er ist deutlich aufgeschlossener und selbstständiger als mein Mann (!!!) und ich (!) es in dem Alter waren. Trotzdem würde ich ihn das Leben in Gruppen gerne vereinfachen.

    "Seine" Baderegeln hat er heute seiner Erzieherin ohne scheu erzählt (10 von 15 wusste er)
    Oma und Opa sind auch neugierig sie zu erfahren ... und werden sich morgen mal als Dummys "outen" Vielleicht hilft es ja, wenn er vorher möglichst vielen die Regeln schon erzählt hat, bevor er wieder auf den Schwimmlehrer trifft.

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Deine eigene Zurückhaltung wird auf diesen Elternabenden geprüft, wenn du niemanden kennst. Du kannst auch die Lehrerin ansprechen, welche Kontakte dein Sohn hat und um die Nummern bitten. So habe ich das bei meinem zurückhaltenden Sohn gemacht. Ich kommuniziere das mit den Lehrern in Schule, Musikschule und Sportverein. Vom Schwimmlehrer hätte ich gefordert, dass er sich die Schwimmregeln in einer Einzelsituation vorsagen lässt.
    Wie muss ich den ersten Satz verstehen? Bei Elternabenden bin ich nicht zurückhaltend, sondern will meist alles genau wissen und hinterfrage alles mögliche.

    Die Idee mit den Kontaktpersonen finde ich gut. Das werde ich Freitag mal angehen. Vielleicht hilft es ja.

    Dem Schwimmlehrer habe ich genau das auch gesagt. Der sagte : Ja er sei streng, ... Sohnemann hat Freitag die Chance es ihm zu zeigen. "Ha, den verblüffe ich!" ist jetzt Sohnemanns Motto. Er zeigt es ihm und weiß sie (fast ) alle! Ja, schaun wir mal. Er schafft das! Ich glaube an ihn.

  5. VIP

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Wenn du selbst eher zurückhaltend bist, dann kann ein Elternabend - um mit anderen Eltern in Kontakt zu treten - eine Herausforderung sein. Weil du ja schriebst, du willst die Eltern vorher kennenlernen, bevor du dein Kind dort hinlässt.
    Ich finde andere Schulaktionen dafür effektiver.

    Mein Großer holt Brötchen seit er 4 ist. Er sprach nur nicht. War ja nicht nötig, weil Mama einen Zettel mitgegeben hat.

    Ist also doch nicht so schlimm wie du befürchtet hast. Das ist doch schön.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Zitat Zitat von Kascho Beitrag anzeigen

    Dem Schwimmlehrer habe ich genau das auch gesagt. Der sagte : Ja er sei streng, ... Sohnemann hat Freitag die Chance es ihm zu zeigen. "Ha, den verblüffe ich!" ist jetzt Sohnemanns Motto. Er zeigt es ihm und weiß sie (fast ) alle! Ja, schaun wir mal. Er schafft das! Ich glaube an ihn.
    Ist es denn so wichtig, dass er das Schwimmabzeichen schon beim ersten Anlauf bekommt? Eine der Anforderungen hat er eben nicht geschafft. Muss man da Sonderkonditionen aushandeln, damit er trotzdem "besteht"? Ich meine es geht schließlich um ein freiwilliges Abzeichen. Wenn einer sich noch nicht traut den Ring vom Boden des Beckens zu holen, nimmt man doch auch nicht einfach ein flacheres Becken, damit er es schafft.

    Ich denke die ganze Zeit beim Mitlesen, dass der brutal harte Schwimmlehrer vielleicht recht weise gehandelt hat: Im ersten Anlauf bekommt der Junge das Abzeichen nicht, weil er die für alle gleichen Anforderungen eben nicht geschafft hat. Nun will der Kleine es schaffen. Er scheint an seiner Aufgabe zu wachsen und lernt echt was dazu. Ist es nicht schade, dass da Eltern gleich zwischenfunken und für das besondere Kind besondere Konditionen auszuhandeln versuchen? So nimmt man den Kindern doch die Chance, an den Widerständen zu wachsen!

  7. Moderation

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Was ich wichtig finde, wenn man an seinem Kind Eigenschaften entdeckt, die man selbst auch hat und die einem manchmal Kummer/Sorgen bereitet haben: nicht vergessen, daß es sich hier um einen anderen Menschen handelt, der zwar in Einigem ähnlich sein mag, aber doch auch ganz anders ist, der ganz andere Eltern hat als man selbst, und in anderem Kontext aufwächst.


    So kann man dann zwar sehen, ob das, was einem selbst geholfen hat/hätte, hier auch passen könnte, hat aber doch genug Abstand, um zu erkennen, ob es denn so ist, oder ob es vielleicht auch anders ist. Hilfreich ist hier auch eine dritte Person, Vater, Freund, Tante - die diese Eigenschaft und Vorerfahrung nicht hat und daher nüchterner schaut.
    that was the river - this is the sea


    Moderation in den Foren "Kindergesundheit", "Persönlichkeit" und im "Corona"-Forum

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Ich glaub er hätte es geschafft... aber der S.L. hat die Regeln am Freitag nicht abgefragt, sondern für alle einen neuen Termin angesetzt. Jetzt waren wir ab und schauen wie's weiter geht. Sohnemann kann seine Regeln jedenfalls nun im Schlaf. Oma & Opa, Erzieherin, Mama & Papa und allen denen er sie erzählt hat auch

    Schüchternheit ist okay, doch wird's oftmals in der Schule negativ bewertet. Hat man keinen Lehrer mit Verständnis für diese Schüchternheit, dann steht man dumm da. Mündlich wird man dann als schlecht angestempelt, obwohl man's doch eigentlich weiß und es zieht einem die Schulnoten runter. Ich hoffe für meinen Sohn auf eine Lehrerschaft die "ausgleichende" Aufgaben verteilt.
    Geändert von Kascho (03.06.2013 um 13:30 Uhr)

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Wenn ich das richtig verstehe, hat der Junge die Regeln nicht aufgesagt, weil er sich nicht getraut hat, und weil er sie noch nicht sicher wusste. Wie hätte der Schwimmlehrer dann auf die Schüchternheit Rücksicht nehmen können? Hätte er den Jungen die Regeln unter vier Augen aufsagen lassen, und er hätte sie nicht gewusst, wäre er doch noch viel mehr unter Druck gestanden. Wäre es nicht sinnvoll, gerade ein schüchternes Kind schon zum ersten Termin die Inhalte sicher lernen zu lassen?

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    AW: Schüchterne Kinder stärken

    Nein, er hätte sie gewußt - zumindest einige und das wäre ausreichend gewesen. Es ging wie in der Schule zu - mit melden und vor den anderen Kinder sprechen. Wer sich nicht meldete wurden irgendwann direkt angesprochen. Da hat er einfach den Mund nicht auf bekommen. Dazu braucht man Mut.

    Klar haben wir zwischen den Terminen die Baderegeln noch einmal intensiv gelernt. Wer hätte es nicht so getan... Je besser man etwas kann umso einfacher ist es.

    Im Endeffekt hat er sich nun von einer Bademeisterin prüfen lassen und am Ende das Abzeichen bekommen. Die Bademeisterin war strenger als der Schwimmlehrer. Wobei das Ansichtssache ist. Sohnemann fand sie nicht streng, denn er bei ihr musste er nicht im kalten Wasser (26°C) der Vereine schwimmen, sondern im normalen Becken (28°C). Ich beziehe die Strenge eher auf die Einhaltung aller Vorgaben für das Abzeichen : 200m ohne jedes Anfassen, 2m tief tauchen, vom 1m Sprungbrett springen, die Baderegeln nennen und das alleine mit der Bademeisterin!

    Danke für eure Tipps!
    Geändert von Kascho (04.06.2013 um 09:53 Uhr)

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